Wie lange selbstgemachte Spätzle Kochzeit: Ein umfassender Leitfaden

Spätzle und Knöpfli gehören zu den beliebtesten Beilagen nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Süddeutschland, besonders in Schwaben. Sie sind vielseitig einsetzbar und schmecken sowohl als Beilage zu Fleischgerichten als auch als Hauptspeise, beispielsweise mit Käse, Gemüse oder Pilzen verfeinert.

Spätzli oder Knöpfli: Eine Formsache

Ob länglich oder rund - Spätzli und Knöpfli unterscheiden sich nur in der Form. Für Spätzli wird der Teig von einem Brettchen in schmalen Streifen direkt ins siedende Wasser geschnitten. Für rundliche Knöpfli wird er durchs Knöpflisieb gestrichen.

Doch ungeachtet der Form ist je nach Region und Dialekt eher der eine oder der andere Begriff verbreiteter. Ob länglich oder rundlich ist daher Nebensache. Heiss geliebt werden die Spätzli oder Knöpfli auf jeden Fall!

Der Spätzliteig: So einfach gehts

Der Spätzliteig besteht aus Mehl, Milch, Wasser und Eiern. Spezielles Knöpflimehl gibt den Spätzli mehr Biss. Etwas Hartweizengriess hat denselben Effekt.

Aber auch Weiss-, Ruch- oder ganz fein gemahlenes Vollkornmehl lässt sich gut verwenden. Die Zugabe von Mais-, Kastanien- oder Buchweizenmehlverleiht den Spätzli eine ganz besonders feine Note.

Normalerweise braucht der Spätzliteig Zeit, um sich zu entwickeln. Mit dem Spätzli-Blitz ist er in wenigen Minuten zubereitet, und man braucht ihn nicht einmal mehr quellen zu lassen.

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Spätzli Kochzeit: So gelingen sie perfekt

Zubereitung:

  1. Zuerst das Mehl mit dem Griess, Eiern, Salz, Muskat und Mineralwasser in einer Rührschüssel gründlich miteinander zu einem klebrigen, zähflüssigen Teig verkneten.
  2. Den Spätzleteig mit Hartweizengriess zugedeckt für die nächsten ca. 30 Min. ruhen lassen.
  3. Anschliessend den Teig mit dem Schaber durch eine Spätzlereibe ziehen und direkt in einen grossen Topf mit kochendem Salzwasser fallen lassen.
  4. Einmal aufkochen, umrühren und ca. 1 Minute ziehen lassen.
  5. Dann können die Spätzle bereits mit der Schaumkelle herausgehoben und gut abgetropft werden.

Die richtige Kochzeit ist entscheidend: Die Spätzle sind gar, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Dann können sie mit einer Schaumkelle herausgenommen werden.

Spätzli in Rekordzeit und Variationen

Spätzli treiben es bunt: Ob grün mit fein gehacktem Spinat, ob gelb mit Safran, Kurkuma oder Curry, ob orange oder violett mit Rüebli- bzw. Randensaft: Farbige Spätzli oder Knöpfli sind auf dem Teller ein toller Hingucker!

Leicht süsslich schmecken die Spätzli oder Knöpfli, wenn etwas Quittengelee oder Hagebuttenkonfitüre unter den Teig gemischt wird.

Ein feines Röstaroma erhalten sie, wenn man geröstete, fein gemahlene Haselnüsse beigibt.

Spätzli und Knöpfli: Vielseitige Begleiter

Knöpfli: Die klassische Wildbeilage. Spätzli und Knöpfli sind neben Rotkraut die klassische Beilage zu Wild. Sie schmecken aber auch wunderbar zum Sonntagsbraten oder zu anderen Fleischgerichten mit Sauce.

Und sie passen gut zu den fruchtigen Beilagen, die üblicherweise zu Wildgerichten serviert werden.

Pizokel und Pizzoccheri: Buchweizen-Spätzli

Jede Bündner Familie hat ihr eigenes, gut gehütetes Rezept für die Spätzli-Köstlichkeit Pizokel. Der Teig besteht aus Buchweizenmehl, Weissmehl, Milch, Wasser und Eiern. Die fertigen Spätzli werden mit angebratenem Speck, Salbeiblättern, blanchiertem Spinat, Wirz sowie gekochten Bohnen vermischt und serviert.

Spätzliteig ist ein wichtiger Bestandteil einer weiteren Bündner Spezialität: den berühmten Capuns. Ihre Füllung besteht aus Knöpfliteig mit gewöhnlichem Mehl (nicht Buchweizenmehl) und Salsiz, die Hülle aus blanchierten Mangoldblättern. Die Wickel werden anschliessend in einer Rahmbouillongekocht.

Die Pizzoccheri sind eine Spezialität aus dem Veltlin und dem Puschlav (dort heissen sie Pizzöcar). Trotz der Namensverwandtschaft gehören diese Teigwaren streng genommen nicht zur Knöpfli-Spätzli-Familie: Es handelt sich dabei um kurze, breite Nudeln aus Buchweizenmehl.

Enge Verwandte: Schupfnudeln und Gnocchi

Ebenfalls aus dem süddeutschen Raum kommen die Schupfnudeln, wegen ihrer charakteristischen Form auch Bubenspitzle oder Bubenspätzle genannt. Sie sind mit den Spätzli eng verwandt, werden aber wie die italienischen Gnocchi aus einem Kartoffel-Mehl-Teigzubereitet und von Hand geformt.

Schupfnudeln werden oft zusammen mit Sauerkraut gegessen oder als Beilage zu Wildgerichten oder Zwiebelrostbraten.

Spätzle konservieren

Die frischen, abgetropften Spätzli abfüllen bis ca. 2-3 cm unter dem Rand ohne Flüssigkeitszugabe. Gläser verschliessen und ab in den Steamer, in den Wecktopf oder ins Wasserbad für 120 Minuten bei 100° Grad.

Eine ideale Konservierungsmethode wenn ich die Spätzli zur Arbeit mitnehmen möchte, für die Ferien vorgekocht habe, oder keinen Tiefkühler habe. Klassisch, einfach und schnell griffbereit.

Wenn ich die Spätzli schnell brauche, einfach 1 Min. ins kochende Wasser geben, anschliessend abgiessen.

Spätzle trocknen

Wer einen Dörrex hat, oder auch im Backofen bei ca. 50-70 Grad können die Spätzli getrocknet werden. Wenn man nach dem Abtropfen etwas Olivenöl untermischt, kleben sie auch nicht zusammen.

Rezeptvarianten

Der Spätzliteig besteht aus Mehl, Milch, Wasser und Eiern. Spezielles Knöpflimehl gibt den Spätzli mehr Biss. Etwas Hartweizengriess hat denselben Effekt.

Bei der Veganen Variante ersetzen wir die Eier und die Milch durch eine andere Flüssigkeit. Dazu kann man nur Wasser oder Sojamilch nehmen.

Weitere Rezeptideen

  • Käsespätzle
  • Spätzli-Gemüse-Gratin
  • Quarkspätzle
  • Spinatspätzle
  • Kürbis-Knöpfli
  • Raclette-Pfännchen Käsespätzli
  • Spätzli mit Mangold
  • Kräuter-Käsespätzle
  • Bärlauchspätzli
  • Spätzli an Schinken-Rahm-Sauce

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