Alles vom Grill bzw. Raclette ist ein kulinarisches Genuss-Erlebnis, das in den Wintermonaten besonders beliebt ist. Es handelt sich um ein traditionelles Schweizer Gericht, bei dem Käse auf dem Grill geschmolzen und mit verschiedenen Beilagen und Fleischsorten kombiniert wird. Besonders bei geselligen Zusammenkünften oder Feierlichkeiten ist Raclette ein fester Bestandteil der Speisekarte.
Beim Raclette spielt das Fleisch eine entscheidende Rolle, da es den Geschmack des Gerichts ergänzt und mit dem Käse harmoniert. Die Wahl des Fleisches hängt von den persönlichen Vorlieben ab, aber es gibt einige Klassiker, die sich als besonders geschmackvoll erweisen.
Die Klassiker unter den Fleischsorten für Raclette
Für ein gelungenes Raclette-Essen ist die Auswahl der Fleischsorten entscheidend. Es gibt viele verschiedene Fleischsorten, die sich für das Grillen und die Zubereitung von Raclette eignen. Rindfleisch, Schweinefleisch, Hähnchenfleisch, Lammfleisch, Wildfleisch, Meeresfrüchte und Fisch sind beliebte Optionen, die den Geschmack des Gerichts ergänzen und mit dem Käse harmonieren.
Rindfleisch
Eines der beliebtesten Fleischsorten ist das Rindfleisch, das sich durch seine zarte Konsistenz und den intensiven Geschmack auszeichnet. Rindfleisch ist eine klassische Wahl für Raclette. Es ist besonders zart, wenn es in dünnen Scheiben oder als Filet serviert wird. Rinderfilet, Entrecôte oder Rumpsteak sind besonders geeignet. Rinderfilet ist besonders empfehlenswert, da es schnell gegrillt werden kann und dabei zart bleibt. Auch Roastbeef oder Steakhüfte sind gute Alternativen. Das Fleisch bleibt saftig und harmoniert gut mit dem geschmolzenen Käse.

Schweinefleisch
Auch Schweinefleisch ist eine beliebte Wahl. Es bleibt saftig, wenn es in dünnen Scheiben serviert wird. Schweinefleisch ist eine weitere beliebte Wahl für Raclette. Es bleibt saftig, wenn es in dünnen Scheiben oder als Filet serviert wird. Besonders gut eignen sich Schweinefilet, Schweinelende oder Schnitzel. Das Fleisch kann mit verschiedenen Gewürzen und Marinaden aufgepeppt werden. Auch Schweinebauch oder Schweinekoteletts sind eine gute Wahl, da sie auf dem Grill knusprig werden.

Hähnchenfleisch
Hähnchenfleisch ist eine leichte Alternative, die sich gut mit dem Käse verbinden lässt. Hähnchenfleisch ist eine leichte Alternative zu rotem Fleisch. Es nimmt die Aromen des Käses gut auf und bietet eine köstliche Abwechslung. Hähnchenbrust oder Hähnchenfilet sind besonders geeignet. Das Fleisch sollte in dünnen Scheiben geschnitten werden, damit es auf der Grillplatte gut garen kann.

Lammfleisch
Lammfleisch bietet eine besondere Note, die gut mit intensiven Käsesorten harmoniert. Lammfleisch bietet eine besondere Note, die gut mit intensiven Käsesorten harmoniert. Lammkoteletts oder kleine Lammfilets eignen sich besonders gut für Raclette. Das Fleisch ist herzhaft und aromatisch und harmoniert gut mit dem geschmolzenen Käse. Lammfleisch sollte in ca. 1 cm dicke Scheiben geschnitten werden, um eine gleichmäßige Garung zu gewährleisten.

Wildfleisch
Auch Wildfleisch, wie Hirsch oder Reh, ist eine Option für Liebhaber von intensivem Geschmack. Wildfleisch ist eine besondere Option für Liebhaber von intensivem Geschmack. Hirsch, Reh oder Wildschwein passen hervorragend zu einem Raclette-Abend, besonders wenn man den Geschmack von intensiven Käsesorten und einer kräftigen Marinade mag.

Meeresfrüchte und Fisch
Meeresfrüchte und Fisch sind eine alternative Wahl, die den Geschmack des Raclette-Erlebnisses ergänzen. Lachs, Kabeljau, Garnelen oder Scampi passen hervorragend zu den Käsesorten und lassen sich auf dem Grill oder in Pfännchen zubereiten. Feste Fischsorten können auf dem Grill zubereitet werden, während weichere Fische besser in Pfännchen gegart werden. Meeresfrüchte wie Garnelen oder Muscheln können auf die selbe Art zubereitet werden.
Raclette , Wie funktioniert es / was braucht man? // Episode 0012

Wurstwaren
Wurstwaren wie Schinken, Salami, Bratwurst oder Chorizo sind eine weitere Option, die für Abwechslung sorgen.
Marinaden für den besonderen Geschmack
Marinaden können dem Fleisch einen besonderen Geschmack verleihen und es zarter sowie geschmackvoller machen. Zudem sind Marinaden ein wichtiger Bestandteil, um dem Fleisch einen besonderen Geschmack zu verleihen.
Hier ein Rezept für eine Marinade für Raclette mit Fisch:
Die Sojasauce mit Weisswein, Zitronensaft und Maizena gut vermischen. Knoblauch schälen, pressen und mit Salz, Pfeffer und Ingwer zur Sauce geben und verrühren.
Zubereitung des Fleisches
Die richtige Zubereitung des Fleisches ist entscheidend, um ein gelungenes Raclette-Essen zu gewährleisten. Das Fleisch sollte in etwa 1 cm dicke Scheiben geschnitten werden, damit es auf der Grillplatte gut garen kann. Porionierte Stücke wie zum Beispiel Garnelen oder kleine Würstchen muss man natürlich nicht schneiden. Sie landen als Ganzes auf dem Raclettegrill.
Beilagen für ein perfektes Raclette
Neben dem Fleisch sind auch Beilagen ein wichtiger Bestandteil eines gelungenen Raclette-Essens. Gekochte oder gebratene Kartoffeln sind die klassische Beilage für Raclette.
Weitere beliebte Beilagen sind:
- Gschwellti (Kartoffeln in der Schale gekocht)
- Peperoni
- Maiskölbchen
- Senffrüchte
- Cornichons
- Silberzwiebeln
- Pickles
Vielfalt ist das A und O. Denn die wichtigste Regel für Raclette Beilagen ist: Erlaubt ist, was gefällt! Der Käse kommt zuerst - schliesslich ist der die Hauptsache auf jedem Raclettepfännchen. Solange keine Eintönigkeit aufkommt, bleibt das auch so. Deshalb bieten Raclette-Profis nicht nur den traditionellen, klassischen und sogar bis zu sieben Monaten gereiften Raclette-Käse, sondern auch verschiedene andere Käsesorten an.
Neben den Kartoffeln sind Fleisch und Fisch besonders beliebte Raclette Beilagen. Ganz dünne Plätzli aus Schweinefleisch oder Rindfleisch sind die Klassiker auf dem Tischgrill - aber auch Bratspeck und kleine Würstli wie beispielsweise die kräuter-würzigen Chipolata sind hervorragend geeignet. Geflügel wird übrigens zum köstlichen Grillgut, wenn es schon am Vortag mariniert wurde.
Viele unserer aromatischen Früchtesorten werden peu à peu beliebter als erfrischende Raclette Beilagen. Denn Feigen und Birnen, Trauben und Äpfel passen hervorragend dazu. Aber auch exotische Klassiker wie Ananas und Mango sorgen für fruchtige Frische - und selbst Bananen und Melonen ergänzen die herzhaften und aromatischen Käsesorten hervorragend.
Für alle Knusperfans gibt es ausgesprochen kernige Raclette Käse Beilagen: Kerne und Nüsse sind bestens geeignet, die Pfännli mit Käse und mit Fleisch schön aufzupeppen.
Weil alle die klassischen Raclette-Gewürze kennen, gehören Würze und Aroma der vielen weniger bekannten Kräuter oft zu den bemerkenswerten Entdeckungen versierter Genießer. Egal, ob getrocknete oder frische Kräuter - wichtig ist es eigentlich nur, die feinen Aromen von Thymian, Rosmarin, Basilikum und Co. vor dem Verbrennen zu schützen.
Gemüse gehört einfach dazu. Es ist nicht nur gesund, es ist vielmehr die ideale Raclette-Beilage. Viele essen gern Maiskölbchen, saure Gürkchen und anderes Essiggemüse dazu. Nichtsdestotrotz eignen sich von Blumenkohl, Rüebli, Peperoni bis Zucchetti fast alle Gemüse als Beilage.
Auch aus dem individuellen Sossen-und-Dip-Fundus kann serviert werden, was gefällt. Crème Fraiche mag zu einfachen Fleischpfannen ausreichen - aber auch aufwendige Sossen-Kreationen wie Curry-, BBQ- oder Honig-Senf-Soße, Aioli, Pesto oder verschiedene Chutneys passen hervorragend zum Fleisch, zu den Kartoffeln oder zum Brot. Zu den klassischen Raclette Beilagen gehören Preiselbeerdips.
Nach dem Raclette ist eigentlich immer vor dem Dessert: Die Pfännli können selbstverständlich auch mit Dessert gefüllt werden - gebratene Bananen gehören hier zu den bekannten Klassikern. Darüber kommt etwas Honig oder Schokoladensosse und dann ist schon der süsse Raclette-Spass fertig.
Kleine Omeletten werden zu überaus schönen Desserts, wenn sie mit etwas Schokolade oder mit Marmelade überbacken werden. Aus Marshmallows, Crackers und wiederum etwas Schokolade lassen sich ganz wunderbare S'mores zubereiten.
Getränkeempfehlungen
Klassisch ist ein Glas Weisswein zum Raclette. Denn die Säure des Weines macht den Raclette-Genuss leicht und bekömmlich. Rotweinliebhaber greifen natürlich auch gern zu ihren Lieblingströpfchen. Wer Alkohol gar nicht trinkt, ist mit einem schönen Tee zum Raclette gut beraten.
So manches Raclette wird zum Ende mit einem magenfreundlichen Kräuterschnaps begossen.
Die Geschichte des Raclettes
Ganz alte Geschichten berichten vom Ursprung des Raclettes als einen rustikalen Bratkäse schon vor mehr als vier Jahrhunderten. Im Mittelalter wurden angeschnittene Käselaibe über Feuern bis zum Braunwerden der Kruste erhitzt. Genauer wurde es mit den Beschreibungen von Bratkäse als Tradition im Val d‘Anniviers, die von 1812 stammen. Der Fromage rôti war in dem Tal damals längst zum Bestandteil üppiger Festessen geworden. Aber auch abseits der Festtafeln hatten die Hirten in den Bergen die Delikatesse des über lodernden Feuern fein geschmolzenen Käses für sich entdeckt.
Als die Spezialität im Jahr 1909 erstmals als Raclette (von franz. racler = schaben) benannt und auf einer großen Regionalausstellung zur besten Delikatesse zu gutem Wein avancierte, war der Weg frei für die Erfolgsstory.
In der klassischen Version werden die feinnussigen, enorm schmelzfähigen und kiloschweren Käselaibe zweigeteilt und dann entweder in einem Spezialhalter oder auf einem schwenkbaren Arm unter einem speziellen Grillofen geschmolzen. Der buttrig-sanfte Schmelz wird abgeschabt und zum Hochgenuss mit verschiedenen Beilagen wie die im Dampf gegarten Gschwelli, Peperoni, Maiskölbchen und Senffrüchte sowie Cornichións, Silberzwiebeln und andere Pickles.
Immer beliebter und weiter verbreitet sind die Raclette-Pfännchen. Sie werden nach individuellem Geschmack befüllt und zum Hauptakteur gemütlicher Runden um den Raclette-Grill.
Egal, ob klassisch oder in der Raclette-Pfännchen-Variation: Weit über die Landesgrenzen hinaus ist das Schweizer-Raclette-Vergnügen inzwischen sehr beliebt - und es entwickelten sich besonders delikate Beilagenempfehlungen.