Österreich ist nicht nur für seine beeindruckenden Alpenlandschaften und seine reiche Kultur bekannt, sondern auch für seine unvergleichliche Mehlspeisenküche. Von traditionellen Klassikern bis zu modernen Interpretationen bietet das Land eine Vielzahl süßer Köstlichkeiten, die jeden Gaumen verwöhnen. Schon die österreichischen Kaiser liebten die süssen Schmankerl der österreichischen Küche.
Hier sind einige der bekanntesten und beliebtesten österreichischen Desserts, die Sie unbedingt probieren sollten:
Kaiserschmarrn
Ein absoluter Klassiker der österreichischen Mehlspeisenküche und weckt Kindheitserinnerungen.
Der weltbeste Kaiserschmarrn - Kaiserschmarren so fluffig und lecker

Kaiserschmarrn: Ein Klassiker der österreichischen Mehlspeisenküche
Es gibt viele Legenden und Geschichten über die süsse Köstlichkeit, das Original-Dessert gelingt sicher mit unserem einfachen Rezept. Du musst ihn besonders luftig machen, dass ist wichtig!“ meinte meine Mutter, als ich sie kürzlich nach Ihrer Zubereitung des Kaiserschmarrens fragte.
Superschnelles Kaiserschmarren-Rezept
Dieses superschnelle Kaiserschmarren-Rezept begeistert mit einfacher Zubereitung in nur 15 Minuten. Die Hofdiener nannten dieses Gericht «A Schmarrn, des am Kaiser zu servieren».
Zutaten:
- 4 Eier
- 2 dl Milch
- 100 g Mehl
- 1 Prise Salz
- 1 Päckli Vanillezucker
- 2 - 3 EL Butter, in Flocken geschnitten
- Nach Belieben Mandelsplitter und/oder Rosinen
- Zum Bestäuben Puderzucker
- Etwas Zitronenabrieb
- 35 g Zucker
Zubereitung:
- Eier trennen. Eigelb mit Milch, Mehl, Vanillezucker, 20 g Zucker und Zitronenabrieb und Salz zu einem Teig verrühren.
- Eiweiss mit 15 g Zucker steifschlagen und unter die Masse heben.
- Butter in der Pfanne erwärmen.
- Ca. 35 min. 20 min. 15 min. Das Eigelb mit Vanillezucker und Zucker cremig rühren. Nun die Eigelbmischung dem Schnee unterheben bis ein glatter Teig entsteht, danach 3 Spritzer Mineral hinzugeben. Nun die Butter in einer Pfanne schmelzen und erwärmen, den Teig in die Pfanne giessen. Sobald der Teig eine gute Festigkeit angenommen hat, diesen mit dem Kochlöffel zerteilen. Unter ständigem Wenden und zerteilen weiter köcheln lassen.
Apfelstrudel
Ein Klassiker unter den österreichischen Desserts - genau wie die Sachertorte. Mit diesem Rezept schmeckt und gelingt der Apfelstrudel wie das Original aus Wien. Das Geheimnis ist die Fülle: Äpfel, Rosinen, Nüsse und Zimt. Wie alle Mehlspeisen wird auch der Apfelstrudel in Österreich gerne lauwarm als Hauptgericht nach einer Suppe serviert. Er schmeckt aber auch abgekühlt traumhaft zum Nachmittagskaffee. Das ausgezogene Österreichische Apfelstrudel Rezept schmeckt einfach traumhaft.

Apfelstrudel: Ein Klassiker der österreichischen Küche
Rezept für Apfelstrudel
Zutaten:
- Strudelteig Strudel- oder Blätterteig
- ca. 1,5 kg Äpfel
- 80 - 100 g Zucker nach Bedarf
- 4 EL Rosinen Rum
- Zitronensaft Zimt
- Gewürznelkenpulver
- Staubzucker zum Bestreuen
- reichlich flüssige Butter oder evtl. 1 Ei zum Bestreichen
- 100 g Semmelbrösel
- 3 EL Butter
- 3 EL geriebene Haselnüsse
Zubereitung:
- Teig nach Wunsch selbst zubereiten bzw. gekauften Teig vorbereiten. Rosinen mit Rum beträufeln und ziehen lassen.
- Für die Nussbrösel die Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen. Semmelbrösel zugeben und bei massvoller Hitze langsam goldbraun rösten. Gegen Schluss die Nüsse einrühren, kurz durchrösten und wieder vom Herd nehmen.
- Äpfel schälen, blättrig schneiden und rasch mit Zitronensaft beträufeln. Dann, je nach Säure der Äpfel, mehr oder weniger Zucker beigeben, Nelkenpulver sowie eine kräftige Prise Zimt untermischen. Backrohr auf 180 °C Heissluft vorheizen, eine passende Backform mit Butter ausstreichen.
- Den vorbereiteten Strudelteig am besten so aufbreiten, dass der Strudel dann auf einem Backpapier zu liegen kommt. Nussbrösel auf etwa die Hälfte des Teiges verteilen. Äpfel sowie Rosinen darüberstreuen. Restliche Teigfläche grosszügig mit flüssiger Butter bestreichen, Ränder seitlich einschlagen und den Strudel einrollen. Die Enden gut verschliessen und den Strudel mithilfe des Backpapiers in die Form heben. (Bei Blätterteig die Apfelfülle in der Mitte auftragen, Seiten und Ränder zur Mitte hin zusammenklappen und die Verschlussstellen gut festdrücken.)
- Je nach Teig mit flüssiger Butter (Strudelteig) oder Ei (Blätterteig) bestreichen und 40-50 Minuten goldbraun backen (Blätterteig etwas kürzer backen). Fertigen Strudel herausheben, überkühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen. Lauwarm oder kalt auftragen.
Sachertorte
Ganz klar: Die Wiener Sachertorte, ein Schoggikuchen mit Aprikosenkonfi (in Österreich Marillenmarmelade genannt) und Schokoladenglasur ist ein österreichischer Klassiker. Zahlreiche Touristen besuchen täglich das edle Hotel Sacher in der Wiener Innenstadt, um ein Stück der saftigen Torte zu ergattern. Natürlich nur in Kombi mit einem Kaffee und ganz viel frischem Schlagrahm, den man in Österreich Schlagobers nennt. Die Sachertorte ist sogar im Register der traditionellen Lebensmittel eingetragen. Dort sammelt ein österreichisches Ministerium bestimmte Esswaren als Kulturgut. Und zugegeben: Dabei handelt es sich bei diesem Schoggikuchen auf jeden Fall. Und: Sie ist auch wirklich unglaublich lecker.

Sachertorte: Der Schokoladenkuchen-Klassiker aus Wien
Marillenpalatschinken
Palatschinken - wir kennen sie in der Schweiz als Crêpes - sind süsse Teigfladen, die mit Aprikosenkonfi gefüllt werden.

Marillenpalatschinken: Süße Teigfladen mit Aprikosenkonfitüre
Rezept für Marillenpalatschinken
Zutaten:
- 400 ml Milch
- 200 g glattes Mehl
- 1 TL Kristallzucker
- 1 Prise Salz
- 4 Eier
- 5 EL Öl (zum Backen)
- 200 g Marillenmarmelade
- Puderzucker, evtl. Rum
- 200 g Schlagrahm
Zubereitung:
- Milch mit Mehl, Zucker, Salz verquirlen, Eier nach und nach untermischen. Sollten dabei Klümpchen entstehen, giesst man den Teig durch ein Sieb. Teig ca. 15 Minuten ruhen lassen.
- Ofen auf 50 Grad vorheizen. Eine beschichtete Pfanne erhitzen und dünn mit Öl ausstreichen (Naturhaarpinsel verwenden). Soviel Teig eingiessen, dass der Pfannenboden dünn bedeckt ist. Pfanne dabei leicht schräg halten, dann drehen, damit der Teig gleichmässig verläuft. Wenn die Oberseite trocken ist und die Unterseite Farbe genommen hat, die Palatschinke wenden.
- Ebenso aus dem übrigen Teig weitere Palatschinken backen, fertige Palatschinken übereinander legen und im vorgeheizten Ofen warm halten.
- Konfi erwärmen und eventuell mit wenig Rum verfeinern. Palatschinken mit der Konfi bestreichen, einrollen, auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit Staubzucker bestreut servieren. Mit dem Schlagrahm und Minze garnieren.
Marmorguglhupf
Klar, Guglhupf kennen wir auch bei uns in der Schweiz. Aber er ist auch typisch wienerisch: Ein Marmorguglhupf darf nämlich in keiner Glasvitrine eines guten Kaffeehauses fehlen. Gemeinsam mit Apfelstrudel und Sachertorte zählt er zu den Süssspeisen, die am liebsten zu «Kleinem Braunen», «Melange» und den vielen anderen österreichischen Kaffeearten gegessen werden. Ein Marmor Gugelhopf ist klassisch, traditionell und altbewährt. Hier ein Rezept für Gugelhopf, das in keiner Sammlung fehlen darf. Der einfach Schoko-Nuss Gugelhopf schmeckt sehr köstlich.

Marmorguglhupf: Ein Klassiker der Wiener Kaffeehauskultur
Rezept für Marmorguglhupf
Zutaten:
- 200 g Butter
- 4 Eier
- 250 ml Milch
- 100 g Kristallzucker
- 80 g Puderzucker
- 1 Pkg. Vanillezucker
- 400 g Mehl
- 1 Pkg. Backpulver
- 3 - 4 EL gesiebtes Kakaopulver
- 1 Schuss Rum
- abgeriebene Zitronenschale
Zubereitung:
- Ofen auf ca. 170 °C Heissluft vorheizen und Guglhupfform mit flüssiger Butter ausstreichen.
- Butter mit Eigelb schaumig rühren, Puderzucker beifügen und cremig rühren. Vanillezucker und etwas Zitronenschale dazugeben.
- Eiweiss mit Kristallzucker zu steifem Schnee schlagen. Mehl mit Backpulver vermengen und die Hälfte davon mit der Milch in die Dottermasse einrühren, dann abwechselnd Schnee und Mehl unterheben.
- Etwas weniger als die Hälfte der Masse in die Guglhupfform füllen. Den Rest mit Kakaopulver dunkel färben und mit einem Schuss Rum abschmecken und dazugeben.
- Den Stiel eines Kochlöffels wellenartig durch beide Massen ziehen.
- 50 - 55 Minuten backen. Etwas auskühlen lassen und stürzen. Nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestreuen.
Ziachkiachle
Ziachkiachle sind ein österreichischer Dessert aus dem Ötztal. Aber auch in Wien isst man sie ab und zu. Es handelt sich dabei um Germteig mit frischen Johannisbeeren oder Preiselbeerkonfi und Puderzucker.

Ziachkiachle: Ein traditionelles Dessert aus dem Ötztal
Rezept für Ziachkiachle (8 Portionen)
Zutaten:
- 1/2 kg Weizenmehl
- 20 g Germ/Hefe
- 15 g Zucker
- 1/4 l Milch
- 2 Eigelb
- 2 EL Rum
- 30 g Butter
- Fett zum Herausbacken
Zubereitung:
- Den Germteig zubereiten und gehen lassen, dann löffelgrosse Kugeln ausstechen und mit bemehlter Hand am Brett runden, nochmals zugedeckt aufgehen lassen.
- Die Kugeln „ausziehen“, sodass in der Mitte eine dünne Teigschicht und am Rand ein Wulst entsteht. Dann ins heisse Backfett gleiten lassen und schnell heisses Fett darüber schöpfen, umdrehen und goldgelb backen. Beim Herausnehmen gut abtropfen lassen, am besten auf Küchenpapier.
- Frische Beeren oder Preiselbeerkonfi in die Mitte des Kiachle geben und mit Puderzucker bestäuben.
Marillenknödel
Der Marillenknödel (Marille = Aprikose) ist zwar ein Dessert aus Österreich, vermischt aber Feines aus der ganzen Welt: Innen eine ursprünglich chinesische Frucht (Aprikose) mit einer Pflanze aus den Tropen (Zucker) und einer österreichischen Zubereitungsidee (Knödel). Vereint wird das Ganze in einem feinen Dessert mit einer säuerlichen Überraschung im Kern. Unbedingt ausprobieren!

Marillenknödel: Ein Dessert mit internationalem Einfluss
Rezept für Marillenknödel
Zutaten:
- 260 g Topfen (Quark)
- 130 g Mehl
- 2 Eier
- 1 Prise Salz
- 1 EL Sauerrahm
- 100 g zimmerwarme Butter
- etwas gemahlener Zimt
- 1 Zitrone
- 140 g Semmelbrösel
- Butter
- Zucker
- 1 Vanilleschote
- 400 g kleine reife Marillen (Aprikosen)
- je Aprikose 1 Stück Würfelzucker
- Strohrum
- Puderzucker
Zubereitung:
- Quark über Nacht in einem Sieb abtropfen lassen. Am nächsten Tag mit Mehl, Eiern, Salz, Sauerrahm, Butter und etwas gemahlenem Zimt vermischen. Mit dem Abrieb von einer Zitrone verfeinern und zu einem geschmeidigen Teig kneten.
- Semmelbrösel in Butter rösten. Etwas Zucker dazugeben. 1 Vanilleschote längs halbieren und das Mark auskratzen. Mit den Bröseln vermischen und zur Seite stellen.
- Aprikosen (Marillen) waschen und mit einem kleinen Schnitt den Kern entfernen und die Stelle nun mit je 1 Stück Würfelzucker, das mit Strohrum getränkt wurde, befüllen.
- Aus dem hergestellten Teig kleine Knödel formen, diese von der Mitte aus etwas flach aufdrücken, ein Stück vorbereitete Marille einlegen, mit Teig umschliessen und in Knödelform bringen.
- Die Marillenknödel in kochendes Salzwasser (nur wenig Salz) geben. Temperatur reduzieren und ca. 20 Min. köcheln.
- Der Teig muss gar sein, bevor die Knödel mit einem Lochschöpfer behutsam aus dem Wasser gehoben werden. Gut abtropfen lassen und in den gerösteten Semmelbröseln drehen.
- Mit reichlich Puderzucker bestäuben und heiss servieren.
Weitere Köstlichkeiten
- Germknödel: Germknödel 🥰 Wer liebt sie auch so? GermknödelZubereitung: 45 Min.Etwas Übung erforderlich10 Stücke
- Buchteln: Ich liebe flaumige Buchteln und es gibt wahrscheinlich kein Rezept, dass mich mehr an meine Kindheit in Österreich erinnert. Buchteln, von meiner Tante Jolanda gerne auch „Wuchteln“ genannt, sind eine wirklich traumhafte österreichische Mehlspeise.
- Krapfen: Faschingszeit ist Krapfenzeit! Flaumige Krapfen gefüllt mit Marillenmarmelade sind bei mir mit Kindheitserinnerungen verbunden. Luftige Krapfen (Berliner) dürfen an Fasching nicht fehlen! Meine Kinder lieben sie und auch ich verbinde die Faschingszeit mit dem leckerem Gebäck. Meine luftigen Krapfen werden nicht frittiert sondern im Ofen gebacken. Die gesünderen Ofenberliner sind ideal für Kinder und schmecken nicht nur in der Faschingszeit.
- Zwetschgenknödel: Ich liebe süsse Knödel und jetzt in der Zwetschgenzeit ist es deshalb höchste Zeit für traumhafte Zwetschgenknödel. Eine köstliche Hülle aus Kartoffelteig und einer saftigen Zwetschge innen.
- Linzer Torte: Die Linzer Torte ist ein beliebter Klassiker und schmeckt immer. Nicht umsonst ist die „Original Linzer Torte“ eines meiner Rezepte auf dem Blog und auf Youtube.
- Apfelpfannkuchen: Es gibt duftende Apfelpfannkuchen zum Frühstück, die lieben alle! Die feinen Apfelpfannkuchen sind super schnell zubereitet, schmecken zum Brunch, als süsses Mittagessen oder schnelles Dessert traumhaft.
- Mohnschnecken: Duftend aus dem Ofen und am liebsten noch lauwarm gegessen, sind die kleinen Mohnschnecken einfach ein Traum. Ich liebe flaumigen, leichten Hefeteig und alles mit Mohn.
- Eiersterz: Für den Eiersterz aus denn Zutaten einen glatten Teig rühren und auf ein gut gefettetes Blech (mit hohem Rand) ca.
- Schoko-Nuss Gugelhopf: Der einfach Schoko-Nuss Gugelhopf schmeckt sehr köstlich.
- Rhabarberkuchen: Ihre Familie wird von diesem hervorragenden Rhabarberkuchen total begeistert sein.
- Heidelbeercreme: Das feine Rezept für Heidelbeercreme besteht aus Heidelbeeren, Zitronensaft, Joghurt und Creme fraiche.
- Zimtschnecken: Die Birnen gut waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Birnen nicht schälen. Zimtschnecken in dünne Scheiben schneiden. Die Zimtschneckenscheiben mit Milch, Schlagobers, Vanillezucker und Salz vermischen.
- Topfenknödel: Wenn es ein Gericht gibt, dass mich an meine Kindheit erinnert dann sind das Topfenknödel.
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