Spaghetti Aufbewahrung: Tipps und Tricks für Frische und Haltbarkeit

Wenn du schon mehrmals deine Pasta selber gemacht hast, dann wirst du es sicherlich kennen: Der Teig reicht für mehrere Portionen und du schaffst es gar nicht, alle Nudeln direkt zu essen. Doch keine Sorge, es gibt zahlreiche Methoden, um deine Spaghetti optimal aufzubewahren und ihre Frische zu bewahren.

Hier erfährst du, wie du deine selbstgemachte oder gekochte Pasta richtig lagerst, um sie länger genießen zu können. Ob Trocknen, Einfrieren oder die richtige Lagerung im Kühlschrank - mit diesen Tipps vermeidest du Lebensmittelverschwendung und hast immer eine leckere Mahlzeit parat.

Spaghetti trocknen: So machst du deine Pasta haltbar

Bandnudeln, Spaghetti & Co eignen sich super zum Trocknen. Indem du deine Nudeln trocknest, verlängerst du die Haltbarkeit um ca. 3 Monate. So musst du deine Pasta nicht direkt verarbeiten, sondern hast noch länger was von ihr. Mit dem Hintergrund lohnt es sich außerdem, gleich größere Mengen der frischen Nudeln zu machen.

Der Vorrat an homemade Pasta ist aber nicht nur für die eigene Küche praktisch - selbstgemachte Nudeln sind ein super Geschenk und auf jeden Fall ein Hingucker!

Wichtige Hinweise vor dem Trocknen

Das Wichtigste vorweg: Entscheide dich am besten vorab, ob du deine Pasta trocknen willst oder nicht, denn der Salzgehalt im Teig ist entscheidend für die Trocknung. Wenn du deine selbstgemachte Pasta trocknen möchtest, dann achte darauf, dass du wenig bis gar kein Salz im Nudelteig verwendest. Salz würde das Wasser aufsaugen und verhindert damit den Trocknungsprozess. Das führt wiederum dazu, dass die Pasta nicht richtig durchtrocknet.

Ob du deinen Teig mit oder ohne Ei zubereitest, ist übrigens egal. Eier beeinflussen die Trocknung der Pasta nämlich nicht. Bei Pastateig mit Ei dient dieses als Kleber für den Teig. Pasta ohne Ei wird häufig mit Hartweizengrieß zubereitet. Die gemahlenen Weizenkörner enthalten viel Gluten, welches ebenfalls eine klebende Eigenschaft hat.

Hinweis: Das Gerücht, dass die typisch italienische Pasta nie mit Ei gemacht wird, stimmt nicht.

Trocknungsdauer und Methoden

Wie lange die frische Pasta trocknen muss, hängt von einigen Faktoren ab. Für gewöhnlich brauchen die Nudeln zwischen 24 und 48 Stunden, um komplett durchzutrocknen. Das hängt beispielsweise von der Form der Pasta ab. Außerdem macht die Art der Trocknung einen großen Unterschied.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob die Nudeln schon trocken genug sind, dann versuche die Pasta durchzubrechen. Verbiegt sie sich, ist die Pasta noch nicht trocken.

Nudeln an der Luft trocknen

Die Pasta kannst du ganz einfach an der frischen Luft trocknen. Ideal für das Trocknen an der frischen Luft ist ein warmer Raum mit konstanter Temperatur und wenig Luftfeuchtigkeit. Achte beim Trockenvorgang unbedingt darauf, dass die Pasta keine kalte Zugluft abbekommt. Andernfalls wäre es möglich, dass die Nudeln aufgrund der Restfeuchte anfangen zu schimmeln. An der frischen Luft sollte die Pasta ca. 48 Stunden trocknen.

Nudeln im Backofen trocknen

Eine weitaus schnellere Variante, selbstgemachte Pasta zu trocknen, ist sie in den Backofen zu geben. Die Pasta benötigt im Backofen bei 35 bis 40 Grad in etwa 24 Stunden. Damit die Feuchtigkeit aus den Nudeln entweichen kann ist es ratsam, die Tür des Backofens geöffnet zu lassen. Bei dieser Methode ist es sehr wichtig, dass der Ofen nicht zu heiß ist. Andernfalls kann sich das negativ auf den Geschmack deiner Pasta auswirken.

Tipps für lange Nudeln

Um lange Nudeln wie beispielsweise Pappardelle oder Spaghetti zu trocknen, gibt es mehrere Methoden. Eine Variante ist es, die Nudeln einzeln auf einen Holzständer oder einen ähnlichen Gegenstand zu legen. So bekommt die Pasta von allen Seiten Luft und kann so regelmäßig trocknen. Eine platzsparendere Variante ist es, die Nudeln in kleine Nester zusammenzulegen. Achte darauf, die Pasta mit Mehl oder Hartweizengrieß zu bedecken, damit sie nicht zusammenkleben. Wenn sie mit Mehl oder Hartweizengrieß bestäubt wurden, lösen diese sich im Kochvorgang voneinander. Es empfiehlt sich, die langen Nudeln 48 Stunden lang zu trocknen.

Tipps für kurze & dicke Nudeln

Um kurze und dickere Nudeln wie Penne Rigate, Rigatoni oder Fusilli zu trocknen, empfiehlt es sich, diese auf einem sauberen Küchentuch oder einem Gitter auszubreiten. Achte darauf, dass die Nudeln weit genug auseinanderliegen und sich nicht berühren. Behalte die Pasta im Blick und wende sie nach einiger Zeit. So kommt auch an die kürzeren Nudeln von allen Seiten Luft, sodass diese gleichmäßig durchtrocknen können. Wird das Geschirrtuch feucht, solltest du es durch ein trockenes Tuch austauschen. Kurze Nudeln brauchen etwa 24 Stunden zum Trocknen.

Problemlösung: Wenn die Pasta brüchig ist

Es kann vorkommen, dass die selbstgemachte Pasta nach dem Trocknen sehr brüchig ist. Das kann verschiedene Gründe haben:

  • Deine Pasta ist nicht ausreichend eingemehlt und klebt am Holzständer oder dem Gitter.
  • Der Teig enthält zu viel Salz. Dieses verhindert zum einen die Trocknung, zum anderen wird der Teig durch die Zugabe von Salz rauer und droht, schneller zu brechen.
  • Die Pasta wurde nicht gewendet und konnte deshalb nicht von allen Seiten und regelmäßig trocknen. Das führt dazu, dass die Nudeln sehr schnell brechen.
  • Wurde der Teig nicht lange genug geknetet, bricht er schneller. Ungleichmäßigkeiten im Teig führen zu Rissen, sodass die Nudeln schneller brechen.

So machst du frische PASTA selbst (Nudelteig Rezept)

Spaghetti einfrieren: So verlängerst du die Haltbarkeit gekochter Pasta

Die richtige Menge Nudeln zu kochen ist nicht immer einfach. Schnell rutscht bei der Zubereitung die ein oder andere Pasta zu viel in den Topf. Wenn du mal zu viel Pasta gekocht hast, kannst du die Nudeln ganz einfach im Tiefkühlfach einfrieren. So sind sie länger haltbar und du musst keine Lebensmittel wegschmeißen.

Wenn du deine Nudeln einfrieren möchtest, ist es wichtig, diese im Vorhinein vollständig abkühlen zu lassen. Fülle die Pasta anschließend in einen Gefrierbeutel, eine Lunchbox aus Edelstahl oder ein anderes gefriergeeignetes Gefäß. Damit die Nudeln nicht zusammenkleben, kannst du sie vor dem Einfrieren kurz in Öl schwenken. Achte hierbei darauf, dass du nicht zu viel Öl verwendest. Andernfalls kann die Pasta Saucen nicht mehr richtig aufnehmen. Durch das Einfrieren sind die gekochten Nudeln etwa 3 Monate noch haltbar.

Du kannst auch deine frischen, selbstgemachten Nudeln einfrieren. Hierbei ist es jedoch wichtig, diese in gekochtem Zustand in das Gefrierfach zu geben. Ungekochte frische Nudeln würden durch die hohe Feuchtigkeit zusammenkleben.

Pasta mit Sauce einfrieren

Ob Pappardelle mit würziger Bolognese Sauce, Penne Rigate mit einer scharfen Arrabiata Sauce oder cremige Spaghetti Carbonara - zu Pasta gehört eine leckere Sauce nun mal dazu. Was aber, wenn vom fertigen Pastagericht auch am nächsten Tag noch so viel über ist, dass du es alleine gar nicht aufessen kannst? Keine Angst. Du kannst deine Pasta mit Sauce ganz einfach einfrieren.

Idealerweise hast du bereits vor dem Vermengen der Nudeln mit der Sauce gemerkt, dass du eine zu große Portion gekocht hast. Es ist nämlich am besten, die Pasta und die Sauce getrennt voneinander einzufrieren. So verhinderst du nämlich, dass die Nudeln matschig werden. Aber auch wenn Pasta und Sauce schon vereint sind, kannst du diese problemlos einfrieren. Einfach in ein gefrierfestes Behältnis geben und in das Gefrierfach stellen.

Auch hier gilt: Am besten kochst du deine Pasta direkt al dente, sodass keine Gefahr besteht, dass die Pasta am Ende idealerweise bissfest und nicht matschig auf dem Teller landet.

Tipp: Wenn du die Pasta noch am gleichen Tag essen möchtest, dann lohnt sich definitiv ein Thermobehälter.

Pasta auftauen: So geht's richtig

Nudeln ohne Sauce auftauen

Es gibt unterschiedliche Methoden, die eingefrorenen Nudeln wieder aufzutauen. Die schonendste Art ist es, die Nudeln über Nacht in den Kühlschrank zu stellen und dort langsam auftauen zu lassen. Natürlich gibt es auch schnellere Methoden - hier muss allerdings damit gerechnet werden, dass der Geschmack und die Konsistenz der Pasta leiden kann.

Du kannst die Nudeln ca. 2 Minuten in kochendes Wasser geben und sie dort auftauen lassen. Wenn es noch schneller gehen muss, kannst du sie auch für 2-3 Minuten in die Mikrowelle geben. Hier solltest du die Nudeln jedoch im Vorhinein ein wenig befeuchten und einen Mikrowellendeckel auf die gefrorene Pasta geben.

Bei diesen beiden Methoden schmecken die Nudeln deutlich besser, wenn sie bereits bissfest gekocht sind. Andernfalls kann es sein, dass sie durch die Hitze noch weiter durchgaren und matschig werden.

Nudeln mit Sauce auftauen

Möchtest du Nudeln mit Sauce auftauen, dann achte darauf, das Pastagericht nicht unnötig lange zu erhitzen. Du kannst sie in einem Wasserbad auftauen oder schonend im Topf erwärmen.

Zusammenfassung: Methoden zur Spaghetti Aufbewahrung

Hier eine Übersicht der verschiedenen Methoden zur Aufbewahrung von Spaghetti:

Methode Dauer Hinweise
Trocknen an der Luft 48 Stunden Warmer Raum, wenig Luftfeuchtigkeit, keine Zugluft
Trocknen im Backofen 24 Stunden 35-40 Grad, Ofentür geöffnet
Einfrieren (gekocht) Bis zu 3 Monate Vollständig abkühlen lassen, in Öl schwenken
Einfrieren mit Sauce Bis zu 3 Monate Getrennt einfrieren, Pasta al dente kochen

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