Topinambur Nährwerte und Zubereitung: Ein umfassender Leitfaden

Die Topinambur, oft auch als Erdartischocke oder Erdbirne bezeichnet, gehört zur Gattung der Sonnenblume und somit zur Familie der Korbblütler. Auch sie trägt im Sommer gelbe Blüten.

Ihre Renaissance erlebte sie in den letzten Jahren unter anderem in der französischen Spitzenküche.

Rezept: Richtig lecker kochen mit Topinambur

Heute erfreut sie sich wieder zunehmender Popularität.

Ihnen stiehlt jedoch meist ihre schmackhafte Knolle die Show, die als Wurzelgemüse auf unseren Tellern landet. Je nach Sorte weisen die Knollen eine gelbe, rote, violette oder braune Schale auf.

Geschmacklich ähnelt sie der Süsskartoffel und der Artischocke, im Vergleich zu dieser kann sie jedoch auch roh verzehrt werden.

Im 17. Jahrhundert kam die Topinambur aus Nord- und Mittelamerika nach Europa und entzückte mit ihrem Reichtum an Nährstoffen besonders die Franzosen.

Durch französische Auswanderer, die dank des Nährstoffreichtums der Topinambur-Knolle eine Hungersnot in Nordamerika überlebten, kam sie anfangs des 17. Jahrhunderts nach Europa. Nach ihrer Einführung gewann sie besonders in Frankreich an Beliebtheit.

Gegen Ende des Jahrhunderts wurde sie jedoch zunehmend von der ergiebigeren Kartoffel verdrängt. Durch die Kartoffel wurde die süssliche Knolle jedoch grösstenteils verdrängt.

Ihr Name leitet sich von einem indigenen brasilianischen Volk, den Tupinamba, ab.

Sie gedeiht überall, wo ein gemässigtes Klima herrscht, unter anderem auch in der Schweiz, wo sie fast das ganze Jahr über erhältlich ist.

Die Topinambur bevorzugt sonnige Standorte und leicht sandige Böden. Setzen sollte man sie vorzugsweise im Frühjahr (März-April). Dazu legt man die Knollen ca. 5 cm tief in die Erde.

Es ist ratsam, zwischen den einzelnen Pflanzen einen Abstand von mindestens einem halben Meter einzuhalten, sodass sich die Pflanzen später nicht gegenseitig beschatten. Giessen muss man die Topinambur nur bei längeren Trockenzeiten oder besonders sandigem Boden.

Die Knollen halten sich nach dem Kauf etwa eine Woche im Gemüsefachs des Kühlschranks. Eingewickelt in ein feuchtes Tuch verlängert man die Haltbarkeit um einige Tage.

Die süsslich-nussige Note der Topinambur schmeckt sowohl roh, zum Beispiel feingeschnitten im Salat, wie auch gekocht als Gemüse, Suppe, Püree oder frittiert. Kombiniert mit einer säuerlichen Komponente wie dem Saft von Zitrusfrüchten kommt ihr Aroma besonders gut zur Geltung.

Ein zusätzlicher Vorteil dieser Kombination ist zudem die Verzögerung der bräunlichen Färbung auf den Schnittflächen, die sonst bereits nach einigen Minuten einsetzt.

Fast vergessen und trotzdem gesund und vielseitig - Topinambur. Die zeitweise fast unbekannte Topinambur-Knolle hat den Aufstieg in die moderne Küche geschafft. Der gesundheitliche Mehrwert macht diese Schlankmacher-Knolle heutzutage aber wieder zu einem modernen Renner.

Die Topinambur-Knolle ist ein kartoffelähnliches Gewächs. Die ballaststoffreiche Knolle ist kartoffelgroß und bildet die Wurzel einer Sonnenblumenart.

Gerade bei eher unbekannten Gemüsesorten fällt es oftmals schwer, den richtigen Trick in der Küche zu finden. Dabei ist diese einzigartige Knolle richtig flexibel. Ob als Püree oder in der Suppe - in vielen Gemüsegerichten macht diese Knolle eine richtig gute Figur.

Besonders in der Diätküche ist Topinambur am richtigen Platz. Denn der in der Knolle enthaltene, leicht verträgliche Ballaststoff Inulin, macht diese Wurzel zum idealen Kartoffelersatz für Diabetiker. Die Topinambur-Knolle wird daher oft auch als Schlankheitsmittel angepriesen.

Im Topinambur steckt der Ballaststoff Inulin: Dieser stillt den Appetit und macht satt.

Nährwerte pro Portion:

  • Eiweiss: 6 g
  • Fett: 19 g
  • Kohlenhydrate: 11 g
  • Kalorien: 253

Zubereitung:

  1. Die Topinambur schälen. In eine Pfanne geben, mit Wasser bedecken, salzen und aufkochen. Die Topinambur zugedeckt bei mittlerer Hitze 15-20 Minuten weich kochen.
  2. Den Backofen auf 150 Grad vorheizen. 4 kleine ofenfeste Förmchen (können auch kleine Tassen sein) von je etwa 2 dl Inhalt mit Butter ausstreichen.
  3. Die Topinambur in ein Sieb abschütten, gründlich kalt abschrecken und abtropfen lassen. Das Gemüse grob würfeln. In einen grossen Becher geben. Die Eier und die Crème fraîche beifügen und alles mit dem Stabmixer fein pürieren. Die Schale der Zitrone fein dazureiben. Das Püree mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Etwa 1 Liter Wasser aufkochen.
  5. Das Topinamburpüree in die vorbereiteten Förmchen verteilen. Diese in eine ofenfeste Form stellen. Mit so viel kochendem Wasser umgiessen, dass die Förmchen etwa zur Hälfte ihrer Höhe darin stehen. Die Flans sofort im 150 Grad heissen Ofen auf der zweituntersten Rille etwa 50 Minuten garen, bis die Masse gestockt ist.
  6. Für den Salat von den Orangen oben und unten einen Deckel abschneiden, dann die Schale der Orangen mitsamt weisser Haut rundherum abschneiden. Über einer kleineren Schüssel die Orangenfilets zwischen den Trennhäuten herausschneiden. Den dabei aufgefangenen Orangensaft mit dem Essig, dem Honig sowie Salz und Pfeffer verrühren. Die beiden Ölsorten nach und nach unterschlagen. Die Sauce wenn nötig nachwürzen.
  7. Die Petersilie grob hacken. Den Nüsslisalat waschen und trockenschleudern.
  8. Die Flans aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten stehen lassen. Dann mit einem spitzen Messer vom Rand der Förmchen lösen und die Flans auf Teller stürzen. Den Nüsslisalat, die Petersilie und die Orangenfilets mit der Sauce mischen und um die Flans herum anrichten.

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