Der Unterschied zwischen Rotkraut und Weißkraut: Eine detaillierte Betrachtung

Kohl ist ein vielseitiges und gesundes Gemüse, das in vielen Küchen weltweit eine wichtige Rolle spielt. In der Schweiz wird er oft als Kabis bezeichnet, und es gibt eine große Vielfalt an Kohlarten, die in den Läden erhältlich sind. Zu den bekanntesten gehören Weißkohl und Rotkohl, die beide zur gleichen Sorte "Kopfkohl" gehören. Doch was unterscheidet diese beiden Kohlsorten eigentlich, und welche gesundheitlichen Vorteile bieten sie?

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Tatsächlich gehören Weiss- und Rotkohl zur gleichen Sorte «Kopfkohl», die Farbe ist ihr einziger Unterschied. Im Alltagsgebrauch soll erst seit dem 11. Jahrhundert zwischen den beiden unterschieden worden sein.

Farbe

Der offensichtlichste Unterschied zwischen Rotkraut und Weißkraut ist natürlich ihre Farbe. Die kräftige rot-violette Färbung des Rotkohls kommt durch die sekundären Pflanzenstoffe Anthocyane zustande.

Anthocyane

Im Unterschied zum Weißkohl enthält der Rotkohl einen besonderen Inhaltsstoff namens Anthocyan. Dabei handelt es sich um eine Pigment aus der Familie der Flavonoide. Das Blaukraut enthält außerdem jede Menge so genannter Anthocyane, die gegen frühzeitiges Altern schützen können.

Gesundheitliche Vorteile

Beide Kohlsorten sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, bieten aber unterschiedliche gesundheitliche Vorteile.

Rotkohl

Den nährstoffhaltigen Kohl zu konsumieren ist vor allem förderlich für die Augen. Denn das Gemüse enthält große Mengen an Zeaxanthin und Lutein. Es ist bekannt, dass Rotkraut erstaunliche Auswirkungen auf die Verdauung hat. Denn es unterstützt den Körper dabei Gallensäuren zu produzieren. Ein weiterer Grund dafür Blaukraut zu essen ist der aus ihm hergestellte Saft. Er unterstützt die Neubildung von roten Blutkörperchen und eliminiert schädliche Toxine aus dem Körper. Bereits im Mittelalter schätzte man den Rotkohl / Rotkraut, welcher aus der Familie der Kreuzblütler stammt, als Medizin. Das Blaukraut enthält außerdem jede Menge so genannter Anthocyane, die gegen frühzeitiges Altern schützen können.

Hinsichtlich der Inhaltsstoffe schneidet der Rotkohl, im Vergleich zu seinem Bruder dem Weisskohl, in einem Punkt deutlich besser ab: Dem Gehalt an wertvollen Antioxidantien. Es handelt sich dabei um ein besonders wirksames Antioxidans, welches gegen freie Radikale wirkt und chronische Entzündungs­prozesse bekämpft. Zudem wirken sie antibakteriell und antiviral. Vitamin C hält das Immunsystem auf Trab und hilft dabei Krankheitserreger abzuwehren. Vitamin E wirkt antioxidativ und wirkt sich präventiv auf die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen (z.B.

Weißkohl

Hauptkomponente des «Cole Slaw»-Salats, einer mit Mayonnaise getränkte Mischung aus feingeschnittenem Kohl mit geriebenen Rüebli. Gemäss gemuese.ch verspeisten Herr und Frau Schweizer 2017 im Schnitt 630 Gramm Sauerkraut. Weisser Tod des Rosenkohl, 9. Über die Ernte von Rosenkohl, 16. Rosenkohl und andere Superfoods, 28.

Kulinarische Verwendung

Beide Kohlsorten sind vielseitig in der Küche einsetzbar, aber es gibt einige traditionelle Verwendungen, die besonders hervorstechen.

Rotkohl

Aus Rotkohl macht man Blaukraut oder eben Rotkraut. Rotkohl wird beim Kochen eigentlich blau. Vom Rotkohl wachsen auf dem Spargelhof ca. 10 Aren. Rund 100 Kilogramm pro Woche liefert der Spargelhof jeweils in die beiden Hofrestaurants nach Seegräben und Jona, zur Herstellung von Rotkraut.

Klar ist: Rotkohl hat definitiv einen höheren Stellenwert als «die einseitige Beilage» verdient. Das wertvolle Gemüse lässt sich nämlich nicht nur als Rotkraut zu Wildgerichten kombinieren. Es schmeckt gerade in vegetarischen oder veganen Rezepten vorzüglich und sorgt dank der kräftigen Farbe erst noch für einen wahren Hingucker.

Weißkohl

Während Weisskohl zur Herstellung des klassischen Sauerkrauts verwendet wird, kennen wir den Rotkohl vor allem in Form von Rotkraut auf dem Wildteller. Grundsätzlich kann man auch aus Rotkraut Sauerkraut herstellen.

Sauerkraut hat eine lange Tradition: es soll vor über 2000 Jahren erfunden worden sein. Seereisende nahmen früher Sauerkraut mit auf ihre Schiffe. Der hohe Vitamin-C-Gehalt schützte sie auf offenem Meer vor der Vitaminmangelkrankheit Skorbut. Das saure Kraut entsteht durch die Fermentation von Weisskohl mit Hilfe von Milchsäurebakterien. Der harte Strunk wird entfernt, der Kabiskopf in feine Streifen gehobelt und mit Salz vermischt. So öffnen sich die Zellwände, unter Druck entweichen Wasser und Luft und die Milchsäurebakterien vergären den Kabis zu Sauerkraut.

Tipps zur Zubereitung

Hier sind einige Tipps, um das Beste aus Ihrem Rotkohl und Weißkohl herauszuholen:

Rotkohl

  • Damit sich Rotkohl beim Schneiden nicht verfärbt, am besten ein Edelstahlmesser verwenden.
  • Mit Zitronensaft im Kochwasser gegart, erhält er seine Farbe.
  • Rotkohl / Rotkraut eignet sich toll als Rohkostsalat, doch ein Mehr an Gesundheit bekommt, wer Rotkraut kurz kocht.
  • Dabei mausert sich seine Ascorbinsäure nämlich zum 1a-Vitamin-C-Päckchen.
  • Vor dem Verarbeiten müssen die äußeren Blätter entfernt werden.
  • Mit einer Brotmaschine oder dem Küchenhobel kann man den Kohlkopf leicht in feine Streifen schneiden.
  • Gekühlt lässt sich Rotkohl / Rotkraut den ganzen Winter über lagern, die verwelkten Blätter dazu einfach entfernen.
  • Der beste Ort hierfür ist ein dunkler und luftiger Ort.
  • Vor der Zubereitung sollten von einem Rotkrautkopf die äußeren und eventuell schadhaften Blätter entfernt werden.
  • Dann wird er am besten geviertelt.
  • So lässt sich der harte Strunk als Keil gut entfernen.
  • Beim Kauf muss sich der Rotkrautkopf fest anfühlen, die äußeren Blätter sollten nicht welk sein.
  • Wer das Kraut garen und die schöne rote Farbe erhalten will, kann das mit etwas Säure erreichen: Dazu gibt man beim Kochen einen Schuss Essig, Zitronensaft oder einen in Würfel geschnittenen säuerlichen Apfel hinzu.
  • Durch Zugabe von Säure z.B. aus dem Apfel, wird der Kohl rötlicher.

Weißkohl

Keine spezifischen Tipps im gegebenen Text.

Nährwerttabelle

Die folgende Tabelle vergleicht die Nährwerte von Rotkohl und Weißkohl pro 100g:

Nährwert Rotkohl Weißkohl
Kalorien 31 kcal 25 kcal
Fett 0,2 g 0,1 g
Kohlenhydrate 7,4 g 5,8 g
Ballaststoffe 2,1 g 2,0 g
Protein 1,5 g 1,3 g
Vitamin C 57 mg 36 mg

Diese Werte können je nach Quelle und Zubereitungsmethode variieren.

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