Die Herkunft des Sauerkrauts ist nicht vollständig belegt. Den ersten Nachweis für Sauerkraut ist in China zu finden. So wurde das Kraut dort bereits im Jahre 221 vor Christus erwähnt. Von China aus gelangte das saure Kraut in die Mongolei und schliesslich auch nach Europa.
In vielen Regionen war Sauerkraut lange Zeit ein fester Bestandteil der Ernährung, denn das Gemüse ist gesund und kann auch im Winter gegessen werden, wenn keine frischen Gemüsesorten erhältlich sind. Mittlerweile ist das Kraut in der ganzen Welt bekannt.
Sauerkraut ist auch als Sauerkohl bekannt und wird meistens aus eingelegtem Weisskabis gewonnen. Manchmal wird zur Herstellung des Sauerkrauts auch Spitzkabis verwendet. Bei der Herstellung von Sauerkraut werden dem Kabis keine chemischen Zusätze beigegeben. So reicht die Milchsäuregärung unter Zusatz von Kochsalz aus. Erst wenn durch den Gärungsprozess der gewünschte Säuregrad erreicht wurde, werden dem Gemüse weitere Zutaten zugegeben.
Das Schweizer Sauerkraut kommt vorwiegend aus Regionen wie dem Züricher Oberland, Gürbental und aus dem Seeland. Aber auch in anderen Regionen wie im Waadtland, in der Ostschweiz und im Baselland wird der Kabis zur Sauerkrautproduktion angebaut.
Fermentierter Weisskohl ist reich an Vitamin C und enthält lebende Milchsäurebakterien. Der Weisskabis, der in manchen Deutschschweizer Regionen auch als Weisskohl bezeichnet wird, behält als Suurchabis seinen hohen Vitamin-C-Gehalt bei und ist deshalb das ideale Wintergemüse.
Beim Suurchabis wird der Weisskohl durch «Fermentierung» (lateinisch «Gärung») haltbar gemacht. Hierbei wird im Gemüse die Vermehrung von Milchsäurebakterien gefördert. Bei der entstehenden Gärung wandeln die Bakterien den natürlichen Zucker im Gemüse in Milchsäure um.
Nährwerte und gesundheitlicher Nutzen:
Der Brennwert liegt bei Sauerkraut bei durchschnittlich 15 Kilokalorien, bei einem Fettgehalt von 0,3 Gramm. Daneben sind im Sauerkraut viele Ballaststoffe enthalten. Dadurch wird die Verdauung angeregt. Frisches Sauerkraut gärt im unpasteurisierten Zustand nach.
Das im Kohl enthaltene Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress (wie freie Radikale) zu schützen. Durch die spezielle Herstellung (Fermentation) enthält der Suurchabis eine Vielzahl probiotischer Milchsäurebakterienkulturen, die unsere Darmflora positiv unterstützen. Um von den genannten positiven Wirkungen zu profitieren, empfehlen wir einen täglichen Verzehr von 25 g rohem Sauerkraut.
Verwendung:
Sauerkraut kann frisch oder auch in Konserven fertig eingelegt gekauft werden. Dabei passt Sauerkraut geschmacklich zu vielen Gerichten. Dabei eignet sich das Gemüse auch besonders gut zum Wiederaufwärmen.
Suurchabis sollte am besten roh genossen werden, da im rohen Kraut die meisten Vitamine stecken. Er eignet sich ideal als Salat-Zutat, als Beilage zu Käse, Kartoffeln oder Pasta und schmeckt auch pur. Sauerkraut? Powerkraut! Der Bio Campiuns Suurchabis enthält lebende Milchsäurebakterien. Ausserdem ist das Sauerkraut reich an Vitamin C, das unter anderem zu einer normalen Funktion des Immunsystems beiträgt.
Sauerkraut in traditionellen Gerichten:
Sauerkraut ist eine wichtige Zutat in vielen traditionellen Gerichten. Bigos, der Sauerkrauteintopf aus Polen, besteht aus zahlreichen Fleisch-, Gemüse- und Wurstsorten; seine Zutaten variieren regional, jede Familie hat ihr Geheimrezept. Was alle Varianten vereint, ist das Sauerkraut als wichtigstes Element. Bei Bigos handelt es sich um einen polnischen Sauerkrauteintopf mit langer Tradition. Bereits im Mittelalter erfreute sich der kräftige Eintopf aus Sauerkraut, Weißkohl, Fleisch, Wurst, Speck, Gemüse, Äpfeln, Pflaumen und Pilzen in Polen großer Beliebtheit.
Der Name Bigos - das polnische Wort für Durcheinander - sagt bereits viel über dieses aromatische Eintopf-Gericht aus. Seine Grundlage besteht aus Sauerkraut, Fleisch und Wurst zu jeweils gleichen Teilen. Dabei wird Sauerkraut gerne mit Weißkohl gemischt, Rind- mit Schweinefleisch und diverse Wurstsorten mit Speck. Mit Brühe aufgegossen, mit Zwiebeln, Karotten, Tomaten, Äpfeln und Gewürzen ergänzt, ergibt Bigos eine wahre Geschmacksexplosion. Die genaue Herkunft von Bigos verliert sich im Nebel der Geschichte, auch das Rezept ist in Polen nicht einheitlich definiert. Fest steht allerdings, dass der polnische Sauerkrauteintopf bereits im 15. Jahrhundert im damaligen Polen-Litauen erwähnt wurde. In Weißrussland und der Ukraine ist dieser Eintopf ebenfalls ein beliebtes Gericht.
Die Polen lieben Bigos zu den Hauptmahlzeiten oder als Snack, im Alltag wie an Feiertagen. Sie essen es mit Kartoffeln, die manchmal direkt in den Eintopf wandern, oder mit dunklem Brot. Auch bei kirchlichen und anderen Festen gehört der Genuss des Sauerkrauteintopfs zur kulinarischen Tradition - allerdings nicht allein, denn opulent gedeckte Festtafeln sind in Polen ein Muss.
Ein weiteres traditionelles Gericht ist die Bärner Platte. Die Bärner Platte wurde am 05.03.1789 nach dem die Berner die Franzosen in der Schlacht von Neuenegg in die Flucht geschlagen haben „geboren“. Es musste nach dieser Schlacht relativ kurzfristig eine Siegesfeier organisiert werden. Aus diesem Grund steuerte die Gemeinde das beste was die Vorratskammer hergab. Da Lebensmittel in diesem Jahrhundert anders gelagert/haltbar gemacht werden mussten, gab es Zutaten wie geräucherte Fleischsorten, Kartoffeln, gedörrte Bohnen und das Sauerkraut.
Normalerweise werden alle Zutaten wie Sauerkraut, Fleischsorten, Kartoffeln usw. getrennt gegart. Die Zutaten werden auf eine gehörige Portion Sauerkraut gelegt und gedämpft. Auf eine Bärner Platte gehören Sauerkraut. Das Sauerkraut gebe ich in einen hohen Topf und gebe einen zünftigen Schuss Weisswein dazu. Darauf lege ich ein Rollschinkli, eine Saucisson und für mich das wichtigste, ein dickes Stück geräucherter Speck. Dazu serviere ich gerne einen schweren Rotwein und eine Tasse warmen Kräutertee. Es gibt fast unzählige Variationen wie man eine Bärner Platte zusammenstellen kann.

Bärner Platte
Kümmel als ideale Ergänzung:
Als eines der ältesten kultivierten Gewürze der Geschichte werden Kümmelsamen schon seit Jahrhunderten verwendet: Von den alten Ägyptern, den Griechen, Römern, mittelalterlichen Köchen arabischen Königen und in den Küchen ganz Nordeuropas. Die langen, schmalen Kümmelsamen sind braun und leicht gebogen. Sie sind wunderbar aromatisch und berühmt für ihren komplexen Geschmack. Kümmelsamen schmecken warm, bitter, scharf, nussig und süss zugleich.
Ähnlich wie die Wacholderbeere kann Kümmel die Deftigkeit von Gerichten brechen, was ihn zum idealen Partner von grilliertem Lamm, Schweinefleisch oder anderen Fleischgerichten macht. Das wärmende, erdige Gewürz ergänzt einfach alles herrlich - sei es ein herzhafter Wintereintopf oder ein zart gewürztes Gebäck. Je nachdem, womit er kombiniert wird, gestaltet Kümmel ein Gericht unterschiedlich: Seine Anisnote verleiht einem Curry Komplexität, wogegen sein süsses Zitrusaroma beim Backen gut zur Geltung kommt.
Gemüse - und insbesondere Kartoffeln und Kohl - verleiht Kümmel einen tiefen Geschmack. Er gilt als Schlüsselzutat im Sauerkraut und gibt einem Kohlsalat das gewisse Etwas.
Die Geschichte der Sauerkraut-Hersteller in der Schweiz:
Die Geschichte der Krautmacher führt zurück ins Bernbiet. Die Masshards stammen aus Mühlethurnen im Berner Gürbetal, dem klassischen Schweizer Anbaugebiet für Kabis. Johann und Anna Masshard zogen 1911 erst ins Fricktal und 1920 weiter nach Hinwil. Dort erwarben sie das „Heimetli Heuweidli“ und begannen mit der Produktion von Sauerkraut. Die Lieferungen von Sauerkraut erfolgten jeweils mit Touren bis zu den Metzgereien in der Stadt Zürich.
Eine Generation später gingen die Söhne Hans und Fritz eigene Wege. Fritz führte den Betrieb in Hinwil weiter, Hans erwarb eine bestehende Sauerkrautfabrik „Waldvogel“ in Urdorf, welche bis ins Jahr 1990 von ihm betrieben wurde. Danach wurde der Betrieb kurze Zeit nur noch als Einscheidebetrieb weiterbetrieben und später in die Masshard AG Hinwil integriert. Die Krautmacher aus Hinwil entschieden in den 1990er Jahren, das Geschäft sukzessive in die Hände der Familie Schöni zu übergeben, welche bis zum heutigen Tag die Marke und die Produkte mit Freude und Leidenschaft weiter pflegt und hegt.
Die Dreyer AG hat Ihren Sitz in Gerolfingen, inmitten des grössten Gemüsegartens der Schweiz, dem Berner Seeland. Als erster Betrieb unserer Branche wurden wir nach einem Lebensmittel-Sicherheitsstandard zertifiziert. 1941 wird der erste elektrische Kabishobel in Betrieb genommen. Als erster Sauerkrauthersteller der Schweiz beginnen wir aus hygienischen Gründen mit der Pasteurisation unserer Produkte um auf den Einsatz von Konservierungsmitteln verzichten zu können.
Seit Herbst 2015 produziert unsere Anlage auf 950m2 nachhaltig mit Sonnenenergie ca. 130’000 kWh im Jahr. Mit der ShopApp sind unsere Kunden seit Herbst 2020 rund um die Uhr über unser komplettes Sortiment informiert. Nachdem ein Hagelzug im 2021 einen Grossteil der Ernte im Seeland vernichtet hat, konnte im 2022 ein grossteil der Eigenproduktion auf IP-SUISSE Qualität umgestellt werden. Die Produktepalette wurde mit einer grossen Vielfalt an biologischen Produkten erweitert.
Heute Als Spezialist beliefern wir die ganze Schweiz mit Sauerkraut- und Sauerrübenprodukten sowie mit küchenfertigen, pasteurisierten Salaten.
Frisches Sauerkraut selber machen. Ganz einfach mit Omas "DIY" Rezept
tags: #woher #kommt #das #sauerkraut