Verrückte japanische Süßigkeiten: Eine kulinarische Entdeckungsreise

Es gibt so viele wundersame Dinge in Tokio zu entdecken! Die Stadt ist riesengross und die einzelnen Stadtteile sind wie eigene Städte. Alle sind unterschiedlich und man wähnt sich jeweils in einer anderen Stadt, anstatt immer noch in derselben Megacity.

Die japanische Küche ist weltweit bekannt für ihre Vielfalt und ihren einzigartigen Geschmack. Doch neben traditionellen Gerichten gibt es auch eine faszinierende Welt verrückter Süßigkeiten und ungewöhnlicher Fast-Food-Kreationen, die jeden Gaumen überraschen können. Lass uns eintauchen in diese skurrile Welt!

was hat JAPAN bitte für SÜSSIGKEITEN ?! *wir testen bis Bauchschmerzen* 🙂🇯🇵| CARAMELLA

Skurrile Burger und Pommes-Kreationen

Läuft euch auch schon das Wasser im Mund zusammen, wenn ihr nur an saftige Burger, leckere Hotdogs und süsses Softeis denkt? Schaut euch diesen gruseligen Whopper mal an, in Pechschwarz präsentiert sich die schwarze Burgerversion in Japan. Ganz schön skurril! Habt ihr so etwas schon mal gesehen? Einen roten Burger? Crazy! Nicht nur das Brötchen, sondern auch der Scheibenkäse wurde mithilfe von rotem Tomatenpulver eingefärbt.

Und wo gibt’s den skurrilen Burger? In Japan natürlich, denn hier ist es ein absoluter Trend, Lebensmittel einzufärben, um sie so verrückt wie möglich aussehen zu lassen. Irgendwie ganz und gar nicht normal sieht auch dieser Kandidat hier aus: In China gibt es jetzt doch tatsächlich auch graue Burger. Die Brötchen nennen sich Dampfbrötchen, das graue Gebäck mit den schwarzen Sprenkeln sieht zugegeben nicht ganz so lecker aus, aber die Chinesen stehen total drauf.

Was darf bei einem leckeren Burger nicht fehlen? Natürlich, Pommes! Doch auch hier mögen es die Japaner etwas ungewöhnlicher, denn der neue Pommes-Trend in Japan ist „McChocoPotato“. Ja, ihr habt richtig gelesen: Schoko! Die Pommes werden mit weisser und Vollmilchschokolade serviert. Die Kombination aus salzigen Kartoffeln und süsser Schokolade soll einfach der Hammer sein.

In den USA gibt es jetzt Wallnusseis mit Karamell… erst einmal nichts Ungewöhnliches, doch das Eis wird nicht nur mit Karamellsosse serviert, sondern auch mit Bacon. Diese eigenwillige Kombination soll sehr gut schmecken, ich bin mir da allerdings nicht so sicher.

Schoko Pommes: Eine verrückte Kombination aus süß und salzig.

Schwarzes Eis und Hotdog-Pizza

Wo wir schon beim Thema Nachtisch sind, möchte ich euch den nächsten schrägen Trend aus der „BlackFood Familie“ nicht vorenthalten: Schwarzes Eis. In New York stehen die Leute stundenlang vor dem Laden Morgenstern’s Finest Ice Cream, um die aussergewöhnliche Sorte „Black Coconut Ash“ zu ergattern. Das schwarze Eis wird ebenfalls eingefärbt, und zwar mit Aktivkohle, die aus den Überresten von Kokosnussschalen gewonnen wird.

Die Aktivkohle soll angeblich sogar sehr gesund sein. Und obwohl das Eis aus Kokosflocken, Kokosmilch und Kokoscream hergestellt wird, sagen die meisten, dass es nach Vanille schmeckt. Merkwürdig, oder?

Wer sich zwischen Hotdog und Pizza nicht entscheiden möchte, der kann jetzt in den USA und in Australien die Zusammenstellung aus Pizza und Hotdog kosten. Denn bei Pizza-Hut gibt es jetzt nicht nur Käsefüllung im Pizzarand, sondern auch Hotdogs.

Hotdog Pizza: Die ultimative Fusion zweier Fast-Food-Klassiker.

Essbarer Nagellack von KFC

Haltet euch fest, denn KFC hat jetzt einen Nagellack auf den Markt gebracht, nach dem ihr euch die Finger lecken werdet! Er enthält nämlich die gleiche Gewürzmischung, mit der auch die Fried-Chicken gewürzt werden. Der Fast Food Riese bietet in Hongkong testweise die Geschmacksrichtung „Fried Chicken Original-Rezept und Hot & Spicy“ an.

Optisch unterscheidet sich der Lack nicht von anderen Nagellacken, doch der Geschmack von den typischen KFC-Gewürzen soll die Kunden auf den Geschmack bringen und sie verführen, mal wieder im Restaurant vorbeizuschauen. „Finger licking good“ eben!

Japanische Mochi: Eine süße Verführung

Kneten statt backen Japanische Mochi sind einfach herzustellen - und der ideale Einstieg in eine neue Patisserie-Welt. Sie sehen aus wie kleine UFOs. Und trotzdem sind sie von dieser Welt: Daifuku Mochi, die japanischen Süssigkeiten. Ihr Teig ist klebrig, leicht gummig und erinnert ein wenig an Marzipan.

Im Innern versteckt sich in der klassischen Version rote Bohnenpaste, aber es gibt auch Füllungen wie Mangoglace, Früchte, Matcha- oder Schoggicreme. Egal, für welche Sorte man sich entscheidet: Es ist ein sinnliches Vergnügen, ein Daifuku langsam im Mund zergehen zu lassen. Direkt aus dem Eisfach (falls es sich um ein Fertigprodukt handelt), wird der harte Teig aus Klebreismehl immer weicher und bekommt eine fast seidige Konsistenz.

Im Innern zergeht ein Stück Glace, oder man wird von der einzigartigen, sanften Süsse der Bohnenpaste überrascht. Die kugelförmigen Snacks, etwas grösser als ein Fünfliber und bekannt als «japanische Macarons», sind ein Aushängeschild japanischer Patisserie (Wagashi). Diese wird im Westen erst langsam entdeckt.

Daifuku Mochi: Japanische Macarons mit vielfältigen Füllungen.

Zubereitung von Daifuku Mochi

Viele japanische Süssigkeiten lassen sich verblüffend einfach selbst machen. Und weil immer mehr Produkte aus Japan in Asia-Läden und -Onlineshops erhältlich sind, scheitert man auch nicht mehr an fehlenden Zutaten.

Bei der Zubereitung geht es weniger ums Backen als vielmehr ums Kneten, Formen und Füllen. Weil die Zutaten nicht auf Eiern, Rahm und Butter, sondern auf Reis und Bohnen aufbauen.

Rezept für Daifuku Mochi mit Anko (Klebreiskugeln mit Bohnenpaste):

Zutaten Menge
Klebreismehl 160 g
Zucker 40 g
Wasser 200 ml
Paste aus roten Adzukibohnen (Anko) 160 g
Maizena Zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Die Bohnenpaste in acht Portionen von je 20 g aufteilen und aus jeder mit leicht angefeuchteten Händen eine kleine Kugel formen. 30 Min. ins Gefrierfach legen, damit die Kugeln fest werden.
  2. In der Zwischenzeit den Mochiteig zubereiten. Dafür Klebreismehl und Zucker in einem kleinen Topf mit dickem Boden geben und vermischen. Wasser hinzufügen und unterrühren.
  3. Bei niedriger Hitze aufkochen. Dabei wie bei einer Konditorcreme regelmässig umrühren, bis die Masse dicklich wird (was 8-10 Min. dauert).
  4. Wenn der Teig fertig ist, sollte er cremeweiss, hell, dicklich und klebrig sein. Man testet dies, indem man etwas Teig auf einen mit Maizena bestäubten Teller gibt. Wenn der Teig formbar ist, ist er fertig. Wenn nicht, muss die Kochzeit um wenige Minuten verlängert werden, bis er die gewünschte Konsistenz hat.
  5. Arbeitsfläche grosszügig mit Maizena bestäuben, Mochi-Teig darauf legen. 10 Min. ruhen lassen. Dann in acht gleich grosse Stücke aufteilen.
  6. Jedes Stück flach drücken, in eine runde Form bringen und eine Bohnen-Kugel darauflegen. Das Daifuku verschliessen: Dazu die Ränder nach oben biegen und mit den Fingerspitzen zusammendrücken.
  7. Zum Schluss das Daifuku mit der Nahtstelle vorsichtig auf die mit Maizena bestäubte Arbeitsfläche drücken und leicht zwischen den Händen hin- und herrollen. Auf einen trockenen Teller legen, möglichst frisch essen.

Und, habt ihr jetzt Hunger bekommen? Oder ist euch der Appetit bei so manch verrückter Fast Food Idee vergangen?

tags: #verruckte #japanische #subigkeiten