Dem Duft von frisch gebackenem Brot kann sich niemand entziehen, es weckt Kindheitserinnerung und Appetit auf knusprige Brötchen und herzhafte Brote. Roggen- oder Weizenbrot? Immer mehr Menschen nutzen das Wissen um die alte Bäckerskunst, besinnen sich auf die Tugend des Selbermachens und backen ihr eigenes Brot.
Sein eigenes Brot zu backen hat viele Vorteile. Zudem entwickelt es einen ausgeprägteren, aromatischeren Geschmack. In Ihrer eigenen „Backstube“ brauchen Sie daran keinen Gedanken zu verschwenden -schließlich wissen Sie genau, was drin ist. Zudem werden industrielle Backwaren meist über viele Kilometer transportiert und liegen gegebenenfalls auch noch lange im Regal. Somit ist auch die Frische ein Vorteil von selbstgebackenem Brot.
Dieser Artikel erklärt, wie Sie mit der richtigen Backtemperatur und einigen Kniffen perfekte Hefe Brötchen zaubern.
Bäcker Meister Edi hat mir sein Rezept verraten- die weltbesten Brötchen
Die Bedeutung der Richtigen Backtemperatur
Brot sollte stets im vorgeheizten Ofen gebacken werden. Mit Ober-/ Unterhitze erzielen Sie die besten Ergebnisse, da Umluft das Brot zu schnell austrocknet. Hohe, zugleich von oben und unten kommende Temperaturen sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit optimal im Brot gehalten wird.
Beginnen Sie mit einer hohen Temperatur (220-250 °C), die Sie dann nach kurzer Backzeit reduzieren (auf ca. 200 °C). So bildet das Brot ein gutes Volumen.
Hier eine Tabelle, die die optimale Backtemperatur für verschiedene Hefegebäcke zusammenfasst:
| Gebäckart | Anfangstemperatur | Reduzierte Temperatur | Backzeit |
|---|---|---|---|
| Brötchen | 240°C | 200°C | 15-20 Minuten |
| Burger Buns | 200°C | - | 15-20 Minuten |
| Bärenbrötli | 50°C (30 Minuten) | 200°C | 25-35 Minuten |
| Brot | 250°C | 200°C | 30-40 Minuten |
Wichtig: Jeder Ofen ist anders. Behalten Sie die Brötchen während des Backens im Auge und passen Sie die Temperatur und Backzeit gegebenenfalls an.
Tipps und Tricks für Perfekte Hefe Brötchen
Damit die Brötchen schön aufgehen hier ein kleiner Tipp: den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen, dann die Brötchen auf die mittlere Schiene schieben und ein weiteres Blech auf die obere Schiene.
Das obere Blech nach 10 Minuten aus dem Ofen nehmen, die Temperatur auf 230°C reduzieren und die Brötchen weitere 10 Minuten backen.

Die Richtige Mehlwahl
Unsere Brotvielfalt verdanken wir den unterschiedlichen Mehlsorten und ihrer Mischung. Zum Brot backen werden hauptsächlich Weizen-, Roggen- und Dinkelmehl verwendet. Sie sind mit unterschiedlichen Typenbezeichnungen erhältlich.
- Type 405: Das 405er ist das hellste und feinste Weizenmehl. Das Mehl ist insbesondere für Kuchen, Hefeteig, Brötchen und Kekse sowie zum Andicken von Saucen geeignet.
- Type 550: Gut geeignet für Brot- und Pizzateige sowie Kleingebäck. Das Mehl geht gut auf und bildet eine feinporige Kruste.
- Type 630: Dinkelmehl Type 630 ist ein sehr helles Mehl, das sich gut für die Herstellung von vielen Kuchen-, Brot- und Brötchenteigen eignet.
Die Bedeutung von Hefe und Teigführung
Lösen Sie die frische Hefe in handwarmer Flüssigkeit auf, dann erst die restlichen Zutaten unterkneten. Eine Prise Zucker füttert die Hefepilze an und startet so den erwünschten Gärprozess. Auf keinen Fall sollte bei diesem ersten Schritt Salz hinzugegeben werden. Salz greift die Hefezellen an und lässt sie absterben.
Wichtig für einen locker-luftigen Teig ist bei sowohl bei Frisch- als auch bei Trockenhefe das richtige Verhältnis von Mehl zu Hefe.

Feuchtigkeit im Ofen
Wenn ihr Brot besonders knusprig werden soll, dann müssen Sie für ausreichend Feuchtigkeit im Ofen sorgen. Hierfür können Sie einfach eine Schüssel Wasser in den Backofen stellen oder Hagen Grote Backplatten mit Feuchtigkeitsrinne nutzen. Das verdampfende Wasser kondensiert auf der Oberfläche ihres Brot-Teiglings und verhindert, dass sich zu schnell eine Kruste bildet.
Ihr Brot soll schließlich im Ofen noch weiter aufgehen. Bei einer vorschnell gebildeten Kruste könnten die Gärgase jedoch nicht entweichen - das Brot bliebe klein und kompakt.
Lagerung
Nur, wer sein selbstgebackenes Brot richtig lagert, kann es auch mehrere Tage genießen. Der „Todesstoß“ für jedes Brot ist die Aufbewahrung in einer Plastiktüte oder -dose. Feuchtigkeit, die aus dem Brot austritt, kann nicht nach außen abgegeben werden und bildet einen Nährboden für Schimmel.
Am besten für die Aufbewahrung von Brot geeignet sich hochwertige Brotkästen aus Naturmaterialien wie Steingut, Ton oder Holz. Sie sind atmungsaktiv und lassen die Luft zirkulieren.
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