Warum schmecken Kartoffeln nach Seife? Ursachen und Lösungen

Es ist ein überraschendes und unangenehmes Erlebnis: Man bereitet Kartoffeln zu, freut sich auf eine leckere Mahlzeit, und dann schmecken sie plötzlich nach Seife. Aber warum ist das so? Und was kann man dagegen tun?

Mögliche Ursachen für den seifigen Geschmack

  • Sorte: Einige Kartoffelsorten enthalten von Natur aus höhere Konzentrationen bestimmter chemischer Verbindungen, die einen seifigen Geschmack verursachen können.
  • Lagerung: Falsche Lagerung kann den Geschmack von Kartoffeln negativ beeinflussen. Wenn Kartoffeln zu lange oder bei falscher Temperatur gelagert werden, können sich Bitterstoffe bilden, die an Seife erinnern.
  • Koriander: Ob man Koriander liebt oder ihn als nach Seife schmeckend wahrnimmt, hat genetische Gründe. Es ist also nicht eine Frage des Geschmacks!

Lösungen und Präventionsmaßnahmen

  • Sortenwahl: Beim Kauf von Kartoffeln sollte man auf Sorten achten, die für ihren guten Geschmack bekannt sind und weniger anfällig für die Entwicklung von Bitterstoffen sind.
  • Richtige Lagerung: Kartoffeln sollten an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort gelagert werden, um die Bildung von Bitterstoffen zu vermeiden.
  • Zubereitung: Das Schälen der Kartoffeln kann helfen, den seifigen Geschmack zu reduzieren, da sich viele Bitterstoffe in der Schale befinden.
  • Waschen: Voraussetzung ist allerdings, dass sie möglichst nicht gewaschen wurden und vor allem nicht mit keimhemmenden Mitteln behandelt sind. Unbehandelte Bioqualität ist hier zu empfehlen.

Kartoffeln selber anpflanzen

Eine Möglichkeit, die Qualität und den Geschmack Ihrer Kartoffeln zu kontrollieren, ist der Anbau im eigenen Garten oder sogar auf dem Balkon.

🥔 Kartoffeln im Kübel pflanzen: 3 Tipps für eine enorme Ernte

Anleitung zum Kartoffelanbau

  1. Standort und Boden: Der ideale Boden, um Kartoffeln zu setzen, ist ein tiefgründiger und durchlässiger Boden. Schwere Lehmböden kannst du mit etwas Sand auflockern, um Staunässe zu vermeiden. Da Kartoffeln Starkzehrer sind, reicherst du den Boden am besten mit reifem Kompost oder natürlichem Dünger an.
  2. Pflanzzeit: Pflanzzeit für Kartoffeln ist hierzulande ab etwa Mitte April. In kühleren Bergregionen wartet man besser bis Anfang, Mitte Mai. Damit die Kartoffeln gut wachsen, sollte die Bodentemperatur bei 7 bis 9 Grad Celsius liegen.
  3. Pflanzung: Lege die Kartoffeln - ob vorgekeimt oder nicht - in 10 bis 20 cm tiefe Rillen mit möglichst allen Austrieben nach oben zeigend. Der Pflanzabstand sollte pro Knolle etwa 30 cm betreffen. Von Reihe zu Reihe ist ein Mindestabstand von 70 cm ratsam.
  4. Pflege: Sobald die Kartoffelpflanze 15 bis 20 cm hoch gewachsen ist, kannst du beginnen, die Erde regelmässig anzuhäufeln. Hierzu die Erde rechts und links der Reihen mit einer Hacke hochziehen, sodass eine Art Wall entsteht. Dies fördert die Ertragsmenge, die bei dem 9 - 12-fachen der gepflanzten Kartoffeln liegt.
  5. Ernte: Spätkartoffeln sind oft erst nach 150 Tagen nach dem Pflanzen reif. Das ist spätestens dann, wenn das Laub abtrocknet.

Kartoffelsorten für den eigenen Anbau

Welche Kartoffelsorte du am besten pflanzt, hängt damit zusammen, wann du sie in die Erde setzen möchtest. Denn es gibt frühe Sorten, mittelfrühe Sorten und späte Sorten. Hier findest du einen Überblick der verschiedenen Sorten für den Kartoffelanbau im Garten oder auf dem Balkon:

Sorte Erntezeit
Frühe Sorten (Erntezeit ab Juli) Christa, Hela, Glorietta, Charlotte, Sieglinde, Princess, Rosara, Annabelle, Friesländer
Mittelfrühe Sorten (Erntezeit ab August) Saskia, Quarta, Cilena, Blauer Schwede, Nicola, Bintje, Blaue St. Galler, Laura
Späte Sorten (Erntezeit ab September) Bamberger Hörnchen, Palma, Granola, Arran Victory, Lady Rosetta, Agria

Mit diesen Tipps und Informationen können Sie den seifigen Geschmack von Kartoffeln vermeiden und sicherstellen, dass Ihre Mahlzeiten immer ein Genuss sind. Denn: Wenn Kartoffeln Krautfäule haben, dann geht diese sehr leicht auf die Tomaten über.

tags: #subkartoffel #schmeckt #nach #seife