Fahrradhelm Damen Test: Sicherheit, Komfort und Stil für Radfahrerinnen

Wenn du mit dem Fahrrad unterwegs bist, ist das Tragen eines Helms unerlässlich. Heutzutage sind Helme leichter, komfortabler und sicherer denn je. Selbst in günstigeren Preislagen gibt es gut sitzende und attraktive Helme für jeden Stil und jede Art des Radfahrens.

Die Auswahl des richtigen Fahrradhelms kann jedoch aufgrund der Vielzahl von Modellen und Optionen schwierig sein. Wie gut ein Helm schützt, hängt nicht nur von seinen technischen Eigenschaften ab, sondern auch davon, wie er auf deinem Kopf sitzt.

Die richtige Passform finden

Ein gut sitzender Helm sollte eng am Kopf anliegen, ohne zu drücken. Um die richtige Fahrradhelmgröße zu ermitteln, benötigst du deinen Kopfumfang. Miss mit einem Maßband etwas oberhalb der Ohren, mittig über die Stirn einmal um den Kopf herum.

Viele moderne Helme verfügen über ein Kunststoff-Größeneinstellsystem unter der Schale, mit dem du die Feineinstellung der Passform vornehmen kannst. Mit einem Drehrad am Hinterkopf solltest du den Helm so einstellen, dass er auch ohne geschlossenen Kinnriemen auf dem Kopf sitzt, wenn du ihn etwas hin- und herbewegst.

Manche günstigere Helme sind nur in einer Größe erhältlich. Unserer Erfahrung nach können diese Helme dank der Einstellmöglichkeiten über Gurte und Drehrädchen gut passen, wenn dein Kopf Durchschnittsmaße hat. Wenn er besonders groß, besonders klein ist oder durch eine ausgefallene Form vom Durchschnitt abweicht, können diese Helme nicht nur unbequem sein, sondern auch ihre Schutzwirkung nicht erfüllen.

Wichtig ist auch der richtige Sitz des Kinnriemens. Deine Ohren sollten nicht von ihm eingeklemmt werden und er sollte stramm unter deinem Kinn sitzen. Die Y-Stücke, an denen sich der Kinnriemen teilt, sollten knapp unter deinen Ohren sitzen. Bei den allermeisten Helmen kann die Länge des Kinnriemens nur auf einer Seite angepasst werden.

Helmtypen und ihre Einsatzbereiche

Von stromlinienförmigen Modellen fürs Rennrad bis hin zu topfförmigen Helmen im Skate-Stil gibt es für jeden Anwendungszweck Fahrradhelme in vielen Formen. Zur Klassifizierung teilen wir Helme im Allgemeinen in drei Hauptkategorien ein: Trekking-/Cityhelme, Mountainbike- und Rennradhelme.

Trekking-/Cityhelme

Trekking-/Cityhelme haben in der Regel ein schlichtes, zweckmäßiges Design, das für den Großstadtdschungel entwickelt wurde. Viele dieser Helme gehen bis über die Ohren. Belüftung ist hier nicht so wichtig, da du dich in der Stadt oder auf Touren selten so anstrengst, dass du ins Schwitzen gerätst. Bei schlechtem Wetter ist ein kleiner Schirm praktisch, der die Regentropfen aus den Augen oder von der Brille hält.

Wenn du viele Touren außerhalb der Stadt machst, dann achte auf ein eher geschlossenes Design oder Insektennetze in den vorderen Belüftungsöffnungen. Eine Wespe, die sich in deinen Helm verirrt hat und nicht mehr nach draußen findet, ist keine schöne Erfahrung.

Mountainbike-Helme

Es gibt verschiedene Arten von Mountainbike-Helmen. Für aggressiven Downhilleinsatz und Enduro-Rennen tragen die meisten Fahrer*innen einen Integralhelm (auch Fullface-Helm genannt) mit festem Kinnbügel, der bei einem Sturz maximalen Schutz bietet. Im Cross-Country-Bereich sehen die Helme eher wie Rennradhelme aus, haben aber in der Regel ein (manchmal abnehmbares) Visier zum Schutz vor Ästen und einen im Vergleich zu Rennradmodellen weiter heruntergezogenen Schutz am Hinterkopf.

Für Dirtjumping (und auch BMX) sind die Helme schlichtere Konstruktionen, die ursprünglich mal für das Skateboarding entwickelt wurden.

Rennradhelme

Neben der Schutzwirkung, der Passform und dem Tragekomfort sind auf dem Rennrad Aerodynamik, Gewicht und Belüftung wichtige Faktoren, die du berücksichtigen solltest. Welcher dieser Faktoren dir besonders wichtig ist, kommt auf dich und deinen Fahrstil an. Eine möglichst effiziente Belüftung (im Idealfall kombiniert mit gutem Schweißmanagement) durch große Öffnungen ist vor allem dann wichtig, wenn du regelmäßig lange Anstiege fährst.

Aerodynamisch erzielt ein optimierter Helm fast den gleichen Effekt wie hohe Aerolaufräder - für einen Bruchteil des Preises. Diesen Faktor kannst du allerdings ans Ende der Liste stellen, wenn du nur zum Genuss Rennrad fährst. Oft sind Aerohelme allerdings nicht optimal belüftet.

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Sicherheitsmerkmale und Technologien

Alle in Europa als Velohelme verkauften Helme müssen den Anforderungen der EN 1078 genügen. Damit wird ihnen bescheinigt, so designt zu sein, dass sie dein Sichtfeld nicht zu sehr einschränken und ihre Gurte bei einem Aufprall tatsächlich den Helm auf deinem Kopf halten. Die strengsten Anforderungen stellt schließlich die in Australien und Neuseeland benutzte Norm AS/NZS 2063:2020.

Bei der Suche nach einem neuen Helm wirst du schnell auf die Abkürzung "MIPS" stoßen. Sie steht für "Multi Directional Impact Protection System" und ist ein System zur Reduzierung von bei einem Aufprall auf das Gehirn wirkenden Rotationskräften. MIPS ist nicht die einzige Technologie mit diesem Zweck, aber die mit Abstand bekannteste.

Helme mit MIPS oder ähnlichen Techniken verfügen über eine Schicht zwischen Kopf und Helm, die den Kopf daran hindert, sich im Falle eines Sturzes im Inneren des Helms ruckartig zu drehen. Neben dem direkten Aufprall ist das die bedeutsamere (und lange Zeit ignorierte) Ursache von Gehirnerschütterungen. Helme mit dieser Technologie sind meistens etwas teurer als Helme, die diese Technologie nicht haben. Wenn man allerdings ohnehin einen neuen Helm anschaffen möchte, sollte man den geringfügig höheren Aufpreis in Betracht ziehen.

Besondere Bedürfnisse von Frauen

Wer nicht gerade eine Glatze hat, sollte beim Helmkauf unbedingt auf ausreichenden Platz für die Haarpracht achten. Das Problem ist dabei weniger der Kopfumfang, da du die Haare einfach mitmisst und bei Bedarf deswegen zur größeren Helmgröße greifst. Das Nadelöhr sind häufig die Verschlusssysteme am Hinterkopf, wenn du so lange Haare hast, dass du sie zu einem Zopf binden kannst. Manche Helme lassen dir dann nur die Wahl zwischen einem zu lockeren Sitz oder dem unbequemen Einklemmen deiner Haare.

Ein Helm, der neben dem Kopf auch die Frisur schützt! Mit einer Aussparung am Hinterkopf soll man immer noch Ponytail und Dutt tragen können. Doch hält das Modell, was es verspricht? Der erste Eindruck: Die Farbe „mighty blue matt“ finde ich beim Auspacken schon einmal ganz stylish. Der Schirm am vorderen Rand des Helms erinnert mich zuerst an Reiterhof, bei Regen aber sicher praktisch. An der Rückseite entdecke ich dann tatsächlich das halbrunde Loch, durch das die hochgebundenen Haare beim Tragen gerettet werden sollen.

Der Test: Ein Half Bun weit oben am Hinterkopf ist auch mit diesem Helm natürlich nicht drin. Der Kopf soll ja trotz kleiner Aussparung am Helmrand gut geschützt werden. Ich versuche es also mit einem Ponytail, den ich mittig am Hinterkopf binde. Helm auf und siehe da, ich trage Helm mit Pferdeschwanz. Bequem ist er mit der Polsterung im Inneren allemal. Luftkanäle unter der Oberfläche sorgen für ausreichend Belüftung. Im Vergleich zu einem normalen Helm kann ich den Zopf jetzt um die fünf Zentimeter weiter oben binden. Das macht einen größeren Unterschied als man denken mag.

Beim Fahren: Der Helm sitzt, der Zopf hält und ich merke: Ich falle auf. Form und Farbe ziehen die Blicke an, einige Menschen schmunzeln. Ja, auch ich muss mich erst ein wenig an meinen Begleiter beim Fahrradfahren gewöhnen. Klar, der Ansatz büßt beim Tragen ein wenig an Volumen ein. Das ist aber nichts, was man mit ein paar Handgriffen nach dem Fahren nicht beheben könnte. An der Arbeit komme ich morgens mit so einem sicheren Gefühl wie nie zuvor an - und mit perfekt sitzendem Pferdeschwanz.

Zusätzliche Features

Immer mehr Helme für die Stadt werden mit Leuchten ausgestattet, die dich zusätzlich zur Beleuchtung am Rad besser sichtbar machen. Durch ihre höhere Position in deiner Silhouette bist du von LKW oder hinter parkenden Autos einfacher zu erspähen. Die bessere Sichtbarkeit erkaufst du natürlich mit einem höheren Preis und auch höherem Gewicht.

Immer mehr Hersteller statten ihre Helme mit kleinen Sensoren aus, die je nach Hersteller Tocsen, QUIN oder ANGi heißen. Dank eingebauter Beschleunigungsmesser erkennen sie, wenn du stürzt. Durch eine Verbindung mit deinem Smartphone können sie dann eine Kontaktperson benachrichtigen und auch deinen Standort durchgeben.

In-Mold- vs. Schalenhelme

Velohelme werden im Wesentlichen in zwei verschiedenen Verfahren produziert. Beide Verfahren können sichere Helme hervorbringen, sie unterscheiden sich allerdings in Preis, Belüftung und Gewicht.

Bei den meist günstigeren Schalenhelmen werden die Außenschale und der Hartschaum in zwei separaten Arbeitsschritten hergestellt und danach miteinander verbunden. Die Schale muss dafür relativ dick sein, was für guten Schutz gegen Durchstiche sorgt, aber natürlich auch schwerer ist. Hartschalenhelme sind für bestimmte Mountainbikedisziplinen wie Dirtjumping sowie BMX die richtige Wahl.

Die meisten Helme in unserem Sortiment werden im etwas aufwendigeren In-Mold-Verfahren hergestellt. Bei diesem Spritzgussverfahren wird eine Außenschale mit dem Hartschaum in einer einzigen Form (engl. "mold", daher der Name) geformt und verschweißt. Die Schale kann hier dünner sein, was die Helme leichter macht. Außerdem können durch diese Art der Herstellung komplexere Formen, zum Beispiel Belüftungsöffnungen, realisiert werden.


FeatureIn-Mold HelmeSchalenhelme
HerstellungAußenschale und Hartschaum werden in einer Form verschweißtAußenschale und Hartschaum werden separat verbunden
GewichtLeichterSchwerer
BelüftungBessere Belüftung durch komplexere FormenWeniger Belüftungsoptionen
PreisTeurerGünstiger
EinsatzbereichAllgemein, Rennrad, MountainbikeDirtjumping, BMX

Pflege und Lagerung

Helme sind nicht besonders anspruchsvoll, was ihre Lagerung und Pflege angeht. Bei der Reinigung greifst du im Idealfall nur zu warmem Wasser und eventuell etwas Seife. Die Polster des Helms sind meistens mit Klettverschlüssen im Helm befestigt.

Es ist ebenfalls nicht ratsam, den Helm im Hobbykeller direkt neben deinen Farben und Pinseln aufzubewahren.

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