Das gleiche Food-Produkt der gleichen Marke kann je nach Land andere Inhaltsstoffe aufweisen. Das liegt an unterschiedlichen Geschmäckern, aber auch an gesetzlichen Vorgaben. Seit Robert F. Kennedy Juniors Nominierung zum US-amerikanischen Gesundheitsminister wird in den USA erneut über die Qualität amerikanischer Lebensmittel diskutiert - vor allem über ihre möglichen gesundheitlichen Risiken. Doch schon lange, bevor er für das Amt kandidierte, machten Onlineseiten bereits auf Unterschiede zwischen amerikanischen hochverarbeiteten Lebensmitteln und ihren Pendants im Ausland, etwa in Europa, aufmerksam.
Denn im gleichen Markenprodukt stecken in einem anderen Land häufig ganz andere Nährwerte und Inhaltsstoffe, wie mehrere Untersuchungen zeigen.
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Unterschiede bei Big Mac, Fanta und Sandwiches
Die US-amerikanische Variante des Big Mac vom Fast-Food-Riesen McDonald's weist 590 Kalorien auf. Beim Schweizer Big Mac sind es nur 498 Kalorien. Auch weitere Nährwertangaben gleichen sich nicht: Der US-Burger enthält 34 Gramm Fett und 46 Gramm Kohlehydrate, die Schweizer Variante 25 Gramm Fett und 41 Gramm Kohlehydrate.
Auch die Fanta hat eine andere Farbe: In den USA leuchtet die Fanta knallorange aus dem Regal, bei uns sieht der Farbton natürlicher aus. Content Creator Dennis Echelbarger vergleicht eine US-amerikanische Fanta mit einer aus Europa und geht auf die Inhalts- und Zusatzstoffe ein, die hinten aufgeführt sind. Schon die Farbe unterscheidet sich deutlich: Europäische Fanta hat ihre Farbe von Orangensaft-Konzentrat, US-amerikanische Fanta von künstlicher Lebensmittelfarbe. Auch enthält die US-amerikanische Variante fast doppelt so viel Zucker.
Die «New York Post» hat US-amerikanische Food-Produkte mit den gleichen Markenprodukten aus Grossbritannien verglichen. Unter die Lupe genommen wurde etwa das Eiersalat-Sandwich der britischen Sandwichkette Pret-A-Manger, die es auch in der Schweiz gibt: Das Sandwich aus den USA enthält 610 Kalorien, das aus Grossbritannien nur 372 Kalorien. Auch der Zuckergehalt fällt mit fünf Gramm in der US-amerikanischen Variante höher aus als bei der englischen Version mit 2,9 Gramm. Ein Sprecher der Kette weist darauf hin, dass die US-Version etwa 25 Prozent grösser ist.

Unterschiede innerhalb Europas
Laut einer Studie der EU-Kommission unterscheiden sich Markenprodukte selbst innerhalb Europas: Analysiert wurden fast 1400 Lebensmittel in 19 EU-Staaten, darunter Länder wie Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, die Slowakei und Ungarn. Das Fazit: Europäische Konsumenten können bei rund einem Drittel der massenproduzierten Markenlebensmittel davon ausgehen, dass sie sich in der Zusammensetzung von Land zu Land unterscheiden.
Die Tests ergaben, dass es auf dem EU-Markt in einigen Mitgliedstaaten Produkte gibt, die Konsumentinnen und Konsumenten in gleicher Form angeboten werden, jedoch einen anderen Fleisch- oder Fischgehalt, einen höheren Fettgehalt oder eine andere Art von Süssstoff aufweisen. Beispiele sind Fischstäbchen, Süssgetränke wie Coca Cola oder Kartoffelchips.
«Es war schon immer das Bestreben von Markenherstellern, ihre Produkte bestmöglich an die Verbraucherpräferenzen anzupassen. Deshalb können und sollen ganz bewusst manche Produkte auch in Finnland nicht genauso schmecken wie in Portugal», so Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes, gegenüber dem «Kurier».
Zusatzstoffe und Farbstoffe
Laut einer Studie sind in den USA in Lebensmitteln über 10'000 Zusatzstoffe und teilweise sogar Chemikalien zugelassen - in der Europäischen Union sind es dagegen nur ungefähr 300 Lebensmittelzusatzstoffe. So ist etwa der Farbstoff Titandioxid in Lebensmitteln in Europa seit 2022 verboten - man befürchtet, er könne die DNA schädigen.
Der US-amerikanische Süsswarenhersteller Mars überarbeitete daraufhin die Rezeptur seines Produkts Skittles und entfernte den Stoff für den Verkauf in Europa. In den USA ist Titandioxid weiterhin in Skittles enthalten, da er von der Food and Drug Administration zugelassen ist.

Gründe für die Unterschiede
Es liegt also an unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben und Lebensmittelregulierungen, dass ein- und dieselbe Marke für ihr Food-Produkt je nach Verkaufsland unterschiedliche Inhaltsstoffe, Nährwertkennzeichnungen und Mengenangaben nutzen kann. Auch unterschiedliche Geschmacksvorlieben in den jeweiligen Ländern spielen eine Rolle: Eine Untersuchung von Innova Market Insights ergab, dass US-amerikanische Konsumentinnen und Konsumenten besonders Kombinationen aus süssen und würzigen Aromen bevorzugen.

Fast Food und seine Nachteile für Sportler
Fast Food hat natürlich auch seine Vorteile, denn eigentlich bedeutet es ja nichts anderes als schnelles Essen. Eine schnelle Verfügbarkeit von Nährstoffen und Energie ist auch einer der einzigen Vorteile, die für einen Sportler evtl. in Frage kämen. Wer sich geschmacklich für solche Produkte begeistern kann, der kann natürlich auch diesen Punkt noch dazu zählen. Fast Food besitzt für den Sportler leider sehr viele Nachteile.
- Fast Food ist sehr teuer: Vergleiche ein Menü, welches angeblich satt machen soll, mit einem deiner selbst gemachten Menüs zu Hause.
- Geringer Sättigungsgrad: Der Sättigungsgrad ist nicht sehr hoch und wird durch eingesetzte Geschmacksverstärker, viel Salz und Fett außerdem noch beeinflusst.
- Hochkalorisch: Typische Burgermenüs, mit einem Burger, Pommes und Cola besitzen schnell mal 1200 Kcal, was 50% des Tagesbedarfs eines durchschnittlichen erwachsenen Nichtsportlers darstellt.
- Schlechte Nährstoffverteilung: Vereinfacht gesagt, ist zu viel Fett, Zucker und Salz enthalten sowie zu wenige Ballaststoffe und Vitamine. Außerdem werden jede Menge Aromen, Farbstoffen Geschmacksverstärker usw. eingesetzt.
- Nachhaltigkeit: Es fallen Unmengen an Müll an. Der ohnehin zu hohe Fleischkonsum wird weiter gesteigert und somit auch die Tierhaltung und das Ökosystem weiter verschlechtert.
Neben dem zu hohen Zucker- und Fettanteil, haben diese Mahlzeiten meist eine viel zu hohe Energiedichte im Vergleich zu dem, was sie dem Körper bieten. Wenige gesunde Fette, wenige Vitamine und Mineralstoffe und keine Sättigung. Die Fettsäurenprofile sind meist sehr schlecht und auch Aromen und Geschmacksverstärker, sowie Farbstoffe, können sich negativ auf deinen Organismus auswirken.
| Nährwert | US Big Mac | Schweizer Big Mac |
|---|---|---|
| Kalorien | 590 | 498 |
| Fett | 34g | 25g |
| Kohlenhydrate | 46g | 41g |