Was macht einen echten Grill-Profi aus? Bestimmt nicht die Masse an Steaks, die er verspeist. Die Wahl des Fleisches und die Art der Zubereitung sind ausschlaggebend. Schliesslich ist ein Steak längst nicht mehr nur ein Stück Fleisch, sondern auch ein Stück Lebensqualität. Der Name leitet sich übrigens vom altnordischen „STEIK“ ab, was so viel wie Braten bedeutet. Na dann, los geht's.
Steak ist nicht gleich Steak
Die Zeiten von grossen Fleischklumpen in der Supermarkt-Theke, von denen die Scheiben lustlos heruntergesäbelt wurden, sind lange vorbei. Die grosse weite Welt der Rinderzucht liegt heute verführerisch vor uns. Wagyu oder Charolais, Aberdeen-Angus, Galloway oder Chianina - alles eine Frage des Geschmacks - und des Geldbeutels. Ein leidenschaftlicher Grillierer weiss in der Regel ganz genau, was er sich und seinen Gästen vorsetzen will: Wahre Steak-Liebhaber kennen das ABC des BBQ auswendig!
Ein kleiner Reminder:
- Die klassischen Cuts stammen aus dem Rückenteil des Rinds zwischen Schulter und Keule.
- Roastbeef oder auch Rumpsteak genannt, werden hier rausgeschnitten, ebenso das davorliegende Ribeye, bei uns besser als Entrecote bekannt.
- Das Filet ist schieres Muskelfleisch, zart und saftig und hat seinen Namen aus dem Französischen: Fillet bedeutet Leiste.
- Das T-Bone stammt vom hinteren Rücken, ebenso wie das Hüftsteak oder der Tafelspitz vom Teil über und seitlich des Rinderschwanzes.
- Der wenig marmorierte, aber dafür saftige Tafelspitz ist übrigens zu Unrecht als Kochfleisch verschrien. Fleischkenner wissen um den hervorragenden Grillgeschmack, dem die Fettkruste eine besondere Nuance verleiht.
- Schon mal vom Bürgermeisterstück gehört? Dieses edle Fleisch aus dem innen liegenden Bereich der Hüftkeule ist besonders zart und saftig und war früher nur den Stadtoberen oder Kirchenträgern vorbehalten. Wieder was dazugelernt.
- Flank Steak wird aus dem hinteren Teil der Rinderflanke geschnitten.

Verschiedene Steak Cuts
Daran erkennst du gute Fleisch-Qualität
Gutes Fleisch sollte drei Wochen gereift sein, jede Scheibe mindestens 4 Zentimeter breit. Über Geschmack lässt sich streiten, über die Qualität des Fleisches und ihre Zubereitung nicht: Ob Ribeye oder Flank-Steak, Entrecote, T-Bone oder mageres Sirloin - die Maserung macht's. Die Marmorierung des Fleisches, also das feine Fettlinien-Delta, trägt entscheidend zur Geschmacksbildung bei, wenn es im Feuer schmilzt und das Fleisch saftig und aromatisch macht. Grosse Fetteinschlüsse sorgen beim Grillieren oft für Brandherde, die das Fleisch verkohlen. Dagegen verhindert ein Fettrand an der Seite des Steaks, dass es beim Grillieren nicht zu viel Hitze abbekommt.
Wer schon beim Kauf auf Qualität achtet und tief in die Tasche greift, um sich was Besonderes zu gönnen, sollte das Fleisch nicht gedankenlos auf den Rost tun. Wer gutes Fleisch im Sommer auf einen Wegwerf-Grill legt, ist selber schuld. Das ist so, als würde man mit einem Tretauto an der Formel Eins teilnehmen.
Die richtige Vorbereitung
Vor dem Grillieren muss das Fleisch Zimmertemperatur haben, damit es später gleichmässig durchbrät, also zwei Stunden vorher raus aus dem Kühlschrank. Salzen oder nicht, ist eine Philosophie-Frage. Ebenso das Einölen. Auf einem sauberen, vorgeheizten Grillrost klebt gut abgetrocknetes Fleisch nicht an. Salz dringt beim Braten in die Oberfläche ein, aber niemals zum Kern durch.
Kerntemperatur und Gargrade
Wer heute im Restaurant ein exquisites Steak bestellt, weiss, wie gut es durchgebraten sein soll: Rare-Liebhaber mögen den Quasi-Rohzustand, mit nur leicht angebratener Oberfläche. Bei „medium rare“ ist das Fleisch auf den Punkt grilliert, außen gut gebräunt und innen schön saftig. Bei „medium“ ist die Kruste dunkelbraun und der Fleischkern rot. „Well done“ - wer's durchgebraten mag, kommt hier auf seine Kosten.
Ist der Grill auf Betriebstemperatur, sollte ein Steak bei direkter Hitze maximal 2 bis 4 Minuten auf dem Rost liegen. Ein perfektes Kreuzmuster, so wie man es aus dem Steakhouse liebt, lässt sich beispielsweise durch den Sear Grate Einsatz von Weber erzeugen. Der gusseiserne Grillrost-Einsatz nimmt die Hitze extrem gut auf. Dreht man das Fleisch nach 2 Minuten um 90 Grad, ist die Grillmarkierung perfekt.
Dann das Fleisch wenden und nochmal 2 bis 4 Minuten grillieren. Aber Vorsicht - sollten sich Flammen durch heraustropfendes Fett bilden, dann heisst das: Die Steaks bei indirekter Hitze weiter grillieren, bis das Feuer abgeklungen ist. Sonst verbrennt die Oberfläche.
Zauberwort Kerntemperatur - die mit einem speziellen Thermometer gemessene Hitze im Inneren des Fleisches gibt Auskunft darüber, wie durchgebraten das Steak ist. Bei einem typisches Stück Rindersteak kannst du von folgendem Richtwert ausgehen:
| Kerntemperatur | Gargrad |
|---|---|
| 48-52 °C | rare |
| 52-55 °C | medium rare (innen rosa) |
| 56-58 °C | medium |
| 65-68 °C | well done (komplett durch) |
Um diese Gar-Stufen zu erreichen, sollte Fleisch bei indirekter Hitze weiter grilliert werden. Das verhindert zudem, dass die Außenseiten verkohlen. Zuverlässig lässt sich die Kerntemperatur mit einem digitalen Grillthermometer messen - für einen Profi ohnehin Standard-Zubehör.
Lass dich nicht verkohlen!
Der Richtwert für die optimale Temperatur im Innenraum des Grills beträgt für das Anbraten von Steaks 260-290°C. Und diese stehen im Verdacht krebserregend zu sein.
Deshalb empfehlen wir Temperaturen über 300 °C nur noch zum Ausbrennen deines Grills.
Nach dem scharfen Anbraten wird das Steak idealerweise bei einer Temperatur von 130 bis 150 °C in der indirekten Zone fertig gegart.
Kurz ruhen lassen, dann geniessen!
Wem jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft, muss sich noch gedulden. Erst, wenn das Steak bei Raumtemperatur einige Minuten ruht, wird es perfekt. Denn die Kerntemperatur durchdringt das Fleisch von aussen nach innen. Wer jetzt schon zum Messer greift, verhindert, dass sich der Fleischsaft im Inneren gleichmässig verteilt.
Doch liegt es dann erwartungsvoll auf dem Teller, reichen oft schon Pfeffer und Salz für den perfekten Steakgenuss. Der Grillrost (am besten aus Gusseisen) sollte richtig heiss sein, auf der höchsten Stufe grillieren. Unmittelbar bevor man das Steak auf den Rost legt (legen, nicht werfen oder drücken) kann man es mit etwas Fleur du Sel berieseln. Jetzt ca. 2 Minuten anbraten lassen. Wenn das Fleisch nicht mehr am Rost klebt, kann man es auf derselben Seite um 90° drehen, damit man eine schöne Gitterzeichnung bekommt. Die Grillzeichnung ist nicht nur optisch schön, Sie entfaltet genau die feinen Röstaromen, welche wir beim Steak so lieben. Sobald beide Seiten kurz angebraten sind, nimmt man das Fleisch von der direkten Hitze weg und lässt es ein paar Minuten im etwas kühleren Bereich, also nicht direkt über der Hitzequelle, niedergaren, bis es kurz vor der der gewünschten Kerntemperatur ist. Ungeübten Grillmeistern kann ein Grill- oder Bratenthermometer den Abend retten.
Tipp: Geben Sie ein paar Holschnitzel (Räucherchips) in die Glut oder legen Sie sie beim Gas- oder sogar beim Elektrogrill neben dem Fleisch auf den Grillrost. Räucherchips aus verschiedenen Holzarten (z.B.
Das Rinderfilet auf dem Weber-Grill
Das Rinderfilet ist eines der zartesten und saftigsten Steaks, die man auf dem Grill zubereiten kann. Es gilt als eine Delikatesse und wird oft für besondere Anlässe ausgewählt. Der Weber-Grill, insbesondere Modelle wie der Weber Traveler oder der Weber Classic, ist dafür bestens geeignet, da er direkte Hitze und präzise Temperaturregelung ermöglicht. Das Rinderfilet erfordert jedoch besondere Aufmerksamkeit beim Grillen, da es aufgrund seines geringen Fettgehalts schnell austrocknen kann. In diesem Artikel werden Techniken, Rezepte und Tipps aus verschiedenen Quellen zusammengestellt, um das perfekte Rinderfilet auf dem Weber-Grill zuzubereiten.
Vorbereitung des Rinderfilets
Bevor das Rinderfilet auf den Grill kommt, ist eine gründliche Vorbereitung entscheidend für den Geschmack und die Textur. Nach den bereitgestellten Materialien wird empfohlen, das Rinderfilet zunächst abzubrausen und trocken zu tupfen. Eventuelle Sehnen, Silberhaut oder unerwünschtes Oberflächenfett sollten entfernt werden, um ein gleichmäßiges Garen zu ermöglichen. In einigen Rezepten wird empfohlen, das Rinderfilet in gleichmäßige Stücke zu schneiden, damit es während des Grillens gleichmäßig gart. Ein Vorteil der gleichmäßigen Dicke ist, dass alle Stücke die gleiche Garzeit benötigen. Bei der Würzung wird Salz, Pfeffer oder eine Grillmischung empfohlen. Ein weiterer Tipp ist, das Fleisch mit Speiseöl zu bestreichen, um eine schöne Kruste zu erzeugen. Dies ist besonders wichtig, da das Rinderfilet wenig Fett hat und daher schnell austrocknen kann.
Vorbereitung des Grills
Ein weiterer entscheidender Schritt ist die Vorbereitung des Grills. Nach den bereitgestellten Rezepten sollte der Grill auf eine Temperatur von 200 bis 220 °C direkt erhitzt werden. Ein Bereich mit niedrigerer Hitze sollte ebenfalls vorbereitet werden, um das Fleisch nach dem Anbraten weiter zu garen. Einige Quellen empfehlen, den Grill mit einem Seargrate auszustatten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Der Seargrate sorgt für eine intensive direkte Hitze, die eine schöne Kruste erzeugt.
Direktes Anbraten
Das direkte Anbraten ist der erste Schritt im Grillvorgang. Nach den bereitgestellten Rezepten sollte das Rinderfilet von beiden Seiten scharf angegrillt werden. Die empfohlene Garzeit beträgt etwa 2 bis 3 Minuten pro Seite. Es ist wichtig, das Steak nur einmal zu wenden, um die Kruste nicht zu stören. Ein besonderer Tipp aus einer Quelle besagt, dass es sich lohnt, das Rinderfilet zunächst rückwärts zu grillen. Das bedeutet, dass man das Steak nach dem Anbraten auf einer Seite ruhen lässt und dann die andere Seite grillt. Dieser Trick kann helfen, das Fleisch gleichmäßig zu garen, ohne dass es austrocknet.
Indirektes Garen
Nach dem Anbraten sollte das Rinderfilet in eine Zone mit niedrigerer Hitze gelegt werden, um es langsam und gleichmäßig weiter zu garen. Die empfohlene Temperatur beträgt 120 bis 150 °C. Die Garzeit hängt von dem gewünschten Gargrad ab. Für Medium Rare sollte die Kerntemperatur zwischen 52 und 55 °C liegen, für Medium bis zu 59 °C. Einige Rezepte empfehlen, das Fleisch in Alufolie einzuschlagen und 10 Minuten ruhen zu lassen, um die Feuchtigkeit im Fleisch zu halten. Andere Rezepte empfehlen, das Steak einfach 5 Minuten ruhen zu lassen, bevor es serviert wird.
Rezeptideen für das Rinderfilet
Ein besonders interessantes Rezept kommt von einer Quelle, in der ein Rinderfilet mit einer Speck-Tomatenkruste zubereitet wird. Dieses Rezept bietet eine interessante Kombination aus dem zarten Rinderfilet und der herzhaften Tomaten-Speckkruste. Ein weiteres Rezept, das in den bereitgestellten Materialien beschrieben wird, ist das Rinderfilet mit Kaffeerub. Die Kaffeerub ist eine Würzmischung, die dem Rinderfilet eine besondere Note verleiht. Dieses Rezept ist besonders einfach und erlaubt es, das Rinderfilet mit einer ungewöhnlichen Würzmischung zu kombinieren. Ein weiteres spannendes Rezept stammt aus einer Quelle, in der beschrieben wird, wie man ein Rinderfilet am Strand mit einem Weber Traveler grillt. Dieses Rezept ist besonders einfach und eignet sich gut für ein gemütliches Grillevent am Strand.
Garzeit und Temperatur
Die Garzeit und Temperatur sind entscheidend für die Qualität des Rinderfilets. Nach den bereitgestellten Materialien ist es wichtig, die Kerntemperatur zu überwachen, da das Rinderfilet aufgrund seines geringen Fettgehalts leicht austrocknen kann. Ein weiterer Tipp ist, den Grill mit einem Thermometer auszustatten, um die Kerntemperatur genau zu überwachen. Das Rinderfilet ist eines der zartesten Steaks, die man auf dem Weber-Grill zubereiten kann. Mit der richtigen Vorbereitung, der passenden Temperatur und der richtigen Garzeit gelingt es, ein saftiges und aromatisches Steak zuzubereiten. Die bereitgestellten Rezepte zeigen, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, das Rinderfilet zu würzen und zu garen.
Die PERFEKTE Kerntemperatur beim Steak?! Alle Garstufen erklärt von Blue Rare - Medium - Well done
Elektrogrill als Alternative
Vom Rib-Eye Steak bis zum Tomahawk - das Steak ist in punkto Fleisch eines der beliebtesten Grillgerichte. Was weniger Menschen wissen: Dass das scharfe Anbraten mit einem kompakten Elektrogrill wie dem Lumin oder Pulse ebenso möglich ist, wie mit den „großen Brüdern“ der Gattungen Gas- und Holzkohlegrill.
Steak grillen: Eine Frage der Temperatur
Die Hitzeperformance steht bei den begehrten Rindfleischscheiben an oberster Stelle. Denn auf dem Weg zu einer leckeren Kruste und möglichst vielen Röstaromen, ist der erste Vorteil des Elektrogrills bereits, dass du ihn dank Stromkabel schnell aufheizen kannst. Sobald 260-290 °C erreicht sind, kann es losgehen. So bekommt das Steak außen das perfekte Branding, während es innen schön saftig bleibt.
Porterhouse-Steak & Co. Verwirklichen kann man sich beim Kapitel Steak in viele Richtungen. Unsere Rezeptvorschläge reichen von Tomahawk-Steaks mit Paprika-Spießen über Rinderfilet mit Speck-Tomatenkruste bis zu Porterhouse-Steaks mit Board-Sauce oder Porterhouse-Steak in einer Rosmarinkruste mit Rotweinsauce.
Wobei bei besonders hoher Fleischqualität meist schon Salz reicht, um den Eigengeschmack wirken zu lassen und eine Kruste zu erzeugen. Aber natürlich wollen wir niemandem seine Lieblingsmarinade absprechen. Hauptsache, das Branding stimmt.

Steak auf dem Weber Elektrogrill
Die direkte Grillmethode
Die direkte Grillmethode ist dem Braten ähnlich. Das Grillgut wird direkt über der Wärmequelle gegrillt. Sie müssen Ihr Grillgut nach der Hälfte der Grillzeit nur ein einziges Mal wenden. Wenden Sie die direkte Grillmethode für Grillgut an, welches max. Mit der direkten Grillmethode können Sie ihr Grillgut auch scharf anbraten. Das Scharf-Anbraten (Grillen) erzeugt eine schöne karamellisierte Kruste. Ausserdem erhalten Sie die beliebten Grillmarkierungen auf der Grillgutoberfläche und das Aroma wird intensiver. Um mit der direkten Grillmethode zu grillen, verteilen Sie die Holzkohle gleichmässig auf dem unteren Holzkohlerost. Legen Sie den Grillrost auf und platzieren Sie Ihr Grillgut in der Mitte des Grillrostes.
Beim Grillieren mit einem Elektrogrill müssen Sie nur den Thermostat aufdrehen. Danach warten Sie 20 bis 25 Minuten. Bei der direkten Grillmethode auf einem Gasgrill stellen Sie alle Brenner auf volle Leistung ein und heizen so den Grill vor. Platzieren Sie Ihr Grillgut auf dem Grillrost und stellen Sie alle Brenner auf die im Rezept angegebene Hitze ein.
Die indirekte Grillmethode
Beim Grillen ist es wichtig zu wissen, welche Grillmethode für das jeweilige Grillgut anzuwenden ist: Die direkte oder die indirekte Methode. Der Unterschied der beiden Methoden ist einfach: Das Grillgut wird entweder direkt über die Hitzequelle gelegt, oder das Feuer wird seitlich des Grillguts gezündet. Die indirekte Grillmethode ist dem Garen ähnlich: Ihr Grillgut wird gegrillt, hat ein besseres Aroma und Aussehen als Sie es im Backofen erzielen können. Die durch den Deckel reflektierte Hitze grillt Ihr Grillgut gleichmässig von allen Seiten. Die zirkulierende Hitze arbeitet wie ein Umluftofen, Sie brauchen das Grillgut nicht wenden.
Um die indirekte Grillmethode bei einem Holzkohlegrill anzuwenden, verteilen Sie die heissen Kohlen gleichmässig hinter den Holzkohlehaltern oder in den Holzkohlekörben. Platzieren Sie eine Aluminiumtropfschale in der Mitte des Holzkohlerostes zwischen den Holzkohlehaltern oder -körben, damit die Bratenfette abtropfen und sich in dieser Schale sammeln können. Das können Sie dann später für die Sosse verwenden. Es verhindert auch das Verbrennen des Fettes, wenn Sie fetteres Grillgut wie Gans, Ente oder Braten auflegen. Bei längerer Grilldauer geben Sie etwas Wasser in die Aluminiumtropfschale, um ein Anbrennen zu verhindern. Platzieren Sie den Grillrost über die Holzkohlen und legen das Grillgut mittig auf den Grillrost.
Bei einem Elektrogrill gibt es nur eine Hitzequelle. Daher müssen Sie einen Trick verwenden um indirekt grillieren zu können. Nehmen sie eine Aluschale und legen Sie die Schale in der Mitte auf den Grill. Diese Schale dient als Abtropfschale. Danach können Sie ihr Grillgut in einen Bratenkorb legen.
Um mit der indirekten Grillmethode auf einem Gasgrill zu grillen, heizen Sie den Grill vor, in dem Sie alle Brenner auf volle Leistung stellen. Zum Grillen nach der indirekten Methode werden der vordere und hintere Brenner ein- und der mittlere Brenner ausgeschaltet. Bei einem Grill mit 2 Brennern schalten Sie beide auf maximal. Mit der indirekten Methode wird das Grillgut nach dem Anbraten gegart; ausserdem dient diese Methode zum Grillen von Braten, ganzem Geflügel, Hähnchenteilen, Fisch, Fischsteaks oder -filets, Gemüse, Brot und Nachspeisen bei einer mässigen Temperatur von ca. 180 °C.
Sie können auch ganze Braten, Geflügel oder grosse Fleischstücke auf einen Drehspiess aufstecken, die Grillroste entfernen und eine Aluminiumtropfschale auf den Aromaschienen platzieren, damit das Bratenfett abtropfen kann.
Temperatur und ihre Verteilung am Rost sind sehr wichtig fürs Grillieren. Gas-Flammen erreichen spielend Temperaturen von 800°C bis 1000°C. Wie hoch die Temperatur ist, die am Grillrost ankommt, hängt vom Grillmodell ab. Die meisten Weber Grills haben einen Deckelthermometer, der die Hitze im Backraum anzeigt.
Die richtige Temperatur
Die Temperatur, die die Fleischoberfläche beim Grillieren erreicht, ist für den späteren Geschmack sehr wichtig. Diese sorgen wiederum für die schöne goldbraune Farbe und die köstlichen Röstaromen. Die Oberfläche von stärke- und zuckerhaltigen Lebensmitteln karamellisiert bei dieser Hitze. Bei 180°C setzt der erste Verkohlungsprozess ein und bei 200°C kommt es zum Einsetzen der Pyrolyse, bei der pflanzliche und tierische Materialien unvollständig verbrannt werden. Je dunkler das Grillgut ist, umso mehr des mutmasslich krebserregenden Stoffes Acrylamid enthält es.
Um ein Steak scharf anzurösten, benötigt der Rost eine Hitze von 260°C bis 300°C. Bei Weber Grills soll der Deckelthermometer ca. 200°C bis 230°C anzeigen. Damit der Rost auch wirklich grillbereit ist, wartet man dann noch ein paar Minuten.
- Zwiebel-Test: Mit einer ölgetränkten Zwiebel kann man Speisereste vom heissen Rost abstreifen.
- Klebe-Test: Legt man das Fleisch auf und es lässt sich nach 2 bis 3 Minuten wieder vom Rost problemlos ablösen ohne anzukleben und hat eine goldene Markierung, ist die Temperatur perfekt.
Die Beurteilung nach dem „Vatikanischen Prinzip“ nach Grillweltmeister Leo Gradl: Steigt nach dem Auflegen weisser Rauch auf, passt die Temperatur.
Beim Grillen spielt die richtige Temperatur nicht nur für den Geschmack eine wesentliche Rolle.
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