Waldpilze braten und einfrieren: Eine detaillierte Anleitung

Leider ist die eigentliche Pilzzeit viel zu kurz. Deshalb lohnt es sich besonders, frische Pilze durch Einfrieren, Trocknen oder Einlegen haltbar zu machen. Das ist aber kein Problem, denn man kann Pilze wunderbar einfrieren, trocknen und auch einlegen.

Pilze einfrieren: So geht's

Wie nahezu jedes Gemüse, so kann man auch Pilze einfrieren. Hierzu einwandfreie Pilze wie oben reinigen. Pilze einfrieren geht bei kleineren im Ganzen, grössere sollten halbiert oder geviertelt sein, oder alles wird in Scheiben geschnitten.

Zum Pilze einfrieren diese einfach in eine Plastiktüte geben, dabei die Luft so gut wie möglich entfernen. Bei Bedarf frisch und portionsweise entnehmen. Für das anschliessende Zubereiten die Pilze direkt aus der Gefriertruhe in kochend heisses Wasser geben und gut durchgaren.

Diese Methode klappt unter anderem gut mit Champignons, Pfifferlingen, Maronenröhlingen oder Steinpilzen.

Variante: Blanchieren vor dem Einfrieren

Eine andere Möglichkeit ist, die Pilze vor dem Einfrieren etwa 10 Minuten in kochendem Salzwasser zu blanchieren. Dazu können Sie 10 g Zitronensäure geben, um eventuelles bitter werden der Pilze zu vermeiden. Danach können Sie auch so die Pilze einfach einfrieren.

Pilze trocknen: Verschiedene Methoden

Die Pilze zum Trocknen sollten unbedingt einwandfrei sein. Auch gewaschen sollte sie nach Möglichkeit nicht werden, da sie sich so unnötig mit Feuchtigkeit vollsaugen. Besser: Mit einem Tuch oder einem Pilzpinsel reinigen.

Dann entweder an einem warmen und trockenen Ort auf einer Leine aufgehängt die Pilze trocknen oder nach Anleitung im Dörrautomaten. Alternativ können Sie die Pilze auch bei 50 bis 60 Grad im Backofen etwa zwei Stunden trocknen lassen.

Hat der Backofen keine spezielle Trocknungsfunktion, dann am besten mit einem Holzkochlöffel die Tür einen Spalt geöffnet halten, damit die Feuchtigkeit abziehen kann.

Ein Test zeigt, wie trocken die Pilze bereits sind. Brechen sie beim Biegen auseinander, sind die Pilze fertig. Das Trocknen klappt unter anderem gut mit Steinpilzen und Champignons. Pfifferlinge werden dadurch jedoch oft sehr bitter.

Tipp: Getrocknete Pilze haben einen besonders intensiven Geschmack und bereits 15 oder 20 Gramm machen ein Risotto zum wahren Gaumengenuss. Vor der Verwendung etwa im Risotto oder einer würzigen Sauce die Pilze in etwas warmem Wasser einweichen. Dieses unbedingt mitverwenden, denn es hat bereits ein tolles Aroma.

Die getrockneten Pilze kann man anschliessend oder nach Bedarf auch mahlen und etwa einer Sauce, Suppe oder der selbstgemachten Pasta zugeben.

Pilze einlegen: Süss-sauer im Glas konservieren

Pilze kann man auch gut einlegen, oder besser gesagt einkochen. Wie dem Kürbis und der Gurke steht ebenso den Waldfrüchten die dadurch entstehende süss-saure Note gut, die man ganz nach Geschmack variieren kann. Für den Süss-Sauer-Effekt sorgen hierbei Essig und Zucker.

Rezept, um Pilze einzulegen

Auf 1 Kilogramm Pilze kommen 200 ml guter Weissweinessig und 600 ml Wasser als flüssige Komponenten. Dazu kommen: 2 TL Senfkörner, 1 TL Pfefferkörner (weiss oder gemischt), je 2 bis 3 Wachholderbeeren und Pimentkörner, 1 Lorbeerblatt, 1 - 2 TL Salz. Ebenfalls nötig: Salzwasser, um die Pilze zu blanchieren.

Die Pilze in kochendem Salzwasser etwa ein paar Minuten kurz blanchieren. Parallel alle Zutaten des Suds erhitzen und aufkochen lassen. Die Pilze nach dem Blanchieren aus dem Salzwasser heraus nehmen, dem Sud hinzufügen und diesen etwa 10 - 15 Minuten köcheln lassen.

In die kurz zuvor heiss ausgespülten Gläser - geht schnell und optimal mit einem Wasserkocher - zunächst die Pilze bis etwa zur Hälfte einfüllen und dann mit dem heissen Sud aufgiessen. Bis etwa einen Zentimeter unter dem Rand.

Die Gläser auf dem Deckel stehend Vakuum ziehen lassen. Nach dem Pilze einlegen mindestens zwei Wochen warten, bevor das erste Glas geöffnet wird. Besonders geeignet zum Pilze einlegen ist übrigens der Hallimasch.

Tipp: Sauber arbeiten! Beim Pilze einlegen, wie bei allen anderen Einkochaktionen, sollte man sehr sorgfältig und sauber arbeiten. Die Einmachgläser und die Deckel sollten mit kochendem Wasser steril gemacht werden, ein Löffel, mit dem man den Sud probiert, sollte kein zweites Mal zum Einsatz kommen, etc.

Erst dann sind die eingekochten Pilze optimal eingelegt und halten an einem kühlen, dunklen Ort weitaus länger als ein Jahr.

Vor dem Haltbarmachen: Was Sie beim Pilze sammeln beachten sollten

Sammle am besten nur bekannte und unbeschädigte Pilze und nur so viele, wie du am selben Tag essen beziehungsweise verarbeiten kannst. Befreie die Pilze gleich im Wald von Erde und Nadeln und lege sie vorsichtig in einen Korb, wo sie gut durchlüftet werden.

Die beliebtesten Pilze und ihre Lieblingsplätze

  • Steinpilze: Sie wachsen in Nadelwäldern, im Sommer findet man sie aber auch unter Eichen oder Buchen. Das Aroma ist mild, mit einer leicht nussigen Note.
  • Trompetenpfifferlinge: Man findet sie am ehesten unter Nadelbäumen. Ihr mildes Aroma eignet sich bestens zum Braten.
  • Parasol-Pilze: Parasol-Pilze wachsen auf Wiesen und in lichten Wäldern. Die Stiele mit Ring sind ungeniessbar, während die Hüte dank fleischartiger Konsistenz besonders gut gebraten schmecken.
  • Maronenröhrlinge: Auch Maronenröhrlinge lieben Nadelwälder. Du kannst sie sehr gut braten, schmoren oder trocknen.
  • Eierschwämmli (Pfifferlinge): Diese beliebte Pilzsorte fühlt sich sowohl in Nadel- als auch in Laubwäldern zuhause. Das Pilzfleisch ist schön fest und schmeckt sehr aromatisch.
  • Herbsttrompeten: Diese kannst du ausschliesslich unter Rotbuchen aufspüren.

Pilze sollten nicht mit Wasser gereinigt werden, sie verlieren sonst wertvolle Aromastoffe. Groben Schmutz entfernst du am besten mit einem Pinsel. Erde und Sand kannst du mit einem Messer abschaben oder wegschneiden.

Riesenbovist: Ein besonderer Fund

Mit einem schönen Exemplar eines Riesenbovists lässt sich eine Familie mehrere Tage verpflegen. Die Kolosse finden wir kaum je im Laden und müssen sie, wenn wir sie geniessen möchten, selbst suchen gehen. Doch das lohnt sich. Junge, noch kleine Riesenboviste könnte man leicht mit dem giftigen Knollenblätterpilz verwechseln.

Der Riesenbovist wächst auch bei uns. Oft finden wir ihn nicht einfach so, weil er da gedeiht, wo auch Gras wächst. Also mitten auf einer Wiese oder auf Weiden. Riesenboviste fallen nicht durch ihr ausgeprägtes Aroma auf. Wie alle Pilze solltet ihr auch den Riesenbovist erntefrisch geniessen. Falls ihr dennoch einen Teil des Riesenpilzes aufbewahren wollt, lässt er sich in Scheiben oder Stücke geschnitten einfrieren.

Zum Verwerten müsst ihr den Pilz nicht erst auftauen. Wer selbst Pilze sammelt, sollte nur Riesenboviste mit kompaktem, weissem Fleisch ernten. Auch sollte er im Innern noch weiss leuchten und keine Verfärbungen aufweisen. Vor dem Zubereiten wird der Riesenbovist mit Haushaltpapier gereinigt. Wer mag, kann ihn mit dem Sparschäler schälen, was jedoch nicht zwingend notwendig ist.

Edelpilze: Besonderheiten und Lagerung

Edelpilze enthalten im Vergleich mit Wildpilzen keine Schwermetalle und können daher bedenkenlos aufgewärmt werden. Zur optimalen Lagerung sollten die Edelpilze kühl und trocken aufbewahrt werden - am besten in einer Kartonschachtel oder Papiertüte im Kühlschrank bei unter 5 °C. Sie dürfen nicht luftdicht abgepackt sein. Entfernen Sie bei abgepackten Kartonschalen nach dem Einkauf die Plastikfolie. Bei durchgehender Kühlung sind die Pilze bis zu fünf Tage haltbar. Sie lassen sich auch hervorragend einfrieren und trocknen.

Eine leicht braune Verfärbung von Hut und Stiel kann sich schon wenige Stunden nach der Ernte bilden. Zudem kann auch ein weisser Flaum am Stiel entstehen, wobei es sich um das Pilzmyzel handelt.

Der Nameko besitzt viele essenzielle Nährstoffe, Ballaststoffe, Vitamin C und D sowie Selen. Das Polysaccharid auf seiner Oberfläche wird in der Medizin sehr geschätzt.

Shiitake Pilze: Vielseitig und gesund

Der Shiitake ist in China, Korea und Japan seit etwa 2000 Jahren nicht nur als delikater Speisepilz geschätzt, sondern auch wegen seiner vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkung. Als komplette Gemüsemahlzeit aber auch als würzige Beilage zu verschiedensten Gerichten wird der Pilz gebraten oder gedünstet. Getrocknet verwendet entsteht ein noch kräftigeres Aroma. Er ist in Japan, Korea und China heimisch und wächst dort wild auf den Stämmen des Shii-Baumes. Bei uns sind Shiitakes nur als Zuchtpilze erhältlich. Der Shiitake ist nach dem Champignon der meistangebaute Pilz der Welt.

Die Pilze sind eine gute Quelle für Protein, Kalium und für Zink, ein wichtiges Element für die Aktivierung des Immunsystems. Der Pilz enthält hohe Mengen der Vitamine B1 und B2, ausserdem das besonders für Vegetarier wichtige Vitamin D.

Geschmack und Zubereitung: Der Shiitake ist sehr bissfest und kräftig im Aroma. Man sollte ihn, wie alle Pilze, gut durcherhitzen. Damit er gut durchgart, schneidet man die Pilzfrüchte in feine Scheiben. Von frischen Pilzen sollte man vor der Zubereitung die harten Stiele entfernen.

Als regionaler Erzeuger bieten wir den Pilz ganzjährig auf Märkten und in Gemüse- und Bioläden an. Eine Art den Shiitake anzubauen, ist die Herstellung von Sägemehl- & Weizenkleie Substraten. Dem Substrat wird das Myzel beigefügt und durchwächst dieses in rund 3 Monaten. Innerhalb einer Woche ist der Pilz dann unter den besten klimatischen Bedingungen erntereif.

Eine weitere Art ist den Pilz auf Stammholz zu züchten. Dies gelingt mit unseren Shiitake-Impfdübel.

Frische Pilze haben einen hohen Wassergehalt und sollten deshalb immer kühl und nicht zugedeckt gelagert werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben sie luftig im Verkaufsgebinde oder am besten in Papier verpackt rund 6-10 Tage frisch.

Getrocknete Pilze, locker im Vakuumbeutel verpackt, trocken und dunkel gelagert, sind fast ein Jahr haltbar. Am besten schmecken Pilze aber, wenn sie direkt nach dem Kauf verarbeitet werden.

Shiitake Pilze einfrieren:

  1. Waschen und in geeignete Stücke portionieren.
  2. Drei Minuten dünsten oder in Fett braten.
  3. Abkühlen lassen und luftdicht im Eisfach verstauen.

Tiefgekühlte Pilze lassen sich am besten schneiden, wenn sie leicht angetaut, aber nicht vollständig aufgetaut sind. Schlechte Shiitake Pilze entwickeln einen unangenehmen Geruch, verfärben sich dunkelbraun und werden weich.

Shiitake-Pilze können auf die selbe Art und Weise wie Champignons oder Austernpilze zubereitet werden, also z.B. als Pilzomelett. In Butter gebraten oder auch paniert. Die frischen Pilze lassen sich auch gut ein bis zwei Tage an der Luft trocknen und dann weiter verwenden. Sie bekommen dadurch einen noch kräftigeren Geschmack.

Weisse Hautreste am Hutrand sind üblich. Bereits nach wenigen Stunden Lagerung kann die Haut leicht schrumpfen und der Hutrand färbt sich dunkel. Das Aroma bleibt trotzdem voll erhalten.

Geschnittene Shiitake Pilze: reagieren empfindlich auf Raumtemperaturen und sollten daher in einem Plastikbeutel oder Behälter im Kühlschrank gelagert werden.

Haltbarkeit von Shiitake Pilzen:

  • Im Kühlschrank halten sie sich sechs bis zehn Tage.
  • Eingefroren beträgt die Haltbarkeit sechs Monate.

Shiitake Pilze trocknen:

Hierfür werden die Pilze geputzt, in dünne Scheiben geschnitten und für fünf Stunden bei 50 °C und geöffneter Ofentür in den Backofen gestellt. Denselben Effekt kann man mit einem Dörrgerät erzielen (dies arbeitet zudem effizienter als der Backofen). Diese sind dann vor gebrauch in Wasser einzuweichen, mindestens eine Stunde oder auch über Nacht.

Allgemeine Tipps zum Einfrieren von Lebensmitteln

Kochwissen: Lebensmittel einfrieren lohnt sich. Tiefgekühlte Speisen bleiben nicht nur länger frisch, sie helfen dir auch, Food Waste zu vermeiden. Aber was gehört eigentlich ins Gefrierfach? Und wie lagerst du Lebensmittel richtig? Der Betty Bossi Einfrier-Guide liefert Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wahrscheinlich mehr als du denkst! Die meisten Lebensmittel kannst du nämlich problemlos einfrieren und diese so monatelang haltbar machen. Klassische Beispiele sind gekochte Menüs, Gemüse, Früchte und Brot. Aber auch Fleisch, Fisch, Käse und Teigwaren dürfen ins Gefrierfach.

Übersicht der Lebensmittel, die du einfrieren kannst:

  • Fleisch und Fisch: Rindfleisch lässt sich problemlos roh für 6 bis 12 Monate einfrieren. Poulet darf für etwa 8 Monate im Gefrierfach ruhen, Schweinefleisch 4 Monate und Fischfilets etwa 2 Monate. Vor dem Einfrieren Fleisch und Fisch gut trockentupfen und anschliessend portionieren - so kannst du später genau die Menge entnehmen, die du brauchst.
  • Früchte: Beerensorten (z.B. Himbeeren und Brombeeren), Aprikosen und Zwetschgen dürfen für gut 8 bis 12 Monate ins Gefrierfach. Dazu solltest du diese zuerst vorfrosten - also einzeln für ein paar Stunden auf einem Blech oder Ähnliches ins Gefrierfach legen - und dann in einen Beutel umfüllen. Oder als Konfitüre verarbeitet lagern. Äpfel lassen sich als Apfelmus zubereitet ca. 1 Jahr tiefkühlen.
  • Gemüse: Fast alles Gemüse kann man für 8 bis 12 Monate einfrieren. Vor allem hartes Gemüse wie Rüebli, Broccoli oder Blumenkohl eignet sich gut. Grünes Gemüse wie beispielsweise Bohnen musst du vorher kurz blanchieren.
  • Käse und Milchprodukte: Einfrieren kannst du für 4 bis 6 Monate insbesondere Halbhart- und Schnittkäse. Butter hält sich im Gefrierfach sogar bis zu 9 Monaten. Hartkäse lässt sich sehr gut gerieben tiefkühlen.
  • Teigwaren: Ebenso gut tiefkühlen kannst du vorgekochte Teigwaren oder selbstgemachte Teigwaren (z.B. Spätzli, Knöpfli oder Nüdeli). Beim Kochen dürfen diese portionsweise direkt gefroren ins Wasser gegeben werden.
  • Kräuter: Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Basilikum bewahren ihre Aromen am besten, wenn du sie fein hackst, mit etwas Öl mischst und in Eiswürfelbehälter füllst. So können sie für 6 bis 12 Monate eingefroren werden.
  • Nüsse, Samen & Co.: Nüsse, Kerne und Samen immer nach dem Öffnen der Verpackung tiefkühlen (bis zu 1 Jahr). So werden sie nicht ranzig.
  • Gekochte Speisen: Suppen, Eintöpfe, Gratins oder gekochter Reis werden am besten für maximal 2 bis 3 Monate in flachen Gefrierbehältern eingefroren. Nutzt du kleine Behälter, nehmen sie im Gefrierfach weniger Platz ein und tauen später schneller auf.
  • Brot und Gebäck: Kuchen-, Mürbe- und Blätterteig kannst du ungebacken für 2 bis 3 Monate einfrieren. Frisches Brot, Weggli oder Gipfeli ebenso - das Brot am besten bereits in Scheiben geschnitten. Dann kannst du die Brotscheiben direkt ohne Auftauen im Toaster rösten. Haltbarkeit: ca. 1 Monat. Cake- und Kuchenstücke ohne Füllung lassen sich in Folie verpackt ca. 2 Monate tiefkühlen.

Welche Lebensmittel sollte ich besser nicht einfrieren?

  • Wasserreiche Produkte: Gurken, Tomaten, Spargeln, Zucchini, Blattsalate, Radiesli oder Melonen enthalten viel Wasser und werden beim Einfrieren matschig und schwammig. Diese Lebensmittel lassen sich meist besser getrocknet oder eingelegt aufbewahren.
  • Rohes Gemüse ohne Behandlung: Viele roh verzehrte Salate und Gemüse verlieren tiefgekühlt ihre knackige Konsistenz. Kartoffeln zum Beispiel werden beim Gefrieren süss-mehlig und verändern ihre Textur. Friere Kartoffeln immer nur gekocht ein (z.B. als ungebackene Rösti, Kartoffelstock oder im Eintopf).
  • Rohe Eier in der Schale: Ganze Eier mit Schale kann man nicht einfrieren. Getrennt in Eiweiss und Eigelb geht das aber gut. Noch besser ist es, sie gleich weiterzuverwenden, denn sie gehen oft im Tiefkühler vergessen.
  • Milchprodukte mit hohem Wassergehalt: Joghurt, Milch, Crème fraîche, Quark oder saurer Halbrahm trennen sich nach dem Auftauen und können wässrig werden. Lege diese Produkte also lieber nicht auf Eis.
  • Empfindliches Gebäck: Frittiertes Gebäck nie tiefkühlen, es verliert beim Auftauen seine Knusprigkeit. Da lohnt sich die ganze Arbeit nicht.
  • Anderes: Lebensmittel in Dosen sollten nicht eingefroren werden, da sich das Metall ausdehnen und aufplatzen kann.

Vorbereitung ist alles: So klappt das Einfrieren von Lebensmitteln

Wie gut sich Lebensmittel wirklich einfrieren lassen und wie lange diese haltbar sind, hängt auch stark von den Lagerbedingungen ab. Daher ist eine gute Vorbereitung wichtig.

  1. Richtig abkühlen: Heisse Speisen immer vollständig auskühlen lassen, bevor du sie in den Gefrierer stellst.
  2. Luftdicht verpacken: Für optimale Frische ist eine luftdicke Verpackung entscheidend. Dazu verwendest du hochwertige Tiefkühlbeutel oder -behälter. Drücke so viel Luft wie möglich aus den Beuteln (idealerweise mit einem Vakuumierer), bevor du sie verschliesst. Das verhindert Gefrierbrand und Austrocknung.
  3. Portionieren & beschriften: Teile deine Gerichte in sinnvolle Portionen auf. Suppen und Eintöpfe am besten so tiefkühlen, so wie du sie später verwenden wirst (z.B. für zwei Personen). Eine genaue Beschriftung der Behälter oder Beutel mit Inhalt, Gewicht und Einfrierdatum ermöglicht dir später eine bessere Übersicht über deinen Vorrat. Wichtig: Versuche das Gefriergut das ganze Jahr über in deinen Menüplan einzubeziehen.
  4. Flach einfrieren: Grosse Behälter frieren langsamer durch und brauchen mehr Platz. Deshalb: Wenn immer möglich Lebensmittel flach einfrieren. Beeren, geschnittene Früchte oder Gemüse auf einem Blech vorfrosten und anschliessend flache Päckli machen.

Die besten Küchenhelfer zum Einfrieren von Lebensmitteln

Im Gefrierbeutel, Glasbehälter oder direkt in der Backform? Und wie kriege ich die Luft raus? Das passende Werkzeug macht das Einfrieren kinderleicht und sorgt für Ordnung in deinem Gefrierfach.

Das richtige Gefäss: Gefrierbeutel, Glasbehälter & Silikonformen

Die goldene Regel beim Einfrieren: möglichst luftdicht. Daher eignen sich gut verschliessbare Gefrierbeutel tipptopp. Wiederverwendbare Silikonbeutel lassen sich zudem nicht nur extrem dicht verschliessen, sondern produzieren auch keinen Plastikabfall. Fülle die Beutel mit den Lebensmitteln, entferne so viel Luft wie möglich und verschliesse sie gut.

Aufbewahrungsdosen aus Glas sind natürlich eine besonders tolle Lösung: Sie nehmen keine Gerüche an, sind praktisch stapelbar und eignen sich super, um grössere Menümengen sicher zu lagern. Stelle sicher, dass die Lebensmittel gut ausgekühlt sind, bevor du sie in die Behälter gibst.

Tipp: Fülle die Behälter nicht ganz bis nach oben, sondern lasse bis zum Deckel ein wenig Platz, da sich manche Lebensmittel beim Einfrieren ausdehnen können.

Für Übersicht & Ordnung: Etikettendrucker

Um deine Gefrierbehälter und -beutel korrekt und vollständig zu beschriften, nutzt du am besten ein Etikettiergerät. Moderne Tools erlauben dir, in einer App die Etiketten ganz einfach zu gestalten und dank Thermoverfahren diese auch ohne Patronen direkt zu drucken. Aufkleben und ab ins Gefrierfach!

Mach es dicht: Vakuumierer & Folienschweissgeräte

Vakuumiergeräte verschliessen Beutel zur Aufbewahrung von Lebensmitteln luftleer. Das heisst: Sie ziehen die Luft aus den Vakuumierbeuteln heraus. Ebenso handlich sind Folienschweissgeräte, mit denen du handelsübliche Gefrier- und Frischhaltebeutel luftdicht verschweissen kannst.

Gefrorenes wieder auftauen: Was muss ich beachten?

Am schonendsten taust du Lebensmittel langsam im Kühlschrank auf (über Nacht oder für einige Stunden). Das ist besonders für Fleisch und komplette Gerichte die beste Option. Beim Auftauen bei Raumtemperatur können nämlich Bakterien entstehen. Manche mögen zur Mikrowelle greifen, doch aufgrund der unregelmässigen Erwärmung, empfehlen wir das nicht.

Achte bei Fleisch, Fisch und komplette Gerichte darauf, dass keine eisigen Stellen mehr sichtbar sind, bevor du sie zubereitest. Sind sie einmal aufgetaut, bei der Weiterverarbeitung immer darauf achten, dass alles durchgehend erhitzt wird. Du kannst Lebensmittel aber auch in einem wasserdichten Beutel oder Behälter unter kaltem fliessendem Wasser auftauen. Stelle sicher, dass das Wasser ständig fliesst, um die Lebensmittel in einer stabile Temperaturzone zu halten.

Gemüse und Früchte können sogar direkt gedämpft oder rührgebraten werden, ohne auftauen. Es reicht schon ein Antauen, zum Beispiel in einem Sieb, damit das Wasser abtropfen kann.

Fehler beim Einfrieren vermeiden

Mühsamer Gefrierbrand

Gefrierbrand tritt auf, wenn Lebensmittel mit Luft in Kontakt kommen, starken Temperaturschwankungen ausgesetzt werden oder austrocknen. Zwar sind sie dann meist noch essbar, du wirst jedoch Veränderungen in Farbe (grau-weisse Flecken), Geschmack und Konsistenz bemerken. Riecht das Essen schlecht, musst du es immer wegwerfen!

Die beste Methode, um Gefrierbrand zu vermeiden, ist sicherzustellen, dass das Essen vor dem Einfrieren ausreichend ausgekühlt ist und jegliche Luft aus dem Aufbewahrungsbehälter oder -beutel raus ist.

Zu grosse Portionen

Dicke Massen frieren schlecht durch und können im Innern weiter aufgetaut bleiben. Besser ist es, wie oben erwähnt, wenn du deine Lebensmittel und Gekochtes in Portionen einteilst und in flachen Behältern einfrierst. So stellst du sicher, dass sie lange haltbar bleiben.

Das No-Go: wieder einfrieren

Warte nicht zu lange mit der Verarbeitung: Einmal aufgetaute Speisen müssen schnell verbraucht und dürfen nicht erneut eingefroren werden. So verhinderst du, dass die Lebensmittel an Frische verlieren oder gar schlecht werden.

Mit unsren hochwertigen Küchenhelfern wird Konservieren zum Kinderspiel! Wir bieten dir eine vielfältige Auswahl an praktischen Produkten, die dich dabei unterstützen, deine frischen Lebensmittel länger haltbar zu machen.


Steinpilze einfrieren & haltbar machen: Die Anleitung

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