Ich esse gerne scharf. Und ich gehöre zu der Sorte Menschen, die alles gerne etwas nachsalzen und noch bizeli Scharf drauf tun. Auf Pasta, Pizza, ins Sandwich, in Suppen, auf Linsen, auf mildes Thai-Essen. Wer auch? Was tut ihr drauf? Chiliflocken? Chili-Öl?
In diesem Artikel finden Sie eine Auswahl an Rezepten, die Schärfe und Geschmack auf einzigartige Weise kombinieren. Ob Sie es lieber vegetarisch, orientalisch oder traditionell griechisch mögen, hier ist für jeden etwas dabei.
Einfache hausgemachte Harissa | Eine nordafrikanische Chilipaste
Scharfe Tacos mit mariniertem Tofu und Mango-Salsa
Die ballaststoffreiche Basis der meisten mexikanischen Gerichte - dünne Fladenbrote aus Mais oder Weizenmehl - ist so neutral, dass sie mit Füllungen aus der ganzen Welt kombiniert werden können. Auf der Suche nach einer neuen Geschmacksreise ist unser Koch Sertaç dabei auf die Idee mit scharf mariniertem Tofu, glasierten Zwiebelringen und einer selbst gemachten Mango-Salsa gekommen. Nicht fehlen darf jede Menge Gemüse. Bon Appétit!

Zutaten:
- 250 g Tofu (enthält Soja)
- 20 ml Mayonnaise (enthält Eier, Senf)
Zubereitung:
- Früchte, Gemüse und Kräuter waschen.
- Rote Zwiebel abziehen, halbieren und in dünne Ringe schneiden.
- In einem kleinen Topf 40 ml Essig, 120 ml Wasser, 1 TL Salz und 1 EL Zucker aufkochen lassen.
- Limette halbieren und den Saft einer Hälfte auspressen.
- Strunk vom Rotkohl entfernen, Rotkohl in feine Streifen schneiden und in eine grosse Schüssel geben.
- Mit ½ EL Olivenöl, Limettensaft, nach Geschmack 1 Prise Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.
- Marinierten Rotkohl mit den Händen massieren und ziehen lassen.
- Mango schälen, Fruchtfleisch vom Kern schneiden, in ca. 0,5 cm grosse Würfel schneiden und in eine grosse Schüssel geben.
- Rote Chili halbieren, Kerne entfernen und Chilihälften fein hacken.
- Korianderblätter abzupfen und ebenfalls fein hacken.
- Tofu in 8 Scheiben schneiden und in einer kleinen Schüssel mit dem Cajun-Gewürz und ½ EL Öl marinieren.
- Eine grosse Bratpfanne ohne Zugabe von Fett auf mittlerer Stufe erwärmen und Tofuscheiben 2-3 Min. je Seite anbraten.
- Avocado halbieren, Kern entfernen, Fruchtfleisch herauslösen und in dünne Scheiben schneiden.
- Die grosse Bratpfanne mit Küchenpapier auswischen und Mais- Tortillas nacheinander bei mittlerer Hitze 10-20 Sek.
- Tortillas auf Teller geben, mit Mayonnaise bestreichen, mit mariniertem Rotkohl, Mango-Salsa, je 2 Scheiben Cajun-Tofu und einigen Avocadoscheiben belegen.
- Mit eingelegten rosa Zwiebeln toppen und geniessen.
Nährwertangaben:
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Energie (kJ) | 3569 kJ |
| Energie (kcal) | 853 kcal |
| Fett | 38 g |
| davon gesättigt | 8 g |
| Kohlenhydrate | 88 g |
| davon Zucker | 40 g |
| Ballaststoffe | 16 g |
| Eiweiss | 23 g |
| Salz | 2 g |
Harissa: Scharfe Gewürzpaste aus dem Orient
Harissa ist eine scharfe Gewürzpaste, die aus der Küche des Orients nicht wegzudenken ist. Bekannt aus nordafrikanischen Ländern wie Marokko oder Tunesien, kommt Harissa auch in der Arabischen und Israelischen Küche oft vor.
Harissa Rezept: Dip, Paste
Küche: Middle Eastern
Zutaten:
- 1 rote Paprika (Peperoni)
- 2 grosse, rote Chilis
- 1 kleiner, getrockneter Chili
- 1 kleine rote Zwiebel
- ½ TL Koriandersamen oder gemahlener Koriander
- ½ TL Kreuzkümmelsamen oder gemahlener Kreuzkümmel
- 1½ EL Olivenöl
- 1-2 Knoblauchzehen, gepresst
- ½ EL Tomatenmark
- ½ TL Schale von Salzzitronen, gehackt (alternativ Zesten einer Biozitrone)
- ½ TL Salz
Zubereitung:
- Die rote Paprika im heissen Ofen ca. 25 Minuten rösten, bis sie aussen schwarz ist. Immer wieder wenden.
- In eine Schüssel geben und mit Folie abdecken.
- Wenn die Peperoni abgekühlt ist, Haut abziehen und Kerne entfernen.
- Koriandersamen, Kreuzkümmel und Kümmel ohne Fett in heisser Pfanne rösten, dann im Mörser zerkleinern. Oder gemahlene Gewürze verwenden.
- In einer Pfanne Öl erhitzen, darin Zwiebel, Knoblauch und Chilis anbraten.
- Anschliessend sämtliche Zutaten in einem Mixer pürieren.
- In einem gut verschliessbaren Glas ist Harissa mindestens 2 Wochen haltbar.
Wenn es dir zu aufwändig ist, die Peperoni zu rösten, kannst du auch getrocknete Peperoni und Tomaten verwenden.
Harissa passt perfekt gut zu Sabich oder Balkan-Pizza.
Scharfe Schaschlik-Spieße mit Sauce und Tsatsiki
Für die Schaschlik-Spieße mit Sauce und Tsatsiki das Tsatsiki zubereiten. Dafür die Gurken gründlich waschen und mit einem Hobel raspeln.
Salz zu der Gurkenmasse geben und gut durchmischen, ca. 5 - 10 Minuten ziehen lassen.Gurkensaft durch ein feines Sieb ausdrücken oder mit einem Arbeitstuch auswringen.
Knoblauch, Dill und Pfeffer untermischen und ziehen lassen. Joghurt unterrühren und mit Zitronensaft abschmecken.
Das Tsatsiki kühl stellen.
In der Zwischenzeit die Holzspieße abwechselnd mit gewürfeltem Fleisch, geviertelten Zwiebeln, gewürfeltem Paprika und dem Speck bestücken.
Das Backrohr auf ca 160 Grad Umluft, bzw. 170 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
Eine ofenfeste Kasserolle auf der Herdplatte aufheizen. Das Öl zugeben und die Spieße von allen Seiten kräftig anbraten.
Aus dem Bräter nehmen und in Alufolie gewickelt zur Seite legen.
Für die Sauce im Bräter Tomatenmark, Zwiebeln und Paprikawürfel anbraten. Mit Weißwein ablöschen und den Balsamico-Essig hinzugeben.
Sehr gut einkochen lassen.Passierte Tomaten hinzugeben und mit Rinderfond auffüllen. Vom Herd nehmen, Gewürze und Jalapeno hinzugeben.
Kurz aufwallen lassen und vom Herd nehmen. Die Spieße in die Soße legen.
Zugedeckt in den vorgeheizten Ofen geben und ca. 20 Minuten dünsten lassen. Danach die Spieße herausnehmen und warmstellen.
Die Sauce im Bräter mit einem Pürierstab mixen oder die Sauce für 2 Minuten in einem Standmixer mixen und in den Bräter zurück geben.
Nochmals kurz aufwallen lassen und die Schaschlik-Spieße mit Sauce und Tsatsiki anrichten.
Zu den Schaschlik-Spießen mit Sauce und Tsatsiki passt sehr gut gekochter Langkornreis oder Pommes frites und ein gutes Glas Rotwein.
Weitere scharfe Rezeptideen:
- Scharfer Tofu: 400 g Tofu in Würfel schneiden und mit Sweet ’n Sour marinieren. Anbraten und mit Zwiebeln, Chili, Paprika und Ananaswürfeln ablöschen.
- Cevapcici mit Ajvar: Hackfleisch mit Knoblauch, Gewürzen, Tabasco und Paprika verkneten, Cevapcici formen und mit Ajvar-Sauce servieren.
- Halloumi mit scharfem Honig: Halloumi braten und mit scharfem Honig beträufeln. Mit Joghurtsauce und Granatapfelkernen servieren.
Skordalia: Griechische Knoblauchpaste

Skordalia ist eine Paste, der reichliche Mengen von frischem Knoblauch Schärfe und Geschmack verleiht. Ist Skordalia eine Soße oder eine Paste? Diese Frage ist schwer zu beantworten.
Deutsche Köche bezeichnen Skordalia in der Regel als Knoblauchpaste, obwohl dieser Begriff etwas irreführend ist. Bei Skordalia bestimmt der Knoblauch den Geschmack, bildet aber nicht die Grundlage der Paste. Korrekt wäre wohl folgende Definition: Skordalia hat eine pastenähnliche Konsistenz, wird jedoch als Soße serviert.
Beide Versionen sind üblich in der griechischen Küche. Manchmal mischen Köche auch Kartoffeln und Brot. In Restaurants bekommt man meist Skordalia, die mit Brot gemacht wird, weil diese Technik Zeit spart.
Weißbrot wird von seiner Kruste befreit, in Milch eingeweicht und zu einem Mus zerkleinert. Das ergibt eine Skordalia, die etwas flüssiger ist als die Version mit Kartoffeln.
Dafür kocht man Kartoffeln und bereitet einen Brei aus ihnen.
Diese Frage lässt sich unmöglich beantworten, denn sie hängt von der Stärke des Knoblauchs, dem Geschmack des Kochs und den Vorlieben der Bekochten ab.
Griechische Hausfrauen verwenden in der Regel so viel Knoblauch für ihre Skordalia, dass sie richtig scharf ist - wobei die Schärfe nicht von dem schwarzen Pfeffer stammt, der nur das Aroma abrundet.
Diese Tatsache beweist bereits der Name. Knoblauch heißt Scordo auf Griechisch. Skordalia könnte man in etwa mit “Knoblauchiges” übersetzen.
Olivenöl dient in diesem Rezept dazu, die Aromen des Knoblauchs in der Basis von Kartoffeln oder Brot zu verteilen, denn Fett transportiert Geschmacksstoffe.
Zitronensaft verleiht der Skordalia eine frische Note.
Manche Rezepte in Deutschland empfehlen, für Skordalia Essig zu verwenden. Essig hat in einer original griechischen Skordalia jedoch nichts zu suchen.
Bei Skordalia handelt es sich um eine “Soße”, die kräftiger Knoblauchgeschmack prägt.
Griechische Hausfrauen servieren diese Soße traditionsgemäß zu Fischküchlein, die aus gesalzenem und getrocknetem Fisch entstehen.
Stockfisch, oder Klippfisch, verfügt über einen ausgeprägten Eigengeschmack. Griechen nennen diesen Fisch Bacalarios, ganz ähnlich wie sein portugiesischer Name Bacalhau.
Für die Fischküchlein wässern Hausfrauen den Stockfisch eine Nacht lang. Am folgenden Tag zerpflücken sie den Fisch und formen ihn mit Ei und etwas Mehl zu Küchlein, die sie in Olivenöl ausbacken.
Skordalia harmoniert ebenso wunderbar mit diesen Küchlein wie mit dem griechischen Rote-Bete-Salat.