Brotbacken ist eine Kunst, die mit den richtigen Zutaten und etwas Geduld zu Hause gelingen kann. Dieser Artikel zeigt, wie man ein dunkles Sauerteig-Ruchbrot mit Trockenhefe backt, und gibt nützliche Tipps rund um die Teigzubereitung.
Sauerteigbrot ganz einfach!
Warum Sauerteigbrot?
Sauerteigbrot erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. Es überzeugt mit seinem unvergleichlichen, fein-säuerlichen Duft und seinem einzigartigen Geschmack. Im Gegensatz zu Hefebrot ist Sauerteigbrot sehr bekömmlich, denn durch den Verzicht auf Hefe kann der Teig besser verdaut werden. Außerdem kann unser Körper durch ihn auch mehr Nährstoffe aus dem Getreide aufnehmen.
Sauerteig hat eine lange Tradition und ist bekannt für seinen unverwechselbaren Geschmack und die besondere Textur, die er deinen Broten verleiht. Der Bio Natursauerteig von Arche Naturküche ist die perfekte Grundlage für all deine Backprojekte - von klassischen Roggenbroten bis hin zu kreativen Brotrezepten.
Ein Brot, das mit einem biologischen Triebmittel gelockert wurde, ist für den Menschen besser verträglich, da beim Gärprozess Zuckerstoffe abgebaut werden. Sauerteig kann zur Lockerung und Geschmacksbildung eingesetzt werden.
Der Teigansatz enthält lebende Milchsäurebakterien und Hefen. Diese lebenden Mikroorganismen verstoffwechseln die Stärke aus dem Mehl und bilden dabei Säuren und Kohlenstoffdioxid. Dieser Prozess wurde schon vor einigen tausend Jahren entdeckt, wo die Menschen Mehl durch Fermentation ansäuerten.
Vorteile von Sauerteigbrot
- Längere Haltbarkeit
- Bessere Bekömmlichkeit
- Einzigartiger Geschmack
- Verbesserte Nährstoffaufnahme

Zutaten für dunkles Sauerteig-Ruchbrot
Hier ist eine Liste der Zutaten, die du für dieses Rezept benötigst:
- 350 gr dunkles Ruchmehl
- 200 gr Halbweissmehl
- 1/2 Päckchen Dinkel Sauerteig-Extrakt
- 1 EL Salz (evtl. etwas weniger, je nach persönlicher Vorliebe)
- ca. 400 ml Wasser
Da wir beide keine Freunde von „laschen“ Broten sind, darf es bei uns gerne mal ein bisschen mehr an Salz sein. Man kann also auch keine absolut korrekte Wassermenge angeben. Diese richtet sich nach verschiedenen Kriterien. So spielt tatsächlich die Luftfeuchtigkeit im Raum eine Rolle und natürlich auch die verwendeten Mehle.
So brauch z.B. ein Weissmehl weniger Flüssigkeit als ein Teig, der aus dem vollen Korn hergestellt wird. Gleich verhält es sich mit der Zugabe von Salz.
Anleitung zur Zubereitung
Folge diesen Schritten, um dein eigenes Sauerteig-Ruchbrot zu backen:
- Vorbereitung: Alle trockenen Zutaten miteinander gut vermischen.
- Teig kneten: Die Hälfte des Mehls mit ca. 100 ml Wasser in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Mit dem Knethaken auf Stufe 1 vermengen. Nach und nach das restliche Mehl und die Flüssigkeit zugeben. Danach auf Stufe 2 für ca. 15 Minuten einen Teig kneten. Teige, die ich mit dunklem Mehl herstelle lasse ich persönlich länger kneten als solches mit Weiss-, oder Halbweissmehl. Den Teig für das dunkle Sauerteig-Ruchbrot hat meine Lady in Black ca. 15 Minuten geknetet. Dabei ist der TschimmHook zum Einsatz gekommen.
- Gärkörbchen vorbereiten: Das Gärkörbchen mit ordentlich Mehl ausstreuen (die Zwischenräume müssen mit Mehl bedeckt sein).
- Teig formen und gehen lassen: Den Teig aus der Schüssel nehmen, ca. 10 mal falten. Danach einen runden Teigling formen und in das Gärkörbchen geben. Für ca. 2 Stunden ruhen und gehen lassen. Ich habe ihn in den Backofen gestellt und das -licht eingeschaltet. So hat er es ordentlich warm.
- Backen: Den Teig aus dem Gärkörbchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stürzen und für 1 Stunde bei 200° Ober- und Unterhitze in der Mitte des Backofens backen. Dabei immer wieder schwaden. Deshalb besprühte ich die Backofenwände, den -boden und auch den Innenraum immer wieder mit Wasser. Das heutige dunkle Sauerteig-Ruchbrot habe ich „frei geschoben“ gebacken, d.h. ohne Backform.

Tipps und Tricks
Hier sind einige zusätzliche Tipps, die dir beim Brotbacken helfen können:
- Teigkonsistenz: Teige verhalten sich nie gleich. Man kann also auch keine absolut korrekte Wassermenge angeben. Diese richtet sich nach verschiedenen Kriterien.
- Sauerteigpulver: Viele arbeiten mit frischem Sauerteig. Meine begehen regelmässig Selbstmord, oder erleben die produktive Phase nicht, weil sie sich schon auf dem Weg dorthin verabschieden. Deshalb habe ich mir bei der Mühle meines Vertrauens ein wunderbares Natur-Sauerteigpulver besorgt, das seinen Dienst hervorragend macht.
Nährwerte
Hier sind die Nährwerte pro 100 g des Brotes:
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kalorien | 209 kcal |
| Vegan | Ja |
| Laktosefrei | Ja |
Lagerung von Sauerteigbrot
Voraussetzung für einen möglichst langen, knusprigen Genuss ist die richtige Lagerung deines Brotes. An sich ist Sauerteigbrot schon von Natur aus länger haltbar als ein Hefebrot. Das saure Milieu des Teiges trägt zur Hemmung des Wachstums von Schimmel und anderen schädlichen Mikroorganismen bei.
Dein Brot ist nach einigen Tagen trocken? Du hast gerade wenig Zeit zum Füttern oder zum Weiterverarbeiten deines Teiges? Kein Problem, du kannst du deinen Teig bis zu 14 Tage lang in einem dicht verschlossenen Glas im Kühlschrank aufbewahren.
Hermann-Teig: Ein süsser Sauerteig
Der Hermann-Teig ist ein süsser Sauerteig, der aus Mehl, Zucker, Hefe und Milch besteht. In einem Sauerteig entstehen lebende Kulturen. Wird er gut gepflegt und dabei immer gut auf die Sauberkeit geachtet, kann der Teig mehrere Jahre alt werden.
Wer keinen „Kettenbrief-Teig“ von seinen Freunden oder Bekannten bekommen kann, kann diesen ganz einfach selbst anrühren. Dafür braucht es vor allem etwas Geduld, denn der Hermann-Teig muss 10 Tage gepflegt werden, bevor er geteilt und verbacken wird.
Hermann-Teig Grundrezept
Zutaten:
- Teigansatz: 100 g Mehl, 1 EL Zucker, ½ Beutel Trockenhefe, 200 ml lauwarmes Wasser
- Füttern Tag 5: 100 g Mehl, 150 g Zucker, 200 ml Milch
- Füttern Tag 10: 100 g Mehl, 150 g Zucker, 200 ml Milch
Zubereitung
- Teigansatz: Für den Teigansatz das Mehl in eine verschliessbare Kunststoffschüssel sieben und mit Zucker und Hefe vermischen. Wasser dazugeben und mit einem Kochlöffel aus Holz oder Kunststoff glatt rühren. Die Schüssel mit dem Deckel verschliessen.
- Den Teig zwei Tage an einem warmen Ort stehen lassen; dabei ab und zu umrühren. Ab dem dritten Tag in den Kühlschrank stellen. Achtung: Der Teig ist sehr flüssig.
- Füttern: Am 5. Tag Mehl mit Zucker und Milch dazugeben und gut verrühren.Umrühren.
- Backtag: Am 10. Tag Mehl mit Zucker und Milch dazugeben und gut verrühren.
- Den fertigen Hermann-Teig in vier gleiche Teile teilen zu je 200 g. Mit einer Portion kann jeweils ein Rezept zubereitet werden. Die Portionen können auch einzeln eingefroren, oder mit einer Anleitung weitergegeben oder ein neuer Teig-Ansatz damit zubereitet werden. Dann mit dem 1.Tag (ruhen) beginnen.

Vier Fehler, die der Hermann-Teig nicht verzeiht
- Metall: Verwende Schüsseln und Löffeln aus Kunststoff oder Holz.
- Frischluft: Verschliesse die Teigschüssel immer mit einem Deckel.
- Wärme: Bewahre Hermann immer im Kühlschrank auf.
- Pflegen: Vergiss nicht Hermann zu füttern bzw.
tags: #sauerteig #mit #trockenhefe