Um Erling Haaland (21) gibt es täglich neue Gerüchte. Fragen über Fragen: Wann verlässt er Borussia Dortmund? Wechselt er nach Spanien zu Real Madrid? Oder will er wie einst sein Vater in England sein Geld verdienen?

Erling Haaland, hier im Trikot von Manchester City, ist nicht nur für seine Tore, sondern auch für seinen Stil bekannt. Quelle: sportbuzzer.de
Bis sich im Sommer die Wege von Haaland und Dortmund trennen, begeistert der Norweger im Ruhrpott noch die Massen - auf und neben dem Feld. Doch ein Fan war weniger an dem sportlichen Aspekt des Tweets interessiert, sondern eher an der Frisur des Norwegers. «Schneide deine Haare», kommentierte er mehrfach in Grossbuchstaben.
Zunächst ignorierte Haaland die Nachricht. Irgendwann verlor aber auch er die Geduld und antwortete dem Fan mit einem schlichten «Nein». Die plumpe Antwort begeisterte die Community, die den 21-Jährigen in der Folge dafür feierte.
Haaland vor dem Wechsel? Real Madrid und Manchester City als Favoriten
Wie der Podcast-Kanal «Transfer Window» erfahren hat, soll Berater Mino Raiola mit den Dortmunder Verantwortlichen gesprochen haben. Dabei hat er klar gemacht, dass der Stürmer-Star die Schwarz-Gelben im Sommer definitiv verlassen wird.
Für welchen Klub Haaland ab diesem Sommer auf Torejagd geht, sei aber nach wie vor unklar. Doch Real Madrid und Manchester City sind die zwei klaren Favoriten. Die Königlichen wollen ihren Traum vom Sturmduo Haaland/Mbappé realisieren und sind zudem der Wunschklub des 21-Jährigen. Allerdings müsste Real dabei eine Lösung für Benzema finden.

Denis Zakaria kennt Rose aus seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach. Quelle: sport.de
Der Franzose hat noch einen Vertrag bis 2023 und spielt angesichts seiner anhaltenden Top-Form bestimmt nur ungern die dritte Geige. Der englische Meister lockt dagegen vor allem mit Geld. Angeblich kann Raiola im Fall eines City-Wechsels des Stürmers auf eine Provision in Höhe von 50 Millionen Euro hoffen. Kein Wunder also, drängt der italienische Berater für einen Wechsel auf die Insel.
Dortmund plant für die Zeit nach Haaland
Derweil geht in Dortmund die Planung für die Ära nach Haaland los. Dem spanischen Portal «fichajes» zufolge, wünscht sich Trainer Marco Rose durch die Einnahmen aus dem Haaland-Transfer Veränderungen in allen Mannschaftsteilen.
Dabei hat er den Verantwortlichen eine Liste mit fünf Spielern vorgelegt. Darunter befindet sich für das Mittelfeld der Schweizer Nati-Star Denis Zakaria (25). Den Schweizer Mittelfeldspieler kennt Rose aus seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach. Der Vertrag von Zakaria läuft in Gladbach im Sommer aus und somit ist er gratis verfügbar.
Wesentlich teurer dürften die weiteren Namen auf dem Zettel von Rose zu stehen kommen. Dabei handelt es sich um das Chelsea-Duo Timo Werner (25) und Andreas Christensen (25), Karim Adeyemi (19) von RB Salzburg sowie Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui (24) von Ajax.
HAALAND'S GREATEST GOALS? | Ten of the best from Erling!
Auswirkungen der Krise der Topligen auf die Super League
Die schwache Performance in den besten Ligen hat starke Auswirkungen auf die Schweizer Klubs. Schliesslich versteht sich die Super League als Ausbildungsliga, deren Ziel es auch ist, Spieler gewinnbringend ins Ausland zu verkaufen. Und von den Klubs ist immer wieder zu hören, dass sie auf Transfererlöse angewiesen sind, um das strukturelle Defizit auszugleichen.
Das funktioniert bisweilen recht gut. Vor allem in Basel, wo man in den letzten neun Jahren neun Spieler für 10 und mehr Millionen Euro verkaufen konnte. Aber auch YB gelang es in den letzten fünf Jahren 44 Millionen Euro an Transfergewinn zu erwirtschaften.

Manchester United hechelt der alten Grösse seit Jahren hinterher. Quelle: nau.ch
Die FIFA führt die Super League in Sachen Transfer-Nettogewinn im letzten Jahrzehnt weltweit in den Top 10. Der FC Basel wird für die gleiche Zeitspanne im Klubranking auf Position 13 geführt. Das sind herausragende Werte aus der Vergangenheit. Die Gegenwart indes ist düster.
Die 3,5 Millionen Euro, die Lorient für den Lausanne-Verteidiger Moritz Jenz bezahlt hat, sind der höchste Wert. Dahinter folgt Silvan Widmer, der für 2,5 Millionen von Basel zu Mainz wechselte. Damit holt man beim FCB weder den Kaufpreis für Widmer - der FCB überwies 2018 4,5 Millionen an Udinese - rein, geschweige denn deckt man damit das Defizit. In diesem Sommer haben die Super-League-Klubs erstmals in den letzten zehn Jahren mehr für Transfers ausgegeben als eingenommen.
Entwicklung der Transfers in der Super League

Entwicklung der Transfers in der Super League. Quelle: ch media
Die Kennzahlen in St.Gallen: 3,5 Millionen Franken fliessen pro Jahr in den Nachwuchs, im Schnitt über die letzten zehn Jahre erwirtschaftet man etwa eine Million Transfergewinn pro Saison. Präsident Matthias Hüppi meint: «Wir halten am Geschäftsmodell fest, überprüfen es aber laufend. Es kommt auch nicht infrage, dass wir unsere Toptalente verscherbeln.»
Ja, sie spüren es in Bern, erst recht in Luzern und St.Gallen, dass der Markt abgekühlt hat.