Schmorbraten Einfrieren: Eine Anleitung für Perfekte Ergebnisse

Fleisch einfrieren ist eine äusserst praktische Methode, um grössere Mengen einzukaufen und stets einen Vorrat zu Hause zu haben. Grundsätzlich spricht nichts gegen das Einfrieren von Fleisch, solange man es richtig angeht. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Schmorbraten optimal einfrieren und auftauen, um seine Qualität und seinen Geschmack zu erhalten.

Warum Fleisch Einfrieren?

Das Einfrieren verlängert die Haltbarkeit von Fleisch erheblich, da die extreme Kälte biologische Prozesse und die Aktivität von Bakterien stoppt. Es ist ideal, das Fleisch bei einer Temperatur von mindestens -18 °C zu lagern.

Der Kälteschock und Seine Auswirkungen

Fleisch besteht hauptsächlich aus Wasser, das im Tiefkühler zu Eiskristallen gefriert. Je langsamer der Gefrierprozess, desto grösser werden die Eiskristalle. Grosse Eiskristalle können die Zellmembranen des Fleisches verletzen, was beim Auftauen zu Saftverlust führt. Um dies zu minimieren, sollte das Fleisch so schnell wie möglich durchfrieren.

Je schneller und kälter Fleisch eingefroren wird, desto geringer ist der Flüssigkeitsverlust. Dies gelingt am besten, wenn:

  • Der Tiefkühler eine Schockfrost-Funktion hat.
  • Das Fleisch in kleinen Portionen eingefroren wird.
  • Das Fleisch so flach wie möglich verpackt ist.

Die Haltbarkeit von Gefrorenem Fleisch

Auch gefrorenes Fleisch ist nicht ewig haltbar. Geschmack und Konsistenz können nur begrenzt konserviert werden. Ein chemischer Prozess, die Oxidation von Fetten, wird durch die Kälte begünstigt und kann zu ranzigem Geschmack führen. Die Haltbarkeit hängt vom Fettgehalt des Fleischstücks ab: Je weniger Fett, desto länger haltbar.

Beschriften Sie das Fleisch immer mit dem Einfrierdatum.

Hier ist eine Tabelle, die Ihnen eine Übersicht über die maximale Lagerzeit verschiedener Fleischstücke im Tiefkühler gibt:

Fleischstück Haltbarkeit Vorbereitung
Rind, Lamm (Braten, Siedfleisch, Steak, Plätzli, Schnitzel, Kotelett, Ragout) ca. 8 Monate Fett und Knochen nach Möglichkeit entfernen
Geschnetzeltes (Rind, Lamm) ca. 8 Monate
Hackfleisch (Rind, Lamm) ca. 3 Monate
Fleischvögel, Rouladen (Rind, Lamm) ca. 3 Monate Gefüllt, mehrere zusammen verpacken, einzelne Rouladen durch Folie trennen
Filet im Teig (Rind, Lamm) ca. 1 Monat
Innereien (Rind, Lamm) ca. 2 Monate Säubern, in kleinen Stücken einfrieren
Schwein (Braten, Siedfleisch, Steak, Plätzli, Schnitzel, Kotelett, Ragout) ca. 6 Monate Fett und Knochen nach Möglichkeit entfernen
Geschnetzeltes (Schwein) ca. 6 Monate
Hackfleisch (Schwein) ca. 3 Monate
Filet im Teig (Schwein) ca. 1 Monat
Geräuchertes (Rippli, Schüfeli, Schinken, Speck) ca. 3 Monate
Innereien (Schwein) ca. 2 Monate Säubern, in kleinen Stücken einfrieren
Geflügel / Poulet (ganzes Poulet, ganzer Truthahn) ca. 8 Monate
Brust, Geschnetzeltes (Geflügel / Poulet) ca. 4 Monate
Schenkel, Flügel (Geflügel / Poulet) ca. 4 Monate
Gitzi (Braten, Siedfleisch, Steak, Plätzli, Schnitzel, Kotelett, Ragout) ca. 6 Monate Fett und Knochen nach Möglichkeit entfernen
Kaninchen (Braten, Siedfleisch, Steak, Plätzli, Schnitzel, Kotelett, Ragout) ca. 6 Monate Fett und Knochen nach Möglichkeit entfernen
Wildfleisch (mageres Reh- und Hirschfleisch) ca. 12 Monate
Gamsfleisch ca. 12 Monate
Pfeffer (Wildfleisch) ca. 3 Monate Fleisch roh, ungebeizt, gebeizt oder gekocht in Portionen einfrieren
Wurstwaren (Schweinswurst, Schüblig, Wienerli, Zungenwurst usw.) ca. 4 Monate
Bratwurst ca. 4 Monate
Blut- und Leberwurst Nicht einfrieren Aufgrund von Qualitätseinbussen empfehlen wir, dieses Produkt nicht einzufrieren. Der Geschmack wird durchs einfrieren stark verändert.

Gefrierbrand Vermeiden

Bräunliche oder weisse Verfärbungen und sichtbare Eiskristalle auf dem gefrorenen Fleisch sind ein Zeichen von Gefrierbrand. Dieser entsteht durch Temperaturschwankungen im Tiefkühler, die zu Gefriertrocknung führen. Obwohl das Fleisch noch essbar ist, leidet die Qualität. Um Gefrierbrand zu verhindern:

  • Verpacken Sie das Fleisch so gut wie möglich (vakuumieren oder verschliessbare Gefrierbeutel verwenden).
  • Schliessen Sie den Tiefkühler immer schnell.
  • Lassen Sie Lebensmittel nicht zu lange im Tiefkühler.

Was Sie Vermeiden Sollten

  • Das Tiefkühl- oder Eiswürfelfach im Kühlschrank ist nicht leistungsstark genug für das Einfrieren von Fleisch.
  • Geräuchertes und gepökeltes Fleisch sollte nicht tiefgefroren werden.

Schmoren: So Wird Zähes Fleisch Zart

Schmoren braucht Zeit, doch das Ergebnis ist unvergleichlich zartes Fleisch und herzhafte Saucen. Schmorgerichte lassen sich gut vorbereiten und sind ideal für Besuch.

Warum Schmoren?

Beim Schmoren wird zähes Fleisch zart, da die lange Garzeit das Bindegewebe aufschmilzt und in weiche Gelatine verwandelt. Geeignete Fleischstücke sind Ragouts, Voressen, Stotzen, Haxen, Huftdeckel, Fleischvögel, Saftplätzli und Braten.

Glasieren von Hellem Fleisch

Beim Schmoren von hellem Fleisch entsteht eine glänzende Schicht, da helles Fleisch mehr gelatinöse Stoffe enthält. Um diesen Effekt zu verstärken, kann das Fleisch während des Garens mit der Schmorflüssigkeit übergossen werden.

In Zwei Schritten zum Schmorgericht

  1. Anbraten: Fleisch in einem Schmortopf oder Bräter mit hocherhitzbarem Öl anbraten, um Röstaromen zu erzeugen. Gemüse, Tomatenpüree und Zwiebeln können ebenfalls angebraten werden.
  2. Schmoren: Alles mit Wein, Bier, Bouillon oder Fond ablöschen, Deckel drauf und für zwei bis drei Stunden auf dem Herd oder im Backofen schmoren.

Das Perfekte Gäste- und Resteessen

Schmorgerichte sind ideal für Gäste, da sie vorbereitet werden können. Sie werden mit jedem Aufwärmen besser und eignen sich hervorragend als Mittagessen für die Arbeit.

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Wichtige Fragen zum Schmoren

  • Welchen Topf verwenden? Einen schweren Kochtopf aus Gusseisen oder einen Bräter, um die Wärme konstant zu halten.
  • Deckel drauf? Unbedingt, damit das Fleisch feucht bleibt.
  • Welchen Wein? Roter Wein für dunkles Fleisch, weisser Wein für helles Fleisch.
  • Wie lange schmoren? Gabeltest oder Fleischthermometer verwenden (Kerntemperatur beachten).
  • Sauce zu dünnflüssig? Gemüse pürieren oder Sauce einkochen lassen.
  • Welche Beilagen? Gemüse, Salzkartoffeln, Kartoffelstock, Spätzli, Reis, Nudeln oder Polenta.

Bratensauce Verfeinern

Eine aromatische Bratensauce mit Rotwein selber zu machen, lohnt sich. Hier ist eine einfache Anleitung:

Zutaten

  • Knoblauch
  • Zwiebel
  • Butter
  • Tomatenpüree
  • Rotwein
  • Fleischbouillon
  • Maisstärke
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung (25 Minuten)

  1. Knoblauch und Zwiebel in Butter andünsten.
  2. Tomatenpüree beigeben und 1-2 Minuten rösten.
  3. Mit Rotwein und Bouillon ablöschen und etwas einkochen lassen.
  4. Maisstärke mit wenig kaltem Wasser anrühren, zur Bratensauce dazugeben, einmal aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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