Sushi vom Vortag braten: Eine Anleitung gegen Lebensmittelverschwendung

Wer kennt es nicht: Alle sind mit dem Essen fertig, aber im Topf ist immer noch Reis übrig. Bei Reis können die Augen schon mal größer als der Magen sein.

Ist der Reis über, sollte er aber natürlich nicht direkt in der Mülltonne landen. Da kommen schnell die Fragen auf: Wie lange ist gekochter Reis überhaupt haltbar und wie lange hält sich der Reis im Kühlschrank?

Keine Angst, du musst deine Gäste nicht zwingen, noch einen Nachschlag zu nehmen. Gekochten Reis kannst du durchaus noch etwas aufbewahren.

Im Folgenden werden wir uns ansehen, wie man Reis richtig aufbewahrt und wie man ihn am nächsten Tag wieder aufwärmt, um köstliche Gerichte zu zaubern.

Haltbarkeit von gekochtem Reis

Im Gegensatz zu ungekochtem Reis ist gekochter Reis leicht verderblich und sollte daher möglichst am gleichen Tag noch verzehrt werden. Probier‘ doch mal neue Reisgerichte wie frischen Reissalat, würzigen Djuvec Reis oder eine wärmende Reissuppe.

Wenn du deinen Reis gar nicht erst kalt werden lassen möchtest, dann empfehlen wir dir die Warmhaltefunktion deines elektrischen oder digitalen Reiskochers. Je nach Modell bleibt der Reis damit mehrere Stunden lang warm und frisch. Der Reiskocher schaltet nach dem Kochvorgang automatisch in den Warmhaltemodus.

Wenn du deinen Reis einfach etwas später essen möchtest, kannst du ihn auch einfach in einem Thermobehälter transportieren.

Die Haltbarkeit von gekochtem Reis ist länger, wenn er gekühlt ist, als wenn er bei Zimmertemperatur gelagert wird. Aber wie lange hält sich gekochter Reis im Kühlschrank?

Du kannst übrig gebliebenen, gekochten Reis problemlos in einer Lunchbox oder einem ähnlichen Gefäß für 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Dazu den gekochten Reis unbedingt vorher abkühlen lassen.

Warme Gerichte erwärmen die Luft im Kühlschrank und dieser braucht dann mitunter mehrere Stunden, um die Temperatur wieder auszugleichen. Der abgekühlte Reis sollte außerdem luftdicht verschlossen sein. Hierfür eignet sich am besten eine Frischhaltedose.

Am nächsten Tag kannst du ihn dann zum Beispiel zu einem leckeren Nasi Goreng verarbeiten - das schmeckt besonders gut mit Reis vom Vortag. Für die Reispfanne Öl im Wok erhitzen, Schalotten und Nasi Goreng Paste anrösten und dein liebstes Gemüse und wahlweise Fleisch, Fisch oder Tofu hinzufügen.

Alles etwas anschmoren, dann beiseiteschieben, Eier hinzugeben und weiterrühren. Gekochten Reis aufbewahren ist die eine Sache.

Methoden zum Aufwärmen von Reis

Aber wie wärmt man den Reis am nächsten Tag wieder auf? Dafür gibt es unterschiedliche Methoden:

Reis in der Pfanne oder im Wok aufwärmen

Du kannst deinen Reis beispielsweise wie bereits beschrieben in der Pfanne erwärmen und dabei ein leckeres Nasi Goreng zaubern. Achte beim Schwenken in der Pfanne oder dem Wok darauf, den Reis zwar zu rühren, ihn aber nicht zu zerdrücken, damit die Körner nicht matschig werden.

Reis im Topf aufwärmen

Wenn du den Reis vom Vortag im Topf aufwärmen möchtest, empfehlen wir dir, den Reis mit ein wenig Wasser und nach Vorliebe etwas Butter in einen Topf zu geben und den Reis dann bei mittlerer Hitze zu erwärmen.

Reis in der Mikrowelle aufwärmen

Alternativ ist es auch möglich, ihn in der Mikrowelle auf mittlerer Stufe für wenige Minuten aufzuwärmen. Achte hierbei darauf, den Deckel auf das mikrowellengeeignete Gefäß zu legen.

Damit die Konsistenz vom Reis genauso lecker ist wie am Vortag, empfehlen wir dir, einen Eiswürfel mit in die Reisschale zu legen.

Reis im Reiskocher aufwärmen

Du kannst den Reis aber auch problemlos im Reiskocher aufwärmen. Dafür einfach die WARM-Taste für zwei Sekunden gedrückt halten. Diese leuchtet dann auf und die Zeitangabe auf dem Display beginnt zu laufen. Dadurch behältst du immer im Blick, wie lange der Reis bereits warmgehalten wird.

Es lohnt sich also, einen Blick über den Tellerrand hinauszuwerfen respektive in die Töpfe anderer Kulturen, um das kleine Korn in seiner kulinarischen Grösse kennenzulernen!

Als Inspirationsquelle kunterbunter Reisgerichte empfiehlt sich eine kulinarische Tour du Monde. Wir haben für Sie ein paar Spezialitäten aus aller Welt zusammengetragen und authentische Rezepte dazu kreiert:

Das Geheimnis schmackhafter Reisgerichte liegt in der Wahl des jeweils am besten geeigneten Korns. Grundsätzlich gilt: Langkornreis bleibt nach dem Garen locker und körnig.

Sorten wie Parboiled, Parfüm und Basmati sind deshalb ideal zum Weiterverarbeiten. Auch spanischer Reis - Bahia, Bomba, Calasparra - und Langkorn-Vollreis bilden eine gute Basis für diverse Reisspezialitäten.

Ist der Reis gar, lassen sich die meisten Reisgerichte in einer Pfanne oder Schüssel zubereiten. Der Aufwand ist minimal!

Fürs Sommerfest und Grillbuffet sind Reissalate top. Die Hauptarbeit, das Reiskochen, kann schon am Vortag erledigt werden. Zudem sind der Fantasie und Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Auch als Füllung macht Reis Staat, zum Beispiel in Weinblattwickeln. In Griechenland wird die Delikatesse zum Apéro riche gereicht. Die japanische Nationalspeise Sushi wiederum konnte ebenfalls die Gaumen hiesiger Gourmets erobern.

Als leichter Sommersnack bieten sich mit Reis geadelte Gemüse an wie Peperoni, Tomaten oder Auberginen.

Sushi Reis kochen | Rezept zum Sushireis selber machen mit Reisessig und Kombu

Asia-Reis kochen

Man könnte meinen, Reis kochen sei kinderleicht. Das stimmt auch, solange du beim Asia-Reis (z. B. Basmati oder Parfümreis) folgende Tipps befolgst:

  • Reis im Sieb unter fliessendem, kaltem Wasser so lange spülen, bis dieses klar ist. Gut abtropfen.
  • Wasser mit dem Reis aufkochen, zugedeckt auf ausgeschalteter Platte (oder auf kleinster Stufe bei Induktion) ca. 20 Minuten quellen lassen.
  • Wichtig: Den Deckel nie abheben.
  • Reis mit einer Gabel lockern.

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