Die Einbrenn-Soße bildet die Basis für eine Vielzahl von warmen Tunken und Suppen. Dabei wird Mehl mit Butter hellgelb oder braun geröstet, kalte Flüssigkeit zugegeben und die Sauce unter durchgehendem Rühren gekocht. Die Menge der Flüssigkeit variiert je nachdem, ob eine dickere Sauce oder eine dünnere Suppe gewünscht wird.
Grundlagen der Einbrenn-Soße
Die Zubereitung der Einbrenn-Soße ist ein zentraler Punkt, der Geduld und Sorgfalt erfordert. Jeder Schritt ist entscheidend: die richtige Menge an Butter, die richtige Art, das Mehl anzubrauen, die Zugabe der Flüssigkeit in kleinen Portionen, das Rühren während des Kochens und das gezielte Abschmecken. Ohne diese Schritte verliert die Soße an Genuss, an Konsistenz und an Aussehen. Eine fehlerhafte Zubereitung führt zu einer klumpigen, faden Soße, die trotz guter Zutaten kein Genuss ist.

Es gibt zwei Hauptvarianten der Einbrenn-Soße:
- Helle Soße: Butter und Mehl werden hellgelb geröstet, bevor die kalte Flüssigkeit zugegeben wird.
- Dunkle Soße: Mehl und Butter werden braun geröstet, bevor die Flüssigkeit dazugegeben wird.
Verwendung der dunklen Einbrenn-Soße
Da die Verdaulichkeit und Bekömmlichkeit durch das starke Rösten vermindert wird, findet die dunkle Einbrenne nur zu besonderen Gerichten Verwendung, z.B. Zwiebelsuppe, Wildsuppe, Brennsuppe, dunkle Ochsenschwanzsuppe und ähnlichen Sossen. Sie ist von der Diätkost auszuschliessen.
Eingebrannte Bohnen: Ein klassisches Gericht
Eingebrannte Bohnen sind ein Klassiker der deutschen und österreichischen Küche, der sich besonders im Herbst und Winter als wärmendes und sättigendes Gericht etabliert hat. Die Kombination aus Bohnen und einer cremigen Einbrennsauce aus Mehl, Fett und Gewürzen schafft ein harmonisches Ganzes, das in vielen Haushalten als wohltuende Mahlzeit geschätzt wird.
Eingebrannte Bohnen mit geräuchertem Bauchspeck sind ein traditionelles Gericht aus der Vorarlberger Küche, das im Spätsommer und Herbst besonders geschätzt wird.
Zutaten für eingebrannte Bohnen (Beispielrezept)
- Ca. 600 g geräuchertes Bauchfleisch
- Ca. 600 g Stangenbohnen
- Butterschmalz
- Mehl
- 0,5 Liter Wasser
- Salz, Pfeffer
- Knoblauchzehe
- Bohnenkrautzweig
Zubereitungsschritte
- Vorbereitung der Zutaten: Die Bohnen gründlich mit kaltem Wasser abspülen, abtropfen lassen und die Spitzen entfernen.
- Einbrennsauce herstellen: In einem großen Topf Butterschmalz und Mehl bei mittlerer Hitze goldbraun anschwitzen, bis eine leichte Einbrenn entsteht. Dabei ständig rühren, um ein Verbrennen zu verhindern. Sobald die Einbrenn Farbe angenommen hat, mit 0,5 Liter Wasser ablöschen. Danach salzen und pfeffern und die geschälte Knoblauchzehe sowie den Bohnenkrautzweig hinzufügen.
- Bohnen hinzufügen: Die gewaschenen Bohnen in den Topf geben und Zugdeckel aufsetzen. Etwa 5 Minuten köcheln lassen, bevor das geräucherte Fleisch hinzugefügt wird.
- Köcheln und Abschmecken: Zugedeckt ca. 30-45 Minuten köcheln lassen, bis die Bohnen weich sind.
- Servieren: Die eingebrannten Bohnen servieren, idealerweise mit Röstkartoffeln und Gurkensalat.
Variationen und zusätzliche Tipps
Die Rezepte deuten zudem darauf hin, dass es keine einheitliche Vorgehensweise gibt, sondern vielmehr eine Vielzahl an Varianten, die je nach Region, Haushalt und persönlicher Vorliebe variieren können. So wird in einer Quelle auf eine Kombination aus Schinken, Speck oder Zwiebeln hingewiesen, die in der Soße angebraten werden. In anderen Quellen wird lediglich auf den Einsatz von Butter, Mehl, Milch, Brühe, Senf und Eiern abgestellt. Auch die Verwendung von Gemüsebrühe anstelle von Wasser ist in einigen Rezepten vorgesehen.
In einigen Fällen wird zudem auf den Einsatz von Dill, Schnittlauch oder Kresse als Genußzusatz hingewiesen. Diese Vielfalt an Zubereitungsvarianten zeigt, dass das Gericht zwar im Kern einheitlich ist, aber durch die individuelle Zubereitung an jeden Bedarf angepasst werden kann.
Eine Mehlschwitze einfach zubereiten nach Omas Rezept
Verlorene Eier in Senfsauce: Ein weiteres Traditionsgericht
Verlorene Eier in Senfsauce mit Kartoffelbrei - ein Gericht, das tief in der deutschen Speisekultur verankert ist. Es ist mehr als nur eine Mahlzeit; es ist ein kulinarisches Erbe, das an Kindheitserinnerungen, an Omas Küchentisch und an jene Jahre erinnert, in denen einfache Zutaten zu einem Genuss auf der Zunge wurden.

Die Senfsauce
Die Zubereitung der Senfsauce ist der zentrale Punkt jedes Rezepts für „Eier in Senfsauce“. In den Quellen wird deutlich, dass der Erfolg der Soße von der richtigen Zubereitung abhängt - insbesondere von der sorgfältigen Herstellung der Mehlschwitze, die die Grundlage für eine sämige, geschmeidige Konsistenz bildet.
Die Soße ist eine Mehlschwitze, die mit Butter, Mehl, Milch, Brühe und Senf verfeinert wird.
Zubereitung der Eier
Die Zubereitung der Eier ist ein zentraler Bestandteil des Gerichts „Eier in Senfsauce“, da die Art, wie die Eier zubereitet werden, maßgeblich die Optik, Textur und den Genuss bestimmt. In den Quellen wird deutlich, dass es zwei Hauptverfahren zur Zubereitung der Eier gibt: das Pochieren und das Kochen von Eiern in geschlossener Schale.
Die Bezeichnung „verlorene Eier“ stammt von der Art der Zubereitung ab, bei der die Eier im Wasser „verloren“ gehen - also im Topf mit Eiweißwasser und etwas Essig gebraten werden, ohne dass sie an der Schale befestigt sind.
Beilagen
Die Wahl der Beilage ist ein wesentlicher Bestandteil der kulinarischen Ganzheit bei „Eiern in Senfsauce“. In den Quellen wird deutlich, dass sowohl Kartoffelpüree als auch Salzkartoffeln als klassische und traditionelle Kombinationen gelten.
In mehreren Quellen wird hervorgehoben, dass das Gericht entweder als „Eier in Senfsauce mit Kartoffelbrei“ oder als „Eier in Senfsauce mit Salzkartoffeln“ serviert wird.
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