Kohlrabi Salat Haltbarkeit: Tipps und Tricks zur Lagerung und Verwendung

Kohlrabi, auch Rübkohl genannt, ist ein vielseitiges Gemüse, das sowohl roh als auch gekocht genossen werden kann. Um seine Frische und seinen Geschmack optimal zu erhalten, ist die richtige Lagerung entscheidend.

Die richtige Lagerung von Kohlrabi

Kohlrabi ist wenig kälteempfindlich. Im untersten Kühlschrankfach oder in der Null-Grad-Zone fühlt er sich am wohlsten, und er bleibt dort bis zu einer Woche lang frisch und knackig. Um die Haltbarkeit zusätzlich zu verlängern, wickeln Sie die Knolle in ein feuchtes, sauberes Küchentuch, bevor Sie sie in den Kühlschrank legen.

Frische Knollen erkennst du übrigens an sattgrünen und knackigen Blättern - daher solltest du Kohlrabi immer mit Grün kaufen.

Kohlrabi einfrieren

Kohlrabi einfrieren ist eine sinnvolle Methode, das beliebte Gemüse zu konservieren. Sie bietet sich in jenen Fällen an, in denen eine sehr reiche Ernte stattfinden durfte, der Kohl besonders günstig war oder einfach Reste vom Mittagessen übriggeblieben sind. Interessanterweise verträgt Kohlrabi im Garten keinen Frost - im Tiefkühlschrank jedoch schon. So ist er im Gegensatz zu manch anderem Gemüse hervorragend zum Einfrieren geeignet.

Video Nr. 380 die Kohlrabi werden zum einfrieren fertig gemacht

Wer seinen Kohlrabi ausschließlich für gekochte Speisen verwenden möchte, wird keine Nachteile beim Einfrieren sehen. Es ist durchaus möglich, den beliebten Kohl auch roh einzufrieren. Dennoch ist davon abzuraten: sowohl der Geschmack, die Optik als auch die Konsistenz verändern sich, so dass er nach einem Aufenthalt im Tiefkühlschrank nicht mehr viel mit dem eigentlichen Gemüse gemein hat.

So frieren Sie Kohlrabi richtig ein:

  1. Waschen: Grundsätzlich sollte ein Kohlrabi zunächst gewaschen werden.
  2. Schälen: Anschließend wird die Knolle geschält, und zwar so dünn wie möglich. Sind offensichtlich holzige Stellen vorhanden, so werden diese großzügig herausgeschnitten.
  3. Blanchieren: Sollen jedoch große Mengen Kohlrabi extra auf das Einfrieren vorbereitet werden, so empfiehlt es sich, diese nicht zu kochen, sondern zu blanchieren.
  4. Abkühlen und abtropfen lassen: Sobald die Kohlrabistücke etwas abgekühlt sind, werden sie aus dem Wasser genommen und in ein Sieb gegeben, um abtropfen zu können.
  5. Verpacken: Nach vollständigem Abkühlen werden sie in Gefrierdosen oder-beutel gegeben.

Kohlrabi einkochen

Anstatt ihn einzufrieren kann man Kohlrabi auch einkochen.

Haltbarkeit anderer Gemüsearten

Nicht alle Gemüse lassen sich gleich lange lagern. Kaufe daher besser nur gut lagerbare Produkte auf Vorrat und decke dich mit zarteren Lebensmitteln häufiger in kleinen Mengen ein. Besser lagerbar sind in der Regel Gemüse mit harter Schale und härtere, trockenere, also solche mit einem geringen Wasseranteil. Ungewaschenes Wurzelgemüse länger lagerbar als gewaschene. Kaufe also, wenn du die Wahl hast, besser Karotten, an denen noch Erde klebt.

Gemüse, das nicht im Kühlschrank gelagert werden sollte: Auberginen, Gurken, Tomaten, Kartoffeln, Paprika und Kürbisse sowie Bananen, Mangos, Orangen, Mandarinen, generell Zitrusfrüchte, Ananas und Papaya. Diese Sorten halten am längsten, wenn sie an trockenen, kühlen bis zimmerwarmen sowie teilweise dunklen Orten aufbewahrt werden. Diese Art der Lagerung verhindert, dass die Gemüse- bzw. Obstsorten schnell blühen oder weiterreifen.

Gemüse, das gut im Kühlschrank haltbar ist: Artischocken, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Endivie, Erbsen, Gewürzkräuter (außer Basilikum), Bohnen, Lauchzwiebeln, Kohl, Radieschen, Pilze, Rote Bete, Salat, Sellerie, Spargel, Spinat und Mais. Auch Äpfel, Zwetschgen, Kirschen, Aprikosen, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Trauben, Feigen und Kiwis können gut im Kühlschrank gelagert werden.

Umgang mit schrumpeligem Gemüse

Schrumpeliges Gemüse eignet sich hervorragend für Suppen, Gemüsewähen oder Smoothies. Ein welker Bund Radiesli mit Grün wird erstaunlicherweise wieder knackig, wenn du ihn mit den Blättern nach unten in Wasser stellst. Auch welken Salat kannst du rüsten und in Wasser einlegen und er wird wieder knackig. Das würzige Grün von Fenchel, Radieschen und Kohlrabi lässt sich hervorragend im Salat geniessen oder zu Pesto verarbeiten.

Vitamine und Lagerung

Salat, Zucchetti oder Früchte lange im Kühlschrank zu lagern, ist keine gute Idee. Denn die Vitamine in Obst und Gemüse sind empfindlich und werden schnell abgebaut. Wer einmal pro Woche einkauft, der hat oft das Problem, dass Früchte und Gemüse einige Tag im Kühlschrank gelagert werden müssen, bis man sie braucht. Da stellt sich die Frage, was passiert mit dem Vitaminen, wenn Salat, Zucchetti oder Gurken nicht gleich gebraucht werden.

«Vitamin C und auch Folsäure werden sehr schnell abgebaut», sagt die ETH-Lebensmittelwissenschafterin Marianne Botta Diener. «Pro Tag werden beim Salat oder Spinat rund 25 Prozent Vitamin C abgebaut.» Schon nach wenigen Tagen hat der Salat also kein Vitamin C mehr. Ähnlich schnell geht es auch bei anderen Gemüsen wie Zucchetti oder Peperoni und Co. Es gibt aber auch das sogenannte Lagergemüse wie Karotten, Sellerie oder Kohlrabi. Diese Sorten lassen sich gut lagern und verlieren weniger Vitamine. Das gleiche gilt für Äpfel oder Birnen.

Grundsätzlich empfiehlt Marianna Botta möglichst frisch und saisonal einzukaufen: «Wer nur einmal pro Woche einkauft, für den sind tiefgefrorene Gemüse eine gute Alternative.» Übrigens: Nicht nur beim Lagern, sondern auch beim Kochen werden viele Vitamine zerstört. Darum sollte das Gemüse so kurz wie möglich gekocht werden: «Dampfgaren ist viel schonender, als wenn das Gemüse im Wasser gekocht wird.

Zusätzliche Tipps zur Lagerung verschiedener Gemüsesorten

  • Salate: Salate gehören auf jeden Fall in den Kühlschrank. Gewaschene und abgetropfte Salatköpfe bleiben gut eine Woche in einer Frischhaltedose mit Siebeinlage auf dem Boden frisch.
  • Radieschen: Bei Radieschen sollten nach dem Einkauf die Blätter entfernt werden, da diese Wasser aus den Radiesli ziehen und sie schlapp werden lassen.
  • Sprossen und Microgreens: Sprossen und Microgreens bleiben gewaschen und in Plastik verpackt wenige Tage frisch.
  • Kohlrabi: Kohlrabi lässt sich gut eine Woche im Kühlschrank aufbewahren. Dazu die Knollen in ein feuchtes Tuch einwickeln.
  • Bärlauch: Die Blätter vom Bärlauch machen nach dem Pflücken nicht so schnell schlapp, wenn man sie in einem geschlossenen Plastiksack oder einer Plastikdose transportiert.

Checkliste zur Haltbarkeit von Gemüse

Verlasse dich auf deine Sinne!

Zustand Merkmale
Einwandfrei Keine wahrnehmbaren Veränderungen
Gut Weniger knackig, kleine Druckstellen, leicht vertrocknet, teilweise Farbveränderungen
Verdorben Verschimmelt, verfault

Laut Verordnung des EDI betreffend die Information über Lebensmittel (LIV) ist es nicht nötig, dass unverarbeitete Früchte und Gemüse einschliesslich Kartoffeln mit einer Datierung versehen werden. Darum gilt bei diesen Produkten: Prüfe immer mit deinen Sinnen - schaue, rieche, schmecke - ob sie noch geniessbar sind oder nicht.

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