Jeder hat so seine Vorlieben, wenn es ums Ei geht: Gekocht, wachsweich oder noch halb roh. Wir zeigen hier, wie es dir garantiert gelingt, für jeden Geschmack das perfekte Ei auf den Frühstückstisch zu zaubern. Eine tolle Idee ist ein Frühstücksei mal anders.

Das richtige Timing: Ob flüssig, weich oder schnittfest - wie das perfekte Frühstücksei sein soll, ist Geschmackssache. Ausser Frage steht jedoch das wichtigste Utensil zum Eierkochen: der Timer. Denn die Konsistenz von Eiweiss und Eigelb hängt von der Kochzeit ab.
Richtwerte:
- 5 Minuten: das Eiweiss ist geronnen, das Eigelb noch flüssig.
- 8 Minuten: das Eiweiss ist weich, das Eigelb hat einen wachsweichen, noch leicht flüssigen Kern.
- 12 Minuten: das Eiweiss ist fest, das Eigelb cremig, das Ei ist mittelhart.
- 15 Minuten: das Ei ist hart gekocht und komplett schnittfest.
Achtung: Das sind Richtwerte für Eier der Grösse M. Das sind Eier, die zwischen 53 und 63 Gramm wiegen.
Das perfekte Frühstücksei aus dem Philips Airfryer - mit Matthias 👨🍳
Die wichtigsten Faktoren für das perfekte Frühstücksei
Neben der Garzeit spielen auch Grösse, Gewicht und Temperatur der Eier eine Rolle. Zwischen einem Ei der Grösse S und einem XL liegt ein Unterschied von rund 40 Gramm - in Eierverhältnissen gedacht, ist das viel. Wenn du also mehrere Eier zubereitest, unbedingt alle Eier mit der gleichen Grösse verwenden.
Es ist besser, wenn sie Zimmertemperatur haben. Wenn die Eier direkt aus dem Kühlschrank kommen, musst du sie ein paar Sekunden länger kochen.
Airfryer-Zubereitung: Du kannst das Ei auch in der Heissluftfritteuse garen und zwar ca. 12 Min. bei 150 Grad.
Weitere Tipps für die Zubereitung
- Eier im siedenden, aber nicht sprudelnden Wasser garen. Das Wasser zuerst aufkochen und danach die Hitze etwas reduzieren. Dann die Eier vorsichtig in die Pfanne geben. Am besten gelingt dies mit einer flachen Kelle (Schaumkelle) oder einem Löffel.
- Nimm die Eier rechtzeitig aus dem Kühlschrank.
- Eier nach dem Kochen nicht kalt abspülen. Das verkürzt die Haltbarkeit und hat keinen Einfluss auf die Schälbarkeit.

Ob sich ein Ei problemlos schälen lässt, hängt nicht wirklich davon ab, ob es nach dem Kochen abgeschreckt wurde, sondern von der Lagerzeit. Tatsächlich ist es so, dass frische Eier schwerer zu schälen sind als ältere. Übrigens: Hast du gewusst, dass ein frisch gelegtes Ei 18 Tage lang über einen natürlichen Schutz vor Keimen wie Salmonellen verfügt?
Lagerung von Eiern
Zu Hause werden Eier am besten an einem dunklen, kühlen Ort oder im Kühlschrank gelagert, mit der Spitze nach unten. Am runden Ende sitzt nämlich die Luftkammer. Wenn diese unten liegt, kann es passieren, dass sie nach oben wandert und so die Eihaut im Inneren ablöst, was das Ei anfälliger für Keime macht.
Beim Transport wird die Kühlkette der Eier während des Ein- und Ausladens und des Einsortierens in die Regale sowieso häufiger unterbrochen. Bei jeder dieser Unterbrechungen bildet sich Feuchtigkeit auf der Eischale, was wiederum die Überlebensfähigkeit der Keime erhöht. Um diese Feuchtigkeitsbildung auf der Schale zu verhindern, sollen Hersteller und Handel die Eier nicht kühlen, sondern bis zum Verkauf bei einer möglichst konstanten Temperatur aufbewahren. Hiermit können die besten hygienischen Voraussetzungen geschaffen werden.
Für die ersten 20 Tage nach dem Legen reicht für die Lagerung deshalb ein kühler Ort (bis zu 12 Grad) ohne Temperaturschwankungen. Wurde das Ei bereits einmal gekühlt, sollte es danach nur noch im Kühlschrank (bei ca. 5 Grad) aufbewahrt werden.
Die Farbe der Eierschale
Die Farbe der Eierschale hat erwiesenermassen keinen Einfluss auf das Aroma des Eis. Ob ein Ei weiss, braun oder grün ist, hängt nur von der Hühnerrasse ab: Reinrassige Hühner mit weissen Ohrscheiben legen weisse, solche mit roten Ohrscheiben legen braune Eier. Grüne Eier stammen von sogenannten Grünlegern: Hühnerrassen, die genetisch bedingt einen grünlichen Farbstoff in der Schale ablagern.
Wie viele Eier darf man essen?
Inzwischen gelten zwei bis drei Eier pro Tag als gesund. Diese sollten unbedingt zur Proteinaufnahme dazugerechnet werden. Wenn also schon zwei Eier gegessen wurden, andere proteinreiche Nahrungsmittel wie Fleisch, Käse oder Fisch nur noch dosiert geniessen.
Eier sind nicht nur sehr nahrhaft aufgrund ihres hohen, wertvollen Eiweissgehalts, sie sind auch reich an Vitamin D, Vitamin B12, Folsäure und Selen, Jod, Zink und Magnesium.
Was bedeuten die Zahlen auf dem Ei?
Die erste Zahl gibt die Qualität an. 0 = Bio; 1 = Freilandhaltung; 2 = Bodenhaltung; 3 = Käfighaltung (in der Schweiz verboten). Danach folgt der Ländercode: CH = Schweiz. Nach dem Legedatum folgt eine mehrstellige Zahl, die den Produzenten identifiziert.
Wie kann ich Eier verwerten?
Omeletten oder auch Spätzli bzw. Knöpfli sind ein gutes und schnelles Menü, um Eier zu verwerten, wenn man mal zu viele gekauft hat. Alternativ können die Eier hart gekocht und in einem Salat genossen werden.
Tipps für die Verwertung von Eiweiss-Resten: für Makrönli oder Meringues verwenden. Oder ganz einfach die Eiweisse verklopfen, würzen, in einer beschichteten Bratpfanne wie Rührei braten und über einen Salat streuen.
Tipps für die Verwertung von Eigelb-Resten: Diese lassen sich zum Bestreichen von Gebäck, Guetzli oder Zopf verwenden. Oder in Omeletten-, Spätzli- oder Rührteigen verwenden - drei Eigelbe entsprechen einem ganzen Ei.
Energieverbrauch beim Eierkochen
Beim Hartkochen von Eiern zeigen sich eindrückliche Unterschiede im Energieverbrauch.
Als sehr effizient bestätigte sich die von Bundesrat Ogi bereits in den Achtzigern propagierte Methode. Im Oktober 1988 hatte Bundesrat Ogi im Fersehen demonstriert, wie er Eier energieeffizient kocht: lediglich ein Fingerbreit Wasser wird in der Pfanne aufgekocht.
Nochmals weniger Energie braucht die Ogi-Methode auf einem Induktionskochfeld. Allerdings musste hier die Methode etwas angepasst werden: da der Induktionsherd nach dem Abschalten über keine Restwärme verfügt, müssen die Eier nach dem Siedepunkt auf der tiefsten Leistungsstufe fertiggekocht werden.
Schaltet man die Kochplatte gemäss der Original-Ogi-Methode nach dem Erreichen des Siedepunktes ganz aus, so werden die Eier auf einem Induktionsherd nicht hart.
Eier im Töpfchen
Beginne deinen Tag doch mal anders: Eier im Töpfchen. Das klassische Frühstücksei bekommt hier ein Upgrade. Es stockt bequem im Ofen, du gibst noch Fleur de Sel und eine Prise Pfeffer dazu, und fertig ist dein ganz besonderes Zmorgen. Lust auf Bacon, Räucherlachs oder Trüffel dazu?
- 4 Eier
- Petersilie, frisch, fein gehackt
- Fleur de Sel
- Pfeffer, schwarz, gemahlen
Die Gardauer kann aufgrund der Eiergrösse und der Art des Töpfchens/Ramequins variieren.
Wie viele Eier legt ein Huhn im Jahr?
In professionellen Legebatterien legt ein Huhn bis zu 300 Eier im Jahr. In der Hobbyhaltung kommen Hühner auf die halbe Legeleistung. Jeder Deutsche konsumiert davon im Schnitt fast 240 Stück. Hinzu kommen noch Eier, die in verarbeiteten industriellen Lebensmitteln stecken.
Dabei sind die Legeleistungen der 180 anerkannten Hühnerrassen recht unterschiedlich. „Leghorn“ heißen die fleißigsten Hühner mit der höchsten Legeleistung. „Jersey“ Hühner legen mit 65 bis 75 g die größten Eier.
Worauf muss man beim Kauf von Eiern achten?
Der Gesundheit und dem Geflügel zuliebe sind Bio-Eier die bessere Wahl. Das erkennt man mit letzter Sicherheit nicht auf der Packung, sondern nur am Stempel direkt auf dem Ei. Entscheidend ist die erste Zahl des Codes. 0-DE bedeutet Bio-Ei aus Deutschland. 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung.
Die darauffolgende Buchstabenkombination weist wie bei Autokennzeichen auf das Herkunftsland (IT = Italien, NL= Niederlande) hin. Keinesfalls vorgefärbte oder beschädigte Eier kaufen.
Wie lange sind Eier haltbar?
Neben Qualitätskriterien wie Bio Ei, ist die Frische beim Einkauf wichtig. Im Supermarkt werden Eier ungekühlt angeboten. Ohne Kühlung sind Eier dank einer natürlichen Schutzschicht auf der Schale etwa 18 Tage ab Legedatum haltbar. Im Kühlschrank unter 8 °C bleiben sie sogar bis zu 28 Tagen genießbar.
Wenn sie einmal gekühlt sind, dürfen sie nicht wieder ungekühlt gelagert werden. Ein Temperaturanstieg zerstört die Schutzschicht der Schale und gefährliche Keime würden ins Innere gelangen.
Wenn man ein Ei aufschlägt ist das Eigelb frischer Eier fest vom Eiweiß umschlossen. Ist es älter als 6 bis 7 Tage, zerfließt das Eiweiß. Nach 20 Tagen Lagerung wird das Eiweiß flüssig und das Eigelb flach.
Ist man unsicher, ob ein Ei noch frisch genug für den Verzehr ist, einfach den Wassertest machen. Bleibt ein Ei im Wasser flach auf dem Boden liegen, ist es frisch. Je nach Alter beginnt es sich aufzurichten, bis es senkrecht im Wasser steht. Das ist bereits bedenklich. Sobald es an die Oberfläche schwimmt, ist es verdorben.
Hygiene beim Umgang mit Eiern
Um einer Salmonellen Infektion vorzubeugen, ist in der Küche nach der Berührung und Verarbeitung von Eiern penible Hygiene ein Muss. Mögliche Erreger sitzen auf der Schale. Geraten sie bei der Zubereitung ins Innere, tötet nur komplettes Durchgaren bei der Verarbeitung mögliche Salmonellen Keime.
Hände, Geräte und Arbeitsflächen sollten gründliche gereinigt werden, um eine Übertragung auf andere Lebensmittel zu unterbinden. Verarbeitet man rohes Ei (Tiramisu, Puddings, Mousse au Chocolat, Mayonnaise), muss es absolut frisch, möglichst nicht älter als 5 Tage ab Legedatum sein.
Wie gesund sind Eier?
Hochwertiges, tierisches Eiweiß, aus dem Eier zu über 60 % bestehen, verwertet der menschliche Körper besonders gut. Eier sind vorzügliche Vitaminlieferanten (A, D, E, K, B-Vitamine). Zudem enthalten sie Mineralstoffe und Spurenelemente wie Calcium, Eisen, Jod, Zink, Folsäure, Natrium, Selen und Zink. Ein mittelgroßes Ei enthält etwa 90 Kilokalorien.
Die meisten wertvollen Nährstoffe bleiben bei einer kurzen Zubereitungszeit, wie etwa Braten oder Pochieren, erhalten. Durch längeres Erhitzen werden sie zum Teil abgebaut. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt einen Verzehr von bis zu 3 Eiern wöchentlich.
Wie kocht man Eier richtig?
Da Eier stark in der Größe variieren, wird diese durch Buchstaben gekennzeichnet. S wiegt unter 53 g. M, das Standard-Ei im Supermarktregal sowie in vielen Rezepte, bringt 53 bis 63 g auf die Waage. Ein Ei der Klasse L wiegt 63 bis 73 g. Alles was schwerer ist, wird mit XL bezeichnet.
Kochzeiten variieren aufgrund der unterschiedlichen Größen stark. Orientieren kann man sich an durchschnittlichen Kochzeiten für die Klasse M. Je nach Größe beträgt die Kochzeit 1 Minute mehr oder weniger.
Vor dem Kochen sollte in das Ei auf der gerundeten Seite mit einem Eierpiekser ein Loch gestochen werden, damit die Schale während des Kochens nicht platzt. Nach der gewünschten Kochzeit unter kaltem Wasser abschrecken, dann gart es nicht nach und lässt sich leichter pellen.
Wie bereitet man japanisches Onsen Ei zu?
Gourmets bejubeln diese japanische Spezialität als bestes Ei der Welt. Onsen ist der japanische Name für heiße vulkanischen Mineralquelle, in denen traditional gebadet wird. In noch heißeren Quellen wurden Eier bei unter 64 °C längere Zeit erhitzt, aber nicht gekocht.
Dabei denaturiert ein Protein im Ei. Insbesondere der Eidotter entwickelt eine außergewöhnliche, wachsweichen Textur. Eiweiß gerinnt bei der Niedertemperaturgarung nur geringfügig und bleibt nahezu flüssig. Sicherer als in einer heißen Quelle gelingen Onsen-Eier bei exakten 64,5 °C im Sous-vide Garer. Nach einer Stunde hat es die perfekte Konsistenz erreicht.
Wie macht man pochierte Eier?
Eine besondere Herausforderung für Ungeübte sind pochierte Eier. Vielfach wird heute die einfache Zubereitung im Sous Vide Garer empfohlen. Eier darin in der Schale bei 75 °C einfach 16 Minuten garen. Die Schale in Ei Mitte ringsherum mit dem Messerrücken leicht aufklopfen.
Beide Eihälften voneinander lösen und das pochierte Ei aus der Schale gleiten lassen. Dabei bleibt allerdings viel Eiweiß in den beiden Schalen hängen.
Wie bereitet man Eierstich zu?
Eierstich ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Hochzeitssuppe. Basis ist eine klare Brühe, hinzu kommen regional unterschiedlichen Einlagen wie, neben Eierstich, Huhn, Markklößchen oder Spargel.
Von seidiger, porenfreier Konsistenz ist diese besonders feine Suppeneinlage, die in Frankreich, wo man sie nur mit Sahne statt halb Milch, halb Sahne, zubereitet, „Royale“ genannt wird.
Als Suppeneinlage für 4 Personen 4 Eier mit 120 ml flüssiger Sahne nur leicht verrühren. Mit Salz, Pfeffer und ein wenig Muskat würzen. Die Eierstich-Masse lässt sich mit Tomatenmark rot oder mit einer Messerspitze Kurkuma gelb färben. In eine gebutterte flache Form gießen.
Einen Topf 2 cm hoch mit kochendem Wasser füllen und die Form in den Topf setzen. Im vorgeheizten Ofen bei 160 °C 30 Minuten garen. Verschlossen mit einem Clip 40 Minuten in 80 bis 90 °C heißem Wasser pochieren. Nach Fertigstellung etwa 3 Stunden auskühlen lassen. Aus der Form oder dem Beutel lösen.
Wie macht man Spiegeleier, Omeletts und Rühreier?
Spiegeleier gehören zur einfachsten Art der Zubereitung. Damit sie gut gelingen, müssen sie absolut frisch sein. Nur dann behalten sie eine kompakte Form und fließen in der Pfann nicht auseinander.
Für zwei Eier 20 g Butter in der Pfanne schmelzen. Die Eier aufschlagen und in die aufschäumende Butter gleiten lassen. Auf kleiner Flamme langsam garen. Gelegentlich mit einem Löffel etwas geschmolzener Butter vom Pfannenrand über die Eier gießen. Der perfekte Garpunkt ist erreicht, wenn das Eiweiß an der Oberfläche gerade eben milchig stockt. Nur das Eiweiß mit etwas Salz würzen, auf dem Eigelb würden durch Salz Flecken entstehen.
Für Omeletts und Rühreier frische Eier in eine Schüssel aufschlagen und salzen. Erst direkt vor der Zubereitung mit einer Gabel vermischen, aber keinesfalls mit einem Schneebesen schlagen. Nur so behält die Masse eine leicht zähe Konsistenz und das Omelette gelingt leicht und locker.
Bei starker Hitze Butter in der Pfanne aufschäumen, bis sie zu bräunen beginnt. Erst dann die Eier in die Pfanne geben.
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