Eine ausgewogene Ernährung ist während der Schwangerschaft von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit von Mutter und Kind. Grundsätzlich sind Obst und Gemüse wichtig für eine ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft.
Allerdings gibt es bestimmte Risiken, die beim Verzehr von Salat und anderen Lebensmitteln beachtet werden sollten. Fertigsalate könnten wie alle roh verzehrten Lebensmittel Krankheitskeime enthalten, teilt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen auf Nachfrage des Beobachters mit.
Immer wieder gibt es Rückrufe von Salatprodukten aufgrund von Keimbelastungen. Das feuchte Milieu, das in den Packungen herrsche, begünstige zudem die Vermehrung von allfälligen Keimen.
Ernährung in der Schwangerschaft: Was ist erlaubt?
Gefahren durch Keime in Fertigsalaten
Igitt! - Meldungen von Keimen in Päcklisalaten häufen sich. Erneut ruft ein Grossverteiler Bio-Salat zurück, diesmal ist es Coop.
Das deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hatte 2021 über 400 Proben von abgepacktem Salat untersucht. In fast jeder zweiten Probe wurde möglicher Bacillus cereus festgestellt. Diese können bei hohen Keimzahlen zu Erbrechen und Durchfall führen. In geringerem Umfang wurden ebenfalls STEC-Bakterien (Shigatoxin-bildende E. coli) und Listerien gefunden.
Die Feuchtigkeit in den Plastikbeuteln in Kombination mit den austretenden Zuckern, Mineralstoffen und Proteinen aus den Salatblättern liefert einen guten Nährboden für Bakterien - sogar im Kühlschrank.
Ein einfacher Wasch-Schritt reduzierte die Gesamtkeimzahl um zwanzig bis achtzig Prozent», berichtet Manuel Dill.
Allerdings sollten aber geschwächte Personen, Schwangere, Kinder und ältere Menschen tierische und pflanzliche Rohkost sowie Rohmilchprodukte vermeiden.
Alle zuletzt in der Schweiz zurückgerufenen Produkte waren Bio-Produkte. Doch sind diese nicht generell sicherer als konventionelle Produkte?
Das BLV teilt mit, Hersteller und Verkaufsstellen müssten gewährleisten, dass ihre Lebensmittel sicher seien und die Gesundheit der Konsumierenden nicht gefährdeten. Das gelte unabhängig von der Produktionsform.

Weitere Risiken und Vorsichtsmassnahmen
Roher Fisch
In der Schwangerschaft rohen Fisch zu essen, ist tabu. Der Grund: Er enthält womöglich Listerien. Das sind Bakterien, die vor allem für Schwangere und Ungeborene gefährlich sind.
Essen Sie daher kein Sushi, Sashimi und Fisch-Carpaccio, während Sie schwanger sind. Verzichten Sie auf kaltgeräucherten und stark gesalzenen Fisch wie Heringsfilets, Räucherlachs und Sardellen. Vermeiden Sie zudem Raubfische wie Aal, Rotbarsch und Thunfisch. In diesen reichert sich Methylquecksilber an.
Ob Sushi, Sashimi, Maki, roh geräucherte Forellenfilets oder Räucherlachs, Hering, rohe Krabben oder Austern: Rohe und halb gegarte Fischmahlzeiten können eine für Schwangere gefährliche Lebensmittelvergiftung, Listeriose und Toxoplasmose verursachen.
Schwangere Frauen sollten vorsichtshalber die stärker mit Quecksilber belasteten Fischsorten meiden. Dies sind vor allem Thunfisch, Schwertfisch, Heilbutt oder Hecht, Hai, Torpedo- und Zackenbarsch. Grundsätzlich ist Fisch aber gesund, es wird zu zwei Fischmahlzeiten pro Woche geraten.
Rohes Fleisch
Verzichten Sie in der Schwangerschaft auf rohes Fleisch, da dieses allenfalls die Bakterienart Listerien enthält. Ausserdem besteht die Gefahr einer Toxoplasmose, einer Infektionskrankheit, für die ein Parasit verantwortlich ist. Dieser befindet sich manchmal im Fleisch, wenn es roh oder nicht vollständig durchgegart ist.
Mögliche Folgen sind eine Fehlgeburt oder Organschäden beim Ungeborenen. Geniessen Sie rotes Fleisch während der Schwangerschaft in Massen, da es Schwangerschaftsdiabetes begünstigt.
Zum roten Fleisch zählt zum Beispiel Schweine-, Rind- und Lammfleisch. Ganz darauf verzichten müssen Sie jedoch nicht: Rotes Fleisch enthält viel Eisen und hilft, den Eisenbedarf zu decken.
Rohes oder nicht vollständig durcherhitztes Fleisch kann unter anderem Toxoplasmose-Erreger enthalten. Meiden Sie deshalb blutige Steaks, Carpaccio, Tatar, Salami, Cervelat, rohen Schinken und Pökelfleisch. Besondere Vorsicht ist bei Schweine-, Lamm und Ziegenfleisch geboten.
Obst und Gemüse
Ungewaschenes sowie geschnittenes und abgepacktes Obst und Gemüse sind manchmal von Listerien befallen. Das ist eine Bakterienart, die vor allem für Schwangere und Ungeborene gefährlich ist. Ebenso besteht ein Risiko, sich mit Salmonellen zu infizieren.
Salmonellen sind Bakterien, die meist zu Magen-Darm-Beschwerden, Fieber und Schüttelfrost führen. Die Erkrankung ist unangenehm, verläuft in der Regel aber harmlos.
Rohes Gemüse und Obst sollten Sie immer gründlich waschen, so kann ein Grossteil der eventuell vorhandenen Pestizide und/oder Fungizide entfernt werden. Aber auch Bakterien, Fäkalkeime und Schimmelpilze - auch auf Bioprodukten - können Sie so entfernen.
Rohmilch und rohe Eier
Meiden Sie während der Schwangerschaft Rohmilch sowie Produkte wie Rohmilch-Käse, die ohne Erhitzen aus Rohmilch hergestellt sind. Sie sind weniger gut haltbar und enthalten möglicherweise Keime, die für Schwangere und Ungeborene gefährlich sind. Pasteurisierte, das heisst erhitzte und wieder abgekühlte Milch, ist hingegen unbedenklich.
Achten Sie auf den Hinweis "pasteurisiert". Dabei wurde die Milch nämlich so stark erhitzt, dass alle Keime abgetötet sind. Rohe Milch und die aus ihr hergestellten Produkte wie zum Beispiel Weich-, Frisch- oder Halbhartkäse können dagegen Listeriose-Bakterien enthalten.
Auch Blauschimmel wie Roquefort oder Gorgonzola, sowie anderer Edelschimmel - zum Beispiel Camembert oder Brie - sollten Sie in roher Form wegen möglicher Listerien-Belastung in der Schwangerschaft nicht essen. Gekocht, zum Beispiel in einer Gorgonzola-Sauce, ist aber nichts dagegen einzuwenden.
Der klassische Feta wird aus Rohmilch vom Schaf hergestellt und häufig an der Käsetheke aus offenen Gefässen verkauft. Kaufen Sie ihn besser abgepackt und achten darauf, dass er pasteurisiert wurde. Gleiches gilt für Ziegenkäse.
Verzichten Sie in der Schwangerschaft zudem auf rohe Eier. Sie enthalten manchmal Salmonellen.
Roh oder halb roh können Eier Salmonellen enthalten. Verzichten Sie deshalb auf Tiramisu, Bayrische Creme, Schoggi-Mousse, hausgemachte Glace, Sauce Béarnaise und Hollandaise sowie selbst gemachte Mayonnaise.
Zucker und Süsses
Es ist nicht nötig, in der Schwangerschaft Süsses ganz zu meiden. Für Sie und Ihr Kind ist es aber besser, wenn Sie massvoll umgehen mit Kuchen, Glace und Cremes. Gleiches gilt für Schokolade: Eine kleine Portion pro Tag ist in der Schwangerschaft kein Problem. Versuchen Sie aber, auf mehr zu verzichten, auch bei Heisshunger auf Süsses.
Zu viel Zucker ist für die Mutter und das Kind möglicherweise gefährlich. Erkrankt die werdende Mutter an Schwangerschaftsdiabetes, erhöht dies das Risiko für verschiedene Erkrankungen und Infektionen. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt.
In der Regel führen Gynäkologinnen, Gynäkologen oder Hebammen etwa in der 25. Schwangerschaftswoche einen Zuckertest durch. So erkennen sie Schwangerschaftsdiabetes. Bleibt diese unbehandelt, nimmt das Ungeborene überdurchschnittlich zu.
Alkohol
Es gibt keinen Grenzwert, bis zu dem Alkoholgenuss in der Schwangerschaft völlig unbedenklich ist. Um sicher zu gehen, sollten Sie deshalb in der Schwangerschaft ganz auf Alkohol verzichten. Zigarettenrauchen und Drogenkonsum sind ebenfalls tabu.
Ernährungstipps für Schwangere
Die gute Nachricht vorweg: Du musst in der Schwangerschaft nicht deine ganze Ernährung umstellen. Grundsätzlich gelten für dich jetzt die gleichen Ernährungsempfehlungen wie für gesunde, nicht schwangere Frauen. Die Lebensmittelpyramide ist dabei eine gute Orientierungshilfe.
Schwanger sein heisst auch nicht, für zwei zu essen. Es ist wichtig, dass du in den nächsten Monaten möglichst optimal isst und trinkst, so kannst du die spätere Gesundheit und Entwicklung deines Kindes positiv beeinflussen. Und du bestimmst sogar mit, welche Lebensmittel dein Kind später einmal gernhat und welche nicht.
Deutlich früher als der Energiebedarf steigt dein Vitamin- und Mineralstoffbedarf. Denn während der Schwangerschaft versorgst du nicht nur dich selbst, sondern auch dein heranwachsendes Baby. Und das hat ganz besondere Ansprüche. Mit einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung kannst du den zusätzlichen Bedarf weitgehend decken.
Wie erwähnt, steigt dein Energiebedarf erst ab dem vierten Monat an. Und das nur leicht mit rund 250 Extrakalorien am Tag. Ausserdem erhöht sich ab dem vierten Schwangerschaftsmonat dein Eiweissbedarf.
Auch in der Schwangerschaft sind Milch und Milchprodukte wichtig - für dich und dein Kind. Du fragst dich warum? Sie sind die wichtigsten Kalziumlieferanten überhaupt. Das in ihnen enthaltene Kalzium kann durch den Darm besonders gut aufgenommen werden. Auch verwertet es dein Körper gut.
Milch und Milchprodukte enthalten darüber hinaus eine Vielzahl an weiteren Mineralstoffen wie Phosphor, Magnesium, Kalium, Jod und Zink, die Vitamine A, D, E, B2 und B12, hochwertiges Eiweiss und leicht verdauliches Fett.
Einen Mangel an den oben erwähnten Nährstoffen kannst du verhindern. Und zwar mit einer ausgewogenen Ernährung, zu der drei Portionen Milch und Milchprodukte täglich gehören. Zum Glück macht es dir das grosse Angebot an Milchprodukten leicht, dabei genügend Abwechslung auf dem Teller zu haben. Und: Denke an die empfohlene vierte Milchportion nach dem ersten Schwangerschaftstrimester.
Dank strenger Hygienemassnahmen bei der Milchverarbeitung sind Listerien in der Milch sehr selten geworden. Trotzdem gibt es kein Nullrisiko. Trinke keine ungekochte Rohmilch. Erhitze diese vorher auf mindestens 72°C. Noch besser: Kaufe pasteurisierte Milch.
Gute Nachrichten: Auf Käse, der vor dem Verzehr erhitzt wurde, wie Raclette, Fondue, Grillkäse musst du in der Schwangerschaft nicht verzichten. Extrahartkäse sowie Hartkäse sowohl aus Rohmilch als auch aus pasteurisierter Milch, z. B. Sbrinz AOP, Gruyère AOP und Emmentaler AOP.
In der Schwangerschaft haben Frauen oft ein Völlegefühl und können keine ganze Mahlzeit verzehren. Deshalb kannst du die drei Hauptmahlzeiten auch über den Tag auf kleinere Portionen verteilen. Du hast einen erhöhten Bedarf an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen (z. B.
Fertig gerüstete und geschnittene Salate sind praktisch, wenn es schnell gehen muss.
Ernährungstipps für berufstätige Schwangere
Aber wie soll das funktionieren, wenn Sie berufstätig und auf das Essen in einer Kantine angewiesen sind?
Viele Betriebsrestaurants bieten ein Salatbuffet an. Daraus können sich Mütter in spe leicht auch einen tollen Salat zum Sattessen zusammenstellen. Nehmen Sie ein leichtes Joghurt-Dressing oder besser noch ein selbstgemachtes Dressing aus hochwertigem Öl und Essig mit frischen Kräutern von zu Hause mit.
Eine Extraportion Eiweiss bringt ein hartgekochtes Ei, ein paar Scheiben magerer Schinken, Thon in Wasser (nicht in Öl) oder auch eine Portion gegrillte Poulet- oder Putenbrust. Zum Dessert nehmen Sie ein Stück Obst, einen frischen Obstsalat oder Joghurt.
Wenn Ihre Cafeteria nicht auf gesunde Ernährung eingestellt ist, bleibt Ihnen nur, möglichst häufig die Vitamine von zu Hause mitzubringen. Ein knackiger Rohkostsalat, der erst kurz vor dem Essen mit dem separat verpackten Dressing vermischt wird, ist eine gute Alternative zur meist fettreichen und vitaminarmen Kantinenkost.
Grundsätzlich gilt: Kartoffeln sind besser als helle Teigwaren. Sparen Sie an Sauce, sie liefert nur Fett und leere Kalorien.
Stellen Sie Ihre Ernährung zeitlich etwas um. Anstatt einer grossen Mittagsmahlzeit nehmen Sie lieber ein zweites Frühstück - zum Beispiel ein Müesli, ein Joghurt oder einen Viertelliter Milch oder Buttermilch - dann ein leichtes Mittagessen und einen oder sogar zwei fruchtige Nachmittags-Snacks ein.
Zwischendurch schwören viele Schwangere auf Trockenfrüchte, wie zum Beispiel Pflaumen oder Aprikosen. Das stillt den Hunger auf Süsses und hilft bei Verstopfung.
Greifen Sie in der Kantine zu den ungesüssten Fruchtsäften anstatt zu Cola, Limonade oder Kaffee. Fruchtsäfte lassen sich wunderbar mit kohlensäurearmem Mineralwasser oder Leitungswasser strecken, damit Sie die in der Schwangerschaft empfohlene Trinkmenge von mindestens 1,5 Litern pro Tag schaffen.
Umgang mit Unpässlichkeiten in der Schwangerschaft
Vor allem in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen leiden viele Schwangere an Übelkeit und Erbrechen. Meistens verschwinden diese Symptome allmählich wieder.
- Essen Sie vor dem Aufstehen eine kleine Stärkebeilage (z.B. Zwieback, Salzstängeli, Brot).
- Mahlzeitenrhythmus beachten: Essen Sie 3 kleine Hauptmahlzeiten und 2 - 3 kleine Zwischenmahlzeiten pro Tag.
- Meiden Sie fettreiche Speisen wie Frittiertes, Paniertes, Wurstwaren usw.
- Trinken Sie genügend (Wasser, Tee, Bouillon), v.a. sollten Sie bei Erbrechen den Flüssigkeitsverlust ersetzen!
- Frische Luft tut gut. Gehen Sie spazieren und lüften Sie regelmässig die Räume.
Besonders im letzten Schwangerschaftsdrittel, teilweise auch früher kann Magenbrennen auftauchen. Aufgrund des Druckes der vergrösserten Gebärmutter auf den Magen kann saurer Magensaft in die Speiseröhre zurückfliessen. Das führt zu Magenbrennen.
- Beachten Sie den Mahlzeitenrhythmus: Essen Sie 3 kleine Hauptmahlzeiten und 2 - 3 kleine Zwischenmahlzeiten pro Tag.
- Meiden Sie fettreiche Speisen wie Frittiertes, Paniertes, Wurstwaren und sehr scharfe, stark gewürzte Speisen sowie mastige Desserts.
- Konsumieren Sie nahrungsfaserreiche Lebensmittel wie Gemüse und Vollkornprodukte.
- Legen Sie sich nicht sofort nach dem Essen hin.
- Schlafen Sie mit leicht hochgelagertem Oberkörper.
- Bevorzugen Sie kohlensäurearme Getränke.
- Vermeiden Sie zu saure Früchte und Fruchtsaft.
- Konsumieren Sie Kaffee, Schwarztee, Lebensmittel aus Pfefferminze oder Schokolade mit Mass. Eine Erschlaffung des Schliessmuskels, der die Speiseröhre vom Magen trennt, wird durch diese Genussmittel begünstigt.
Durch erhöhten Druck auf den Bauchraum und eine langsamere Darmtätigkeit, können Blähungen und Völlegefühl entstehen.
- Beachten Sie den Mahlzeitenrhythmus: Essen Sie 3 kleine Hauptmahlzeiten und 2 - 3 kleine Zwischenmahlzeiten pro Tag.
- Meiden Sie stark blähende Speisen wie z.B. Kohlarten, Lauch, Knoblauch, Zwiebeln oder Hülsenfrüchte.
- Essen Sie langsam und in Ruhe und kauen Sie die Speisen gut.
- Trinken Sie kohlensäurearme Getränke.
Darmbewegungen sind während der Schwangerschaft aufgrund von Hormonveränderungen verlangsamt, was zu Verstopfungen führen kann. Zusätzlich können Eisentabletten die Verstopfung begünstigen. Sprechen Sie mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen über alternative Medikamente.
- Trinken Sie mindestens 2 Liter ungesüsste Getränke pro Tag (Wasser, Tee).
- Konsumieren Sie nahrungsfaserreiche Lebensmittel (Vollkornprodukte, Gemüse, Früchte, Hülsenfrüchte, Nüsse).
- Als Garnitur z.B. über Salat oder ins Joghurt passen Weizen- oder Haferkleie, Leinsamen, Nüsse oder Kerne. Trinken Sie dazu reichlich Wasser. Wenn Sie Kleie oder Samen über Nacht einweichen entfalten sie eine optimale Wirkung.
- Trinken Sie morgens auf nüchternen Magen ein Glas lauwarmes Wasser.
- Legen Sie abends eine gedörrte Feige in Wasser ein und essen Sie diese am Morgen.
- Essen Sie langsam und kauen Sie gut.
- Führen Sie regelmässige moderate körperliche Aktivität nach Absprache mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen durch (z.B. Nordic Walking, Schwimmen, Velofahren und andere Sportarten).
Der Geruchs- und Geschmackssinn wird durch die Schwangerschaftshormone beeinflusst, daraus können zum Beispiel Ekel, aber auch Gelüste oder Heisshunger entstehen. Wenn Ihnen ein Lebensmittel oder eine Speise widersteht, versuchen Sie diese zu einem späteren Zeitpunkt wieder. Heisshunger und Gelüste können mit einfachen Tricks reduziert werden.
- Starten Sie den Tag mit einem Frühstück.
- Beachten Sie den Mahlzeitenrhythmus. Essen Sie 2 - 3 kleine Zwischenmahlzeiten pro Tag wie z.B. eine Frucht, etwas Gemüse, ein Glas Milch, ein Joghurt, ein Stück Vollkornbrot mit Quark oder Hüttenkäse.
Achten Sie auf eine genügende Eiweisszufuhr und auf eine ausgewogene Ernährung. Teilen Sie Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen mit, falls Sie Wassereinlagerungen haben, damit die Ursache abgeklärt werden kann.
Muskelkrämpfe können aufgrund eines Mineralstoffmangels (z.B. Magnesium, Calcium) auftreten oder als Nebenwirkung des erhöhten Körpergewichts, das die Beinmuskulatur ermüdet.
- Bauen Sie vermehrt Gemüse und Nüsse, Magnesiumlieferanten und ausreichend Milchprodukte, Calciumlieferanten, in Ihre Ernährung ein und achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung anhand unserer Empfehlungen.
- Sprechen Sie mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen über das Problem.
Als Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes wird eine Kohlenhydratstoffwechselstörung bezeichnet, die erstmalig während der Schwangerschaft auftritt bzw. erkannt wird und sich in erhöhten Blutzuckerwerten widerspiegelt.
Begünstigende Faktoren eine Schwangerschaftsdiabetes zu entwickeln, sind Diabetes in der Familie, Alter, Übergewicht und eine übermässige sowie schnelle Gewichtszunahme.
Ein Schwangerschaftsdiabetes ist nicht zu spüren. Aus diesem Grund wird in der Regel bei allen Schwangeren zwischen der 24 und 28 Schwangerschaftswoche ein Glukosetoleranztest durchgeführt. Falls dies bei Ihnen nicht der Fall sein sollte, fragen Sie Ihre Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen.
Damit das Neugeborene nicht ein zu hohes Geburtsgewicht oder andere Komplikationen hat, ist es wichtig, dass ein Schwangerschaftsdiabetes erkannt wird. Bei einer guten Behandlung sind die Risiken für Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt gleich wie bei einer normalen Schwangerschaft. Ihre Gynäkologin oder Ihr Gynäkologe wird Sie in dieser Situation an eine Ernährungsberatung überweisen.
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