Stracciatella auf Pizza: Ein cremiger Genuss der italienischen Küche

Stracciatella, ein supercremiger Käse aus faserigem Käsebruch und Rahm, ist eine wahre Gaumenfreude. Ursprünglich aus Apulien stammend, hat sich dieser italienische Frischkäse zu einer beliebten Zutat in der modernen Küche entwickelt. Besonders auf Pizza entfaltet Stracciatella sein volles Aroma und sorgt für ein unvergleichliches Geschmackserlebnis.

Was ist Stracciatella?

Der Name Stracciatella leitet sich vom italienischen Wort «strattare» (dehnen) ab und verweist auf die Herstellung und das Aussehen des Käses. Obwohl Stracciatella eigentlich nur die zerkleinerten Mozzarella-Stränge bezeichnet, wird der Name häufig auch für die Kombination aus zerkleinertem Käse und Rahm verwendet. Hergestellt wird sie aus frischem Rahm und gezogenem Mozzarella-Bruch, also der gallertartigen Masse, die bei der Käseherstellung entsteht.

Die Geschichte der Stracciatella

Erfunden wurde der Frischkäse aus der Not heraus in Apulien, wo der Büffelmilch-Mozzarella traditionell zu einem Knoten statt wie anderswo zu einer Kugel geformt wird. Und weil diese Knoten nach einem Tag im Regal schnell fest werden, wurden die Knoten Anfang der 1920er Jahre in feine Fäden zerteilt und in Rahm eingeweicht. Der Stracciatella war geboren!

Stracciatella vs. Burrata

Wer einen Burrata aufschneidet, dem fliesst dieser Frischkäse wie Lava entgegen: Stracciatella ist die ultracrèmige Käsemasse, die im Innern des Burrata steckt. Burrata kommt ursprünglich aus Andria in Apulien und wird aus Kuhmilch hergestellt. In einer Hülle aus Mozzarella befindet sich Stracciatella, eine Mischung aus Käsebruch und Rahm.

5 Fakten zu Stracciatella

  • Stracciatella ist das Innere vom Burrata.
  • Käse aus gezupftem Mozzarella und Vollrahm.
  • Wird traditionell in Italien in der Region Apulien aus Büffelmilch hergestellt.
  • Passt als Topping auf die Pizza, auf Pasta oder zu Tomaten und Basilikum.
  • Stracciatella schmeckt frisch zubereitet am besten. Hält sich aber abgedeckt im Kühlschrank drei bis vier Tage.

Die Verwendung von Stracciatella auf Pizza

Stracciatella geniesst man am besten auf geröstetem Brot oder knuspriger Focaccia. Der crèmig, rahmige Stracciatella hingegen passt ausgezeichnet mit ein paar geschmorten Tomaten auf Crostini, ergibt gewürzt mit etwas Salz, Honig und Pistazien einen überraschenden Dip zum Apéro oder passt als krönender Abschluss auf ein frisches Pastagericht. Unschlagbar ist er auf einer Sauerteigpizza, die mit etwas Mortadella verfeinert wird. Wer mag, kann Stracciatella-Käse als Pasta-Topping besonders gut verwenden.

Mozzarella aus Kuhmilch passt zu Tomaten, Salat, Gemüse, auf Pizza und eignet sich zum Überbacken. Ist supersaftig und eignet sich daher nicht, um auf der Pizza mitgebacken zu werden. Die Pizza kann aber nach dem Backen damit belegt werden.

Meine Liebe zur italienischen Küche ist geradezu explodiert, nachdem ich die Pinsa mit Tomaten, Burrata und einem Pistazien-Pesto kreiert habe! Ähnlich wie eine Pizza, jedoch etwas leichter und luftiger. Das absolute Herzstück einer jeden Pinsa ist der Teig! Und genau darin liegt auch der grosse Unterschied zu einer Pizza. Der Pinsateig wird mit Weissmehl, Reismehl und Kichererbsenmehl zubereitet. Dadurch nimmt der Teig deutlich mehr Wasser auf. Das Reis- und Kichererbsenmehl ist im Geschmack nicht wahrnehmbar, jedoch ist die Konsistenz wirklich eine andere - sie ist sehr luftig und weich. Durch diese Mischung ist die Pinsa sehr leicht und eignet sich perfekt als Sommergericht.

Pinsa Rezept mit Stracciatella:

  1. Für den Pinsateig gebe ich die drei Mehlsorten, Hefe, kaltes Wasser, das Olivenöl und das Salz in eine Schüssel.
  2. Dann knete ich alles mit dem Knethaken einer Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig und lasse diesen für 12 bis maximal 24 Std..
  3. Ist der Teig fertig aufgegangen, teile ich ihn in vier gleichgrosse Stücke, die ich wiederum zu Kugeln forme.
  4. Nun decke ich den Teig ab (oder verschliesse ihn) und lasse ihn für weitere 4 Stunden aufgehen. Achtet darauf, dass er sich sichtbar vergrössert und bleibt geduldig. Es wird sich definitiv lohnen!
  5. Nun verteile ich grosszügig Reismehl auf der Arbeitsplatte und forme jeden der Teiglinge zu einem flachen Fladen und lasse einen etwas höheren Rand stehen.
  6. Die Pinsas backe ich nun nacheinander für 5-6 Minuten schön knusprig. Die Backzeit kann je nach Hitze im Backofen variieren.
  7. Sobald ich die Pinsas aus dem Ofen hole, belege ich sie mit den restlichen Zutaten.

Weitere Rezeptideen mit Stracciatella

  • Zucchetti-Röllchen mit Stracciatella-Füllung
  • Stracciatella mit marinierten Erdbeeren mit etwas Pfefferminze oder in einem Orangensalat

Pinsa | So geht die Alternative zur Pizza | Felicitas Then

Stracciatella selber machen

Wer Musse und Experimentierfreude in der Küche hat, stellt seinen eigenen Stracciatella her.

Rezept für selbstgemachten Stracciatella-Käse

Zutaten:

  • 250 g Mozzarella
  • 2 TL Salz
  • 2 dl Vollrahm

Küchenhelfer:

  • Thermometer

Zubereitung:

  1. Mozzarella in möglichst feine, kurze Stränge reissen. In eine Schüssel geben.
  2. Wasser aufkochen - es sollte nicht wärmer als 85 °C sein. Notfalls etwas erkalten lassen. Wasser und Salz über den Mozzarella geben, 1 Minute ruhen lassen.
  3. Mit einem Teigspachtel so lange rühren, bis ein glänzender, elastischer Käseklumpen entsteht. Diesen mit dem Teigspachtel (oder von Hand) immer wieder in die Länge ziehen. Der Käse sollte beim Auseinanderziehen eine spinnennetzähnliche Struktur aufweisen.
  4. Einmal erkaltet, den Käseklumpen wieder in möglichst feine Fäden reissen. Rahm in eine Schüssel geben, Käsefäden dazugeben und gut vermischen. Sofort servieren.

Rezept für Stracciatella mit Pistazien und Baguette

Zutaten:

  • 400 g Stracciatella
  • 2 TL gehackte Pistazien
  • 2 EL Olivenöl
  • Meersalz
  • Honig zum Verfeinern
  • 1 Baguette in Scheiben

Zubereitung:

  1. Baguette in Scheiben schneiden und mit Olivenöl bestreichen. Die Brotscheiben auf niedriger Stufe 3-4 Minuten im Ofen rösten.
  2. Stracciatella auf einen grossen Teller ausstreichen. Mit Pistazien, ein paar Tropfen Olivenöl und etwas Honig beträufeln. Nach Belieben mit Salz abschmecken.
  3. Zum Essen als Dip auf die getoasteten Baguettescheiben streichen.

Fazit

Stracciatella ist eine Bereicherung für jede Küche und bietet unzählige Möglichkeiten, Gerichte zu verfeinern. Ob auf Pizza, Pasta oder als Dip - dieser cremige Käse ist ein wahrer Genuss!

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