Grillrost Reinigen: Eine Anleitung für strahlende Grills

Sommerzeit ist Grillzeit! Für viele ist es der Inbegriff der warmen Jahreszeit, gemeinsam mit Familie und Freunden im Garten oder auf der Terrasse zu grillen. Damit man jederzeit sicher und komfortabel grillen kann, sollte ein Grill regelmässig gereinigt werden. So hat man einerseits das gute Gefühl, dass die saubere Ausrüstung jederzeit einsatzbereit ist, andererseits sorgen eine regelmässige Reinigung und Pflege dafür, dass das Grillgut auf dem Rost perfekt garen kann.

Ganz gleich, ob der Grill nur an lauen Sommerabenden zum Einsatz kommt oder das ganze Jahr über verwendet wird ‒ Elektro-, Holzkohle- und Gasgrills wollen gepflegt werden, damit sie über lange Zeit hinweg ein zuverlässiger Begleiter sind.

Wie häufig der Grill von innen und von aussen gereinigt wird, hängt von dem eigenen Sauberkeitsempfinden, der Grillhäufigkeit und dem Verschmutzungsgrad ab. Eine einfache Zwischenreinigung sollte regelmässig erfolgen.

Hier sind einige Tipps und Tricks, wie Sie Ihren Grillrost und Ihren Grill effektiv reinigen können, um die Lebensdauer Ihres Grills zu verlängern und stets ein perfektes Grillerlebnis zu gewährleisten.

Grill reinigen wie die Profis einfach und schnell

Warum sollte man den Grill reinigen?

Wenn sich Fett- und Essensreste in den Grillrost einbrennen, ist das auf Dauer nicht nur unappetitlich, sondern beeinträchtigt auch die Grillleistung - im schlimmsten Fall gart das Grillgut nicht mehr gleichmässig.

Wer regelmässig reinigt, spart viel Zeit. Diese goldene Putzregel gilt natürlich auch für die Reinigung deines Grills. Wenn du ihn regelmässig reinigst, sparst du viel Zeit, denn so kannst du hartnäckige Ablagerungen vermeiden. Die regelmässige Reinigung kann auch die Lebensdauer deines Grills verlängern.

Auch gute Grills können rosten, wenn sie nicht richtig gepflegt werden. Deshalb ist es ratsam, den Grill nach der Reinigung gut abzutrocknen. Besonders wenn der Grill im Freien steht und Wind und Regen ausgesetzt ist, sollte er bei Nichtgebrauch mit einer Abdeckung vor Witterungseinflüssen geschützt werden.

Allgemeine Tipps vor der Reinigung

  • Vor dem ersten Gebrauch: Neues Gerät für ca. 30 Minuten auf hoher Stufe anheizen, um Fertigungs- und Ölrückstände zu verdunsten.
  • Regelmässige Reinigung: Vor jedem Gebrauch den Grill 15 Minuten auf hoher Stufe aufheizen und den Rost mit einer Grillreinigungsbürste reinigen.
  • Während des Grillens: Marinade und Saucen sparsam verwenden und Alu-Abtropfschalen nutzen, um Verschmutzungen zu minimieren.
  • Nach dem Gebrauch: Grill ausbrennen, um Rückstände zu verglühen.

Gasgrill richtig reinigen

Deinen Gasgrill reinigst du am effektivsten durch das sogenannte Pyrolyse-Verfahren. Pyrolyse wird unter anderem bei hochwertigen Backöfen eingesetzt und bezeichnet die Zersetzung chemischer Verbindungen durch Wärmeeinwirkung. Deinen Gasgrill brennst du bei sehr hohen Temperaturen praktisch aus. Das kannst du am besten direkt nach dem Grillen machen, indem du den Grill einfach noch eine Zeit lang weiterlaufen lässt.

Einen Gasgrill reinigst du effektiv mithilfe der sogenannten Pyrolyse, durch das sich Verschmutzungen vom Rost aufgrund von sehr hohen Temperaturen lösen - mit diesem Verfahren kannst du die Verkrustungen auf dem Grillrost also quasi ausbrennen.

Tipp: Auch einige Elektrogrills bieten eine Pyrolysefunktion, mit der du Grillrückstände ausbrennen kannst.

Reinigung des Grillgehäuses

Um das Gehäuse deines Gasgrills von innen zu reinigen, solltest du zuvor den Grillrost abnehmen und den Grill entkernen, sodass du die Brenner erreichen kannst. Besorge dir zum Reinigen einen speziellen Kunststoffspachtel, mit dem du den Schmutz vom Edelstahl oder Aluguss des Grills abkratzen kannst. Die Schmutzpartikel fallen dann ganz einfach in die Fettauffangschale und können entsorgt werden.

Für die Reinigung der Aussenseite gibt es spezielle Grillreiniger, die du einfach aufsprühen kannst.

Holzkohlegrill putzen

Die Reinigung des Rosts von deinem Holzkohlegrill ist ebenfalls nicht schwer. Wenn du mit Briketts gegrillt hast, kannst du auch hier eine Art Pyrolyse durchführen: Spanne dafür ein glühendes Brikett in deine Grillzange ein und reibe damit über den Rost, um angebrannte Essensreste zu entfernen. Auf diese Weise kannst du mithilfe von extremer Hitze direkt dort einwirken, wo sich die Verschmutzung befindet. Anschliessend musst du den Rost nur noch mit einer Drahtbürste für Holzkohlegrills abbürsten.

Ansonsten nutzt du hier am besten eine Reinigungsbürste mit integriertem Metallschaber am Bürstenkopf. Damit kannst du ganz einfach die einzelnen Streben des Rosts von festgebrannten Rückständen befreien.

Tipp: Am einfachsten lassen sich Grillroste reinigen, wenn sie noch heiss sind!

Tipp: Wenn du mit Kohle statt mit Briketts grillst, fällt die „Pyrolyse“ weg.

Reinigung des Grillgehäuses

Bei einem Holzkohlegrill empfiehlt sich die Reinigung mit einem speziellen Besen, der mit Kokosfasern ausgestattet ist. Lasse zunächst den Grill sowie die Holzkohle oder Briketts vollständig abkühlen. Entsorge Asche, Holzkohle oder Briketts im Restmüll, wenn sie ausgekühlt sind. Danach kannst du mit dem Besen den Kessel des Grills ausbürsten. Ab und zu solltest du den Korpus und auch den Deckel deines Holzkohlegrills zusätzlich mit heissem Wasser reinigen. So stellst du sicher, dass dein Grill auch von aussen lange gepflegt aussieht.

Weitere Reinigungstipps für den Grill

Durch die effektive Pyrolyse lassen sich Gasgrills leicht reinigen, doch vor allem am Grillrost eines Holzkohlegrills können sich auch schon mal hartnäckigere Verschmutzungen bilden. In einem solchen Fall hat sich tatsächlich Zeitungspapier als wirkungsvolles Mittel entpuppt. Wickle den erkalteten Rost dafür einfach in Zeitungspapier ein und übergiesse in dann mit Wasser, sodass das Zeitungspapier gut durchfeuchtet ist. Lasse den Rost dann mehrere Stunden oder über Nacht im Zeitungspapier einwirken, damit sich verkrusteten Fettreste und Eingebranntes lösen können. Anschliessend wischst du den Grillrost mit den Zeitungspapierresten und einem feuchten Lappen ab.

Ganz ähnlich lassen sich Rückstände von Fett, Russ und Asche auch mit Natron lösen. Dazu stellst du aus 100 g Natron und einem Liter warmen Wasser eine Lauge her. Diese füllst du am besten in eine Sprühflasche und besprühst den Grillrost dann damit. Lasse das Ganze für mehrere Stunden, optimalerweise über Nacht, einwirken.

Um Fettrückstände im Innenraum und aussen am Grill zu entfernen, reicht oft auch Wasser mit Spülmittel aus. Nutze zum Saubermachen am besten einen Schwamm. Je nachdem, aus welchem Material dein Grill besteht, solltest du vornehmlich weiche Schwämme verwenden.

Alternativ zu diesen Hausmitteln gibt es aber natürlich auch spezielle chemische Grillrostreiniger bzw. Grillreiniger. Diese eignen sich besonders für sehr hartnäckige Verschmutzungen, die sich auch mit Bürste, Schwamm oder Einweichen nicht entfernen lassen.

Weitere Tipps aus Grossmutters Trickkiste

  • Backpulver oder Natronlauge: Eine Wanne mit einer Mischung aus Wasser und Backpulver oder Natronlauge füllen und den Grill darin einlegen.
  • Nasses Gras: Den ausgekühlten Grillrost über Nacht ins nasse Gras legen.
  • Kaffee: Abgekühlten Kaffee über den Grillrost giessen.
  • Zwiebel: Eine Zwiebelhälfte mit der Unterseite über den verschmutzten Grill reiben.

Effektive Reinigungsmethoden

Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Reinigungsmethoden und ihre Anwendungen zusammenfasst:

Methode Anwendung Vorteile Nachteile
Pyrolyse Gas- und Elektrogrills Effektive Entfernung von Verkrustungen Hohe Temperaturen erforderlich
Drahtbürste Alle Grilltypen Schnelle Entfernung von losen Rückständen Erfordert Kraftaufwand
Zeitungspapier Hartnäckige Verschmutzungen Umweltfreundlich, kostengünstig Benötigt lange Einwirkzeit
Natronlauge Fett- und Ascherückstände Effektive Lösung von Verschmutzungen Kann ätzend sein, Vorsicht geboten
Spülmittel und Wasser Leichte Verschmutzungen Einfach und schnell Nicht wirksam bei starken Verkrustungen
Asche Unterwegs oder auf einer Alphütte Wirkt wie ein Scheuermitteloder Schleifpapier Asche muss ausgekühlt sein

Spezielle Reinigung von Gusseisenrosten und -platten

Tolle Brandings gehören für Grillbegeisterte einfach zu einem perfekten Steak dazu. Vor allem auf Gusseisenrosten gelingen sie besonders gut. Auch Grillplatten aus diesem Material sind beliebt und praktisch, um Grillgut zuzubereiten, das leicht durch den Rost fällt. Damit du lange Freude an diesen Produkten hast, erfordert es eine spezielle Reinigung und intensive Pflege.

Obwohl du zur Reinigung immer eine Messingbürste benutzen solltest, um die Schutzschicht nicht anzugreifen, darfst du bei Rostbefall auch mal zur Edelstahlbürste mit harten Borsten greifen. Nacharbeiten kannst du mit einem Edelstahlschwamm und Wasser, um die restlichen Flecken zu entfernen. Im Anschluss ist es allerdings sehr wichtig, dass du das Gusseisen wieder vollständig trocknest und keine Restfeuchte am Material bleibt. Am besten gelingt das mithilfe eines Geschirrtuchs. Du kannst den Rost oder die Platte aber auch noch mal auf den heissen Grill legen, damit die Feuchtigkeit komplett verdunstet.

Sobald Rost und Platte abgekühlt sind, musst du sie mit einer speziellen Pflegepaste oder einem Pflegespray - alternativ ist auch ein hitzebeständiges Öl möglich - einreiben. Das solltest du generell nach jedem Gebrauch machen, um die Schutzschicht aufrechtzuerhalten. Damit diese nach Rostbefall wieder entstehen kann, musst du deine gusseisernen Roste und Platten einbrennen. So sind sie zukünftig wieder vor Feuchtigkeit geschützt, wodurch gleichzeitig keine Korrosion entstehen kann. Je öfter man diesen Vorgang wiederholt, desto dicker und widerstandsfähiger wird diese Schicht.

Gusseiserne Platten kannst du nach der groben Entfernung des Rosts mit Edelstahlbürste und Stahlschwamm auf den heissen Grill legen und mit Salz bestreuen. Wenn es sich etwas erhitzt hat, reibst du das Salz mit einem Geschirrtuch über die Platte. Die groben Körner entfernen so den tiefsitzenden Schmutz aus den Poren. Wenn sich das Salz schwarz verfärbt, muss es sofort von der Gussplatte entfernt werden.

Grill einlagern

Um langfristig sicherzustellen, dass dein Grill voll funktionsfähig bleibt und glänzt, lohnt sich die Anschaffung einer passenden Schutzhülle. So kannst du deinen Grill auch im Winter vor Wind und Wetter schützen. Schutzhüllen sind in verschiedenen Grössen und Ausführungen erhältlich.

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