So bleiben Ihre selbstgemachten Spätzle warm und lecker

Spätzle sind eine beliebte Beilage, besonders in der süddeutschen und Schweizer Küche. Doch wie hält man sie warm, ohne dass sie zusammenkleben oder austrocknen? Hier sind einige Tipps und Tricks, damit Ihre Spätzle perfekt gelingen, auch wenn sie nicht sofort serviert werden.

Das A und O: Richtiges Kochen und Vorbereiten

Das Wichtigste vorneweg: Auf keinen Fall die Pasta mit kaltem Wasser abschrecken. Denn damit wird der kleine Stärkefilm von der Pasta gespült, und die Sauce bleibt danach nicht mehr so gut haften. Was du stattdessen machen kannst, damit du ein Pastagericht im Voraus zubereiten und die Pasta dennoch warm halten kannst, verraten wir dir in den folgenden sechs Tipps.

1. Geschmacksneutrales Öl dazugeben

Teigwaren al dente kochen, in ein Sieb abgiessen, dabei das Sieb nicht schütteln, damit die Teigwaren nicht zu sehr abtropfen. Je nach Teigwarenmenge eine geringe oder grössere Menge geschmacksneutrales Öl (z. B. Erdnuss-, Raps- oder Sonnenblumenöl) darüberträufeln. Die Teigwaren sofort in die noch heisse Pfanne zurückgegeben. So können sie zugedeckt auf der noch heissen Herdplatte 20-30 Min. warm gehalten werden.

Butter oder Margarine eignen sich nicht, da diese von den Teigwaren aufgesogen werden und die Teigwaren trotzdem zusammenkleben können. Achtung: Wenn du Öl an die Teigwaren gibst, wird danach die Sauce weniger gut haften.

2. Sorte beachten

Spaghetti klebt schneller und leichter als die übrigen Sorten. Wenn es also nicht unbedingt Spaghetti sein müssen, besser auf Penne oder eine andere Sorte ausweichen. Die Auswahl ist gross.

3. Teigwaren mit Sauce gemischt servieren

Weil das Öl einen feinen Fettfilm über die Pasta legt, klebt diese zwar nicht zusammen, allerdings bleibt auch die Sauce nicht so haften. Gegen das Aneinanderkleben einfach ab und zu umrühren und die Sauce sofort nachdem das Kochwasser abgeschüttet wurde, zur Pasta geben.

4. Parmesan zur Pasta geben

Wenn du Pasta und Sauce auf keinen Fall schon gemischt anrichten möchtest: Nach dem Abschütten des Kochwassers die Pasta mit wenig geriebenem Parmesan bestreuen. Der sorgt nicht nur dafür, dass die Pasta nicht zusammenklebt, auch die Sauce bleibt danach viel besser haften.

5. Der Blech-Trick

Der Blech-Trick kann helfen, wenn es dann doch unbedingt Spaghetti sein sollen, beispielsweise für einen Spaghetti-Plausch mit einer grösseren Gruppe und verschiedenen Saucen: Die Spaghetti nur knapp al dente kochen, abtropfen, auf Backbleche verteilen. Wenig Öl beigeben, mit zwei Gabeln mischen. So kühlen sie schneller ab und kleben nicht. Später nur noch mit der Sauce mischen und heiss werden lassen.

6. Bain-Marie

Im Restaurant werden Teigwaren im Bain-Marie warm gehalten. Dieses Küchengerät dient eigens dafür, Speisen warm zu halten. Für zu Hause brauchst du dir aber nicht extra ein teures Profigerät zu kaufen, das auch noch viel Platz braucht. Bain-Marie geht auch ganz einfach in jeder Küche ohne viel Zubehör. Dafür einfach die Nudeln in ein abgedecktes Gefäss geben und über ein heisses Wasserbad oder über heissen Dampf stellen.

Beste Spätzle selbst gemacht - Kaufst du noch? Oder schabst Du schon?

Spätzle im Steamer aufwärmen

Speisen aufzuwärmen hat viele Vorteile. Zum einen sparst du viel Zeit, da das Essen in durchschnittlich acht Minuten fertig ist, zum anderen verhinderst du Food-Waste, indem du Reste verwertest.

Einige Steamer wie der Combair-Steamer und Combi-Steamer von V-Zug verfügen über eine sogenannte Regenerierfunktion. Man spricht von regenerieren, da die Speisen nicht an Qualität verlieren, sondern mindestens so gut schmecken, wie frisch nach der Zubereitung und manchmal sogar noch besser.

Du kannst generell alle Speisen im Steamer aufwärmen, aber je flüssiger sie sind, desto länger dauert der Erwärmungsprozess. Nudeln, Reis und Kartoffeln schmecken nach dem Aufwärmen wie frisch, weil sie durch den Dampf im Steamer die im Kühlschrank verlorengegangene Feuchtigkeit zurückerhalten.

Spätzle-Variationen

Spätzli oder Knöpfli: Eine reine Formsache! Ob länglich oder rund- Spätzli und Knöpfli unterscheiden sich nur in der Form. Für Spätzli wird der Teig von einem Brettchen in schmalen Streifen direkt ins siedende Wasser geschnitten. Für rundliche Knöpfli wird er durchs Knöpflisieb gestrichen.

Doch ungeachtet der Form ist je nach Region und Dialekt eher der eine oder der andere Begriff verbreiteter. Ob länglich oder rundlich ist daher Nebensache. Heiss geliebt werden die Spätzli oder Knöpfli auf jeden Fall!

Spätzli treiben es bunt: Ob grün mit fein gehacktem Spinat, ob gelb mit Safran, Kurkuma oder Curry, ob orange oder violett mit Rüebli-bzw. Randensaft: Farbige Spätzli oder Knöpfli sind auf dem Teller ein toller Hingucker!

Leicht süsslich schmecken die Spätzli oder Knöpfli, wenn etwas Quittengelee oder Hagebuttenkonfitüre unter den Teig gemischt wird. Ein feines Röstaroma erhalten sie, wenn man geröstete, fein gemahlene Haselnüsse beigibt.

Spätzli und Knöpfli sind neben Rotkraut die klassische Beilage zu Wild. Sie schmecken aber auch wunderbar zum Sonntagsbraten oder zu anderen Fleischgerichten mit Sauce.

Weitere Spätzle-Variationen

  • Pizokel und Pizzoccheri: Buchweizen-Spätzli
  • Schwäbische Spätzle und Knöpfle
  • Enge Verwandte: Schupfnudeln und Gnocchi

Spätzle selber machen: Grundrezept

Es braucht etwas Geduld und Fingerspitzengefühl, aber das Resultat macht den Aufwand wett: Selbst gemachte Spätzli sind ein Gaumen- und Augenschmaus. Wer es einfacher will, nimmt ein Knöpflisieb zur Hilfe.

Zutaten

  • Mehl
  • Eier
  • Wasser
  • Salz

Zubereitung

  1. Mehl und Salz mischen, eine Mulde formen.
  2. Die Eier mit Milch und Öl verquirlen.
  3. Zum Mehl giessen und verrühren.
  4. Den Teig klopfen, bis er Blasen wirft und glatt ist.
  5. Den Teig zugedeckt mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
  6. Reichlich Salzwasser aufkochen.
  7. Den Teig portionenweise auf das Knöpflisieb geben und mit der Teigkarte durch die Löcher streichen.
  8. Die Knöpfli/Spätzli im leicht kochenden Wasser ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche sichtbar sind.
  9. Mit Schaumkelle herausheben, gut abtropfen lassen und in vorgewärmter Platte anrichten.
  10. Im Ofen bei 100°C warm halten.

Weitere Tipps und Tricks

  • Kein kaltes Bad: Auf keinen Fall die Pasta mit kaltem Wasser abschrecken, da dies den Stärkefilm entfernt.
  • Öl verwenden: Ein wenig geschmacksneutrales Öl verhindert das Zusammenkleben.
  • Parmesan: Geriebener Parmesan sorgt dafür, dass die Pasta nicht zusammenklebt und die Sauce besser haftet.

Leckere Rezeptideen mit Spätzle

Spätzle lassen sich hervorragend mit verschiedenen Fleischgerichten kombinieren. Ob als Beilage zu Braten, Gulasch oder Geschnetzeltem - Spätzle sind vielseitig einsetzbar und immer eine gute Wahl.

Cremiges Hähnchengeschnetzeltes mit Spätzle

Dieses Gericht ist einfach zuzubereiten und reich an Proteinen. Hier ist ein schnelles Rezept:

  1. Champignons, Zwiebeln und Paprika schneiden und anbraten.
  2. Hähnchenbruststreifen hinzufügen und kurz mitbraten.
  3. Mit Hühnerbrühe und Crème fraîche ablöschen und köcheln lassen.
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Spätzle in einer separaten Pfanne anbraten und zum Geschnetzelten servieren.

Käsespätzle

Ein Klassiker der schwäbischen Küche. Spätzle mit viel Käse und Röstzwiebeln.

  1. Spätzle kochen und abtropfen lassen.
  2. In einer Pfanne mit geriebenem Käse vermischen.
  3. Mit Röstzwiebeln bestreuen und servieren.
Nährwertangaben für Cremiges Hähnchengeschnetzeltes mit Spätzle
Nährwert Menge
Energie (kJ) 3807 kJ
Energie (kcal) 910 kcal
Fett 49.5 g
Kohlenhydrate 66.9 g
Eiweiss 47.8 g
Salz 2.6 g

tags: #selbstgemachte #spatzle #warmhalten