Selbstgemachte Marmelade zu flüssig: Was tun?

Es geht doch nichts über selbstgemachte Konfitüren und Gelées. Und das Coole daran: Du kannst praktisch allen Früchten (auch tiefgefrorenen) ohne grossen Aufwand ans Eingemachte gehen. Also ran an die Früchte und ab damit in den Topf bzw. ins Glas. Diese selbstgemachten und erst noch originellen Marmeladen sind nicht nur genial lecker, sondern auch ein wunderbares Mitbringsel bzw. Geschenk. Wir sorgen für Abwechslung auf dem Brot und präsentieren dir hier äusserst feine und ausgefallene Konfitüren- und Gelée-Rezepte.

Mütter leisten viel im Beruf und für die Familie. Deine Sommerferien sind in diesem Jahr Geschichte? Willkommen in der neuen bunten digitalen Bücherwelt! Die Retrowelle hat auch die Stilpalast-Backstube erreicht.

Marmelade zu flüssig? Zu fest? Gründe und Lösungen gibt's hier! 😀

Grundlagen des Marmelade Kochens

Das Grundrezept ist stets dasselbe: Für 1 kg Früchte und 2 EL Zitronensaft gilt es, 300 g Gelierzucker im Verhältnis 3: 1 (oder 1 kg Gelierzucker im Verhältnis 1:1 bzw. 500 g Gelierzucker im Verhältnis 2:1) zu verwenden. Die kleingeschnittenen Früchte (sie dürfen nicht überreif sein) werden in einem grossen Topf mit dem Gelierzucker gut vermischt und für 2 bis 6 Stunden (je nach der Härte der Früchte) zugedeckt stehen gelassen. Dabei hin und wieder umrühren. Anschliessend wird der Zitronensaft untergemischt und das Ganze aufgekocht.

Bei mittlerer Hitze offen ca. Nun gilt es, die Gelierprobe zu machen. Nimm hierfür einen kleinen, kühlschrankkalten Teller und gib 1 TL der Konfitüre drauf. Wenn diese nach einer Minute fest wird, ist die Konfitüre ausreichend gekocht. Die Konfitüre nun abschäumen (mit einem Löffel den Schaum von der Oberfläche entfernen). Die fertige Konfitüre sofort in die Gläser abfüllen, diese gleich verschliessen und für ca. Für die Aufbewahrung von Konfitüren und Gelées (Haltbarkeit bis zu einem Jahr) sind Twist-off-Gläser unerlässlich.

Du kannst selbstverständlich auch bereits gebrauchte Konfitürengläser verwenden, sofern der Schraubdeckel noch dicht verschliessst. Nicht ideal für eine längere Aufbewahrung sind indes Gläser mit Glasdeckel und Dichtungsgummi.

Apfelkonfitüre verleiht jedem Brunch einen herbstlich feinen Touch. Ein einfaches Rezept für Apfelkonfitüre und wie du deine Marmelade mit Gewürzen verfeinerst. Aus frischen Äpfeln kannst du mit nur zwei Zutaten feine Apfelkonfitüre selber machen. Apfelkonfitüre kannst du fix selber machen. Die leckere Konfitüre eignet sich nicht nur als Brotaufstrich für dein Frühstück, sondern verfeinert als Zutat auch das Joghurt oder dein Müesli.

Säuerliche Apfelsorten wie Boskop oder Cox Orange eignen sich für die Apfelkonfitüre am besten. Das Rezept kannst du als Basis verwenden und wenn du magst, verfeinerst du die Marmelade einfach mit leckeren Gewürzen wie Zimt oder Vanille.

1 Kg Äpfel 500 g Gelierzucker 2:1 (optional 1 Kg Zucker und 1 Beutel Gelfix) Zubereitung Äpfel entkernen und in Scheiben oder kleine Stücke schneiden. Die Äpfel zusammen mit dem Gelierzucker in einen grossen Topf gegeben. Unter ständigem Rühren aufkochen. Das sollte so schnell gehen, dass die Apfelscheiben nicht vorher braun werden. Wenn die Apfelkonfitüre sprudelnd kocht, den Herd herunterschalten auf halbe Stufe und drei, vier Minuten weiter unter Rühren kochen. Sobald die Äpfel zerfallen, in sterilisierte Schraubgläser füllen und gut verschliessen. Die Gläser auf den Kopf stellen und abkühlen lassen. Pro-Tipp von Küchenchef Mirko: Die Schale der Äpfel kann man problemlos mitnutzen.

Dafür aber die Masse kurz vor dem Abfüllen mit dem Stabmixer pürieren. Gut zu wissen: Twist-off-Gläser, Weck- und andere Gläser sterilisieren. Tipp: Wenn die Konfitüre zu dick geworden ist, gibst du einfach ein wenig Wasser oder Apfelsaft dazu.

Statt Apfelkonfitüre kannst du auch Apfelgelee herstellen. Statt den säuerlichen Äpfeln verwendest du dafür Apfelsaft. Wer sich entschieden hat, sich möglichst ohne Industriezucker zu ernähren, muss nicht auf das geliebte Konfibrot zum Frühstück verzichten. Früchte könnt ihr auch ohne Zucker einkochen. Obst rüsten, evtl. Früchte dicht in Gläser abfüllen, evtl. Es ist bekannt, dass Zucker hilft, Lebensmittel zu konservieren.

Bei der frischen Marmelade empfiehlt es sich, sie portionenweise tiefzufrieren und je nach Bedarf aufzutauen. Eigentlich sind sonnengereifte Früchte schon süss genug, dass sie prima ohne Zucker auskommen.

Für selbstgemachte Konfitüre oder Gelee braucht es nicht mehr als gute Zutaten und etwas Geduld. Theoretisch lassen sich leckere Konfitüren sogar schon nur aus zwei Zutaten zaubern, nämlich (Kristall-)Zucker und reifen Früchten. Dann müssen die gerüsteten Früchte nur noch im richtigen Verhältnis mit Zucker (meist 1:1) lange genug gekocht werden und schon ist die Konfitüre fertig. Bei pektinarmen Früchten oder um etwas Zeit und Zucker zu sparen, kann Geliermittel oder Gelierzucker verwendet werden, um Konfitüren und Gelees zuverlässig zu verdicken.

Dazu werden die vorbereiteten Früchte und Säfte mit einem ausgewählten Geliermittel in einem bestimmten Mengenverhältnis vermischt. Die notwendigen Mischverhältnisse sind jeweils auf der Packung angegeben.

Welche Gelierhilfen gibt es?

  • Geliermittel oder Gelierpulver für Konfitüren- oder Gelee besteht meistens aus Apfelpektin, welches sich sofort auflöst. Pektin entfaltet seine Gelierkraft allerdings nur, wenn gleichzeitig Fruchtsäure und Zucker vorhanden sind.
  • Traditioneller Gelierzucker wird im Verhältnis 1:1 verwendet. Das Ergebnis ist sehr süss.
  • Gelierzucker, der im Verhältnis 2:1 oder 3:1 eingesetzt werden kann, hat einen höheren Pektingehalt. Das bedeutet für die Konfitüre einen höheren Fruchtanteil und weniger Süsse.
  • Kaltrührbarer Gelierzucker kann ohne Erhitzen verwendet werden: Dieser spezielle Gelierzucker ist für kleine Fruchtmengen geeignet. Er enthält keine Gelatine als Geliermittel, sondern Carragen oder Pektin.
  • Diät-Gelierzucker: Hier wurde ein Teil des Zuckers durch Süssstoff ersetzt. Konfitüren mit Diät-Gelierzucker sind demzufolge kalorienreduziert.
  • Spezialgeliermittel, wie Johannisbrotmehl oder Agar-Agar.

Die erforderliche Menge der Gelierprodukte hängt von der Fruchtsorte und -menge ab. Je mehr Pektin die Früchte enthalten, desto kürzer wird die Masse erhitzt. Bei pektinarmen Früchten sollte Pektin in Form von Gelierhilfen und Zitronensäure zugesetzt werden. Äpfel, rote Johannisbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren und Zitrusfrüchte (Orangen, Grapefruits und Zitronen) enthalten viel Pektin. Hier kann in der Regel gut normaler Kristallzucker ohne Gelierhilfe verwendet werden, da sie relativ zügig gelieren.

Pfirsiche, Aprikosen, Himbeeren, Nektarinen, Mirabellen und Zwetschgen enthalten mittelmässig viel Pektin. Die Zugabe von etwas Zitronensaft hilf hier beim Gelieren. Der Pektingehalt von Erdbeeren, Rhabarber, Holunder, Hagebutten, Kirschen, Birnen, Ananas, Mango, Melonen und Kürbissen ist niedrig. Diese Früchte brauchen in jedem Fall den Saft einer Zitrone oder die Kombination mit anderen pektinreichen Früchten, damit alles wie gewünscht geliert.

Wann hat die Konfitüre oder das Gelee die richtige Konsistenz?

Wichtig ist immer eine Gelierprobe zu machen: Dazu gibt man wenig Konfitüre (oder Gelee) auf einen Teller und lässt sie leicht abkühlen.

Um zu prüfen, ob mein Fruchtaufstrich nach dem Kochen fest genug sein wird, mache ich eine Gelierprobe. Dazu gibt es verschiedene Techniken. Eine besagt, dass der 5. Tropfen an der Kelle hängen bleiben muss. Wieder andere sagen, dass die Konfitüre auf 102 - 103°C gekocht werden muss. Ja, das klappt wirklich, wenn die Masse einen hohen Zuckeranteil hat.

Aber bei 102-103°C kocht und schäumt die Masse wie Wäsche. Besonders bei Erdbeermarmelade hätte ich da meine Bedenken. Bei den Kellentests war ich mir nie sicher, ob das was ich sehe, korrekt ist. - Bei meinen Rühr-Werken schwöre auf die Tellermethode. Diese wende ich für jede Pfanne die ich koche, an. Also ca. Das ist alles. Kein teures Gerät, kein grosser Aufwand. Bei Frau Rühr-Werk sind die Kaffeeteller immer im Tiefkühlfach.

Tropfe mit der Kelle ein paar Tropfen Konfi auf den gefrorenen Teller. Wenn du den Teller schief hältst, darf nichts herunter laufen. Oder fahre mit einem Finger durch den Tropfen. Laufen die Ränder nicht mehr zusammen, ist es perfekt. Oder du kannst auch den Tropfen anstupsen, lässt er sich verschieben, und ist die Konsistenz nicht klebrig aber auch nicht pampig: perfekt.

Was tun, wenn die Konfitüre oder das Gelee zu flüssig ist?

Ist deine Marmelade zu flüssig, lässt du das ganze einfach ein paar Minuten länger kochen. Wenn es noch zu flüssig ist, mische etwas Gelierhilfe mit wenig Zucker. Gib das langsam zur Masse und koche sie noch einmal auf. Prüfe mit erneut ob die Konsistenz jetzt passt. Wenn ja, kannst du deine Gläser abfüllen. Du wirst sehen, es klappt perfekt. (s. Noch einmal einkochen hat Zeit!

Ist deine Konfitüre (bzw. dein Gelee) zu dünn, koche sie einfach noch mal auf. Reduziere dann die Hitze auf mittlere Stufe und lass die Konfitüre (oder das Gelee) so lange köcheln, bis sie dick genug ist und die Gelierprobe gelingt.

In den letzten Tagen erzählten mir einige Kundinnen, dass sie bei Nacht und Nebel oder kurz vor den Ferien zu dünne Konfi noch einmal erneut aufgekocht haben. Das hat Zeit! Falls du nach dem Erkalten feststellst, dass die Konfi nicht fest geworden ist, pressiert es überhaupt nicht. Du hast sie ja hygienisch einwandfrei verarbeitet und sie ist mit Vakuum sicher verpackt. Da passiert nichts, auch wenn du zwischendrin noch 3 Wochen Ferien machst.

Anschliessend kannst du sie in aller Ruhe noch einmal aufkochen und ein wenig Gelierhilfe mit wenig Zucker mischen. Das lässt Du dann einrieseln und machst erneut einen Geliertest. Wenn dieser passt kannst du in die sauberen Gläser abfüllen und dann ist es geschafft. Oder du kannst die zu dünne Marmelade aber für Omletts, ins Joghurt oder für einen Kuchen verwenden. Das geht auch immer.

Schreib dir in dieser Saison auf, wie viel Gelierhilfe du für welche Frucht brauchst. Schreib auch dazu, wie du das Endresultat findest und was du allenfalls ändern würdest. Das hilft dir nächstes Jahr, um deine Aufstriche zu perfektionieren.

Was wäre ein Frühstück ohne Erdbeermarmelade? Selbstgemachte Erdbeermarmelade schmeckt doppelt so gut. Warum wird die Erdbeermarmelade braun? Das ist ein ganz natürlicher Prozess. Verantwortlich dafür sind in den Erdbeeren enthaltene Pflanzenstoffe, die sehr schnell von Enzymen aufgespalten werden. Licht zerstört diese natürlichen Stoffe, die Marmelade wird braun. Allerdings ist die Marmelade dadurch nicht schlecht, auch der Geschmack bleibt gleich.

Wie erhalte ich die rote Farbe bei Erdbeermarmelade? Am sichersten aufgehoben ist Erdbeermarmelade an einem kühlen Ort nicht über 5 Grad Celsius und vor allem an einem dunklen Ort. Außerdem sollte beachtet werden, dass nur vollreife Beeren in die sofort nach dem Pflücken hergestellte Marmelade kommen. Durch die vollreifen Beeren bleibt die rote Farbe länger erhalten. Wie wird Erdbeermarmelade fester? Ist die Marmelade zu dünn, dann nochmal für ca. 10-15 Minuten aufkochen. Zusätzlich hilft ein wenig Geliermittel ohne Zucker oder 2 Päckchen Zitronensäure. Was ist besser, Gelierzucker oder Zucker?

Gelierzucker besteht aus Geliermitteln wie Pektin, Zucker sowie pflanzlichen Ölen. Das hat den Vorteil, dass es beim Aufkochen der Erdbeeren nicht schäumt. Nachteilig ist jedoch die begrenze Haltbarkeit von Gelierzucker. Es treten zwar keine gesundheitliche Schäden auf, aber die Marmelade bleibt flüssig. Bei normalem Haushaltszucker wird die Marmelade zwar dicker und fester, die Kochzeit ist dafür stark verlängert. Das liegt daran, dass das Pektin in den Früchten länger braucht, um die Früchte zu gelieren. Was bedeutet Gelierzucker 2 zu 1? Gelierzucker 2 zu 1 bedeutet das Verhältnis von Zucker zu den Früchten. In diesem Fall ein Teil Zucker auf zwei Teile Früchte.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Da hatte eine liebe Freundin von mir Quittengelee bestellt. Das war in der Woche in der ich im Gartencenter Meier im Gewächshaus an der Zitruswoche kochte und es hatte kein einziges Glas mehr. Easy, dachte ich, dann koche ich heute Abend “schnell” ein paar Gläser davon. Schnell und Fruchtaufstrichkochen funktioniert nicht. Das sage ich immer in meinen Kursen. Und es ging auch nicht. Es wurde, weiss der Geier warum, einfach nicht dick.

Kein Problem, dann koche ich das ganze morgen halt noch einmal “schnell” auf. Pustekuchen! würde meine Freundin Anna sagen. Irgendwo war ein Fehler drin, sie war nicht fest, sondern grieselig und ungeniessbar geworden. Also habe ich mir am Samstag Abend noch einmal bewusst Zeit genommen und habe alles neu gekocht. Kein Problem, hat geliert wie nichts gewesen wäre und konnte pünktlich ausgeliefert werden. Manchmal ist es einfach wie verhext!

Oft kann man es noch retten. Und in all den Jahren, die ich jetzt schon Fruchtaufstrich koche, gab es nicht manche Charge, die ich komplett wegleeren musste. Aber es gibt den Moment, in den etwas zu dünnflüssig ist, Gläser kein Vakuum bilden oder auch Schimmel auf mehreren Gläsern ist. Oder die Farbe ist unansehnlich, oder der Fruchtaufstrich ist geschmacklich nur “naja”. Die drei häufigsten Fehler will ich heute beleuchten, respektive Möglichkeiten für die Rettung zeigen, wo welche möglich ist.

Fehler Nr. 1: Dein Fruchtaufstrich ist nicht fest geworden und läuft vom Brot.

Auch nicht nachdem er 24 Stunden abgekühlt hat ist er dünn geblieben. Oder vielleicht bemerkst du es auch erst einen Monat später, wenn du das erste Glas öffnest. Nicht ärgern, in Ruhe überlegen was falsch gelaufen ist und was du tun willst. Die Frucht enthält von Natur aus wenig Pektin und die Gelierhilfe wurde zu niedrig dosiert. Vielleicht hast du zwar eine Gelierprobe gemacht, aber diese war nicht ganz so fest, wie sie sein sollte. Oder du hast nur einen Test mit dem Tropfen an der Kelle gemacht und bist zu wenig erfahren. Oder du kochst eine sehr grosse Menge, die nicht von selber gelieren kann.

Oder ein eher seltener Fall, du hast eine Frucht, die mit deiner bevorzugten Gelierhilfe nicht funkioniert. Nicht alle Birnensorten gelieren zum Beispiel mit Apfelpektin. Wenn du Gelierzucker verwendest, könnte es auch mit zu langem Kochen zu tun haben. Auf der Packung steht eine klare Anweisung. Aber ich kenne mich damit leider nicht aus. Allenfalls könnte es auf die gleiche Art wie die anderen Fruchtaufstriche gerettet werden. Ein Versuch ist es allenfalls wert. Mehr Gelierzucker löst das Problem selten und bringt sehr viel Zucker in deinen Aufstrich.

Alles zurück in die Pfanne und aufkochen. Dann etwas Gelierhilfe mit wenig Zucker mischen, beigeben und rühren bis sich der Zucker gelöst hat. Die Gelierprobe machen und kontrollieren ob es jetzt passt (siehe auch Gelierhilfen).Dann noch einmal 5 Minuten bei 80°C kochen und wieder in vorher sterilisierte Gläser abfüllen.Du kannst auch länger einkochen, das kann je nach Frucht funktionieren. Aber es funktioniert nicht immer, sondern geht oft auf Kosten von Farbe und Konsistenz. Ausserdem hast du dann am Ende vorallem Wasser verdampft, was den Zucker aufkonzentriert. Auch das frische Fruchtaroma Aroma verflüchtigt oder verändert sich (je nach Frucht) bei längerem Kochen.

Für zukünftiges Konfikochen anpassen: immer eine sichere Gelierprobe machen. Dann klappt es mit der Konsistenz. Was auch hilft: Eventuell kleinere Mengen kochen. Pektin ist ein Mehrfachzucker, der sich durch den Kochprozess vernetzt (einfach gesagt). Mit erneutem Kochen musst du dich nicht beeilen. Auch falls du erst später merkst, dass sie nicht festgeworden ist, ist das kein Problem. Die Gläser sind verschlossen und die Marmelade ist haltbar. Du hast Zeit und kannst in Ruhe entscheiden, was du damit machen willst.

Du kannst es so lassen und die zu flüssige Konfitüre für Desserts oder um das Joghurt zu süssen verwenden. Oder du kochst alles in Ruhe noch einmal auf und dickst sie erneut ein.

Fehler Nr. 2: Nach dem Abkühlen hat sich kein Vakuum gebildet, das heisst, der Deckel ist nicht richtig verschlossen.

Das kann (muss aber nicht) die Bildung von Schimmel begünstigen. (siehe auch Vakuum = Haltbar? Der Deckel ist so beschädigt ist, dass Luft von aussen eindringt. Das Glas ist nicht richtig verschlossen.Das Glas ist zu hoch eingefüllt, so dass es zuwenig Luft drin hat und die restliche Luft kein Vakuum bilden konnte. Der Fruchtaufstrich war zu wenig heiss, oder bereits abgekühlt, als er verschlossen wurde.

Entweder das Glas im Kühlschrank aufbewahren und möglichst bald geniessen oder wenn es mehrere Gläser sind, diese noch einmal für 30 Minuten bei 90°C einkochen. Wenn zu hoch eingefüllt worden ist, musst du vor dem erneuten einkochen etwas aus den Gläsern entfernen. Und ebenfalls erneut einkochen. Alles noch einmal aufkochen auf und neu abfüllen. Wird nach 1-2 Wochen festgestellt, dass es kein Vakuum mehr hat, hat das meistens mit Mikroorganismen zu tun. Allenfalls haben Hefen überlebt und deine Marmelade hat zu Gären begonnen. Dann nur vorsichtig öffnen, am besten mit Handschuhen und im Lavabo, weil das oft ziemlich explosiv ist.

Fehler Nr. 3: Grundsätzlich ist es so, dass alle Gläser die Schimmel drauf haben, entsorgt werden sollten.

Ja, meine Eltern haben so etwas in ihrer Kindheit auch noch gegessen und leben noch. Aber heute weiss man mehr darüber und weiss auch, dass es gesundheitsgefährdend sein kann. Ausserdem mag ich Dinge die muffig riechen nicht auf mein Brot schmieren. Wichtig ist hier die Frage, ist es ein Glas, oder ist es die ganze Serie? Das Glas oder der Deckel war nicht sauber oder nicht gut sterilisiert (siehe auch Gläser sterilisieren)Es ist während des Abfüllens etwas ins Glas gelangt. (Finger abschlecken ist keine gute Idee!)Die Glasränder waren nicht sauber, es hatte einen Tropfen drauf, über den Schimmel ins Glas gelangen konnte. Die Fruchtaufstrichmasse wurde nicht genug hoch eingefüllt. Nur halbgefüllte Gläser schimmeln schneller habe ich festgestellt.

Die Fruchtaufstrichmasse wurde nicht genug lange erhitzt, so dass Schimmelsporen überlebt haben und neu auskeimen konnten. Es wurde eine Frucht oder ein Gemüse mit hohem Stärkeanteil und eher hohem pH-Wert verarbeitet, das hat den Schimmelsporen ermöglicht, wieder auszukeimen (z.B. Die meisten Fehler können vermieden werden, indem alle Hygiene Regeln peinlichst genau eingehalten werden (siehe auch Hygiene ist entscheidend). Beim Kochen ein Thermometer zu verwenden, damit es gesichert ist, dass die Masse mindestens 5 Minuten bei über 80°C gekocht hat. Gerade Äpfel oder Aprikose sprudeln und spotzen schon ab 40°C! So stellst du sicher, dass Mikroorganismen abgetötet werden.

Falls du sehr wenig Zucker verwendest sind deine Fruchtaufstriche eher anfällig für Schimmel. Du kannst sie nach dem Abfüllen noch separat haltbar machen, durch 30 Minuten einkochen bei 90°C, dann bist du auf der sicheren Seite. Eines der besten Hilfsmittel ist ein Produktionsjournal. So kannst du nachverfolgen, was du wann und wie gekocht hast. Wieviel Pektin hast du für die Erdbeeren gebraucht? Wieviel Zucker hast du verwendet? Wenn es einen Fehler gab, schreibe ich den auch ein, um ihn ein nächstes Mal nicht mehr zu machen. Mir hilft das enorm, und es ist im Betrieb auch Vorschrift.

Es hilft aber vor allem, wenn du gerne Neues ausprobierst. Manchmal weiss ich ein paar Monate später nicht mehr genau, wie ich das tolle Bouquet komponiert habe, dann bin ich froh, dass ich nachschauen kann. Mittlerweile mache ich das auch daheim.

Rezepte für Konfitüren

Entdecke nun je ein Konfitüren-Grundrezept für die Zubereitung klassisch im Topf oder im (Combi-)Steamer. Unsere süssen und salzigen Rezeptempfehlungen mit Konfitüre:Mit deiner selbst gemachten Konfitüre kannst du feine Desserts und Backwaren wie die legendäre Linzer Torte oder Spizbuben zaubern. Die Linzer Torte soll das älteste überlieferte Tortenrezept der Welt sein. Lefse sind eine Spezialität aus Norwegen.

Konfitürenglas fast leer? Konfitüre zu kochen hat etwas Meditatives. Ich rühre in diesem köstlich duftenden Fruchtbrei, der sich langsam aufheizt. Dann gebe ich lasse ich den strahlend weissen Zucker einrieseln. Diesen habe ich allenfalls vorher mit dem Geliermittel meiner Wahl gemischt. Beim Weiterrühren merke ich, dass es sich sandig anfühlt. Ich rühre weiter und merke, wie sich der Zucker langsam auflöst. Die Farbe der Masse wird intensiver und die Konsistenz langsam dickflüssiger. Der Duft ist betörend. Jetzt ist genug gekocht.

Wenn du dich unsicher fühlst, oder gefrustet bist, weil es nicht so klappt, wie du willst, dann komm doch zu mir an einen Fruchtaufstrich Kurs und lerne all meine Tipps und Tricks kennen. Dann bist du ganz schnell Profi und kannst wunderbare Genuss-Gläser kreieren. Der nächste Kurs findet am 3. Juli 2021, in Winterthur im AtelierFoif statt. Zu den Kursen geht es hier. Dieser Artikel ist an der Juni-Blognacht entstanden. Ich habe mit vielen anderen Blogger:innen an der #Blognacht von Anna Koschinski, entspannt und zielgerichtet bloggen mitgeschrieben. Das motiviert ungemein, darum hat sie die Blognacht ins Leben gerufen. Es können übrigens alle die möchten, mitschreiben. Immer am ersten Freitag im Monat. Das nächste Mal am 2. Juli 2021.

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