Die Küche ist einer der grössten Stromfresser im Haushalt. Gut 30 Prozent des gesamten Stromverbrauchs fallen laut einer Studie von Energie Schweiz in der Küche an. Rund 13 Prozent davon werden fürs Kochen und Backen gebraucht, der Rest für Kühlgeräte und Abwaschmaschine. Dabei wäre Sparen beim Kochen ganz einfach.

Ein 4-Personen-Haushalt verbraucht laut der Studie rund 445 Kilowattstunden pro Jahr fürs Kochen und Backen; mit dem neuen Tarif der EKZ von 31 Rappen kostet das gegen 140 Franken im Jahr. Wer diese Kosten senken will, der muss sich nur ein paar simple Tricks aneignen. Wir haben die effektivsten zusammengetragen.
Effiziente Geräte wählen
Wer beim Kauf eines neuen Geräts auf die beste Energieeffizienz achtet, spart über die Jahre jede Menge Strom und Geld. Andere Küchengeräte wie Backofen, Steamer, Wasserkocher oder Mixer sind mit Energieeffizienzklassen versehen. Zwar gibt es für Herdplatten (noch) keine Energieeffizienzklassen, aber das Induktionskochfeld spart am meisten Energie.
Induktionsherd vs. Wasserkocher
Mit Induktionskochherden kann schnell und energiesparend gekocht werden. Die zum Kochen benötigte Wärmeenergie wird durch schwingende Magnetfelder erzeugt. Verwenden Sie nur Töpfe und Pfannen, die vom Hersteller als geeignet für Induktionsherde deklariert sind. Halten Sie einen Abstand von 5 - 10 cm ein und bedecken Sie die jeweilige Zone vollständig mit einem entsprechend grossen Kochgeschirr. Ein Gesundheitsrisiko ist nicht bekannt. Die Magnetfelder lassen sich zudem umgehen:
Elektrische Wasserkocher sind effiziente Alternativen gegenüber Pfannen auf der herkömmlichen elektrischen Herdplatte. Sie sind handlicher, schneller und energiesparender. Dazu hilft es, wenn Sie einen Wasserkocher verwenden, der eine möglichst geringe Mindestmenge ermöglicht. Mit Wasserkochern kann der Energieverbrauch um bis 50% reduziert werden.
Im Vergleich mit einem Induktionsherd benötigt der Wasserkocher etwa gleich viel Energie, um Wasser zum Kochen zu bringen. Sie sind handlicher, schneller und energiesparender. Wasserkocher beanspruchen in Altbauten fast die ganze verfügbare Sicherungsleistung (2.2 kW, 10 A). sicher und haben bei Tests gut abgeschnitten. Geringe Mindestfüllmenge, max. Temperaturwahl, z.B.
Wasser sieden im Wasserkocher ist die effizienteste und schnellste Methode. Nach nur dreieinhalb Minuten siedet das Wasser. In einer zugedeckten Qualitätspfanne auf einer kleinen Herdplatte dauert es doppelt so lange. Der Vorgang benötigt zudem 50 % mehr Strom. Noch grösser sind die Zeit- und Energieverluste, wenn man Wasser in einer billigen oder alten Pfanne ohne Deckel auf einer zu grossen Herdplatte kocht.
Der Wasserkocher ist besonders energieeffizient, wenn man das heisse Wasser direkt verwendet, beispielsweise für einen Tee. Giesst man das siedende Wasser in eine Pfanne um, dann hat man zwar Zeit gespart, den Effizienzvorteil aber durch die notwendige Erhitzung der Pfanne weitgehend verloren.
Induktionskochplatten haben eine sehr gute Energieausnutzung und können deshalb mit dem Wasserkocher konkurrieren. Ausserdem brauchen sie kaum länger, um Wasser zu erhitzen. Die hohen Anschaffungskosten von Induktionskochfeldern lassen sich aber durch die Energieeinsparung nicht amortisieren.
Strom sparen mit dem Wasserkocher kann man über die Wassermenge. Weil der Energiebedarf zum Erhitzen von Wasser sehr hoch ist, solltest du immer nur genau so viel Wasser erwärmen, wie du wirklich brauchst. Vorsicht ist bei der Warmhaltefunktion geboten: Diese führt dazu, dass das Wasser immer wieder erhitzt wird, was eben sehr viel Energie braucht. Besser ist es, das teilweise abgekühlte Wasser auf Knopfdruck nochmals zu erhitzen, wenn man es braucht.

Weitere Tipps zum Energiesparen beim Kochen
- Deckel verwenden: Auf jede Pfanne und jeden Topf gehört ein gut schliessender Deckel.
- Vorheizen vermeiden: Wenn Ihr Backofen nicht gerade aus der Mitte des letzten Jahrhunderts stammt, ist Vorheizen meistens unnötig.
- Restwärme nutzen: Bei Gerichten wie Eintöpfen, die länger kochen müssen, lohnt es sich, den Herd zehn bis fünfzehn Minuten früher auszuschalten.
- Passiv kochen: Bringen Sie das Wasser zum Kochen - Deckel nicht vergessen! Sobald es blubbert, salzen, Pasta reinschütten, Herd abschalten, Deckel drauf, warten.
Sparpotenzial
Es lohnt sich: Der Stromverbrauch in der Küche lässt sich mit den richtigen Spartipps halbieren. Da wir im Winterhalbjahr die Herdplatten und den Backofen tendenziell öfter nutzen als im Sommer, könnten wir sogar einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten, wenn wir energiesparend kochen und backen.
Die Dissertation von Elizabeth Ann DeMerchant zeigte schon 1997, dass eine gute Planung sowie die sorgfältige Auswahl von Pfannen, Herdplatten und Geräten sehr viel bringt. Die Wahl der Methode und das Verhalten beim Kochen wirken sich also auf den Stromverbrauch stärker aus als Technologie und Geräte.
Was ist schneller? Wasserkocher vs. Induktionskochfeld ♨️
Tabelle: Energieverbrauch verschiedener Kochmethoden
| Kochmethode | Energieverbrauch | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Wasserkocher | Niedrig | Effizient für kleine Mengen |
| Induktionsherd | Mittel | Schnell und effizient, hohe Anschaffungskosten |
| Glaskeramikherd | Hoch | Weniger effizient als Induktion |
| Offenes Kochen ohne Deckel | Sehr Hoch | Vermeiden |
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