Sich die Sonne auf den Tisch zu holen - in Form von Orangen, Zitronen, Pampelmusen, Mandarinen oder Clementinen bzw. Zubereitungen daraus - ist ein probates Mittel, besonders in der Winterzeit.
Dieses Rezept für Orangenmarmelade wird wunderbar streichfähig und fein - ganz ohne Gelierzucker. Denn in der Schale von Orangen befindet sich genügend Pektin, um die Marmelade auf natürlichem Weg zu gelieren.
Das Pektin, welches als Geliermittel im Gelierzucker eingesetzt wird, gewinnt man aus den Schalen von Äpfeln und Zitrusfrüchten, wie Zitronen und Orangen. Selbstverständlich kann die Kochzeit durch den Einsatz von Gelierzucker verkürzt werden und es kann auch mit weniger Zucker eine streichfähige Marmelade hergestellt werden.
Hier ist das Rezept, um Ihre eigene, natürliche Zitronenmarmelade herzustellen:

Zutaten:
- Orangen
- Zucker
- Zitronensaft
Zubereitung:
- Orangen schälen und grob würfeln.
- Orangenschalen in feine Streifen schneiden.
- Orangen, Orangenschalen sowie Wasser ohne Topfdeckel aufkochen, auf kleine Stufe zurückschrauben und ca. 40 Minuten ebenfalls ohne Topfdeckel köcheln lassen.
- Mischung mit dem Stabmixer pürieren.
- Zucker sowie Zitronensaft beigeben, erneut aufkochen.
- Sobald die Mischung kocht, die Hitze auf mittlere Stufe zurückschrauben und alles unter leichtem Köcheln zu Marmelade einkochen (ca. 45 bis 90 Minuten). Ab und zu umrühren.
Kurz vor dem Ende des Koch-Prozesses, können die Einmachgläser bereitgemacht werden. Gläser dazu gründlich waschen, mit klarem, kaltem Wasser ausspülen und im Backofen bei 120°C (Umluft) ca. 15 Minuten sterilisieren und vorwärmen. Die Gläser müssen warm sein, da sie sonst beim Einfüllen der heissen Marmelade zerspringen können.
Sobald die Marmelade fertig gekocht ist, diese zügig bis zu 0.5 cm unter den Rand in die vorbereiteten Gläser abfüllen. Falls etwas daneben gekleckert wird, die Gläser schnell mit einem feuchten Haushaltspapier reinigen, danach sofort den Deckel aufschrauben und die Orangenmarmelade abkühlen lassen.

Wie erkennt man, ob die Marmelade fertig gekocht ist?
Ob die Marmelade fertig gekocht ist, erkennt man am folgenden Test: Kleinen Teller in den Tiefkühler legen, bis er kalt ist. Dann einen Klecks Marmelade darauf geben und kurz in den Kühlschrank legen, bis er abgekühlt hat (ca. 2-3 Minuten). Geliert sie und läuft beim Schräghalten des Tellers nicht mehr sofort daran herunter, ist sie bereit zum Abfüllen. (Das ist für mich meist der Zeitpunkt, wenn der Marmeladen-Klecks die Konsistenz aufweist, welche ein Hauch vor der Konsistenz ist, die ich gerne für zum Bestreichen meines Frühstücksbrötchens hätte.)
Bei Einmachgläsern mit einem Schraubdeckel erkennt man am zarten Ploppen der Deckel, dass sich im Glas ein Vakuum gebildet hat und die Haltbarkeit sichergestellt ist.
Mit einem besseren Leben beginnt man bekanntlich im Kleinen. Ich beginne hier, bei meinem Marmeladen-Brötchen am frühen Morgen.
Orangen-Marmelade mit nur 3 Zutaten einfach selber machen!
Warum auf Gelierzucker verzichten?
Gelierzucker enthält oft:
- Zucker
- Geliermittel (E 440): E 440 ist amidiertes (mit Ammoniak* behandeltes) Pektin.
- Säuerungsmittel (E 330, E 331): E 330 ist Zitronensäure, die aber nicht aus dem natürlichen Saft oder der Schale einer Zitrone gewonnen wird. E330 wird mittels chemischem Verfahren aus Schimmelpilzen gewonnen, die während ihres Stoffwechsels Zitronensäure produzieren. E 331 ist Natriumcitrat. Das sind Salze der Zitronensäure (E 330) bei denen auch gentechnisch veränderte Organismen zulässig sind. Also eigentlich sind es Salze von aus Schimmelpilz gewonnener Zitronensäure.
- Palmfett: Palmfett enthält einen hohen Anteil an Fettsäuren, die bei übermässigem Verzehr zu hohem Blutdruck, Diabetes, Herzinfarkt, … führen kann. Damit der grosse, weltweite Bedarf gedeckt werden kann (denn Palmfett ist heute fast in jedem zweiten Produkt enthalten), wird für den Anbau von Palmfett Regenwald abgeholzt und auch Kinderarbeit ist keine Seltenheit.
Selbstverständlich sind die Zutaten im Gelierzucker in diesen geringen Mengen nicht allzu bedenklich. Palmfett, E 440, E 330 und E 331 sind aber eben nicht nur in Gelierzucker und somit auf eurem Frühstücksbrötchen enthalten, sondern noch in vielen anderen Lebensmitteln, die täglich konsumiert werden. Schlussendlich ist es wie immer die Summe des Ganzen, die es ausmacht.

Englische Marmelade
Englische Marmelade ist weltweit ein Begriff. Vor allem Orangenmarmelade gehört zu einem original English Breakfast einfach mit dazu. Auch andere Marmeladen von britischen Erzeugern und Spezialitäten wie irischer Honig und Lemon Curd finden Sie hier.
Typisch britisch und unverzichtbarer Begleiter der Tea Time ist die englische Orangenmarmelade. Orangen-Marmelade erfreut sich auch in ihrer bitteren Ausführung wachsender Beliebtheit auf den Frühstückstischen der Schweizer.
In unserem English Food Shop finden Sie gleich mehrere Sorten der Orangenmarmelade. Vom englischen Hoflieferanten Frank Cooper's kommt die typisch englische Spezialität mit fein geschnittenen Orangenschalen. Wer nach einer Marmelade sucht, die weniger bitter schmeckt, sollte die "No Peel Orange" von Wilkin & Sons probieren. Diese Marmelade schmeckt weniger bitter als die typische Orangenmarmelade aus Grossbritannien. Denn hier befinden sich keine fein geschnittenen Orangenschalen in der Marmelade.
Für Liebhaber des herben Geschmacks vom schottischen Whisky empfehlen wir die englische Orangenmarmelade des Hoflieferanten Wilkin & Sons verfeinert mit Malt Whisky. Eine weitere typisch englische Marmelade ist die Ingwer-Konfitüre. Mit feinen Ingwerstückchen schmeckt diese Marmelade von Elsenham in der kalten Winterzeit besonders gut.
In unserer breiten Palette findet jeder seine Lieblings-Marmelade von der beliebten Erdbeer-Konfitüre über Geschmacksrichtungen wie Kirsch und Heidelbeere bis hin zu Aprikosen-Marmelade. Unsere Konfitüren stammen von traditionsreichen und bekannten britischen Unternehmen. So wird Frank Cooper's Oxford Marmelade seit 1874 nach dem gleichen Rezept hergestellt und die Firma Wilkin & Sons ist ein Familienbetrieb, der seit mehr als 100 Jahren die weltweit berühmten 'Tiptree'-Marmeladen herstellt. Ihre Konfitüren sind in Grossbritannien so beliebt und geschätzt, dass sogar das britische Königshaus von ihnen beliefert wird.
Natürlich dürfen neben traditionellen Marmeladen Lemon Curd und andere Brotaufstriche wie guter Heidehonig aus Irland in unserem Angebot nicht fehlen. Alle Produkte eignen sich neben der Verwendung als Brot- und Toastaufstrich auch hervorragend für die Verfeinerung von Gebäck wie Scones und Muffins für die englische Tea Time.
Und was wäre ein echter englischer Scone ohne eine grosse Portion Clotted Cream und Erdbeermarmelade. Mit den fruchtigen Brotaufstrichen lässt sich das ganze Jahr das Frühstück versüssen.
Allerdings ist der intensive und aromatische Geschmack des original irischen Honigs ist viel zu schade, um damit nur ein Glas Milch aufzupeppen. Bienenhonig aus Irland kann Salatdressings und Saucen verfeinern.
Wir haben uns in den traditionellen Anbaugebieten des Mittelmeerraums umgesehen und einige in jeder Beziehung authentische Zitrusfrucht-Marmeladen zusammengetragen, sortenrein und in Kombinationen. Sie werden zu einem hohen Grad in Handarbeit eingekocht, nach überlieferten Rezepturen, die die Traditionen des jeweiligen Ursprungslandes transportieren und so neben der Sorten- auch eine staunenswerte Geschmacksvielfalt bieten - Biodiversität im allerbesten Sinne also.
Weitere Zitrusfrucht-Marmeladen:
- Sizilianischer Mandarinenfruchtaufstrich: Hocharomatische, zum Zeitpunkt der Vollreife von Hand gepflückte Mandarinen der Sorte „Tardivo di Ciaculli“ - unter Kennern gilt sie als eine der besten Sorte überhaupt - sind der Grundstoff dieser köstlichen Marmelade. Sie werden erst spät (= tardivo) - von Januar bis März - geerntet, wodurch ihr Aroma besonders konzentriert ist. Ihr intensiver, lang anhaltender Fruchtgeschmack kommt in der schonend zubereiteten Marmelade unverstellt zum Ausdruck.
- Konfitüre „Drei Südfrüchte“: Ein Geheimtip ist diese Konfitüre aus Südfrüchten, zu deren Herstellung Orangen, Zitronen und Pampelmusen verwendet werden.
- Bitterorangenmarmelade: Die reifen Orangen wurden unmittelbar nach der Ernte eingekocht, das Pektin stammt ausschließlich aus ihren Schalen und Kernen.