Kalorien - ein Begriff, der uns ständig begegnet. Doch was steckt wirklich dahinter? Kalorien, genauer gesagt Kilokalorien (kcal), sind nichts anderes als die Energie, die dein Körper aus Lebensmitteln zieht. Diese Energie nutzt dein Körper für jede Aktivität - von grundlegenden Dingen wie Atmen und Verdauen bis hin zu Sporteinheiten oder Spaziergängen. Selbst im Schlaf verbrauchst du Kalorien!
Rein technisch betrachtet ist eine Kilokalorie die Menge an Energie, die nötig ist, um einen Liter Wasser um 1 °C zu erwärmen. Klingt abstrakt, ist aber ganz einfach: Stell dir vor, du erwärmst eine Flasche Wasser von 19 °C auf 20 °C - dafür brauchst du eine Kilokalorie.
Die Kalorienangabe auf Lebensmitteln zeigt dir also, wie viel Energie du durch eine bestimmte Menge des Produkts aufnimmst. Aber: Die Zahl allein sagt nicht alles - die Zusammensetzung eines Lebensmittels macht den Unterschied. Wenn du auf einem Produkt den Hinweis „234 kcal pro 100 g“ liest, bedeutet das, dass diese Menge an Energie beim Verzehr von 100 Gramm des Produkts freigesetzt wird.
Spargel richtig schälen & kochen - Tipps und Tricks im Video Kochkurs
Die Bedeutung von Kalorien und Nährstoffen
Es gibt 3 verschiedene Makronährstoffe, die Kalorien zu den Lebensmitteln beitragen, die wir essen - das sind:
- Kohlenhydrate: 4 Kalorien pro Gramm
- Protein / Eiweiß: 4 Kalorien pro Gramm
- Fett: 9 Kalorien pro Gramm
Alkohol gehört mit 7 Kalorien pro Gramm eher zu den Fetten.
Obwohl wir denken könnten, dass bestimmte Lebensmittel in jede Makronährstoffkategorie gehören, bestehen die meisten Lebensmittel tatsächlich aus allen drei Makros. Mikronährstoffe, wie Vitamine und Mineralien, sind ebenfalls in Lebensmitteln enthalten, fügen aber keine Kalorien hinzu.
Wenn es darum geht, dein Essen zu tracken oder zu planen, denkst du vielleicht auf verschiedene Arten darüber nach - Makronährstoffe, Kalorien, Portionen, Lebensmittelgruppen - was bedeuten sie alle? Die grundlegende Art, wie wir über Lebensmittel denken sollten, ist, dass sie eine Energiequelle für unseren Körper sind - und Kalorien sind die Art und Weise, wie wir diese Energie messen.
Spargel: Ein Schlanker Genuss
“Die ganze Welt ist wie verhext. Veronika, der Spargel wächst”, heißt es im Schlager der Comedian Harmonists. Und tatsächlich geraten Genießer sofort in Verzückung, wenn mit dem Lenz der erste heimische Spargel auf den Märkten Einzug hält. Liegt es an der kurzen Saison oder am besonderen Geschmack, dass in der Spargelzeit das Gemüse vom Neben- zum Hauptdarsteller auf unseren Tellern avanciert?
Apropos Kalorien: Es gibt wirklich kaum ein Nahrungsmittel, dass so wenig davon hat: Nämlich gerade einmal 20 kcal/100 g. Spargel besteht zu über 90 % aus Wasser und kann mit vielen Mineralstoffen und Vitaminen aufwarten, darunter Vitamin A, B1, B2, B5, C, E und Folsäure. Den Tagesbedarf an Vitamin K decken sogar bereits 150 g des Stangengemüses.

Von Spargeln kann man sich richtig satt essen ohne schlechtes Gewissen, da Spargeln kaum Kalorien haben. Auf 100g Spargeln gerade mal um die 20 kcal!
Die Vielfalt des Spargels
Spargel gehört zur Familie der Liliengewächse. Rund 300 Arten gibt es weltweit. Die in Europa gängigste Sorte heißt Asparagus officinalis L. Das, was wir gemeinhin als Spargel bezeichnen, sind die Sprosse der mehrjährigen Staude. Anders als man vermuten könnte, sind grüner und weißer Spargel keine verschiedenen Sorten, sondern eher verschiedene Typen. Die Unterschiede entstehen einzig und allein durch den Anbau.
Der weiße Spargel verdankt seine vornehme Blässe der Tatsache, dass die Sprosse unter der Erde wachsen. Aufgeschichtete Erdwälle sorgen dafür, dass sie bis zur Ernte vor Tageslicht - und damit vor der Chlorophyllsynthese - geschützt bleiben. In Deutschland wird in fast allen Bundesländern Bleichspargel-Anbau betrieben. Die wichtigste Voraussetzung ist der richtige Boden. Am liebsten mag die Spargelpflanze leichte, sandige Böden.
Lange Zeit galt der weiße Spargel bei uns als Nonplusultra. Doch inzwischen hat auch sein grüner Bruder einen festen Platz auf unseren Tellern. Seine Sprosse wachsen oberirdisch der Sonne entgegen und werden abgeschnitten, sobald sie eine Länge von ca. 25 cm haben. Aus den Mittelmeerländern gelangt vereinzelt auch violetter Spargel zu uns. Er hat wegen des Farbstoffs Anthozyan eine etwas bitterere Note. Auch Wildspargel findet man immer häufiger im gut sortierten Gemüsehandel.
Spargel richtig zubereiten
Spargel ist ein sehr empfindliches Gemüse und sollte von der Ernte bis zur Zubereitung sorgsam behandelt werden. Spargel sollte möglichst frisch verzehrt werden, hält sich im Kühlschrank jedoch zwei bis drei Tage, wenn man ihn in ein feuchtes Handtuch einwickelt.
Zur Vorbereitung muss weißer und violetter Spargel geschält werden, da die Schale faserig und zäh ist. unterhalb des Kopfes an und schält in Richtung des Spargelendes. Da die zarten Köpfe schneller garen als der Rest, sollte Spargel aufrecht - vorsichtig zusammengebunden - in einem schmalen, hohen Topf bei mäßiger Temperatur gegart werden.
Man kann Zitronensaft hinzugeben, der für eine helle Farbe des Spargels sorgt, aber das Aroma leicht überdeckt. Als besonders aroma- und inhaltsstoffschonend gilt es, den Spargel ohne Wasser im eigenen Saft zu garen, was manche Köche auch entsprechend umsetzen.

Serviervorschläge und Beilagen
Reichen Sie den Spargel als Hauptakteur, rechnen Sie 500 g pro Person, als Beilage reichen 200-250 g. Generell gilt: Die Begleiter sollten sich eher dezent im Hintergrund halten, um das feine Aroma des Spargels nicht zu überdecken. Der Klassiker unter den Beilagen ist die Kartoffel. Aber auch Nudeln oder Reis passen durchaus. In Bezug auf Fleisch bieten sich - ganz klassisch - Schinken oder Schnitzel an.
Abwechslung bieten auch Saucen, angeführt von den Klassikern Butter und Hollandaise. Unsere edle Sauce hollandaise wird mit 10 % Butter und frischem Eigelb hergestellt. Nur kurz erwärmt ist die herrlich duftige, cremige Sauce ein unvergleichlicher Genuss zu weißem und grünem Spargel, Fisch, Eierspeisen sowie Krusten- und Schalentieren.