Spaghetti Kürbis leichter schneiden: Tipps und Tricks für die Herbstküche

Mit dem Beginn der Herbstzeit halten Kürbisse in unterschiedlichsten Formen und Größen Einzug in die Supermärkte - und somit auch in unsere Küchen. Gerade jetzt ist die Auswahl im Lebensmitteleinzelhandel besonders groß. Hier sind einige Tipps, wie Sie den Spaghetti-Kürbis leichter schneiden und zubereiten können.

Warum Kürbis in der Herbstküche unverzichtbar ist

Kürbisse bringen jetzt nicht nur Farbe in die Herbstküche, sondern auch jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe. Kürbisse sind tatsächlich nährstoffreich. Der hervorstechende Nährstoff ist dabei das Beta-Carotin (eine Vorstufe von Vitamin A) in den orangefarbenen Kürbissen. Carotinoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in unserem Körper als Antioxidantien wirken und unsere Körperzellen vor Schäden bewahren können. So schützen sie unter anderem vor Herzerkrankungen und anderen Krankheiten. Kürbisse enthalten aber auch viel Kalium, das den Flüssigkeitshaushalt unseres Körpers regulieren hilft und aufgrund seiner entwässernden Wirkung ebenfalls das Herz schützt.

Die Vielfalt der Kürbissorten

Der bekannteste und gebräuchlichste Kürbis ist sicherlich der knallorange Hokkaido-Kürbis. Aber auch mit dem deutlich größeren Muskat-Kürbis und dem birnenförmigen Butternut-Kürbis kann man gut Suppen und die typisch herbstlichen Schmorgerichte zubereiten. In Supermärkten gibt es eine sehr große Auswahl an unterschiedlichen Sorten, daher hier die gängigsten im Überblick:

  • Hokkaido-Kürbis: Seine Schale kann man ohne Probleme mitessen und mitkochen. Er eignet sich für Suppe, Ofengemüse, Currys, Pommes, Püree, Kuchen, Brot, Pesto. Man kann ihn geraspelt auch roh essen oder in Bratlingen verwenden - dann allerdings würde ich ihn schälen, weil die Raspeln mit Schale ungleichmässig garen.
  • Muskat-Kürbis: Er hat ein ähnlich orangefarbenes Fruchtfleisch wie der Hokkaido-Kürbis - im Gegensatz zu diesem aber deutlich mehr davon und weniger Kerne. Dafür ist er aber auch noch mal härter und sollte geschält werden. Geeignet ist er für alle Schmorgerichte.
  • Butternut-Kürbis: Man kann die Schale mitessen, aber ich persönlich schäle ihn immer mit einem Kartoffelschäler. Da das Fruchtfleisch sehr zart ist, gart dieses sehr schnell. Er eignet sich deshalb gut für Babybrei.
  • Spaghettikürbis: Hier isst man die Schale nicht mit, sondern nutzt sie zum nährstoffschonenden Garen. Man kann diesen Kürbis im Ganzen dämpfen oder backen (Schale vorher mit einer Gabel rundherum einstechen), anschliessend halbieren und dann das Fruchtfleisch in Form von spaghetti-artigen Fäden herausholen.

Spaghettikürbis mit Bolognese überbacken.

Tipps zum leichteren Schneiden von Kürbissen

Ja, Kürbisse können sehr hart sein. Wenn Sie ihn roh zerkleinern möchten, hilft nur ein wirklich scharfes und großes Küchenmesser. Ansonsten können Sie den Kürbis vor dem Verarbeiten 5 bis 10 Minuten mit wenig Wasser im geschlossenen Topf dünsten oder 20 bis 30 Minuten bei 150 Grad in den Backofen legen. Dann schneidet und schält er sich leichter.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Schneiden eines Kürbisses

  1. Den Kürbis auf eine schneid- und rutschfeste Unterlage legen und am Boden etwas begradigen, so dass er gerade steht.
  2. Dann den Kürbis je nach Größe halbieren, achteln oder in noch kleinere Stücke schneiden. Ein stabiles, großes Messer verwenden, da die Schale sehr hart ist.
  3. Die Kerne und das faserige Innere können mit einem Esslöffel leicht herausgeschabt werden.
  4. Danach wird der Stielansatz des Kürbisses grosszügig abgeschnitten und die Schale mit einem Messer oder Sparschäler von oben nach unten entfernt.

Kürbis schälen: So geht's

Einen Kürbis zu schälen, ist ziemlich einfach. Du nimmst dafür entweder ein Messer oder einen Sparschäler. Am besten zerteilst du die Frucht vorher und nimmst Kerne und Fasern heraus. Grundsätzlich nötig ist das Schälen übrigens nicht immer. Hokkaido-Kürbisse bereitest du problemlos mit der Schale zu.

Einen Kürbis kannst du auf unterschiedliche Weise schälen. Die Schale eines Kürbisses ist nicht grundsätzlich giftig. Theoretisch könntest du sie mitessen. Allerdings ist sie dick und hart, sodass sie definitiv nicht zum feinen Biss des Fruchtfleischs passt. Wie schäle ich Kürbis? Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: mit dem Sparschäler oder mit dem Messer.

Kürbis mit dem Sparschäler schälen

Kürbis mit dem Sparschäler zu schälen, ist die sicherste Methode. Ausserdem schälst du nur die äußere Haut ab, sodass du kaum Verschnitt hast. Dafür dauert es in der Regel etwas länger als beim Kürbisschälen mit einem Messer. Zuerst halbierst du den Kürbis und entfernst das Innere. Dann legst du ihn mit der Schnittfläche nach unten auf eine feste Unterlage, auf der er nicht verrutschen kann. Jetzt schälst du den Kürbis mit dem Sparschäler. Es hat sich bewährt, von vorne nach hinten zu arbeiten. Für den unteren Rand ziehst du den Kürbis etwas über das Brett hinaus, sodass er vorne in der Luft steht.

Kürbis mit dem Messer schälen

Kürbis schälen mit einem Messer geht schnell und du hast wenig Aufwand. Wichtig ist, die Frucht zuvor in handliche Stücke zu schneiden, sonst kann es gefährlich werden, ein Kürbis ist nämlich glitschig. Zuerst halbierst du den Kürbis und entfernst das Innere. Dann schneidest du die Hälften in handliche Stücke. Nun stellst du ein Stück mit der Spitze sicher auf ein Holzbrett und schälst den Kürbis von oben nach unten. Achte darauf, immer vor deiner Hand zu arbeiten.

Du möchtest dir die Arbeit ersparen, den Kürbis zu schälen? Dann empfiehlt sich Kürbissorten wie Hokkaido oder Patisson. Hier ist die Schale so dünn, dass sie beim Garen weich wird. Das Schälen ist ausserdem nicht nötig, wenn du die Frucht im Ganzen zubereitest, also zum Beispiel einen gefüllten Kürbis grillierst. Dann hilft die Schale dabei, dass alles beisammenbleibt.

Spaghettikürbis zubereiten

Nein, das ist nicht ein Kürbis, der besonders gut zu Spaghetti passt. Sondern aus diesem Kürbis gibt es effektiv "Spaghetti"! Denn das Fruchtfleisch ist sehr fasrig und wenn man es richtig anstellt, dann kann man daraus Low-Carb-Kürbis-Spaghetti machen. Dazu passt z. B. Pesto oder Sugo.

Der Spaghettikürbis erinnert in seiner Form an einen Zeppelin und ist hellgelb oder grün gestreift. Letzterer trägt den Namen Spaghetti-Stripetti. Der Spaghettikürbis schmeckt nussig-süss und ist bei guter Lagerung (dazu unten mehr) bis zu 9 Monate haltbar, wenn die Schale intakt ist. Den Spaghetti Kürbis nicht im Kühlschrank lagern, sondern bei Zimmertemperatur und vor Sonne geschützt.

Rezept: Gebackener Spaghetti-Kürbis mit Linsen-Bolognese

Gebackener Spaghetti-Kürbis ist ein unglaublich leckeres und gesundes Gericht. Der Kürbis heisst so, da sich sein Fruchtfleisch nach dem Backen in Spaghetti auflockern lässt.

Zutaten:

  • Spaghetti-Kürbis
  • Olivenöl
  • Salz
  • Vegane Butter (optional)
  • Linsen
  • Zwiebel
  • Karotte
  • Tomaten
  • Tomatensauce
  • Tomatenmark
  • Pfeffer
  • Kräuter

Zubereitung:

  1. Spaghetti-Kürbis vorbereiten: Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Den Spaghetti-Kürbis mit einem scharfen Messer längst halbieren. Mit einem Löffel das Kerngehäuse entfernen. Die Innenseite der Kürbishälften mit Olivenöl einpinseln und mit der Schnittseite nach oben aufs Backblech setzen.
  2. Backen: Im vorgeheizten Backofen für ca. 35 - 40 Minuten backen, bis das Fruchtfleisch weich ist und sich leicht anstechen lässt.
  3. Kürbis-Spaghetti zubereiten: Den gebackenen Kürbis leicht abkühlen lassen, mit einer Gabel das Kürbis-Fruchtfleisch auflockern, um die Kürbis Spaghetti zu erhalten.
  4. Linsen-Bolognese zubereiten: Zwiebel fein hacken, Karotte schälen und in kleine Würfel schneiden. Linsen in ein Sieb geben und kurz abspülen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die gehackte Zwiebel andünsten. Karotte und Linsen dazugeben und kurz mitdünsten. Tomaten, Tomatensauce, Tomatenmark, Salz, Pfeffer und Kräuter dazugeben. Die Sauce unter gelegentlichen Rühren für ca. 20 Minuten köcheln lassen.
  5. Servieren: Die Kürbis Spaghetti aus direkt der Schale zusammen mit der Linsen-Bolognese geniessen.

Weitere Tipps und Tricks

  • Reife Kürbisse erkennt man an einem verholzten Stiel. Dieser darf gerne etwas schrumpelig und hart sein, das ist ein untrügliches Reifezeichen.
  • Ausserdem sollte die Schale unversehrt sein und keine Druckstellen oder fauligen Ecken aufweisen.
  • Ein Hokkaido-Kürbis sollte hohl klingen - also beim nächsten Einkauf gerne mal draufklopfen.

Sollten Sie einen Kürbis aufschneiden und das Gefühl haben, dass er innen schlecht ist, gilt: komplett entsorgen! Und auch wenn ein Kürbis auffallend bitter schmeckt, sollten Sie ihn nicht aufessen. Speisekürbisse können sich mitunter spontan mit Zierkürbissen kreuzen (Achtung Hobbygärtner!) und von diesen einen Bitterstoff übernehmen, der giftig ist.

Würztipps für Kürbisgerichte

Die meisten Kürbisse haben ja einen leicht süsslichen Geschmack. Da passt es gut, wenn man sie pikant würzt. Das geht mit Paprika, Curry, Muskatnuss, Ingwer, Garam Masala, Chili oder auch Knoblauch. An Kräutern passt fast alles, was man am Küchenfenster ziehen kann: Rosmarin, Thymian, Liebstöckel, Kerbel, Petersilie, aber durchaus auch Koriander. Ansonsten vertragen sich Kürbisse gut mit Kartoffeln, Möhren, Zucchini, Topinambur, Gemüsezwiebeln.

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