Käsespätzle gelten als eines der ikonischsten Gerichte der süddeutschen Küche. Sie vereinen die herzhaften Aromen von Käse mit der leichten Textur von frischen Spätzle und sind sowohl als Beilage als auch als Hauptgericht beliebt. Das Rezept nach Oma ist hierbei besonders interessant, da es nicht nur authentisch klingt, sondern auch traditionelle Techniken und Zutaten beinhaltet.
Käsespätzle sind ein typisches Beispiel für die regionale Küche im süddeutschen Raum, insbesondere in Baden-Württemberg und der Pfalz. Sie entstehen aus frischen Spätzle, die mit Käse überbacken werden, und erfreuen sich sowohl bei Familien als auch bei Gastronomen großer Beliebtheit. Das Rezept nach Oma ist dabei besonders interessant, da es oft in seiner Einfachheit und Authentizität besticht.
Die Rezepte aus den Quellen zeigen, dass es verschiedene Methoden zur Herstellung der Spätzle gibt: man kann sie schaben, pressen oder hobeln. Auch bei der Käseauswahl und der Zugabe von Sahne oder Brühe gibt es Abweichungen.
Im Folgenden wird ein umfassendes Rezept vorgestellt, das die traditionelle Zubereitung von Allgäuer Kässpätzle berücksichtigt.
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Zutaten für Allgäuer Kässpätzle
Die Grundzutaten für Käsespätzle sind in den Quellen weitgehend identisch, wobei die Mengenangaben und die Käsesorten variieren:
- 400 g Mehl
- 5 - 6 Eier (je nach Grösse)
- Salz
- 3 - 4 Zwiebeln
- Etwas Mehl
- Butter oder Butterschmalz
- Ca. 200g geriebener Bergkäse
Die wichtigsten Zutaten im Detail:
Mehl oder Spätzlemehl: Mehl ist das unverzichtbare Grundmaterial für den Spätzleteig. In den Rezepten wird meist Mehl Type 550 oder Spätzlemehl verwendet. Spätzlemehl ist eine spezielle Mischung aus Weizenmehl und Grieß, die der Teig festere Konsistenz verleiht.
Eier: Eier sind das zweite Grundelement des Spätzleteigs. Sie tragen zur Elastizität und zum Geschmack des Teigs bei.
Käse: Für die Käseüberzüge werden verschiedene Käsesorten verwendet. In den Rezepten wird oft Emmentaler, Chantal oder Romadur genannt. In einigen Fällen wird auch Bergkäse erwähnt.
Zubereitung des perfekten Spätzleteigs
Der Spätzleteig ist der Grundbaustein für Käsespätzle. Seine Zubereitung ist entscheidend für das Endergebnis.
- Zutaten vermengen: In einer Schüssel werden Mehl, Eier, Salz und Wasser untereinander vermengt. Das Ziel ist ein zähflüssiger Teig, der Blasen wirft.
- Teig ruhen lassen: Der Teig wird anschließend für mindestens 15 bis 30 Minuten abgedeckt ruhen gelassen. Eine halbe Stunde zugedeckt ruhen lassen. Wer genügend Eier verwendet, nämlich „so viel, wie das Mehl nimmt“, braucht kein Wasser und keine Milch, und die Spätzle gehen nachher wunderschön auf.
- Spätzle herstellen: Nach dem Ruhen werden die Spätzle entweder mit einem Spätzlehobel, einer Spätzlepresse oder von einem Brett geschabt hergestellt. Entweder vom angefeuchteten Brett mit einem grossen Messer schaben - das ist die schwäbische Art - oder durch einen Hobel zu kleinen Knöpfle oder Spatzen pressen - auf Allgäuer Art. Beides ist gut, authentisch und richtig - und einfach Geschmackssache.
- Spätzle kochen: Die Spätzle werden in kochendem Salzwasser gebraten, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Die Spätzle sind fertig, sobald sie oben auf der Wasseroberfläche schwimmen. Die Spätzle sind gar, wenn sie oben schwimmen. Sie werden mit der Schaumkelle herausgefischt und in einer Schüssel mit heissem(!), klarem Wasser abgespült, damit sie nicht aneinanderkleben.

Die Zubereitung der Käsespätzle
Nachdem die Spätzle zubereitet wurden, folgt der nächste Schritt: die Käseüberzüge.
- Käse reiben: Die Käsesorten werden gerieben.
- Käse mit Sahne oder Brühe vermengen: In einigen Rezepten wird die Käsemischung mit Sahne oder Gemüsebrühe angemacht.
- Spätzle, Käse und Zwiebeln schichten: In einer flachen Gratinform verteilen, dabei mit geriebenem Bergkäse und gerösteten Zwiebeln vermischen. Nach Belieben auch alles in 2 Schichten einfüllen.
- Gratinieren: Die Form erst ins Rohr schieben, wenn sich die Gäste am Tisch versammeln, denn jetzt muss das Gratin wieder richtig durchgewärmt werden, damit sich alles mischt und der Käse schmilzt - ca. 10 Minuten bei 160 Grad Heissluft oder 180 Grad Ober- und Unterhitze.
- Servieren: Sofort servieren.
Tipps und Tricks für perfekte Kässpätzle
- Spätzle richtig zubereiten: Ein stabiler Teig ist entscheidend für die Qualität der Spätzle. In den Rezepten wird empfohlen, den Teig langsam und gründlich zu vermengen, bis er Blasen wirft.
- Spätzle nicht überkochen: Die Spätzle sollten nicht zu lange in kochendem Wasser gebraten werden, da sie sonst matschig werden.
- Käseart: Es kann je nach Vorliebe zwischen verschiedenen Käsesorten wie Emmentaler, Chantal, Romadur oder Bergkäse gewählt werden.
- Garnitur: In einigen Rezepten wird empfohlen, die Käsespätzle mit Petersilie oder Schnittlauch zu garnieren.
Variationen und Ergänzungen
Allgäuer Käsespätzle lassen sich vielseitig variieren und ergänzen. Hier einige Ideen:
- Zusatz von Zutaten: In einigen Rezepten werden geschmälzte Zwiebeln oder Pilze als Topping hinzugefügt.
- Käsespätzle mit Schinken: Eine beliebte Variante ist die Zugabe von Schinkenwürfeln für zusätzlichen Geschmack.
Beilage: unbedingt eine grosse Schüssel Blattsalat, dessen Marinade dem im Grunde doch ziemlich mächtigen Essen am Ende Flügel verleiht. Denn der Schwabe liebt es, einen Löffel kalte, säuerliche, bei Endivie oder Feldsalat mit Zwiebel angemachte Vinaigrette über den heissen Auflauf zu geben - eine diätetisch durchaus richtige Massnahme.
Die Alpenküche: Mehr als nur Käsespätzle
Die klassische Alpenküche umfasst die verschiedenen Regionalküchen des Alpenraums. Trotz einiger kleinerer und größerer Unterschiede teilen sie eine Vielzahl von Gemeinsamkeiten. Insbesondere das abgeschiedene Leben in den bäuerlich geprägten Bergdörfern und auf den Almen hat die Alpenküchen in allen Regionen nachhaltig beeinflusst. Über viele Jahrhunderte stand den Bewohnern der Bergregionen nur eine begrenzte Auswahl von Lebensmitteln zur Verfügung.
Milch und Käse, Getreideprodukte sowie getrocknete und geräucherte Fleisch- und Wursterzeugnisse zählen daher bis heute zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Generell kommt dem Haltbarmachen von Lebensmitteln aufgrund der langen Winter sowie fehlender Kühlmöglichkeiten im Sommer eine große Bedeutung bei.
Käsesorten aus den Alpen:
Die beiden klassischen Käsesorten aus den Alpen sind Alm- und Bergkäse. Häufig werden die beiden Bezeichnungen synonym verwendet, es gibt jedoch Unterschiede. Bergkäse wird das ganze Jahr über in Sennereien im Tal hergestellt, während Almkäse (auch Alpkäse) im Sommer auf den Almen hergestellt wird.
Zusätzlich zu vielen unterschiedlichen Alm- und Bergkäsesorten gibt es in jedem Land weitere, spezielle Käsesorten, wie etwa Allgäuer Bergkäse aus Deutschland, Tiroler Graukäse aus Österreich, Chévre aus der Schweiz, Fontina aus Italien oder Reblochon aus Frankreich.
Weitere Spezialitäten aus dem Alpenraum:
Klassiker der Alpenküche sind durch Trocknung oder Räuchern haltbar gemachte Wurst- und Fleischspezialitäten. Südtiroler Speck wird mild geräuchert und reift anschließend für mindestens 22 Wochen. Er wird am liebsten pur zur Brotzeit auf dunklerem Brot gegessen oder als Zutat verschiedener Gerichte verwendet, wie zum Beispiel Südtiroler Speckknödel oder österreichischen Schinkenfleckerln.
Auch viele andere Alpenregionen sind für ihren eigenen Speck bekannt. Unser Südtiroler Speck GGA stammt aus einer kleinen, familiären Manufaktur, die bereits in 4. Generation geführt wird.
Bünderfleisch, eine beliebte Delikatesse aus der Schweizer Alpenküche, die aus dem Kanton Graubünden stammt. Dabei handelt es sich um gesalzenes, mit Gewürzen verfeinertes, gepökeltes und anschließend getrocknetes Rindfleisch. Geräuchert wird echtes Bündnerfleisch nicht. Durch das Salz sowie die lange Trocknung verliert das Fleisch so viel Wasser, dass die Konservierung auf natürliche Weise erfolgt.
Überregionaler Beliebtheit erfreuen sich auch die ursprünglich aus Südtirol stammenden Kaminwurzen. Dabei handelt es sich um rohe, luftgetrocknete und kaltgeräucherte Würste aus Rindfleisch und Schweinespeck oder auch nur aus Schweinfleisch.
Eine weitere Spezialität des Alpenraums ist Wildfleisch. Insbesondere im Herbst, der Jagdsaison, wird es in den Regionalküchen verarbeitet. Unser echtes Wildfleisch ist deutlich aromatischer im Geschmack als das zumeist angebotene Zuchtwild.
Neben Milch- und Fleischerzeugnissen prägen auch Getreideprodukte wie Brot, Pasta und Mehlspeisen die alpenländische Küche. Zu den bekanntesten Brotsorgen der Alpenregion gehören Vinschgauer (dicke Fladen-Brötchen aus Roggen-Weizen-Sauerteig) und Südtiroler Schüttelbrot (knuspriges Roggen-Fladenbrot).
Auch für ihre vielfältigen Nudel- und Knödel-Varianten ist die Alpenküche bekannt. Besonders beliebt sind etwa Käsespätzle, bekannt auch aus Käsknöpfle (Vorarlberg) oder Kasspatzln (Tirol). Aus Kärnten stammen Kärntner Kasnudeln.
Zu Fleisch, wie etwa Wildgulasch oder Schweinshaxe, aber auch zu Pilzragout, sind in der alpenländischen Küche Knödel die Beilage der Wahl. Neben Semmel-, Kartoffel- und Brezenknödel zählen Kaspressknödel zu den beliebtesten Varianten.
Eine süße Spezialität sind fruchtig gefüllte Germknödel, die mit Mohn und Puderzucker bestreut und zu Vanillesauce oder mit ausgelassener Butter serviert werden.
Fazit
Allgäuer Kässpätzle sind mehr als nur ein Gericht - sie sind ein Stück süddeutsche Esskultur. Mit diesem Rezept gelingt Ihnen ein authentisches und köstliches Gericht, das Ihre Familie und Freunde begeistern wird. Guten Appetit!
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | Ca. 600-800 kcal |
| Fett | Ca. 30-40 g |
| Kohlenhydrate | Ca. 60-80 g |
| Protein | Ca. 20-30 g |
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