Ob Cherry- oder Cocktail-, Dattel- oder grosse Fleischtomate: Es gibt unzählige Sorten unseres Lieblingsgemüses. Kein Wunder, mögen wir die Tomate so gerne, denn sie passt wunderbar zu zahlreichen Speisen. Sie kann mit Rührei gebraten oder im Ofen mit Fisch gebacken oder gedünstet werden, eignet sich gekocht mit anderem Gemüse, mit Knoblauch in Öl eingelegt oder ganz einfach auch knackig roh oder vermischt mit weiterem Salat.
Ebenfalls hervorragend schmeckt der «Paradiesapfel» zu Fisch und Fleisch, genauso wie zu Käse oder zu Kartoffeln. Tomaten sind - sofern sie ausgereift sind - eine Wohltat für Körper, Geist und Seele. Sie enthalten Vitamin C, B-Vitamine, Eisen, Folsäure, sekundäre Pflanzenstoffe wie Lycopin - dafür aber nur wenig Zucker und Kalorien. Wahre Vitaminbomben und ausgesprochen gesund! Welche Substanzen in welcher Menge enthalten sind, hängt von der jeweiligen Sorte ab.
Tomaten haben 25 Kalorien pro 100 Gramm und gehören damit zu den Leichtgewichten in der Küche, schliesslich bestehen sie zu etwa 90 Prozent aus Wasser. Zusätzlich sind Tomaten eine Nahrungsfaserquelle, und sie enthalten wichtiges Vitamin C sowie das orangerote Carotinoid Lycopin, dem man eine antioxidative Wirkung zuschreibt.
So beliebt, wie die Tomate in unseren Breiten ist, kann man kaum glauben, dass sie ursprünglich nicht einmal aus Europa stammt. Die Tomate ist in Süd- und Mittelamerika beheimatet und gelangte von dort aus erst Ende des 15. Jahrhunderts nach Europa. Durch Kolumbus erreichte die Tomate vermutlich zuerst die spanische Stadt Sevilla. Diese trieb regen Handel mit Italien, wodurch die Tomate wohl nach Italien gelangte.
Dort bekam sie den Beinamen «Goldener Apfel» - denn damals war die gelbe Variante noch weiter verbreitet - und wurde hauptsächlich in der Kräuterheilkunde und als Aphrodisiakum verwendet. So entstand auch der weitere Beiname «Liebesapfel». Etwa im 17. Jahrhundert fand die Tomate ihren Weg von der Kräuterheilkunde in die alltägliche Küche. Heute ist die Tomate in vielen Landesküchen zu Hause. Sie wird vor allem in China, den USA, der Türkei und Italien angebaut. Verbreitet ist besonders die rote Tomate, dabei gibt es Tomaten auch heute noch in gelber Ausprägung.
Noch aussergewöhnlicher wirkt sie in der grünen, violetten, weissen oder schwarzen Variante. Auch sind nicht alle Sorten rund, es gibt längliche, kirschenförmige, flache und viele weitere Tomatenformen. Tomatensalat wird unter Verwendung der vielen bunten Sorten zum aufregenden Hingucker.
Kein Wunder, dass sie zu unseren liebsten Gemüsen zählt! Tomaten kaufen ist oft gar nicht so einfach bei den vielen Sorten. Tomaten haben in der Schweiz von April bis November Saison und werden in Gewächshäusern wie auch im Freiland gezogen. Jede Tomatensorte hat dabei unterschiedliche Stärken und Schwächen, die sich auch im Geschmack zeigen.
Um den bestmöglichen Gesundheits-Effekt herauszuholen, sollten Tomaten zugleich frisch und vollreif sein. Unsere Bauern stellen gesunde, schmackhafte «Goldäpfel» im Hofladen zum Verkauf bereit. Viele von uns haben gelernt, dass frisch grundsätzlich gesünder ist, als gekocht. Das ist bei Tomaten nicht zwingend der Fall: Das Kochen führt zu einem Konzentrationsprozess der gesunden Inhaltsstoffe, einige werden dadurch sogar erst frei.
Sie werden am besten getrennt von anderem Gemüse und Obst gelagert.
100 Gramm Tomate enthalten nur etwa 12 Kalorien. Der Fettanteil beträgt lediglich 0,21 Gramm, der Wasseranteil über 90 Prozent. Ein wichtiger Inhaltsstoff der Tomate ist das Lycopin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff ist für ihre rote Farbe verantwortlich und schützt das Fruchtgemüse vor zu starker UV-Strahlung. Immer wieder liest man auch von der positiven Wirkung des Lycopins gegenüber Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die bisher aber noch nicht wissenschaftlich erwiesen ist. Ein weiterer positiver Effekt ist ihre zellschützende Wirkung.
Sie hilft damit präventiv und schützend gegenüber Gefässerkrankungen und Krebs und kann auch grundsätzlich gegenüber dem Alterungsprozess eine positive Wirkung entfalten. Wer sich übrigens fragt, ob es sich bei der Tomate um ein Gemüse oder eine Frucht handelt, braucht sich den Kopf nicht weiter zu zerbrechen.
Die Tomatina ist ein Fest, das jedes Jahr am Mittwoch der letzten Augustwoche im spanischen Buñol mit ca. 10.000 Einwohner in der Region Valencia stattfindet. Bei dem Fest, zu dem Tausende aus aller Welt herbeiströmen, werden überreife Tomaten in einer harmlosen Schlacht durch die Strassen geworfen, so dass nach der Schlacht regelrechte Flüsse aus Tomatensaft durch die Strassen laufen. Die Besucher sind meist keine Spanier, sondern kommen als Touristen von allen Kontinenten.
Sinn und Zweck dieser «Tradition» lässt sich freilich hinterfragen.
Die Vielfalt der Tomatensorten
Es gibt etwa 3000 verschiedene Tomatenarten - nicht alle sind gleich gut für jede Zubereitungsart geeignet.
Wir haben vier Gerichte ausgewählt und sagen dir, worauf du bei der Tomatenwahl achten musst.
Tomaten bekommst du frisch in der Gemüseabteilung oder auch getrocknet und eingelegt in Olivenöl.
Die süssen Kleinen: Cherry- und Datteltomaten
Nicht umsonst sehr beliebt sind die runden Cherry- oder Cocktailtomaten sowie die eher länglichen Datteltomaten. Diese eher kleinen Sorten sind das Naschobst unter den Tomaten. Denn neben ihrer praktischen Grösse haben sie auch einen besonders intensiven Geschmack - ideal also für den Snack zwischendurch. Aber nicht nur deshalb machen sich die kleinen roten Knaller zum Beispiel bestens im Salat. Zusätzlich haben sie nämlich nur wenig Fruchtfleisch. So können Sie den Salat nicht verwässern. Genau deshalb passen diese Tomatensorten auch gut zu Couscous oder im Ganzen kurz angebraten auch mal in ein Risotto.
Cherrytomaten sind meist eher fest und eignen sich darum wunderbar als Snack zwischendurch. Als Dekoration garnieren sie verschiedenste Gerichte oder bringen Grill-Spiessli zum Leuchten. Aber sie können noch mehr: Sind die Tomaten noch am Stiel, können sie ganz mit etwas Olivenöl, Knoblauch und Salz in der Bratpfanne angebraten werden - und sind so eine köstliche Beilage.
Everybody's Darling ist die süsse Cherry-Tomate.
Datterino Tomate ist sehr aromatisch und fast überall erhältlich. Sie gehört neben der Cherry- und der Perlentomate zu den süssesten Tomaten. Sie eignet sich besonders gut für Nudelgerichte, im Ofen gebacken, als Salsa oder auch im Salat. Und hübsch ist sie erst noch.
PiccadillySie ist die grosse Schwester von der Datterino Tomate, denn sie ist eine Kreuzung aus den Sorten Datterino (Datteltomate) und Ciliegino (Kirschtomate). Diese Tomatensorte ist besonders saftig und hat eine zarte, aber feste Textur, was sie ideal für den frischen Verzehr in Salaten, als Snack oder in Gerichten macht, bei denen ihr Geschmack voll zur Geltung kommen kann.
Black-Cherry-Tomaten sind tatsächlich fast schwarz und damit ein echter Hingucker. Sie überzeugen durch einen besonders süssen, intensiven Geschmack und lassen sich lange aufbewahren. Richtig schwarz ist ihre Färbung allerdings nicht: Sie erinnert eher an einen dunklen Violett- oder Braunton, der sich übrigens nicht nur auf die Schale beschränkt, sondern auch das Fruchtfleisch betrifft. Schwarze Tomaten sind nicht wirklich neu, die meisten Sorten stammen aus Osteuropa. Die Black-Cherry-Tomate dagegen ist eine Neuzüchtung aus den USA.
Doch wie schmeckt die schwarze Kirschtomate eigentlich? In ihrem dunklen Fruchtfleisch steckt ein sehr süssliches und würziges Aroma, das die Black Cherry zu einem besonderen Leckerbissen macht. Du planst ein Dinner mit Freunden und möchtest für einen neuen Kick für Auge und Gaumen sorgen?
Baselbieter Röteli beeindrucken mit ihrer besonderen Form und sehr viel Aroma. Sie sind etwas grösser als herkömmliche Cherrytomaten und erinnern optisch etwas an Datteltomaten, da sie ebenfalls eher oval gewachsen sind. Sie haben zwei Fruchtkammern, eine satte rote Farbe und eine glatte, eher feste Schale. Besonders der Geschmack der Baselbieter Röteli weiss zu überzeugen: Ihre feine Säure und ein intensiv süsses Aroma machen sie zum Highlight vieler mediterraner Gerichte. Ob im Salat, in Pastagerichten oder als Grillgemüse - diese Tomatensorte schmeckt in unzähligen Kombinationen oder auch einfach pur und roh als gesunder Snack zwischendurch.

Die fruchtigen Schmalen: Peretti-Tomaten
Nahezu alle Tomatensorten machen sich gut in Töpfen oder Pfannen. Besonders geeignet zum Kochen sind allerdings jene Sorten, die «Peretti», manchmal auch San Marzano, San Marzano-Typ oder Flaschentomaten heissen. Flaschentomaten habe eine längliche Form, haben wenig Kerne und schmecken süss. Sie werden auch als Roma- oder Eiertomaten bezeichnet. Sie eignen sich wunderbar für Saucen und du kannst sie zu einem pikanten Sugo verarbeiten und über deine Lieblingspasta geben.
Tipp: Koche etwas mehr Tomatensauce und friere sie ein. So hast du auch später schnell wieder etwas Sommergeschmack auf dem Teller.
Peretti-Sorten sind allerdings auch bestens für den Salat verwendbar, weil diese Tomatensorten kaum Saft bilden und so nicht verwässern. Jedoch sind sie etwas fleischiger als andere Tomatensorten, was im Salat vielleicht nicht jeder mag.

Die runde Mittelklasse: Rispentomaten
Rispentomaten sind besondere Tomatensorten, die meist alle zusammen an einer Rispe ausreifen. Das ist nicht üblich für das Nachtschattengewächs. Oft 5, seltener 7 Tomaten hängen dann zusammen. Beide lassen sich aber in der Küche fast für alles verwenden. Sie sind allerdings oft nicht ganz so knackig wie kleinere Tomatensorten. Im Salat sind sie daher eventuell etwas weniger gut aufgehoben als Cherry- oder Dattetomaten. Allerdings ist das natürlich auch Geschmackssache.

Nach 20 Jahren Suche endlich gefunden! Diese Tomate-Sorte ist meine neue Top 1!
Die ganz Grossen: Fleischtomaten
Bei der Fleischtomate handelt es sich um eine Tomatensorte im XXL-Format. Die grössten können bis zu einem Kilo und mehr auf die Waage bringen. Wie ihre Bezeichnung bereits sagt, sind diese Tomatensorten sehr fleischig statt knackig und sie besitzen wenig Saft.
Dafür sind sie meist sehr mild, mit nicht allzu ausgeprägtem Tomatengeschmack. Auch was den Säuregrad angeht, sind sie eher zurückhaltend und daher besonders für jene Gemüsefans geeignet, die Tomaten aufgrund ihrer Säure sonst nicht gut vertragen. Dann erst entfalten diese Tomatensorten ihren ganzen Geschmack. Gerne werden sie auch zum Füllen verwendet und im Backofen zubereitet.
Fleischtomaten sind grösser und lassen sich gut füllen - womit auch immer der Kühlschrank etwas hergibt.
Grosse Fleischtomaten eignen sich besonders gut zum Füllen. Du höhlst sie aus und füllst sie wieder: Mit Reis, Couscous, Kichererbsen, Hackfleisch - der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt und so eignen sich gefüllte Tomaten auch gut dafür, Reste aus dem Kühlschrank zu verwerten. Und ab in den Ofen damit!
Zu den Fleischtomaten gehören unter anderem Arten wie das Ochsenherz und die Berner Rose.
Coeur de Boeuf sind herrlich rote Tomaten mit wenig Saft und besonders viel feinem Fleisch. Sie schmecken köstlich in Saucen oder auch roh. Zum Beispiel als aromatischer Capresesalat in Kombination mit Büffelmozzarella und Basilikum - so wird die Ochsenherztomate im italienischen Raum bevorzugt verzehrt. Bei dieser Tomatensorte solltest du übrigens nicht warten, bis sie tiefrot gefärbt ist: Zum einen ist in noch leicht grünem Zustand die Balance zwischen Zucker und Säure am ausgewogensten.
Zum anderen ist die Coeur de Boeuf eine der sensibelsten Tomatensorten. In vollreifem Zustand solltest du sie deshalb schnell verzehren, da sie dann druckempfindlich wird und nicht mehr lange haltbar ist. Die Herkunft der roten Cœur-de-Bœuf-Tomate von ProSpecieRara geht auf eine Hausgärtnerin aus Basel zurück. Sie unterscheidet sich durch ihre Samenechtheit von den meisten modernen Sorten.
Die Ochsenherztomate erinnert tatsächlich an ein grosses Herz. Sie hat einen milden, süssen Geschmack mit einem leicht säuerlichen Unterton und zeichnet sich durch ihre fleischige Textur aus. Ihre geringe Anzahl an Samen macht sie besonders saftig und reichhaltig. Sie eignet sich hervorragend für Salate oder in Scheiben geschnitten in Sandwiches und Burgern.
Ananas TomateDie Ananas Tomate trägt ihren Namen nicht ohne Grund, denn ihr Geschmack erinnert tatsächlich an gelbe tropische Früchte. Sie ist eine milde Tomate, ähnlich der Ochsenherztomate, jedoch mit weniger Säure. Ein echter Hingucker in jedem Salat.

Weitere interessante Tomatensorten
Zebrino oder «Green Zebra» TomateDiese gestreifte, grüne Tomate ist reif, auch ohne rot zu werden. Sie besitzt eine feste Haut und zeichnet sich durch frische, grüne Aromen sowie eine präsente Säure aus. Diese Tomate passt ausgezeichnet zu Austern.
SardiDie Sardi Tomate hat ein sehr festes Fruchtfleisch und einen festen Biss, ist weniger saftig als andere Tomaten und hat einen ausgeprägten Säuregehalt. Sie kann je nach Geschmacksvorliebe von grün bis rot verzehrt werden. Das Aromaspektrum ist breit, sie kann sehr fruchtig sein und an Gras oder Papaya erinnern. Die Grünen schmecken hervorragend zu groben Bratwürsten.
Die Sun Black Tomate ist inzwischen auch im Detailhandel erhältlich. Sie zeichnet sich durch ihr sehr festes Fleisch und eine knackig feste Haut aus, was für viel Biss sorgt. Geschmacklich überzeugt sie mit würzigen Noten, leichten Erd-Aromen und einer ausgewogenen süss-sauren Balance. Sehr empfehlenswert!
PerlentomateSie ist die kleinste Tomate der Welt und nur 7-13 mm gross, also winzig! Die Perlentomate zerspringt im Mund und ist allein deswegen schon aussergewöhnlich. Geschmacklich mild, aber süss und mit Beerennoten. Sie kann vielseitig eingesetzt werden, da sie sowohl als Topping als auch als Beilage oder Snack geeignet ist.
Tomaten richtig lagern
Auch wenn du sie gewohnheitsmässig oft zusammen mit anderem Gemüse in der Kühlschrankschublade verstaust: Tu das bitte nicht mehr! Die Tomaten mögen das gar nicht, verlieren dadurch schneller Aroma und verderben rascher. Am besten lagerst du sie im Keller, getrennt von anderem Gemüse oder an einem dunkeln Ort in deiner Wohnung.
Pro Specie Rara erhaltet alte Tomatensorten
Pro Specie Rara ist eine Schweizer Stiftung, die sich der Sortenvielfalt und dem Arterhalt verschrieben hat. So auch bei den Tomatensorten, von denen sie Hunderte für den Erhalt züchten. Bekannt ist Pro Specie Rara unter anderem durch ihr Projekt «Stadt Tomaten». Lesen Sie dazu unser Interview: Warum die feinsten Tomaten vom eigenen Balkon kommen.
Tomaten in der Küche
Sie schmecken roh zu Mozzarella, geben Spaghetti bolognese den herrlichen Geschmack und gehören auf jede Pizza: Tomaten sind Alleskönner und werden rund um den Globus verspeist.
Kaum ein anderes Nahrungsmittel kommt so vielfältig zum Einsatz wie die Tomate. Manchmal ist sie nur köstliche Dekoration am Tellerrand, aber viel öfter ist sie der Star eines Leibgerichts. Jeder kennt wohl Spaghetti mit Bolognese-Sauce, genauso wie jeder Pizza oder Lasagne kennt. Tomaten mit Mozzarella sind für viele an warmen Tagen eine leichte Köstlichkeit, und wenn sie Teil einer Bloody Mary ist, geniesst du mit der Tomate das Nachtleben. Übrigens kennst du sicher den Tomatensaft, der stets im Flugzeug angeboten wird. Der Tomatensaft ist im Flugzeug deshalb so beliebt, da er auf mehreren Tausend Meter Höhe ein besonderes Aroma entfalten soll.
Die wenigen Kalorien in Tomaten machen sie ideal für Salate oder einen frischen Gemüseteller zwischendurch. Einfach nur gepfeffert und gesalzen, sind sie ein leichter Snack, und in der getrockneten Variante sind sie noch aromatischer. Auch als Bruschette sind Tomaten beliebt. Dafür musst du die Tomaten nur würfeln, mit Zwiebeln, etwas Öl, Knoblauch und Gewürzen auf ein knuspriges Brotgeben, und schon ist das beliebte Apérohäppchen Bruschetta fertig. Püriert, gut gewürzt und nach Belieben mit einem Klecks Rahm ergeben Tomaten eine schmackhafte Suppe, die sowohl warm als auch eisgekühlt super schmeckt.
Tomatenanbau im eigenen Garten
Tipp: So bauen Sie Tomaten an
Wissenswertes über Tomaten
Tomaten sind gleich wie Kartoffeln Nachtschattengewächse und gehören somit also in die Familie der Solanaceae. Im Gegensatz zu Kartoffeln, die man auf englisch als Outbreeder bezeichnet, die es also nicht mögen mit sich selbst befruchtet zu werden und bei Wildformen sogar Mechanismen entwickelt haben um dies zu verhindern, haben Tomaten -zumindest unsere Speiseform- damit scheinbar kein Problem. Sie werden daher als Inbreeder bezeichnet.
Alle alten Tomatensorten entstanden durch eine mehr oder weniger zufällige Kreuzung und weitere Selektion einer selbstbestäubten Inzuchtlinie. Dabei dauert es etwa acht Jahre, und damit acht Generationen bis eine Linie stabil ist. In der heutigen Pflanzenzüchtung bezeichnet man die einzelnen Generationen als Filiallinien. Im ersten Jahr heissen sie F1 und fortlaufend bis zum achten Jahr F8 und so weiter.
Wenn man also heute ein Samenbriefchen -gleich ob es Tomaten oder anderes Gemüse ist- kauft, das mit F1 Saatgut angeschrieben ist, dann kauft man also etwas das noch nicht stabilisiert ist. Hat man ein wenig Zeit, kann man daraus aber jederzeit wieder eine stabile Linie gewinnen, man muss nur entsprechende Zuchtziele festlegen und selektionieren was dem entspricht.
Der Grund warum überhaupt solches F1-Saatgut angeboten wird, ist ein vierfacher. Erstens ist der Aufwand geringer. Statt mehrere Jahre Zuchtarbeit leisten zu müssen, ist das Saatgut nach der Kreuzung direkt verkaufbar. Das Aussehen der Pflanzen ist homogen. Nach der Kreuzung, sehen alle Pflanzen der ersten Generation alle gleich aus und sind gleich Produktiv. Die Produktivität kann grösser sein. Bei Inbreedern wie den Tomaten spielt dies keine Rolle, bei Outbreedern wie Kartoffeln oder extrem bei Mais, wo meist mit Inzuchtlinien gearbeitet wird, kann es zu einer Ertragssteigerung bis 40% führen. Der Gärtner oder Bauer kann das Saatgut nicht einfach Nachbauen. Er kennt die Parentallinien nicht, und diese sind auch wenn sie bekannt wären nicht käuflich. Sie werden geradezu als Geschäftsgeheimnis behandelt von den Saatgutmultis.
Umdenken im Privaten
In der Zwischenzeit entsteht mehr und mehr eine Bewegung die versucht gegen diesen Trend der F1 Hybridsorten anzuarbeiten und die genetischer Verarmung die als Begleiterscheinung der Konzentration auf wenige Saatgutmultis auftritt zu stoppen.
Alte Sorten werden wieder gepflegt. In der Schweiz speziell von ProSpecieRara, in Oesterreich durch ArcheNoah, in Deutschland durch den VEN oder in Frankreich und Belgien durch Kokopelli.
Im englischen Sprachraum ist diese Tradition schon viel älter.
Zusammenfassung der Tomatensorten
Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Tomatensorten zusammenfasst, die in diesem Artikel besprochen wurden:
| Tomatensorte | Geschmack | Verwendung |
|---|---|---|
| Cherrytomaten | Süss, intensiv | Salate, Snacks, Dekoration |
| Datteltomaten | Süss, aromatisch | Nudelgerichte, Ofengerichte, Salsa |
| Peretti-Tomaten (Flaschentomaten) | Süss | Saucen |
| Rispentomaten | - | Vielseitig verwendbar |
| Fleischtomaten | Mild | Gefüllte Tomaten |
| Ochsenherztomaten | Mild, süsslich | Salate, Sandwiches |
| Ananas Tomaten | Mild, erinnert an tropische Früchte | Salate |
| Zebrino (Green Zebra) Tomaten | Frisch, grüne Aromen, säuerlich | Austern |
| Sardi Tomaten | Festes Fruchtfleisch, säuerlich | Bratwürste |
| Sun Black Tomaten | Würzig, Erd-Aromen, süss-säuerlich | - |
| Perlentomaten | Mild, süss mit Beerennoten | Topping, Beilage, Snack |
| Black-Cherry-Tomaten | Süsslich, würzig | - |
| Baselbieter Röteli | Feine Säure, intensiv süss | Salate, Pastagerichte, Grillgemüse |