Um ein optimales Grillergebnis zu erzielen, reicht es nicht aus, auf erstklassiges Equipment und qualitativ hochwertige Zutaten zu achten. Besonders für Fleisch, das in unterschiedlichen Dicken und Sorten vorkommt, ist die richtige Garzeit entscheidend, um ein saftiges, zartes und gleichmäßig gegrilltes Ergebnis zu erzielen.
Der Kontaktgrill ist ein vielseitiges Gerät, das sich gut für die Zubereitung von Fleisch, Gemüse und Fisch eignet. Der Kontaktgrill ist ideal, um Fleisch wie Steaks, Hähnchenbrust, Schweinekoteletts, Frikadellen und Würstchen zu garen.
In den folgenden Abschnitten werden Rezepte und Tipps für verschiedene Fleischsorten vorgestellt, die sich gut mit dem Kontaktgrill zubereiten lassen. Die Garzeit und Temperatur hängen von der Art des Fleisches und der Dicke ab. In den Rezepten werden die optimale Zubereitungszeit und die nötigen Schritte beschrieben.
Allgemeine Richtwerte für die Grilltemperatur verschiedener Fleischsorten:
- Steak: 230 - 280°C
- Geflügel: 140 - 200°C
- Wild: 130 - 180°C
- Fisch: 160 - 180°C
- Gemüse: 150 - 180°C
Bitte beachte, dass es sich hierbei nur um Richtwerte handeln kann, da die genaue Grill- und Garzeit von vielen Faktoren beeinflusst wird, wie z. B.
Für ein perfektes, auf den Punkt gegartes Steak, empfiehlt Weber eine maximale Temperatur von 230 bis 280 Grad zum Angrillen. 290 Grad beginnen Verkohlungsprozesse, sofern das Grillgut dieser Temperatur über einen längeren Zeitraum ausgesetzt ist, droht es zu verbrennen. Diese hohen Temperaturen sollten ausschließlich zum Ausbrennen und zum Beseitigen von Grillgutrückständen eingesetzt werden.
FEHLER beim Grillen mit dem OPTIGRILL: Meine Tipps für den perfekten Einstieg
Vorbereitung des Fleisches
Wie in der Küche, gilt auch beim Garen auf Terrasse oder Balkon: Der Genuss steht und fällt mit der Auswahl der Rohware. Achten Sie vor allem auf die Fleischqualität. Halten Sie sich fern von abgepacktem Fleisch aus dem Supermarkt. Es ist zumeist „unter Schutzatmosphäre“, also mit einem Gemisch aus Sauerstoff und Kohlendioxid verpackt. Dadurch wirkt es frisch und rosa, obwohl dies zumeist nicht der Realität entspricht.
Kaufen Sie das Fleisch nur beim Metzger oder Händler Ihres Vertrauens und achten Sie auf Frischemerkmale. Die Schnittflächen sollten bei frischem Fleisch stets trocken sein. Tiefgekühltes kann nach dem Auftauen Wasser verlieren, daher einfach mit etwas Küchenpapier trocken tupfen. Bei Geflügel darauf achten, dass das Fleisch eng an der Haut anliegt.
Generell sollte Grillfleisch nicht zu mager sein, sondern lieber zart marmoriert. Die Fettadern zergehen beim Grillen und machen das Fleisch saftig und aromatisch. Wegen des anhaltenden Trends zu mageren Produkten wurden den Hochleistungstieren die Fettadern weitgehend „weggezüchtet“.
Fleisch sollte nicht zu kalt auf den Grill kommen. Das gilt besonders für Steaks, die außen knusprig und innen noch rosa oder rare sind. Ist das Fleisch zu kalt, hat es nicht genug Zeit, sich innen zu erwärmen. Nehmen Sie das Grillgut daher mindestens 30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank.
Wenn Sie selbst aus größeren Stücken Steaks oder Filets schneiden, achten Sie darauf stets quer zur Faser zu schneiden.
Marinieren
In den Fleischtheken findet sich heute eine Riesenauswahl bereits marinierter Stücke. Der Vorteil für den Metzger: Schlechte Qualität und fehlende Frische lassen sich unter der dicken Öl-Gewürz-Schicht prima verstecken. Kaufen Sie also besser naturbelassenes Fleisch, dessen Qualität Sie erkennen können. Ob sie es nur würzen oder marinieren, hängt vom verwendeten Fleischstück und der Art der Würzung ab.
Beim Marinieren gilt: Tupfen Sie die Marinade am besten vor dem Grillen wieder ab, damit kein Fett ins Feuer tropft.Erlesene Fleisch-Spezialitäten wie Wagyu-Angus-Rind sollten Sie nur mit Salz und Pfeffer würzen, um den hervorragenden Eigengeschmack des Fleisches nicht zu überdecken.
Fleisch sollte nicht zu kalt auf den Grill kommen. Das gilt besonders für Steaks, die außen knusprig und innen noch rosa oder rare sind. Ist das Fleisch zu kalt, hat es nicht genug Zeit, sich innen zu erwärmen. Nehmen Sie das Grillgut daher mindestens 30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank.
Wenn Sie eine fertige Grillgewürz-Mischung verwenden, achten Sie darauf, dass diese keine Geschmacksverstärker enthält. Alternativ stellen Sie sie nach unserem Rezept einfach selbst her: Gewürzmischung für BBQ-Fleisch.
Wie in der Küche, scheiden sich auch am Grill die Geister beim Thema Salzen. Die einen Experten empfehlen, das Fleisch erst nach dem Grillen zu salzen, weil ihm sonst Feuchtigkeit entzögen werde. Andere empfehlen, es vorher zu salzen, weil dies die Krustenbildung fördere.
Greifen Sie aber in jedem Fall zu naturbelassenem Meersalz. Es enthält weniger Natrium als Industriesalz und schmeckt dadurch nicht so bitter.
Grillmethoden
Das direkte Grillen ist die klassische Barbecue-Art. Hierbei liegt das Fleisch direkt auf der Glut bzw. der Gasflamme. Nach etwa der Hälfte der Zeit wird das Fleisch gewendet, damit beide Seiten gar werden. Diese Methode eignet sich vor allem für Fleisch mit kurzer Garzeit wie Steaks oder Hamburger.
Hierzulande weniger verbreitet, aber sehr effektiv ist das indirekte Grillen. Einzige Voraussetzung: ein Gerät mit Deckel. Beim Grillen mit Holzkohle braucht man anfangs mehr Kohle, um eine große Hitze zu erzeugen. Dann wird die Glut an den Rand geschoben. In die Mitte unter das Grillgut kommt eine Schale mit Flüssigkeit - je nach Geschmack Wasser, Wein oder Bier. Das Fett tropft hinein, verdampft und es bildet sich ein ausgeprägtes Aroma.
Auch bei Gasgrills funktioniert die indirekte Methode hervorragend. Dazu wird der Grill mit geschlossenem Deckel gut angeheizt. Bei einem zweiflammigen Gasgrill nun einen der beiden Brenner ausschalten, Fleisch auflegen und den Deckel wieder schließen. Wenden muss man das Grillgut bei dieser Methode nicht unbedingt, da es durch die zirkulierende Hitze von allen Seiten gar wird.
Liegt das Fleisch erst einmal auf dem Grill, wenden Sie es möglichst nur einmal. Verwenden Sie dabei eine Grillzange und keine Gabel. Denn: Wird die Kruste beschädigt, tritt Fleischsaft heraus und das Stück wird trocken. Aus demselben Grund sollten Sie das Fleisch auch nicht anschneiden.
Damit das Steak & Co. außen knusprig und innen zart werden, bilden Sie am besten Temperaturzonen auf dem Grill: Verteilen Sie dazu die Holzkohleschicht unterschiedlich dick in der Schale oder stellen Sie beim Gasgrill die Brenner auf unterschiedliche Temperaturen. Damit sich eine schöne Kruste bildet, rösten Sie anfangs das Fleisch in der heißen Zone und garen es dann in der kühleren Zone langsam nach. Am besten lassen Sie sie am Ende ganz ohne Hitze ruhen, damit sich der Fleischsaft wieder gleichmäßig im Fleisch verteilen kann.
Um die Temperatur auf dem Rost zu ermitteln, gibt es einen einfachen Trick: die Mississippi-Methode. Halten Sie die Hand etwa 12 cm über den Rost und zählen Sie: „1 Mississippi, 2 Mississippi, 3 Mississippi, 4 Mississippi…“ Ziehen Sie die Hand zwischen 2 und 4 Mississippi reflexartig zurück, ist die Hitze sehr stark (230-300 °C), bei 5-7 Mississippi mittelstark (175-230 °C) und bei 8-10 Mississippi niedrig (100-175 °C).
Süße Marinaden mit Honig oder Zucker sollten Sie erst kurz vor Ende der Garzeit auf das Fleisch streichen. Zucker verbrennt sehr schnell und das Fleisch wird schwarz und fast ungenießbar.
Der richtige Garpunkt von Rindersteaks und Lammfleisch ist erreicht, wenn sie innen noch rot oder rosa sind, Schweinefleisch sollte leicht rosa sein. Geflügel muss jedoch immer durchgebraten werden, um eventuelle Salmonellen vollständig abzutöten.
Die richtige Temperatur ermitteln Sie am besten mit einem Fleischthermometer. Unser Modell ermöglicht gradgenaues Messen von -30 bis +300 °C und errechnet zudem automatisch die verbleibende Garzeit. Ist der gewünschte Garzustand erreicht, ertönt ein Signal. Dank kostenloser App lesen Sie zudem bequem von Ihrem Smartphone ab, wann Fleisch, Fisch oder anderes Grillgut gar sind.
Ist das Fleisch perfekt gegrillt, schneiden Sie es auch auf dem Teller möglichst quer zur Faser.
Tipps für die Zubereitung von Kalbfleisch auf dem Kontaktgrill:
- Vorbereitung: Kalbfleisch sollte sorgfältig von allen Häuten und Sehnen befreit werden.
- Marinade: Eine Marinade kann das Fleisch nicht nur aromatisch veredeln, sondern auch dazu beitragen, dass es während des Grillens nicht austrocknet.
- Vorheizen: Der Grill sollte auf mittlere bis hohe Hitze vorgeheizt werden.
- Grillmethode: Die direkte Grillung wird empfohlen, da das Fleisch aufgrund seiner Zartheit schneller gar wird.
- Garzeit: Die Garzeit hängt stark von der Dicke des Fleischstücks ab.
- Ruhezeit: Nachdem das Kalbfleisch gegart ist, sollte es etwa 5 bis 10 Minuten ruhen gelassen werden, damit der Saft wieder in die Fasern zurückfließen kann.
- Gewürze: Frische Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Knoblauch sind besonders empfehlenswert.
Die heiße Grillplatte versiegelt den Geschmack.
Auf der heißen elektrischen Grillplatte von Philips bleibt Ihr Grillgut saftig und lecker, da es beim ersten Kontakt mit der Platte sofort zu brutzeln beginnt und braun wird. Auf diese Weise bildet sich eine leckere Kruste, die den Geschmack und den Saft im Fleisch versiegelt.
Verstellbarer Thermostat für die perfekte Zubereitung jeder Art von Grillgut
Großer Temperaturbereich (70 °C bis 230 °C) zur Auswahl der idealen Temperatur für jede Zutat, sodass Sie bei jedem Gericht optimale Ergebnisse erzielen.
Mehrere Grillpositionen: Tisch, Ofen, Kontaktgrill
Sie können den Grill offen, geschlossen oder in Überbacken-Position verwenden und so zahlreiche Speisen zubereiten:
- Die geschlossene Position ist ideal zum Grillen von Fleisch, Fisch, Gemüse oder Sandwiches.
- Die offene Position entspricht einem Minigrill und ist ideal zum Grillen, für witzige Kochideen oder zum Aufwärmen von Speisen.
- Die Überbacken-Position ist ideal zum Schmelzen von Käse auf Toast oder Gemüse wie Tomaten oder Zucchini.
Reinigung und Pflege des Kontaktgrills
Die Reinigung und Pflege des Kontaktgrills ist entscheidend, um die Lebensdauer des Geräts zu verlängern. Die Grillplatten des Kontaktgrills sollten nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden.
- Schalten Sie den Kontaktgrill aus und lassen Sie ihn abkühlen.
- Entfernen Sie grobe Verschmutzungen mit einem Küchentuch oder einer Bürste.
- Reinigen Sie die Grillplatten mit einem feuchten Tuch und mildem Spülmittel.
- Trocknen Sie die Grillplatten gründlich ab.
Die Innenwände des Kontaktgrills sollten nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden.
- Schalten Sie den Kontaktgrill aus und lassen Sie ihn abkühlen.
- Entfernen Sie grobe Verschmutzungen mit einem Küchentuch oder einer Bürste.
- Reinigen Sie die Innenwände mit einem feuchten Tuch und mildem Spülmittel.
- Trocknen Sie die Innenwände gründlich ab.
Die Fettauffangschale des Kontaktgrills sollte nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden.
- Nehmen Sie die Fettauffangschale aus dem Kontaktgrill.
- Entleeren Sie die Fettauffangschale.
- Reinigen Sie die Fettauffangschale mit heißem Wasser und Spülmittel.
- Trocknen Sie die Fettauffangschale gründlich ab.
Detaillierte Garzeitentabelle nach Grillgut und Garstufe
| Fleischsorte | Gewicht/Größe | Methode | Temperatur | Dauer | Englisch | Medium | Durch |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kotelett | ca. 3 cm dick | Direkt/Indirekt | 10 - 12 Min. | 65 - 68 °C | 65 - 68°C | ||
| Kalbssteak | ca. 2 cm dick | Direkt / Indirekt | 180°C | 10 - 12 Min. | 58 - 60°C | 70 - 78°C | |
| Kalbssteak | ca. 2,5 cm dick | Direkt / Indirekt | 180°C | ca. 14 Min. | |||
| Kalbssteak | ca. 3,5 cm dick | Direkt / Indirekt | 180°C | 16 - 18 Min. |

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