Rheinischer Sauerbraten ist eines der traditionellsten Gerichte aus Deutschland und in der Schweiz unter dem Namen Suure Mocke (berndeutsch) bekannt. Der Sauerbraten ist eines der bekanntesten und geschätztesten Schmorgerichte in Deutschland. Seine Herkunft und Zubereitung sind eng mit der regionalen Küche verbunden, weshalb es mehrere Varianten gibt, je nach Region. Besonders beliebt ist das Einlegen des Rindfleischs in einer sauren Beize, die das Fleisch nicht nur zart macht, sondern auch ein unverwechselbares Aroma verleiht.
In diesem Artikel werden die traditionellen Rezepte und Methoden des Sauerbraten-Einlegens beschrieben, wobei ein Schwerpunkt auf das Rezept nach Omas Art gelegt wird.

Was ist Sauerbraten?
Sauerbraten ist ein klassisches deutsches Schmorgericht, das aus Rindfleisch besteht, das in einer scharfen Beize eingelegt und anschließend gegart wird. Der Name „Sauerbraten“ stammt aus dem 17. Jahrhundert und beschreibt die saure Marinade, die das Fleisch vor der Garung erhält. Ursprünglich wurde Sauerbraten aus Pferdefleisch hergestellt, um zähes Fleisch durch das Einlegen zu mürben zu machen. Heutzutage wird fast ausschließlich Rindfleisch verwendet.
Die Bedeutung des Einlegens
Das Einlegen ist ein entscheidender Schritt bei der Zubereitung des Sauerbratens, da die Marinade den Geschmack und die Textur des Fleischs stark beeinflusst. Die Beize wird aus Essig, Wasser, Wurzelgemüse wie Karotten und Sellerie sowie verschiedenen Gewürzen wie Pfeffer, Senfkörner, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Nelken und Piment hergestellt.
Vorbereitung der Zutaten:
Die Karotte, Zwiebel und Sellerie schälen und in Würfel schneiden.
Fleisch einlegen:
Das Rindfleisch in die Beize geben.
Einlegen:
Das Fleisch mindestens 4-5 Tage in der Beize einlegen. Je länger desto besser!
Regionale Unterschiede im Rezept
Obwohl das Grundprinzip des Einlegens in einer sauren Beize in der ganzen Bundesrepublik gleich bleibt, gibt es regionale Unterschiede in der Rezeptur und Zubereitung.
Westfälischer Sauerbraten
Im Westfalen- und Ruhrgebiet wird der Sauerbraten traditionell ohne süße Zugaben wie Rosinen oder Lebkuchen zubereitet. Die Beize ist eher sauer und herb. Typische Zutaten sind Wacholderbeeren, Senfkörner, Lorbeerblätter und Pfeffer. Der Braten wird nach dem Einlegen in Butterschmalz angebraten und anschließend in der gleichen Marinade geschmort.
Rheinischer Sauerbraten
Im Rheinland hingegen wird der Sauerbraten süßer zubereitet. Neben der klassischen Beize aus Essig, Gewürzen und Wurzelgemüse werden Rosinen, Printen oder Lebkuchen hinzugefügt. Das Fleisch wird in der Beize eingelegt und anschließend angebraten. Danach wird die Marinade mit Zucker, Rosinen und Lebkuchen weitergekocht, was der Sauce eine süß-saure Note verleiht. Der rheinische Sauerbraten wird traditionell mit Kartoffelklössen, Apfelmus, Apfelkraut oder Rotkohl serviert.
Fränkischer Sauerbraten
Der fränkische Sauerbraten ist ein weiterer regionaler Typ, der meist mild und süß zubereitet wird. Die Beize besteht aus Essig, Wasser, Gewürzen wie Lorbeerblätter, Nelken und Wacholder sowie Wurzelgemüse. Der Braten wird über mehrere Tage eingelegt und anschließend in der gleichen Marinade geschmort. Im Gegensatz zu anderen Varianten wird der fränkische Sauerbraten meist ohne Rosinen oder Lebkuchen zubereitet. Die Sauce ist eher sauer, aber nicht so intensiv wie in Westfalen.

Zubereitung des Sauerbratens
Nachdem das Fleisch in der Beize eingelagert wurde, kann der Sauerbraten zubereitet werden.
Anbraten:
Den Braten von allen Seiten kräftig in dem Butterschmalz anbraten.
Deckel auflegen:
Den Deckel auf den Bräter legen und den Braten für 1,5 bis 2 Stunden schmoren. Den Topf in den Backofen bei 180 Grad für ca. 3 Std schieben.
Endgültige Sauce binden:
Wenn der Braten durchgegart ist, die Sauce abschmecken. In den Bräter 1 Scheibe Pumpernickel hinzufügen und für die Sauce alles mit einem Passierstab pürieren und dann einkochen. Die übrige Bratensauce wird mit mit Mixstab püriert und am Ende wird der Sauerrahm untergemischt.
Die Zubereitung eines Sauerbratens erfordert Geduld und Aufmerksamkeit, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Wichtige Tipps für die Zubereitung
- Fleisch: Für den Sauerbraten sollte man ein mageres, aber nicht zu zähes Rindfleischstück verwenden.
- Essig: Der Essig sollte von guter Qualität sein.
- Gewürze: Die Gewürze sollten frisch sein und in die Beize gegeben werden.
- Einlegezeit: Der Sauerbraten sollte mindestens 4-5 Tage in der Beize liegen, damit das Fleisch gut durchgezogen ist.
Schnelles Klassischer Rinderbraten Rezept von Steffen Henssler
Beilagen zum Sauerbraten
Zu einem Sauerbraten passen verschiedene Beilagen, die je nach Region variieren können.
Im Rheinland wird der Sauerbraten traditionell mit Kartoffelklössen, Apfelmus, Apfelkraut oder Rotkohl serviert. In neuerer Zeit ist es auch üblich, den Braten mit Pommes Frites zu servieren.
Im Westfalen- und Ruhrgebiet wird der Sauerbraten meist mit Kartoffeln oder Knödeln serviert. Klassisch serviert man zum Sauerbraten Rotkohl und Knödel. Als Beilage zu Sauerbraten eigenen sich gut Semmelknödel und Rotkraut.
Die Geschichte des Sauerbratens
Der Sauerbraten hat eine lange Tradition in der deutschen Küche. Ursprünglich wurde er aus Pferdefleisch hergestellt, um zähes Fleisch durch das Einlegen zu mürben zu machen. Da es in der Zeit, in der der Sauerbraten entstand, keine Kühlschränke gab, war das Einlegen eine Möglichkeit, das Fleisch länger haltbar zu machen.
Im 20. Jahrhundert wurde der Sauerbraten fast ausschließlich aus Rindfleisch hergestellt, da Pferdefleisch immer weniger in der deutschen Küche verwendet wurde. Heute ist der Sauerbraten ein Klassiker der deutschen Küche, der besonders an Sonntagen oder zu besonderen Anlässen serviert wird.
Sauerbraten nach Grosi's Art
Sauerbraten nach Grosi's Art ist ein traditionelles Rezept, das die Kombination von sauren und süssen Aromen perfekt vereint. Durch die lange Marinierzeit wird das Fleisch besonders zart und entwickelt einen intensiven Geschmack. Mit den richtigen Zutaten und etwas Geduld zauberst Du ein Gericht, das Deine Gäste begeistern wird.
Es handelt sich dabei um ein Stück Rindfleisch, das in einer würzigen Marinade eingelegt und anschliessend schonend geschmort wird. Um den typisch säuerlichen Geschmack zu erzielen, muss das Fleisch für mindestens zwei Tage in der Marinade ruhen. Je länger das Fleisch eingelegt wird, desto intensiver wird der Geschmack und desto zarter wird das Fleisch.
Die wichtigsten Schritte
- Nach der Marinierzeit das Fleisch aus der Marinade nehmen und gut abtropfen lassen.
- Das Fleisch rundherum scharf anbraten, bis es eine schöne braune Kruste hat.
- Den Deckel auf den Bräter setzen und den Braten bei niedriger Temperatur (ca.
- Nach dem Schmoren nimmst Du das Fleisch aus dem Bräter und lässt es kurz ruhen.
- Der Sauerbraten wird traditionell in Scheiben geschnitten und mit reichlich Sauce serviert.
Profi-Tipps für den perfekten Sauerbraten
- Die richtige Fleischwahl: Achte darauf, hochwertiges Fleisch zu verwenden.
- Zeit ist der Schlüssel: Die Marinierzeit ist entscheidend.
- Marinade aufbewahren: Die Marinade, in der das Fleisch eingelegt wurde, gibt dem Sauerbraten seinen einzigartigen Geschmack.
- Geduld beim Schmoren: Beim Schmoren gilt „low and slow“. Lass das Fleisch bei niedriger Temperatur langsam garen.
- Süss-saurer Geschmack: Die Kombination von Essig, Wein und süssen Zutaten wie Rosinen oder Honig ist typisch für Sauerbraten.
- Für die perfekte Sauce: Die Sauce ist das Herzstück des Sauerbratens.
Nährwerte pro Portion
Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Portion Sauerbraten:
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Fett | 15 g |
| Kohlenhydrate | 15 g |
| Kalorien | 393 |
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