Jedes Jahr wieder ist die Schweiz im Grillfieber: Durchschnittlich wird in der Schweiz 40 Mal im Jahr, also etwa an jedem neunten Tag, gegrillt. Frühling und Sommer bringen Freunde und Familie für gemeinsame Grillabende zusammen. Das Knistern der Grillkohle, der Geruch des saftigen Steaks oder der vegetarischen Bratwürsten und der Anblick von bunten Salaten lassen das Wasser in unseren Mündern zusammenlaufen.
Neben dem Garen und Dünsten von Lebensmitteln kann auch Grillen beim Abnehmen helfen. Sie brauchen dabei kein zusätzliches Fett, wie etwa beim Braten mit Öl in der Pfanne.
Entdecken Sie jetzt eine etwas andere, aber besondere Art des Grillgenusses: Wir zeigen, wie man Fisch auf dem Grill richtig zubereitet.

Welche Fischsorten eignen sich für das Grillieren?
Grundsätzlich kann man jeden Fisch zubereiten, der einem schmeckt. Dennoch kann man sich auf eine Faustregel stützen: Je fester das Fleisch, desto einfacher lässt es sich grillieren. Lachs, Makrele oder Thunfisch fallen dabei nämlich nicht so leicht auseinander, wie es beispielsweise bei Scholle und schwarzem Heilbutt der Fall sein könnte.
Bauen Sie mehr Fisch in Ihre Ernährung ein, besonders Kaltwasserfische wie Lachs, Makrele und Hering. Kaltwasserfische sind optimale Lieferanten von Jod und Omega-3-Fettsäuren. Jod gewährleistet eine optimale Schilddrüsenfunktion, von der unser gesamter Stoffwechsel abhängig ist.
Fisch mundet natürlich nicht jedem. Sie können versuchen, ihn mit einer leckeren und gesunden Marinade geschmacklich zu verfeinern.
Die richtige Temperatur für den perfekten Fisch
Es kommt auf die ideale Hitze an. Im Gegensatz zu Fleisch ist Fisch hitzeempfindlicher und somit schneller gar. Die optimale Temperatur liegt zwischen 160 und 180 °C. Der Fisch kann langsam garen und erhält zusätzlich noch eine knusprige Haut, die essenziell für das Geschmackserlebnis ist. Nach etwa 20 Minuten auf dem Rost hat der Fisch eine Kerntemperatur von ca. 65 °C erreicht, perfekt zum Anrichten.
Um die Bildung von krebserregenden Stoffen zu verringern, sollten Sie die Lebensmittel bei maximal 130 Grad grillen. Die Temperatur können Sie am besten mit einem Grillthermometer bestimmen!
Grillen Sie lieber Geflügelfleisch anstelle von rotem Fleisch: Rotes Fleisch (Schwein, Rind, Kalb, Schaf, Lamm, Ziege) enthält mehr Fett, aus dem sich bei Hitze krebserregende Substanzen bilden können. Gut zu wissen: Falls die Lust nach Rindfleisch gross ist, kaufen Sie Lenden oder Filets.
Gibt es Unterschiede beim Grillvorgang bezüglich der verschiedenen Fischsorten?
Filets oder Steaks mit Haut sollte man zuerst stark angrillen, bevor diese in einer indirekten Zone fertig garen. Alle anderen Sorten werden mit indirekter Wärme zubereitet.
Vorbereitung ist das A und O
Doch welche Vorbereitungen können noch getroffen werden, um den Genuss auf ein höheres Level zu heben? Da kommt die Marinade ins Spiel.
Marinaden können die Entstehung der krebserregenden HCA bei Fleisch und Fisch reduzieren. Und Sie sind schnell gemacht: Mischen Sie zum Beispiel ein wenig Öl, Essig, Zitronensaft und Wasser miteinander und geben noch Kräuter wie Rosmarin, Salbei oder Thymian hinzu. Je länger aber ein Lebensmittel mariniert wird, desto weniger Antioxidantien verbleiben, da sie sehr sauerstoffempfindlich sind.
Daher sollten Sie Ihr Grillgut nicht länger als sechs Stunden marinieren - eine längere Dauer verleiht übrigens auch keinen intensiveren Geschmack. Streichen Sie sonst kurz vor dem Grillen das Essen mit der Marinade noch einmal ein, um für eine zusätzliche Ladung Antioxidantien zu sorgen.
Vitamin C aus Zitrusfrüchten kann die Bildung von Nitrosaminen minimieren. Gut zu wissen: Bevorzugen Sie für Grillmarinaden kaltgepresstes und natives Öl.
Ein schnelles und einfaches Rezept für eine Marinade
Zutaten für 4 Personen:
- 2 Limetten
- 5 Knoblauchzehen
- 4 EL Sojasauce
- 150 ml Wasser
- 1 EL Olivenöl
- 4 Fischfilets nach Wahl (ca. 200 g je Stück)
Alles zusammenmischen und den Fisch eine Stunde in der Marinade ziehen lassen und anschliessend grillen.

Weitere Tipps für den perfekten Grillfisch
- Verwende einen Fischhalter, so kann der Fisch leichter gewendet werden. Ausserdem wird so das Klebenbleiben der Haut verhindert.
- Baked Potatoes mit Sour Cream geben eine gute Beilage ab.
- Peppe deine Marinade mit Kräutern und Gewürzen auf, wie beispielsweise Minze, Thymian, Estragon oder Chilli.
Für einen gesunden Grillabend sollte Ihr Grillteller mit reichlich Gemüse beladen sein. Wenn Gemüse auf dem Grill gart, bilden sich weniger krebserregende Stoffe als bei Fleisch. Ausserdem kommen in Gemüse Ballaststoffe vor: Diese Nährstoffe sättigen uns und wirken sich positiv auf unsere Darmgesundheit aus, indem sie unsere Darmbakterien in sämtlichen Verdauungsvorgängen unterstützen.
Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, kann alternativ einen Fleisch-Gemüse-Spiess braten.
Um Kalorien einzusparen, empfiehlt sich ein Kontaktgrill, mit dem Sie Ihre Lebensmittel ohne Fett braten können. Da bei einem Kontaktgrill kein Rauch entsteht, bilden sich auch keine krebserregenden polzyklischen aromatischen Wasserstoffe (PAK).
Wer auf das Grillgefühl mit einem Kohlegrill nicht verzichten mag, sollte lieber Holzkohle als Zünder nehmen und nicht Papier.
Nach dem Grillen sollten Sie das Rost unbedingt säubern und alle Essenreste entfernen - am besten eignet sich eine Grillbürste.
Nährwerte pro Person (Tikka Fish Pot! Seehecht-Spiessli auf Linsencurry):
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Wasserbilanz | 77.6 Liter |
Jetzt steht einem ausgefallenen Grillabend mit der Familie und Freunden nichts mehr im Weg. Viel Spass und en Guete!