Italien - das weckt die Sehnsucht nach Sonne, Meer, dem Essen unter freiem Himmel und all den Köstlichkeiten, die die hervorragende Küche des Landes zu bieten hat. Nach dem Duft von frisch geriebenem Parmesan, würzigen Kräutern und gutem, einfachen Landwein. Die italienische Küche gehört zu den beliebtesten der Welt, sicher nicht zuletzt, weil sie uns auch immer ein wenig an Urlaub erinnert. Jede Region hat ihre eigene Küche: Während Küstengebiete wie Ligurien vom Fischfang geprägt sind, hat man sich in den südlichen, kargen Regionen wie Kalabrien und Sizilien auf die Schaf- und Ziegenzucht und damit auf die Käseproduktion spezialisiert.
Egal, wie sehr sich die Speisen der verschiedenen Regionen Italiens unterscheiden, die Art sie zu konsumieren ist überall gleich: Nicht alleine zu Hause, sondern mit der ganzen Familie, Nachbarn oder Freunden, gerne auch in einem Restaurant. Das gemeinsame Essen ist ein wichtiges Ritual, das ausgiebig zelebriert wird. Seit jeher war es in Italien Tradition, an Fest- und Feiertagen vor dem Primo Piatto kleine, selbstgemachte Köstlichkeiten auf den Tisch zu bringen. Diese enthalten Gemüse, häufig auch Fleisch oder Fisch und sollen den Appetit anregen.
Auch heute wird dabei oft zunächst mit kalten Antipasti wie marinierten Artischocken, Oliven oder Pilzen sowie Parmaschinken mit Melone gestartet. Überraschen Sie Ihre Gäste doch mal mit einer großen Platte unterschiedlich belegter Crostini - diese Vorspeise ist nicht nur äußerst schmackhaft, sondern auch dekorativ. Oder Sie belegen geröstetes Brot mit gegrilltem Lardo-Speck - einer weiteren einzigartigen Spezialität der italienischen Küche, die sich nur im Original nach ihrem Herkunftsort Lardo di Colonnata nennen darf. Diese Delikatesse trägt aufgrund ihrer aufwendigen Herstellung köstliche Aromen von Pfeffer, Rosmarin, Knoblauch, Nelken und Zimt in sich.
Pizza und Pinsa: Italienische Teigwaren-Klassiker
Ihren Ursprung hat die Pizza in Neapel, damals diente sie den Bewohnern als einfaches Mittel, um satt zu werden. Heute gehört sie zu den beliebtesten Gerichten weltweit und auch in Deutschland findet man kaum einen Ort, in dem es nicht irgendwo eine Pizza zu kaufen gibt. So gut wie in Italien schmeckt sie uns allerdings selten, was daran liegt, dass es bei ihrer Zubereitung einiges zu beachten gilt. Die perfekte Pizza sollte einen dünnen, knusprigen Boden und einen saftig-würzigen Belag haben.
Für einen gelungenen Pizzateig ist das richtige Mehl besonders wichtig: es sollte möglichst viele Klebereiweiße enthalten, damit der Teig schön elastisch und nach dem Backen herrlich knusprig wird. Auch die finale Zubereitung ist wichtig: Nur wenn die Pizza sehr heiß (über 350 Grad) und kurz (maximal 5 Minuten) gebacken wird, schmeckt sie so gut wie aus dem Steinofen Ihres Lieblingsitalieners. Ein herkömmlicher Ofen kann diese Temperatur von 350 Grad allerdings nicht erreichen, daher wird ein spezieller Ofen benötigt, der für die Zubereitung von Pizza ausgelegt ist.
Entscheidend für gute, selbstgemachte Pizza ist außerdem ein verlässliches Rezept für Pizzateig. Eine wunderbare Alternative ist unsere frisch vorgebackene Pizza aus Neapel. Die frische, typisch neapolitanische Pizza entsteht aus hochwertigem, italienischem Mehl. Eine lange Teigruhe und schonendes Vorbacken im Steinofen sind das Geheimnis ihres guten Geschmacks. Äußerst beliebt ist neben Pizza seit einiger Zeit auch Pinsa. Anstatt aus Hefeteig wird Pinsa aus Sauerteig hergestellt. Außerdem werden unterschiedliche Mehlsorten verwendet. Entscheidend ist außerdem die äußerst lange Teigruhe von bis zu 72 Stunden.
Unsere vorgebackenen Pizzaböden für knusprig-luftige Pinsa Romana entstehen nach original italienischem Rezept. Bei 250 °C gelingen sie in nur etwa 5-6 Minuten im Backofen außen wunderbar knusprig und innen herrlich luftig. Belegen lassen sich die Pinsa-Böden ebenso wie Pizza mit Tomatensugo, Käse (Mozzarella, Parmesan, Pecorino) sowie weiteren Lieblingszutaten.
Wie man Pizza macht | SWR Handwerkskunst

Pasta: Vielfalt und Tradition
Fussili, Gnocchi, Tagliatelle - auch bei Pasta hat jede Region ihre eigene Tradition. Und das Sortenreichtum scheint schier unendlich - rund 250 verschiedene Nudelformen soll es geben. Früher war „pasta fatta in casa“ - also hausgemachte Pasta - in Italien selbstverständlich und das entsprechende Familien-Rezept wurde über Generationen weitervererbt. Fest steht: Selbstgemachte Nudeln schmecken einfach am besten, doch ihre Herstellung ist durchaus zeitintensiv.
Eine Nudelmaschine, wie etwa unser hervorragender Pasta-Vollautomat, der automatisch wiegt, mischt, rührt und ketet und mit 7 Vorsätzen für unterschiedliche Pastasorten kommt, kann die Arbeit erheblich erleichtern. Wer die Pasta trotzdem lieber kaufen möchte, sollte auf Produkte setzen, die nach altem Hausrezept und mit möglichst viel Handarbeit gefertigt wurden. Dazu zählt etwa unsere traditionelle Toskana-Pasta, die mit viel Handarbeit nach altem Hausrezept hergestellt wird. Dank hochwertigem Hartweizengrieß verfügt sie über einen besonders hohen Proteingehalt von 13,5 %. Langsame kalte Bronzepressung erzeugt die poröse Oberflächenstruktur, mit der Saucen besser aufgenommen werden können.
Die anschließende Trocknung (je nach Sorte 24-72 Stunden) sorgt für eine angenehme Konsistenz. Entgegen der landläufigen Meinung gibt es in Italien auch Pasta mit Ei. Unsere köstliche Frischei-pasta lassen wir in Campofilone, Italiens berühmtesten Pastadorf, herstellen. Für ihren herausragenden Geschmack sorgen bis zu 8 Eier auf 1 kg Mehl sowie der gänzliche Verzicht auf die Zugabe von Wasser. Sorgsam verarbeitet und schonend über mehrere Tage getrocknet entstehen köstliche Gourmet Eier-Linguine, Gourmet Eier-Fettuccine und Gourmet Eier-Tagliatelle von fester Konsistenz, feiner, goldgelber Farbe und einem herausragenden Geschmack. Ein weiterer Pluspunkt ist ihre äußerst kurze Kochzeit von lediglich 2-3 Minuten.
Doch erst durch eine exzellent abgestimmte Sauce erhalten Pasta-Gerichte wie Spaghetti Bolognese, Lasagne oder Pasta all’arrabbiata den richtigen Pfiff. Tomaten stellen dabei meist die Grundlage dar - sie verleihen der Sauce ihr intensiv-fruchtiges Aroma. Dies gelingt allerdings nur, wenn die Qualität stimmt und die Früchte ausreichend Zeit hatten, in der Sonne des Südens zu gedeihen. Als aromatischste Speisetomaten der Welt gelten San-Marzano-Tomaten, die am Fuße des Vesuvs wachsen. In diesem Gebiet ist der Boden aufgrund der mineralstoffreichen Vulkanerde besonders fruchtbar, was zum wunderbar würzigen Geschmack der Tomaten beiträgt. Würzige Basis sind vollreif geerntete San Marzano Tomaten.
Risotto: Cremige Köstlichkeit
Für Risotti werden spezielle Rundkornreissorten verwendet, von diesen eignen sich Arborio, Carnaroli und Vialone Nano am besten. Arborio hat den Vorteil, dass er sehr ergiebig ist und auch bei längerer Garzeit einen angenehm bissfesten Kern bewahrt. Die großen festen Körner des Carnaroli sind bei Köchen beliebt, da sie die Aromen anderer Zutaten hervorragend absorbieren. Bei der Zubereitung sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der Reis vor dem Kochen nicht gewaschen wird, denn die ihm anhaftende Stärke unterstützt seine angenehm cremige Konsistenz.
Neben dem typischen Risotto alla Milanese, bei dem traditionell Butter, Rindermark, Fleisch, Safran, Salz und Parmesan verwendet werden, sind der Kreativität bei der Zubereitung von Risotti kaum Grenzen gesetzt. In den Küstenregionen Italiens werden sie gerne mit Fisch oder Meeresfrüchten serviert, doch auch in Kombination mit Gemüse oder Pilzen schmecken sie ganz vorzüglich. Geriebener Parmesan verleiht dem Gericht eine hocharomatische Endnote.
Besonders schnell und einfach gelingen köstliche Risotti mit unseren feinen Risotto-Mischungen mit hochwertigem Carnaroli-Reis, die in nur 15-18 Minuten gelingen. Probieren Sie doch einmal ein unserer vielen abwechslungsreichen Risotto-Rezepte aus der Hagen Grote Küche, zum Beispiel Safran-Spargelrisotto, Gemüse-Trüffel-Risotto, Scampi in Kartoffelkruste auf Gorgonzola-Risotto mit Cocktailtomaten-Pesto, Poulardenbrust-Schnitzel in Parmesan-Kruste auf Limetten-Risotto oder Ossobuco e Risotto alla milanese. Vergessen Sie anbrennen oder überkochen: Mit 6 voreingestellten Programmen gelingen Ihre Speisen perfekt.
Dolci: Der süße Abschluss
„Dolce“ - dieses Wort sollte man sich genauso auf der Zunge zergehen lassen, wie die damit betitelten italienischen Süßspeisen aller Art. Dolci sind das kulinarische Finale eines echten italienischen Essens. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich auch „biscotti“, dabei handelt es sich um spezielle Plätzchen, die nach dem Essen in einen typisch italienischen Süßwein eingetaucht werden können. Eine weitere beliebte, italienische Spezialität sind Mandel-Dolcetti. Das klassische Mandelgebäck ist in Sizilien beheimatet und wurde dort bereits vor 1100 Jahren im Martorana-Kloster in Palermo gebacken. Bis heute werden sie am Fuße des Ätnas sorgsam von Hand aus hochwertigen, regionalen Zutaten, wie erntefrischen Mandeln, Eiweiß, Zucker und Honig, geformt.
KöStlich zum Kaffee oder als erfrischendes Dessert sind sizilianische Ricotta-Kuchen in den Geschmacksrichtungen Zitrone und Mandarine. Ehemals nur zum Karneval erhältlich waren sizilianische Cannoli, knusprige kleine Teigröhrchen gefüllt mit feinster Ricottacreme in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Heute gibt es sie das ganze Jahr über. Mittlerweile ist die feine Gebäckspezialität, die auch optisch ein Hingucker ist, in ganz Italien sowie bei Genießern in aller Welt beliebt. Eine besondere Delikatesse aus Turin sind Turiner Fruchtwürfel umhüllt von zartschmelzender Schokolade. Die feinen Gelee-Würfel werden nach einem traditionellen Rezept aus den hochkonzentrierten Pürees frischer Früchte und reinem Fruchtsaft gefertigt. Die Herstellung der drei Sorten Ingwer, Orange und Sauerkirsche erfolgt in kleinen Chargen. Nur auf diese Weise können Qualität, Frische und die herrlich weiche Textur sichergestellt werden. Umhüllt werden die köstlichen Fruchtgelee-Würfel von hochwertiger Zartbitterschokolade mit mindestens 70 % Kakaoanteil.
Aus sonnengereiften sizilianischen Zitronen der Sorte Femminello Siracusano, frischer Sahne und einzigartig weichem, dreifach destilliertem Grappa entsteht diese edle Spirituose der berühmten Destillerie Bottega.
Rezept-Ideen für warme Teigwaren-Vorspeisen
Hier sind einige Rezeptideen, die Sie ausprobieren können:
- Spaghetti mit Schnittlauchsauce: Ein einfaches Standardrezept, welches aber etwas Zeit benötigt. Für die Spaghetti mit Schnittlauchsauce einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen, Spaghetti einlegen und al dente kochen.
- Ricotta-Basilikum-Cannelloni: Für Ricotta-Basilikum-Cannelloni Zwiebel und Knoblauch fein hacken, Basilikum in feine Streifen und den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden.
- Spargel-Tagliolini: Für die Spargel-Tagliolini zuerst die Tagliolini in reichlich Salzwasser al dente (bissfest) kochen und abseihen.
- Pasta mit Gemüse und Salakis:
- Zutaten: 2 Packungen Salakis Natur (200g), 200 g Penne Rigate, 250 g Rüebli, 1 kl. Zucchetti (ca.
- Zubereitung: Rüebli (Karotten) schälen, waschen und in Scheiben schneiden. Zucchetti waschen und in Scheiben schneiden. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Pilze etwas säubern, Stiel abtrennen und dann halbieren.2Penne Rigate in ein Sieb giessen und abtropfen lassen. Olivenöl in einer grossen Pfanne erhitzen und das vorbereitete Gemüse darin ca. 8 Minuten unter Wenden braten. Nach ca. Tomaten waschen, halbieren. Oregano waschen, trocken schütteln, Blättchen von den Stielen zupfen und hacken. Salakis würfeln. Salatblätter waschen, trocken schütteln.
Weitere Rezept-Inspirationen:
- Die getrockneten Tomaten und der Knoblauch geben diesem Gericht einen super Geschmack.
- Ob als Grundlage für eine Sauce, für eine Pizza oder zusammen mit Teigwaren, eine Tomatensauce ist vielfältig verwendbar und lecker noch dazu! Eine etwas andere Tomatensauce, mit feinen Cherrytomaten und Basilikum.
- Ich liebe dieses schnelle Rezept. Man muss lediglich das Poulet etwas früher marinieren, ansonsten geht es unglaublich schnell.
- Fenchel und etwas Schärfe durch den Chorizo, dominieren in diesem interessanten Rezept.
- Das bisher einfachste und schnellste Rezept in unserem Repertoire.
- Ein Rezept für Lauch- und Senf-Liebhaber. Relativ schnell zubereitet und benötigt nur wenig Zutaten. Den grobkörnigen Senf bekommt man z.B.
- Ein passendes Pastagericht mit Peperoni und Petersilie für den Sommer.
- Dieses Rezeptvariante ist stark an das ursprüngliche Rezept von "Spaghetti alla carbonara" angelehnt.
- Warme Salatgurken an Asiatischen Teigwaren? Ein etwas gewöhnungsbedürftiges Rezept, welches man aber unbedingt einmal versuchen sollte.
| Gericht | Hauptzutaten | Besonderheit |
|---|---|---|
| Spaghetti mit Schnittlauchsauce | Spaghetti, Schnittlauch, Sahne | Einfach und schnell zubereitet |
| Ricotta-Basilikum-Cannelloni | Cannelloni, Ricotta, Basilikum, Mozzarella | Vegetarisch, aromatisch |
| Spargel-Tagliolini | Tagliolini, Spargel, Butter, Parmesan | Saisonal, frisch |
| Pasta mit Gemüse und Salakis | Penne, Karotten, Zucchini, Salakis | Leicht, mediterran |