Nigel Slater: Mehr als nur ein Koch – Eine kulinarische Reise durch Geschmack und Erinnerungen

«Wenn wir ein Rezept Wort für Wort befolgen, lernen wir nicht wirklich» - dieses Zitat von Nigel Slater, dem britischen Kochbuchautor, fasst seine Philosophie des Kochens treffend zusammen. Seine Werke sind weit mehr als nur Anleitungen; sie sind eine Einladung, die Welt der Aromen mit offenen Sinnen zu entdecken und sich von der eigenen Kreativität leiten zu lassen. Man nehme eine kulinarisch problematische Kindheit, unbändige Kochwut und aussergewöhnliches schriftstellerisches Talent. Herauskommt: Nigel Slater, der wohl grösste Kochliterat der Welt.

Für viele ist Nigel Slater mehr als eine kulinarische Autorität. Er ist ein Vertrauter, dessen Worte und Ideen man voller Vertrauen folgt. Am Anfang hielt ich ihn vor allem für einen guten Lieferanten von Rezepten. Als ich Slaters erste Kochbücher, speziell das handliche «Eat. The Little Book of Fast Food» in Verwendung nahm, war mir noch nicht bewusst, über welche speziellen Talente dieser Mann verfügt - und damit meine ich nicht nur seine kulinarischen, sondern auch die literarischen, ich würde fast sagen philosophischen Fähigkeiten.

Das änderte sich mit dem Erscheinen von «Tender», Slaters zweibändigem Meisterwerk. «ten-der ’tender ‹engl. Adj.›: so zart, dass die Zähne leicht hindurchdringen; der Zustand, in dem etwas zum Essen bereit ist: die Blätter eines Bundes Spinat, eine reife Feige. Von weicher oder mürber Konsistenz. Nicht hart oder zäh. Reif. Empfindlich, heikel. Liebevoll. Zartfühlend. Mitgefühl, Freundlichkeit, Einfühlungsvermögen und Gefühl zeigend.» So steht es auf dem Umschlag des ersten Bands aus dem Jahr 2012, in dem Slater erzählt, wie das Gemüse in seinem Garten austreibt, wächst und reif wird und was er damit tut, wenn es soweit ist.

Das könnte auch in einem Bauernkalender stehen, ich weiss, aber hören Sie Nigel Slater erst einmal zu, wenn er sein Gemüse genau anschaut: «Die Schönheit eines einzigen Salats, seine inneren Blätter fest und knackig, die äusseren geöffnet wie die Blüten einer Bauerngartenrose; das glühende Safrangelb eines frisch geöffneten Kürbis; die gelockten Triebe einer Erbsenpflanze.» Oder, anderes Beispiel, diese Etüde über den Grünkohl: «Aus der Ferne, sehr grosse wellenförmige Kissen in Grün- und düsteren Blautönen. Aus der Nähe, raue, gefiederte Blätter mit einem kräftigen Hauptstiel. Im Mund von kräftiger Konsistenz, bissfest, süsslich und leicht bitter. Grünkohl ist von angenehmer Bescheidenheit und hat zugleich einen lebhaften Geschmack.»

Slaters Gemüsebuch «Tender» (und später das gleichnamige Parallelwerk zum Obst) lehrte mich, dass die titelgebende Zuschreibung seine Prosa mindestens so genau charakterisiert wie das Gemüse, das er beschreibt. In seinem kürzlich erschienenen «A Cook’s Book», das auch auf Deutsch so heisst, legt Slater die Dialektik seiner Leidenschaften selbst offen. «I am a cook who writes», schreibt er in der Einleitung, aber eben auch «I am a writer who cooks» - ich zitiere das auf Englisch, weil es so viel einfacher und schöner klingt als in der deutschen Übersetzung.

In «A Cook’s Book» erzählt Slater seine kulinarische Biografie in Rezepten, jedenfalls behauptet er das. Aber die berührenden Stellen verpackt er, wie schon bei «Tender», in die Einleitungen, Zwischentexte und Übergänge, so als ob er seinen Leserinnen und Lesern die Erkenntnis, dass ihre Rezepte von einem Poeten verfasst worden sind, ersparen möchte.

Ich streiche schon ein paar Minuten vor dem vereinbarten Zeitpunkt vor Nigel Slaters Haus herum, weil ich es hasse, unpünktlich zu sein. Da ich aber aus eigener Erfahrung weiss, dass schlimmer als unpünktliche Gäste nur die sind, die zu früh kommen, warte ich im Londoner Sprühregen, bis die Stunde schlägt. «Nigel.» Slater öffnet die Tür wenige Sekunden, nachdem ich geläutet habe, und streckt mir die Hand entgegen. Er strahlt eine heitere Gelassenheit aus, nimmt mir die Jacke ab und bittet mich einen Stock tiefer, in den Raum, wo der Ruhm dieses Mannes zu Hause ist, in die Küche.

Das Haus, in dem Nigel Slater lebt, ist ein geräumiges, vierstöckiges Townhouse aus graubraunen Backsteinen im Norden Londons. Es liegt an einer verkehrsreichen Strasse, eine Buslinie führt direkt vorbei. Nach hinten hinaus erstreckt sich, von der Strasse aus unsichtbar, ein langer, schmaler Garten, in dem sechs Gemüsebeete angelegt sind, jeweils von Buchshecken umgeben. Slater kaufte sein Haus gerade noch rechtzeitig, bevor die Immobilienpreise in London vollends durch die Decke gingen.

Er hat sich darin nicht eine, sondern zwei Küchen eingerichtet. In der ersten, die das gesamte Untergeschoss umfängt, kocht und schreibt Slater. Er musste dafür eine ehemalige Einliegerwohnung «in einem langen, langen Jahr» wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung zuführen, denn hier hatte sich - «ein Aha-Moment erster Güte» - die ursprüngliche Küche des Hauses samt ihren Vorratsräumen befunden. Der hell gestrichene Raum, dessen Umbau ihn «jeden Penny meiner Ersparnisse» kostete, ist in sanftes, indirektes Licht getaucht. Auf dem riesigen Küchenblock herrscht penible Ordnung. In einem versenkten Regal stehen unzählige handgemachte, helle Keramikbecher, die Slater, Freund der Kunst, mit der ihm eigenen Akribie sammelt.

Der Ort verströmt eine fast schon sakrale Ruhe, ein Motiv, das der Hausherr selbst immer wieder aufnimmt und reproduziert. Er schätzt den Frieden in dem Raum, der ihm ein Arbeitsplatz ist, «der mich aufmuntert», und in dem er «einen Grossteil meines Tages» verbringt. Das Kochen selbst, aber auch die Vorbereitung, das Waschen, Zerkleinern und Schneiden der Zutaten, empfindet Slater als eine «heitere Tätigkeit», als «eine Art Meditation und Therapie». Sein Garten hingegen ist ihm ein «klösterlicher», einsamer Ort. Ein grösserer Kontrast zwischen der Innenwirkung von Haus und Garten und der monumentalen Aussenwirkung dessen, was hier entsteht, ist kaum vorstellbar.

In der kleineren zweiten Küche im Obergeschoss empfängt Slater in der Regel Gäste, hier entstehen auch die meisten Fotos für seine wöchentliche Kolumne. Diese Arbeit prägt seinen Alltag seit mehr als drei Jahrzehnten. Slater zeigt sich höchst dankbar dafür, dass ihm der «Observer», die Sonntagsausgabe des «Guardian», nach wie vor den Platz einräumt, zu tun, was er am liebsten tut: zu kochen und darüber zu schreiben. «Es scheint mir immer noch unwirklich», sagt er und erzählt, vielleicht eine Spur kokett, dass er immer noch zusammenzuckt, wenn ihn seine Redakteurin anruft. «Ich halte nie etwas für selbstverständlich», sagt er. «Auch nach dreissig Jahren nicht.»

Ich bin for tea eingeladen und darf aus einem reichen Angebot an Teesorten spektakulär schöne Grünteeblätter, die mit Osmanthusblüten aromatisiert sind, auswählen. Ausserdem hat Nigel gebacken, einen Haselnuss-Schokoladenkuchen und mehrere Sorten von Keksen, die ich bewundern darf, während er auf umständliche Weise den Tee zubereitet, das Wasser in einer eigenen Kanne abkühlen lässt, dabei ständig das elegante, kleine Thermometer kontrolliert, das wie sämtliche andere Gebrauchsgegenstände in dieser Küche von ausgesuchter Schönheit ist.

«Warum», schreibt Slater in «A Cook’s Book», «sollte ich mit einem Plastikgegenstand kochen oder auch nur abwaschen wollen, wenn ich die sanften Farben von Holz oder Porzellan oder Ton haben kann?» Und warum sollte er auf einer hässlichen Skala nachschauen, ob die Wassertemperatur endlich die 60° C erreicht hat, die ideal sind, um «diesen speziellen» grünen Tee damit aufzugiessen?

«Ein Keks?», fragt mich Nigel. Ich nicke, zurückhaltender als ich eigentlich bin, und nehme von jeder Sorte nur einen. Nigel auch. «Als Kind», sagt er, «habe ich mich praktisch ausschliesslich von Süssigkeiten ernährt.»

Die Geschichte dieser Kindheit ist in England inzwischen Schulbuchliteratur. Das kam so: Eines Tages rief - Alarm! - die Redakteurin des «Observer» an, nicht um Nigel Slater, wie dieser befürchtete, die Mitarbeit aufzukündigen, sondern um ihn zu bitten, doch über die Geschmäcker seiner Kindheit zu schreiben. Das tat Slater gern. Allerdings liess er sich dazu hinreissen, persönlicher zu werden als sonst, wenn Lebensmittel und ihre Verwandlungen die Hauptrollen in seinen Geschichten übernehmen.

Er war unsicher, als er den Text abschickte, und er sah sich in seinen Zweifeln bestätigt, als bald darauf wieder sein Telefon klingelte. Aber die Redakteurin hatte an der Geschichte nichts auszusetzen, im Gegenteil, sie war begeistert. Sie fragte Slater, ob er nicht etwas Längeres daraus machen könne, ein Buch zum Beispiel.

Toastbrot und Tränen: Eine Kindheit in Geschmäckern

Das Buch bekam den Titel «Toast. The Story of a Boy’s Hunger». Die Geschichte ist, auch wenn es dauernd irgendwie ums Essen geht, von berührender Tragik, voll kindlicher Verzweiflung und unbestimmter Sehnsucht, Einsamkeit und sexueller Verwirrung. Slater erzählt von seiner Mutter, die, weil sie nicht kochen konnte, immer nur Toast servierte. Er erinnert sich, wie es zu Hause zu Weihnachten roch, nach warmen, süssen Früchten, nach einem Kuchen im Ofen, einem heissen Bügeleisen, einem Golden Retriever, der sich beim Herd zusammenrollte, dem 4711-Parfüm seiner Mutter - und nach dem Urin seiner Tante Fanny, die im hohen Alter verlässlich in die Hosen machte.

Er erzählt von seinem Vater, der ihn nach dem plötzlichen Tod der Mutter mit Süssigkeiten fütterte, weil es ihm nicht gelang, etwas Besseres auf den Tisch zu stellen - «ich habe ihm einige Zahnarztrechnungen zu verdanken.» Aber er spart auch dessen Wutausbrüche nicht aus, weil der Bub keine Eier mochte und das Rührei hinunterwürgen musste, bis er kotzte (Eier isst Slater bis heute keine, und Milch mag er auch nicht, ausser sie ist eiskalt). Er erzählt, wie sein Vater jedes Mal, wenn er ihm etwas zu essen gab, deprimiert zuschaute, wie es dem spindeldürren Sohn schon wieder nicht schmeckte, wie er in seinem Essen herumstocherte und es auf dem Teller hin und her schob: «Die Enttäuschung meines Vaters über seinen jüngsten Sohn ist so offensichtlich, dass man sie auf einen Teller packen und essen könnte.» Und er erzählt von vielen Tränen.

Er weinte am Tag, als sein Vater vergessen hatte, ihm wenigstens eine Dose mit Bohnen und Wurst in den Ofen zu stellen, damit der Bub sie sich aufwärmen konnte: «Mein Vater hatte es vergessen. Der Hund, der es hasste, allein gelassen zu werden, hatte auf den Küchenboden gepinkelt. Ich fand eine geöffnete Packung Ritz-Cracker, setzte mich hin und ass sie, wobei mir salzige Tränen übers Gesicht liefen. Es war nicht so, dass ich die Bohnen und Würstchen aus der Dose überhaupt mochte. Mir gefiel nur der Gedanke, dass jemand daran gedacht hatte, mir etwas zu essen dazulassen.»

Zuerst tröstet den Buben der Geschmack von Süssigkeiten, etwa des Marshmallows, das ihm sein Vater neben das Bett legt und das den Gutenachtkuss ersetzen muss, den ihm seine Mutter nicht mehr geben kann. Dann beginnt er aber zu ahnen, dass Essen anders, besser, grossartig schmecken kann, und diese Ahnung erfüllt ihn mit dem Wunsch, diesen Geschmack selbst herzustellen: jene Tätigkeit auszuüben, die ihm wegen der Gefahr heisser Herdplatten oder siedenden Wassers von den Eltern verboten wurde, die er aber als fehlendes Verbindungsteil zwischen seiner Sehnsucht und ihrer Erfüllung identifizierte. Er wollte kochen.

«Toast» wurde ein riesiger Erfolg. «Viele Menschen schrieben mir, sie hätten in meiner Kindheit ihre eigene wiedererlebt.» Das Buch wurde verfilmt, kam als Schauspiel auf die Bühne, wurde für den Schulunterricht kanonisiert. «Erstaunlich», sagt Slater, «bei all diesen doch ziemlich heftigen Stellen im Text …»

Festive Gifts! Day 5 | Nigel Slater's Turkey Leftovers Recipe | BBC Studios

«Ich wollte immer Koch in einem Restaurant werden - bis ich es war und merkte, dass eine Restaurantküche nichts für mich ist. Ich hasste den Lärm. Ich hasste es, im Team zu arbeiten.» Noch als Teenager zog er jedenfalls aus der mittelenglischen Kleinstadt Penn nach Worcestershire, um dort die Chantry High School zu besuchen. Als einer von zwei Knaben unter lauter Mädchen wählte Nigel das Fach Hauswirtschaft und Kochen.

«Ich bezeichnete mich viele Jahre lang als Koch, der schreibt», sagt Slater, als wir am Küchentisch sitzen, den Haselnuss-Schokoladenkuchen kosten, der wie erwartet köstlich ist, und darauf warten, dass das Wasser für den grünen Tee endlich auf die erforderten 60°C abgekühlt ist. «Ich wollte immer Koch in einem Restaurant werden - bis ich es war und merkte, dass eine Restaurantküche nichts für mich ist. Ich hasste den Lärm. Ich hasste es, im Team zu arbeiten. Alles, was ich wollte, war, Menschen etwas Gutes zu essen zu machen und dabei ungestört zu sein.»

Nach den gescheiterten Versuchen in Restaurantküchen heuerte er in einem kleinen Londoner Café an, wo er allein für die Küche zuständig war, kochte und servierte und ohne Stress «gute, einfache» Speisen zubereiten durfte. Im Café lernte er eine Kundin kennen, die ein Food-Magazin namens «Alacarte» herausbringen wollte. Sie fragte den jungen Mann in der Küche, ob er nicht die Rezepte kontrollieren könne, die im Heft erscheinen sollten. Das übernahm Nigel gern. Er bereitete die Gerichte gemäss Anleitung so sorgfältig und hübsch zu, dass ihn die Herausgeberin des «leider ein bisschen dummen Food-Magazins» fragte, ob er nicht eine eigene Rezeptkolumne übernehmen wolle.

«Ich erinnere mich ganz genau an den Tag, als die erste Ausgabe mit meiner Kolumne in der Post war», sagt Slater, «und suchte die Seite mit meinem Rezept. Darüber stand mein Name. Ich hatte das Gefühl, ein Ziel erreicht zu haben, das ich mir niemals gesteckt hatte. Ich war im Glück.»

Er war im Glück, ohne zu wissen, dass ihm die Kolumne das Tor zu einem neuen Beruf öffnen würde. Es dauerte nicht lang, bis jemand beim Frauenmagazin «Marie Claire» den unbekannten Alacarte-Kolumnisten entdeckte und ihn in eine deutlich auflagenstärkere Umgebung lotste. Fünf Jahre lang kochte und schrieb Nigel Slater für die «Marie Claire», bis ihn schliesslich der Anruf des «Observer» erreichte, im kommenden September ist das dreissig Jahre her. Seit damals kocht Nigel Slater Woche für Woche drei bis fünf Rezepte, die jeweils am Sonntag erscheinen. Er kocht jedes Gericht selbst, erledigt den Einkauf, die Vorbereitungen, richtet die Teller an und macht den Abwasch. Er hat keine Assistenz ausser einem professionellen Tester, der jedes Rezept nachkocht und überprüft, bevor es ins Blatt oder in...

Die Geschichte der TUC Cracker reicht zurück bis ins Jahr 1958. Ein Herr Partien, der eine kleine Süßwarenfirma in Belgien besaß, gilt als Erfinder. Nach einer Reise in die USA vermarktete er salzige Kekse unter dem Namen TUC. Der Legende nach ließ er sich bei der Namensfindung von einem Zeitungsartikel über die britische Trade Union Corporation (TUC) inspirieren. In den 1960er und 1970er Jahren wurden TUC Cracker in vielen Ländern eingeführt, darunter auch in Deutschland.

In Deutschland erfreuen sich TUC Cracker großer Beliebtheit als Snack für zwischendurch oder als Beilage zu Salaten und Suppen. Mit dem lautmalerischen Ausspruch „tuc tuc“ endete einst eine berühmte Fernsehwerbung für den Cracker „tuc“ mit dem damals berühmten Volksschauspieler Walter Sedlmayr als Testimonial.

Was sind Cracker?

Zwischen einem Cracker und einem Biscuit zu unterscheiden ist leicht: der Biskuit ist süß, der Cracker salzig. Aber wo ist eigentlich der Unterschied zwischen Cracker und Chips? Nun, die Grenzen verschwimmen in dem Maße, in dem wir mit Chips immer häufiger nicht nur frittierte Kartoffelscheiben bezeichnen, sondern auch gebackene Teigmischungen. Der bekannteste Cracker in Deutschland heißt „TUC“ und kam früher von Griesson - de Beukelaer, aber inzwischen von Mondelez. Erfunden wurde TUC allerdings in Belgien.

Insgesamt hat es diese Knusper-Spezialität bei uns wohl eher schwerer als in Großbritannien, dem Ursprungsland des Crackers. Dort wird er traditionell gern zusammen zu Käse verspeist, aber weniger TUC als sein britisches Äquivalent „Ritz“. Generell eignen sich Cracker prima als Beilage zu Wein, Bier oder Cocktails, weil sie - abgesehen von den gewürzten und bestreuselten Sorten - in der Regel selbst nicht zu viel Eigengeschmack einbringen. Zudem sind sie in der Regel dünn ausgebacken und dadurch beschweren sie den Magen nicht unnötig.

Ursprünglich hat sich der Cracker aus dem Dauer- und Hartgebäck entwickelt, dass britische Seeleute als Proviant auf ihren Schiffspassagen dabei hatten. Analog zum Cracker ist die süße Variante der Zwieback.

TUC Sorten und Inhaltsstoffe

Die Grundzutaten sind bei allen TUC Sorten ähnlich. Ein Beispiel anhand der TUC Original Cracker:

Zutaten: Weizenmehl, Sonnenblumenöl, Gerstenmalzextrakt, Glukosesirup, Backtriebmittel (Ammoniumcarbonate, Natriumcarbonate), Speisesalz, EIER, Aroma, Mehlbehandlungsmittel (Natriummetabisulfit).

Die TUC Original Cracker sind goldgelb und kross und passen zu köstlichen Dips, Käse- oder Wurst-Spezialitäten. Sie sind auch ein Genuss zu pikantem, mildem oder cremigem Käse, ob zu einem leckeren Wein oder für eine Pause unterwegs.

Sind TUC Cracker vegan?

Viele TUC Produkte, einschließlich dem originalen TUC, sind nicht vegan. Sie enthalten Eier oder andere Aromen aus tierischer Herkunft.

Ausnahmen:

  • TUC Paprika und mehrere TUC Baked Rolls sind vegan. Das verwendete „Aroma“ ist laut Herstelleranfrage auf pflanzlicher Basis.
  • Achtung: TUC Baked Bites Paprika sind aber nicht vegan und nicht einmal vegetarisch.

Wichtiger Hinweis für Veganer:

Die Lebensmittel werden in denselben Produktionsmaschinen verarbeitet, wie Produkte, die Stoffe tierischer Herkunft beinhalten.

Sind TUC Cracker vegetarisch?

  • Ja, das TUC Original ist vegetarisch. Es enthält den tierischen Bestandteil Eier und ist damit für eine vegetarische Ernährung geeignet.
  • Nein, TUC Bacon ist nicht vegetarisch.

Sind TUC Cracker glutenfrei?

Nein, TUC ist nicht glutenfrei.

Mogelpackung: Tuc Bake Rolls

Die Tuc Bake Rolls sind eine Mogelpackung. Bislang betrafen versteckte Preiserhöhungen immer ein und dasselbe Produkt einer Marke. Dabei wird in der Regel der Inhalt reduziert und der Preis bleibt gleich oder steigt sogar. Doch jetzt hat sich der Lebensmittelkonzern Mondelez etwas Neues einfallen lassen, und Rewe spielt als Händler offensichtlich gerne mit. Etliche Verbraucherinnen und Verbraucher haben sich beschwert, dass die 7days Bake Rolls durch die Tuc Bake Rolls ersetzt wurden. Und zwar fast eins zu eins, denn die Sorten Meersalz, Knoblauch, Zwiebeln sowie Tomate & Olive gibt es jetzt bei Tuc genauso wie sie zuvor unter der Marke 7days verkauft wurden. Die weiteren Sorten Pizza und Sour Cream & Onion von 7days sind als Mini Bake Rolls der Marke Tuc erhältlich.

Der raffinierte Marken-Tausch zieht eine drastische Preiserhöhung nach sich. Hat Rewe die Bake Rolls von 7days bisher in 250-Gramm-Packungen zum Preis von 1,39 Euro verkauft, kosten die Tuc Bake Rolls mit 150 Gramm Inhalt nun 1,89 Euro. Der Preis für das Snackprodukt steigt also um 127 (!) Prozent. Zum besseren Verständnis: 1 Kilogramm Bake Rolls kosteten bisher 5,56 Euro, jetzt werden für die gleiche Menge 12,60 Euro fällig.

Aussehen, Rezepturen und Nährwerte der verschiedenen Bake Rolls sind quasi identisch und zwar für alle Sorten. Mal abgesehen davon, dass der Salzgehalt der „neuen“ Bake Rolls etwas geringer ausfällt. Die Nährwerte für Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Eiweiß hingegen sind identisch. Auch die Zutatenliste ist unverändert. Sogar die Farben für das Branding hat man von der alten Marke übernommen.

Mondelez hat Anfang 2022 bekannt gegeben, dass er die griechische Firma Chipita Global S.A übernimmt und damit auch die Marke 7days. Im Zuge dessen wurde entschieden, die Bake Rolls von 7days in Deutschland unter der bekannteren Marke Tuc zu vertreiben - und das anscheinend mit einem enormen Mitnahmeeffekt für den Mutterkonzern Mondelez.

Weitere Cracker-Alternativen

Es gibt einige vegane Cracker, die ähnlich wie TUC schmecken. Hier eine kleine Auswahl weiterer Cracker-Marken:

  • Lu Tuc Cracker Sour Cream+Onion mit Sonnenblumenöl
  • Wasa Delicate Crackers Black+Green Olives
  • Wasa Delicate thin crackers Black+Green olives
  • Wasa Delicate Crackers Sea Salt
  • Lorenz Saltletts PausenCracker mit Chia- Lein- und Sesamsamen mit Meersalz
  • Ritz von Nabisco
  • Netto Clarkys Cracker Gesalzen 75G
  • Fernseh-Kräcker Helga Algencracker Vegan+Organic Algen Superfood Spicy Crispy 45G
  • Käxxi Protein Kräcker Lowcarb 10% Kohlenhydrate 39% Eiweiß
  • The Fine Cheese Co Bath England Olive Oil +Sea Salt Crackers for Cheese
  • Carr’s Selection aus verschiedenen Crackern
  • Soletti Cracker mit Mickey Maus-Motiven

TUC und Mondelez

TUC gibt es auch als Zutat in Milka-Tafelschokoladen. Der Markenmix ist kein Wunder: Beide Brands gehören mehr oder weniger zum gemeinsamen Mutterkonzern „Mondelez“. Ob Schokolade, Kekse oder andere Snacks: Der Nahrungsmittelkonzern Mondelez International hat einiges zu bieten und überrascht seine Kunden immer wieder mit neuen Produkten. Ursprünglich wurde der US-Konzern im Jahr 1903 in Chicago gegründet. Damals war das Unternehmen noch unter dem Namen Kraft Foods bekannt, in Anlehnung an den Gründer James Lewis Kraft.

Cracker Marke Vegane Optionen Glutenfrei
TUC Ausgewählte Sorten (Paprika, Baked Rolls) Nein
Lu Tuc Cracker Sour Cream+Onion Nein
Wasa Delicate Crackers Black+Green Olives, Sea Salt Nein
Lorenz Saltletts PausenCracker Nein
Ritz Nein Nein

TUC Cracker Original

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