Von Mai bis September ist Zucchini-Saison. Leicht und doch knackig schmecken sie passend zu vielen unterschiedlichen Gerichten. Die Zucchini, auch als Zucchetti bekannt, gehört zur Pflanzenfamilie der Kürbisgewächse und zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Ihre Urform stammt aus Amerika. Sie gelangte im späten Mittelalter nach Europa, wo sie erstmals in Italien gezüchtet wurde.
Auch wenn wir sie untrennbar mit Italien verbinden, kommen die Zucchetti eigentlich aus Südamerika. Dort werden sie schon seit vielen Jahrtausenden angebaut und geerntet. Nach Europa kamen sie erst später, in der Neuzeit und hauptsächlich in die südlichen Länder. Hier bei uns sind die Zucchetti erst ungefähr seit den 1970er-Jahren bekannt und beliebt.
Die Zucchetti zählt zur Pflanzenfamilie der Kürbisgewächse und stellt eine Unterart des ursprünglich in Amerika beheimateten Gartenkürbisses dar. Der botanische Name dieser Zuchtform heisst Cucurbita pepo var. giromontiina, ihre Früchte (eigentlich Panzerbeeren) können weiss, gelb, creme-grün, dunkelgrün sowie gestreift sein.

Die vielen Formen der Zucchetti
Zucchetti gibt es in unterschiedlichen Formen und auch in verschiedenen Farben. Die erste Züchtung der Zucchetti verbreitete sich im späten Mittelalter langsam in Europa. Mittlerweile gibt es verschiedene Sorten in allen möglichen Farbvariationen.
Am geläufigsten ist die gurkenförmige, dunkelgrüne Zucchetti mit einem Gewicht von etwa 300 Gramm und einer Länge von etwa 20 cm. Es gibt sie jedoch ebenfalls in Gelb, Weiss, grün-weiss gestreift und seit ein paar Jahren auch rund, als sogenannte Rondini. Der Klassiker ist grün und länglich, ähnelt äusserlich der Gurke. Doch es gibt die Zucchetti auch in gelber, weisser und sogar schwarzer Farbe und in runder Form.
Der Geschmack der Zucchetti ist mild und unverwechselbar. Er ähnelt dem Kürbis, ist aber doch einzigartig. Er passt zu vielen verschiedenen Speisen und auch Kräutern.
Anbau und Lagerung von Zucchetti
Wer Zucchetti selbst im Garten oder auf dem Balkon wachsen lassen will, der kann das ohne grossartige Fachkenntnisse probieren. Dieses Gemüse ist leicht anzubauen, es wächst unkompliziert und die Pflanze ist nicht besonders anspruchsvoll. Ab Mitte Mai lassen sich vorgezogene Zucchetti-Pflanzen in ein Beet einpflanzen, vorteilhaft ist ein sonniger Standort und lockerer Boden. Sie benötigen generell wenig Pflege, sollten aber alle drei bis vier Wochen mit etwas Flüssigdünger versorgt werden. Absterbende Triebe sollten möglichst zeitnah abgeschnitten werden, um das Wachstum der gesunden Blätter zu fördern. Sobald die Früchte ca. 15 cm Länge erreicht haben, kann man sie ernten.
Zucchini wachsen fast überall ausgiebig. Wer Zucchini selbst anbaut, sollte darauf achten, dass dabei keine Bitterstoffe entstehen, z.B. bei der Rückkreuzung oder Kreuzung mit anderen Kürbispflanzen (wenn Zucchini beispielsweise in der Nähe von Zierkürbissen gepflanzt werden und Pollen übertragen werden). Dabei kann ein erhöhter Gehalt an Cucurbitacinen (siehe auch Kolloquinte) entstehen, die sehr giftig sind. Wird bei der Ernte an der Zucchinispitze (Sitz der Blüte, wo der Cucurbitacinenanteil am grössten ist) ein bitterer Geschmack festgestellt, ist die Kostprobe sofort auszuspucken und die Pflanze zu entsorgen. Diese Bitterstoffe können auch in kleinen Mengen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall bis hin zu lebensbedrohlichen Darmschäden hervorrufen.
Nach der Ernte legt man die Zucchetti am besten in den Kühlschrank. Bei kühler, trockener Lagerung ist das Gemüse lange haltbar. Nach dem Einkauf oder der Ernte ist die Zucchetti im Gemüsefach des Kühlschranks zwei bis drei Wochen haltbar. Obst wie Tomaten oder Äpfel sollte man von ihr fernhalten, da sie durch das in vielen Obstsorten enthaltene Ethylen schnell überreif wird. Im Gefrierfach hält sich die Zucchetti, in Stücke geschnitten oder gewürfelt, bis zu sechs Monaten. Die Gesellschaft von Äpfeln und Tomaten bekommt Zucchetti bei der Lagerung allerdings nicht besonders gut. Sie verströmen Dämpfe, die die Zucchetti schneller welken lassen.
Zucchetti in der Küche
Dieses Gemüse ist so toll, weil es unglaublich vielseitig ist. Es ist schnell gekocht, schmeckt kurz angebraten und im Ofen wird es zum Gedicht. Käse zum Überbacken passt hervorragend dazu und auf dem Grill ist es fester Bestandteil. Der Geschmack der Zucchini ist leicht nussig, die Zubereitungsformen sind vielfältig: ob roh, püriert, gekocht, gegrillt oder gebraten, auch die grossen gelben Blüten sind essbar. Schnell zubereitet, sind Zucchetti als Gemüse beliebt, z.B. als Hauptzutat für Ratatouille, ausgehöhlt und mit einer Füllung versehen oder gegrillt und mit einem Dip aus Joghurt, Knoblauch und Dill serviert. Zucchetti kommen vor allem in der italienischen Küche zum Zuge, sie passen hervorragend zu mediterranen Kräutern wie Thymian oder Oregano. Mit ihrem zart nussigen Aroma lassen sie sich als Rohkost zum Beispiel im Salat oder als Carpaccio verwenden. Mehrheitlich werden sie jedoch gekocht oder grilliert aufgetischt - oder im Ofen gebacken, zum Beispiel gefüllt mit Hackfleisch. Man kann Zucchetti auch in Streifen schneiden und wie Spaghetti, sogenannten Zoodles, verarbeiten. Der milde Geschmack passt insgesamt zu sehr vielen Gerichten.
Der Verbrauch in der Schweiz liegt bei über 3 Kilogramm. Damit befindet sich die Beere auf Rang 9 der beliebtesten Gemüsesorten der Schweiz. Saison ist von Mai bis Oktober. Als Gemüse werden Zucchetti unreif bei einer Länge von ca. 10 bis 20 Zentimetern geerntet, dann sind sie aromatischer. Liesse man sie wachsen, würden sie die Grösse von Kürbissen erreichen, die Schale würde verhärten und im Inneren entstünden grosse, ausgeprägte Kerne - und der Geschmack wäre weniger intensiv.
So leckere Zucchini haben Sie noch nie gegessen! Top 3 Zucchini-Rezepte! Unglaublich lecker!
Das Gesunde am Genuss
Zucchetti sind nicht nur schmackhaft und praktisch zuzubereiten, sondern auch ausserordentlich gesund. Sie enthalten sehr wenig Fett und nur wenige Kalorien. Die Zucchetti hat nur wenige Kalorien, was sie auch für Diäten interessant macht. Man kann also viel davon essen, ohne sich um die Figur sorgen zu müssen. Neben viel Wasser enthält die Zucchetti wertvolle Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium sowie die Vitamine C und Betacarotin. Aufgrund des guten Vitamin- und Mineralstoffgehalts sind Zucchetti eher die Allrounder auf dem Teller: keine Spitzenwerte, aber von fast allem ist etwas dabei. Sie enthalten aber sehr viele wertvolle Nährstoffe, besonders der hohe Gehalt an Eisen und Carotin. Zucchetti entschlacken, regen den Stoffwechsel an und können das Cholesterin senken.
Nährwerte im Überblick (pro 100g):
| Nährstoff | Wert |
|---|---|
| Kalorien | Gering |
| Fett | Sehr wenig |
| Eisen | Hoch |
| Carotin | Hoch |
| Vitamine | C und Betacarotin |
| Mineralstoffe | Kalium und Magnesium |
Kalorien sind Energie - dein Körper nutzt sie für alles: von Atmung bis Krafttraining. Nicht jede Kalorie ist gleich: Zucker wirkt anders als komplexe Kohlenhydrate. Die Zusammensetzung der Nahrung zählt mehr als der reine Kalorienwert. Dein Kalorienbedarf hängt von Alter, Geschlecht, Gewicht und Aktivitätslevel ab - nutze Kalorienrechner für präzise Werte. Eine clevere Ernährung kombiniert Energiezufuhr mit hoher Nährstoffdichte - entscheidend zum Abnehmen, Muskelaufbau oder -erhalt. Fürs Abnehmen sind kalorienarme, nährstoffreiche Lebensmittel mit hohem Volumen besonders effektiv.
Gemüse, Obst, Proteine oder Fast Food - die Tabelle zeigt dir Kalorien pro 100 Gramm und hilft bei der smarten Lebensmittelauswahl. Kalorien, genauer gesagt Kilokalorien (kcal), sind nichts anderes als die Energie, die dein Körper aus Lebensmitteln zieht. Diese Energie nutzt dein Körper für jede Aktivität - von grundlegenden Dingen wie Atmen und Verdauen bis hin zu Sporteinheiten oder Spaziergängen. Selbst im Schlaf verbrauchst du Kalorien!
Rein technisch betrachtet ist eine Kilokalorie die Menge an Energie, die nötig ist, um einen Liter Wasser um 1 °C zu erwärmen. Klingt abstrakt, ist aber ganz einfach: Stell dir vor, du erwärmst eine Flasche Wasser von 19 °C auf 20 °C - dafür brauchst du eine Kilokalorie.
Die Kalorienangabe auf Lebensmitteln zeigt dir also, wie viel Energie du durch eine bestimmte Menge des Produkts aufnimmst. Aber: Die Zahl allein sagt nicht alles - die Zusammensetzung eines Lebensmittels macht den Unterschied. Wenn du auf einem Produkt den Hinweis „234 kcal pro 100 g“ liest, bedeutet das, dass diese Menge an Energie beim Verzehr von 100 Gramm des Produkts freigesetzt wird. Und hier kommt es nicht nur auf die Zahl an, sondern auch auf die Zusammensetzung. Eine Schale hausgemachte Kürbissuppe dagegen liefert rund 350 kcal - deutlich weniger Energie und das mit einem besseren Nährstoffprofil.
„Süssigkeiten machen dick“ - ein Satz, den wohl jede*r schon mal gehört hat. Und ja, in der Aussage steckt Wahrheit: Fast Food und Süsses sind oft sehr energiereich. Nimmst du regelmässig mehr Energie auf, als du verbrauchst, nimmst du zu. Umgekehrt gilt: Isst du weniger Kalorien, als du brauchst, nimmst du ab. Aber das bedeutet nicht, dass du auf alles verzichten musst! Denn eine Kalorie aus Zucker wirkt anders als eine aus komplexen Kohlenhydraten, Proteinen oder gesunden Fetten. Ein Beispiel: Eine Schokolade hat vielleicht denselben Energiegehalt wie eine Frühstücksbowls mit Joghurt, Haferflocken, Nüssen und Beeren. Doch Schokolade enthält viel Einfachzucker, der schnell ins Blut geht, den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt und bald wieder abfallen lässt - was Heisshunger begünstigt.
Die Frühstücksbowl hingegen liefert neben Proteinen, gesunden Fetten, wichtigen Mikronährstoffen vor allem komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Diese werden langsamer verdaut, dein Blutzuckerspiegel bleibt stabiler, du bleibst länger satt und vermeidest Heisshunger.
Wichtiger Hinweis: Bitte beachten sie, dass einige Lebensmittel für manche Leute eventuell nicht geeignet sind und sie daher aufgefordert werden den Rat eines Arztes einzuholen, bevor sie mit irgendeiner Bemühung des Gewichtsverlust oder Diät-Kur beginnen. Obwohl die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen nach Treu und Glauben präsentiert werden, korekt zu sein, gibt es keine Zusicherungen oder Gewährleistungen hinsichtlich der Vollständigkeit oder Richtigkeit und alle Informationen, einschließlich der Nährwertangaben, werde von ihnen auf eigene Gefahr benutzt.