Bei schönem Wetter verbringen viele Menschen gerne Zeit mit ihrer Familie oder Freunden im Freien - vor allem im Sommer. Saftige Steaks, knackige Salate und dazu ein gutes Getränk: Wenn da nicht manchmal stechende Plagegeister die Idylle stören würden. Essen im Freien wird durch Wespen oftmals zur Herausforderung.

Die Tiere werden von den leckeren Gerüchen beinah magisch angezogen und lassen sich nicht so leicht wieder loswerden. Das Problem hierbei: Viele Menschen reagieren allergisch auf Wespenstiche, daher ist die Abneigung und Angst meist noch größer. Doch keine Sorge, es gibt einfache Tricks, um die Tiere abzulenken und loszuwerden.
Natürliche Abwehrmethoden gegen Wespen
Zur Abwehr von Wespen gibt es natürliche Methoden, welche ganz ohne Chemikalien sind. Hier sind einige effektive Tipps:
- Wespenfalle: Ganz klassisch gelingt dies mit einer Wespenfalle. Die Wespen werden angelockt, krabbeln durch die schmalen Öffnungen und kommen dann nicht mehr raus.
- Wespennest-Attrappe: Benötigt wird ausschließlich eine Papiertüte oder etwas Backpapier. Das Papier oder die Tüte musst Du einfach nur zusammenknüllen und zu einer Art Wespennest formen. Diese Attrappe kannst Du dann in unmittelbarer Nähe aufhängen, beispielsweise an oder in einen Baum, eine Wand oder einen Zaun. So denken die Wespen, dass hier bereits ein anderer Schwarm beheimatet ist, und halten Abstand.
- Frische Kräuter: Frische Kräuter aus dem Topf, statt bunter Blumen! Ob rustikal in klassischen Terrakotta-Töpfen oder in modernen Übertöpfen: Frische Kräuter sind immer ein Hingucker und ihre Aromen liefern die individuelle Würze für jeden Geschmack.
- Küchenreste als Insekten-Buffet: Die Küchenreste mit etwas Wasser und wenn vorhanden, mit überreifem Obst vermengen. Ausgehöhlte Schalen von Melone oder Orangen eignen sich hervorragend als Schalen für den Reste-Cocktail. Diese appetitanregenden Insekten-Buffets mit einem Abstand von fünf bis zehn Metern vom Esstisch anbieten.
DIY Gartentipp: Wespenfalle selber bauen
Die richtigen Kräuter zur Wespenabwehr
Essbare Tischdekorationen, die das Grillgut und Getränke kulinarisch veredeln, jedoch stechende Plagegeister vom Tisch fernhalten: Eine echte Win-Win-Situation! Diese frischen Kräuter eignen sich für diesen Zweck besonders gut:
- Zitronenmelisse: Die aromatischen Blätter eignen sich auch hervorragend zum Verfeinern alkoholfreier oder weinhaltiger Getränke.
- Basilikum: Der beste Freund von „Caprese“ würzt ebenso gut Kartoffeln vom Grill und schmeckt hervorragend zu grillierten Desserts.
- Minze: Frische Minze passt gut dosiert zu Pouletspiessen oder als Topping auf grilliertem Obst. Cocktails lieben Minze und wenn es abends kühl wird, kannst du einfach ein paar Blätter mit heißem Wasser aufgiessen, dann können deine Gäste sich von innen wärmen.
- Rosmarin: Dem Kraut der Liebe kann die Mücke gar nichts abgewinnen. Umso beliebter ist das mediterrane Gehölz unter den Grillfreunden. Frisch klein schneiden und einfach über das saftige Steak streuen, lecker! Übrigens: Als Cocktail-Spiess ist das frische Kraut auch sehr beliebt.
- Zitronengras: Die frischen Stängel waschen und in Gläsern drapieren. Das Aroma von Zitronengras ist sehr intensiv, was den stechenden Plagegeistern gar nicht gefällt. Klein gehackt und mit Bedacht dosiert, verleiht es Gerichten und Getränken einen typisch asiatischen Frischekick.

Weitere Tipps und Tricks
Hier sind einige zusätzliche Tipps, um Wespen fernzuhalten und einen entspannten Grillabend zu genießen:
- Vermeiden Sie süße Getränke und Speisen: Bienen, Hornissen und Wespen mögen süße Getränke und Speisen. Das sollten Sie beim Picknick, Grillen und generell beim Essen im Freien nicht vergessen. Bevor Sie einen Schluck aus Ihrem Softdrink nehmen oder in Früchte hineinbeißen, sollten Sie sich stets vergewissern, dass kein Insekt darin schwimmt oder sich eingenistet hat.
- Ruhe bewahren: Fühlen sich die Tiere bedroht, verteidigen sie sich. Daher gilt es, Ruhe zu bewahren, wenn Sie eine Biene, Wespe oder Hornisse umkreist und nicht mit den Armen zu fuchteln, um das Tier zu verscheuchen.
Wenn Sie also wieder einmal das schöne Wetter ins Freie lockt, sind Sie vorbereitet und wissen, was Sie tun müssen, um Insektenstichen vorzubeugen.
Was tun bei einem Wespenstich?
Bei einem Wespenstich bleibt der Stachel zwar meist nicht in der Haut stecken - Wespen können damit aber mehrmals zustechen (im Gegensatz zu Bienen). Der Juckreiz verleitet oft zum Kratzen - was Sie aber vermeiden sollten. Dadurch kann sich die Stichstelle entzünden und weitere Beschwerden hervorrufen. Hilfe gibt es in der Apotheke: Spezielle Stifte, Cremes oder Gele mit Wirkstoffen wie Tripelennamin oder Dimetinden (Antihistaminika) lindern den bisweilen unerträglichen Juckreiz durch Insektenstiche.
Mit Kälte lassen sich schmerzende Insektenstiche gut behandeln: Eiswürfel, Kältekompressen oder gefrorene Lebensmittel aus der Kühltruhe lindern die Schmerzen. Legen Sie sie aber nicht direkt auf die Haut, um Erfrierungen zu vermeiden. Wickeln Sie die Eiswürfel oder Ähnliches in ein Tuch, bevor Sie diese für maximal zehn Minuten auf die Einstichstelle legen.
Wichtig: Rufen Sie den Notarzt, wenn ein Insektenstich eine starke allergische Reaktion verursacht. Sie erkennen das an schnell eintretenden und starken Beschwerden wie Atemnot, Schwindel, Herzrasen oder auch Schluck- oder Sprechbeschwerden. Die Betroffenen brauchen schnell ärztliche Hilfe, um Komplikationen zu vermeiden und eine Lebensgefahr abzuwenden.
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