Schupfnudeln mit Sauerkraut und Kasseler: Ein herzhaftes Gericht aus Süddeutschland

Schupfnudeln sind ein traditionelles Gericht aus der österreichischen und süddeutschen Küche, das je nach Region auf unterschiedlichste Weise zubereitet wird. Ursprünglich wurden sie aus Roggen- oder Weizenmehl und Ei hergestellt. Erst mit der Verbreitung der Kartoffel im 17. Jahrhundert wurden sie auch aus Kartoffeln zubereitet. Von der Machart und vom Geschmack her sind sie den italienischen Gnocchi di patata sehr ähnlich.

Die Bezeichnung Schupfnudeln stammt aus der badischen und schwäbischen Küche. "Schupfen" bedeutet dort so viel wie rollen. Sie werden dort auch "Bubespitzle" genannt, wegen ihrer Ähnlichkeit mit einem "Buebeschnäbeli".

Eine deftige Hauptspeise mit saftigem Kasseler und frischem Weisskraut. Hier ist ein Rezept, wie Sie diese Köstlichkeit zubereiten können:

Zutaten:

  • 500g Sauerkraut, gekocht
  • Kartoffeln
  • Zwiebeln
  • Butter
  • Mehl
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • Kasseler

Zubereitung:

  1. Kartoffeln schälen und in Klötze schneiden. In leicht gesalzenem Wasser weich kochen.
  2. Kartoffeln abgiessen und wieder in Pfanne geben und auf die ausgeschaltete Herdplatte zurückstellen.
  3. Während die Kartoffeln kochen, Zwiebeln fein hacken und in der Butter anrösten, bis sie eine braune Farbe annehmen.
  4. Kartoffeln noch heiss durch die Kartoffelpresse (oder das Passevite) drücken.
  5. Geröstete Zwiebeln und die restlichen Zutaten zugeben (ohne Sauerkraut).
  6. Alles mit einer Gabel gut vermischen, aber keinesfalls kneten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
  7. Eventuell noch etwas Mehl zugeben: Der Teig sollte weich sein, sich aber von Hand gut formen lassen.
  8. Teig von Hand portionenweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu fingerdicken Rollen formen.

Sauerkraut ist mehr als nur eine Beilage. Der fermentierte Weißkohl hat so einiges auf dem Kasten und schmeckt nicht nur mit Speck und Kasseler, sondern auch in vegetarischen Gerichten knackig-frisch.

Schupfnudeln selber machen – Bevorraten | Fingernudeln

Damit Sauerkraut entsteht, muss Weißkohl durch Milchsäuregärung (Fermentation) konserviert werden. Diese Technik, Gemüse haltbar zu machen, wurde schon im antiken Griechenland und im Römischen Reich praktiziert.

Frischer Kohl wird fein geschnitten und mit Salz in einen Behälter (Topf) gegeben. Durch das Salz wird dem Gemüse Flüssigkeit entzogen und der Saft wird konserviert. Dann wird der Weißkohl mit einem “Krautstampfer” bearbeitet und Milchsäurebakterien werden hinzugegeben.

Wie der Name schon sagt, schmeckt Sauerkraut säuerlich. Natürlich kannst Du das Gemüse nach Belieben süßen und mit verschiedenen Gewürzen zusätzlich verfeinern. Ob roh gesnackt oder gekocht verspeist, schmeckt der fermentierte Weißkohl nicht nur in Suppen, Eintöpfen und Salaten sondern auch als herzhafte Beilage.

Der feste, knackige Biss unseres Sauerkohls macht sich auch in Bowls oder auf frisch gebackenem Brot, Burgern und Pizza hervorragend.

Neben Schupfnudeln mit Sauerkraut und Kasseler gibt es noch viele weitere deftige und leckere Gerichte aus der deutschen Küche:

  • Der Schwedenbraten ist eine herzhafte Hauptspeise.
  • Bei diesen knusprigen Schweinshaxen greift jeder gerne zu.
  • Käsespätzli aus dem Allgäu werden mit Käse, Schlagrahm und Zwiebel zu einem wahren Genuss.

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