Die Frage, ob man Hobbys im Lebenslauf angeben sollte, ist ein viel diskutiertes Thema. Während einige Personalverantwortliche dies gerne sehen, um ein besseres Bild des Bewerbers zu erhalten, halten andere es für irrelevant oder sogar potenziell schädlich. Es gibt keine allgemeingültige Antwort, da die Entscheidung von verschiedenen Faktoren abhängt, wie z.B. der Art der Stelle, dem Unternehmen und den Hobbys selbst.
Grundsätzlich gilt: Die Angabe von Hobbys im Lebenslauf ist kein Muss. Allerdings kann sie in bestimmten Situationen von Vorteil sein, insbesondere für Berufseinsteiger oder Bewerber mit wenig Berufserfahrung. Durch die Nennung privater Interessen können Sie Ihr Profil abrunden und dem Personaler einen Einblick in Ihre Persönlichkeit geben. Darüber hinaus können Hobbys das Vorhandensein bestimmter Kenntnisse und Soft Skills signalisieren.
Hobbys im Lebenslauf - Welche Interessen sind es Wert zu erwähnen?
Wann sollte man Hobbys im Lebenslauf angeben?
- Berufseinsteiger und Studenten: Da sie in der Regel noch keine oder nur wenig Berufserfahrung vorweisen können, können Hobbys den Lebenslauf füllen und Personalern ein besseres Bild des Kandidaten vermitteln.
- Bewerber mit wenig beruflicher Erfahrung: Auch hier können Hobbys helfen, die Persönlichkeit zu unterstreichen und relevante Fähigkeiten zu demonstrieren.
- Hobbys mit Bezug zur angestrebten Position: Wenn Sie Hobbys haben, die berufsrelevante Fähigkeiten vertiefen, sollten Sie diese unbedingt angeben.
- Ehrenamtliche Tätigkeiten: Die Angabe ehrenamtlicher Tätigkeiten zeigt, dass Sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzusetzen.
Ein Mensch mit IQ von über 70 wird sich bei den Hobbys, die ich hier angegeben habe, auf die Schnelle durchaus ein paar Antworten zusammen reimen können. Es sei denn, er hat noch nie im Leben ein Buch gelesen oder noch nie gekocht... bei mir ist es tatsächlich schon vorgekommen, dass bei der bewerbung aufgrund eines auf dem cv angegebenen hobbies ein längeres gespräch zustande kam und mir die türen öffnete.
Mit gut gewählten Hobbies hebt man sich von der Masse ab. Hobbies gehören daher rein, wenn man sich damit profilieren kann. Soziale, sportliche, kulturelle, wirtschaftliche, politische oder ökologische Engagements können sehr wohl karriereentscheidend sein. Arbeitgeber betrachten ein aktives ausserberufliches Engagement als Ausweis für ausserordentliche Leistungen.

Welche Hobbys hinterlassen einen positiven Eindruck?
Bestimmte Arten von Hobbys werden von Personalverantwortlichen eher positiv bewertet als andere. Dazu gehören:
- Sportliche Betätigung: Zeigt, dass Sie bemüht sind, körperlich fit zu bleiben, was sich positiv auf Ihre Leistungsfähigkeit im Job auswirken kann. Mannschaftssportarten demonstrieren zudem Teamfähigkeit, während wettkampforientierte Sportarten Ehrgeiz und Erfolgsorientierung signalisieren.
- Kreative Hobbys: Kreativität ist in vielen Branchen ein gefragter Soft Skill. Zudem sind kreative Hobbys oft mit anderen Fähigkeiten wie Disziplin, Sorgfalt oder handwerklichem Geschick verbunden.
- Weiterbildung: Zeigt, dass Sie diszipliniert, wissbegierig, lernfähig und zukunftsorientiert sind.
- Ehrenamtliche Tätigkeiten: Demonstrieren, dass Sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzusetzen.
Freizeitaktivitäten, die mit Führung, Organisation, Ausdauer oder Durchhaltevermögen zu tun haben, sind in der Regel angesehen und können Pluspunkte für den Bewerber bringen.
Welche Hobbys sollte man lieber weglassen?
Es gibt auch einige Hobbys, die im Lebenslauf eher vermieden werden sollten, da sie potenziell negative Assoziationen hervorrufen können:
- Wenig aussagekräftige Interessen: Hobbys wie "Freunde treffen", "Lesen" oder "Spazieren gehen" sind zwar unproblematisch, sagen aber wenig über Ihre Persönlichkeit aus.
- Passive Beschäftigungen: Fernsehen, Computerspiele oder Musik hören können als Zeichen fehlender Motivation und Sozialkompetenz interpretiert werden.
- Extremsportarten: Können eine erhöhte Verletzungsgefahr signalisieren und werden daher skeptisch betrachtet.
- Zeitaufwändige Hobbys: Können den Eindruck erwecken, dass Sie nicht genügend Zeit für den Job haben.
- Kontroverse Hobbys: Manche Hobbys, darunter Angeln und Jagen, kommen bei vielen Personalern nicht gut an.
| Hobby | Positive Assoziationen | Negative Assoziationen |
|---|---|---|
| Mannschaftssport | Teamfähigkeit, Kooperationsbereitschaft | Potenzielle Verletzungsgefahr |
| Kreatives Schreiben | Kreativität, Kommunikationsfähigkeit | Geringe Relevanz für bestimmte Berufe |
| Extremsportarten | Risikobereitschaft, Abenteuerlust | Hohe Verletzungsgefahr, potenzielle Arbeitsausfälle |
| Ehrenamtliche Tätigkeit | Soziales Engagement, Verantwortungsbewusstsein | Mögliche Überlastung |
Wie gibt man Hobbys im Lebenslauf an?
Wenn Sie sich für die Nennung von Hobbys entscheiden, sollten Sie diese richtig in den Lebenslauf integrieren:
- Platzierung: Hobbys werden in der Regel im Abschnitt "Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten" am Ende des Lebenslaufs angegeben.
- Überschrift: Verwenden Sie eine passende Überschrift wie "Hobbys", "Interessen" oder "Persönliche Interessen".
- Anzahl: Beschränken Sie sich auf maximal drei Einträge.
- Konkrete Angaben: Verwenden Sie keine Oberbegriffe wie "Sport" oder "Lesen", sondern werden Sie konkreter, indem Sie z.B. die Sportart oder die Art der Literatur angeben.
- Ehrlichkeit: Geben Sie nur Hobbys an, die Sie tatsächlich ausüben, da diese im Vorstellungsgespräch zur Sprache kommen können.
Hobbies stehen (wenn überhaupt) zuallerhinterst in den Bewerbungsunterlagen und wenn sich ein Personaler schon so weit durchgelesen hat hast auch ohne gute Chancen ... Auch das Alter spielt sicher eine Rolle. Der 18-j. hat ja rein nix ausser den Schulzeugnissen und kann die mit zum Job passenden Hobbies ergänzen, beim 48-j. int. Lupinin hat geschrieben:Dann musst du aber auch damit rechnen, beim Bewerbungsgespräch ein paar gute Sätze auf deine Hobbies antworten zu können. Ich glaub allgemein, sollte man in seinen Bewerbungsunterlagen nur angeben, was man auch kann und für seine Person steht, gilt auch bei den Hobbies.
Verzichten Sie daher auf die Auflistung kontroverser Interessen. Da es sich bei den Hobbys um eine optionale Kategorie handelt, sollten Sie möglicherweise problematische Angaben lieber weglassen. Ein bekanntes Beispiel sind Computerspiele: Auch diese können ggf. Ihre Teamfähigkeit, Ihr Reaktionsvermögen oder das strategische Denken fördern. Jedoch gehen Sie vor allem in konservativen Branchen das Risiko einer ablehnenden Haltung des zuständigen Personalers ein. Natürlich können Sie sich auch dazu entscheiden, zu Ihren Interessen zu stehen.
Achten Sie auf die richtige Schreibweise: Der deutsche Plural von Hobby lautet Hobbys. Bei der Angabe von Hobbys im Lebenslauf sollten Sie sich auf maximal drei Einträge beschränken. Verwenden Sie bei der Auflistung Ihrer Hobbys nach Möglichkeit keine Oberbegriffe wie „Sport“ oder „Lesen“. Werden Sie konkreter, indem Sie z. B. die Sportart und Ihren Verein bzw. die Art der Literatur angeben.
Fazit
Die Entscheidung, ob Sie Hobbys im Lebenslauf angeben sollten, hängt von Ihrer individuellen Situation und der Art der Stelle ab, auf die Sie sich bewerben. Wägen Sie die Vor- und Nachteile sorgfältig ab und wählen Sie Ihre Hobbys mit Bedacht aus. Wenn Sie unsicher sind, ob ein bestimmtes Hobby geeignet ist, lassen Sie es lieber weg.
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