Randen, auch bekannt als Rote Bete, Rahner, Ronen, Randig oder Rote Rüben, sind ein vielseitiges und nahrhaftes Gemüse. Sie gehören zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und sind mit Mangold und Zuckerrübe verwandt. Ursprünglich stammen sie aus Nordafrika, und die Römer brachten sie nach Mitteleuropa. Durch Züchtung erhielt die Rande ihre gleichmäßige rote Färbung. Randen haben von August bis November Hauptsaison, sind aber das ganze Jahr über erhältlich.

Warum Rote Bete einlegen?
Das Einlegen von Roter Bete ist eine bewährte Methode, um das Gemüse über den Winter hinaus haltbar zu machen. Es geht nicht nur darum, die Rote Bete haltbar zu machen, sondern auch darum, ihre Geschmackskomponenten und ihre nährstoffreichen Eigenschaften zu erhalten.
Rote Bete ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitaminen und Mineralien, darunter Folsäure, Zink, Kalzium, Mangan, Magnesium und Phosphor. Die rote Farbe verdankt die Rübe dem Betanin, das in hoher Konzentration enthalten ist. Regelmäßiger Konsum von Roter Bete begünstigt die Bildung von Mitochondrien (Kraftwerke der Zelle), was die Leistungsfähigkeit steigert und den Alterungsprozess verlangsamt.
Falls Sie im Sommer und Herbst Randen mit schönen Blättern finden sollten: Diese unbedingt auch essen! Die Blätter enthalten ebenfalls wertvolle Nährstoffe und können kleingeschnitten im Salat oder wie Spinat gedünstet gegessen werden.
Rote Beete - süß sauer- einkochen für den Winter
Grundrezept für eingelegte Rote Bete
Hier ist ein einfaches Rezept, um Rote Bete selbst einzulegen:
Zutaten für 4 bis 6 Gläser
- 1 kg Rote Bete
- 4 kleine Zwiebeln
- 300 ml Weinessig (vorzugsweise rot)
- 700 ml Wasser
- 10 Pfefferkörner
- 3 Lorbeerblätter
- 1 Teelöffel Salz
- 2 Teelöffel Senfkörner
- 5 Gewürznelken
Zubereitung
- Vorbereitung der Randen: Die Randen gründlich mit Wasser säubern.
- Kochen der Randen: Die Rüben mit der Schale in einem grossen Topf in Salzwasser 30 bis 60 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen, bis sie gar sind.
- Abkühlen und Schälen: Rote Beten mit kaltem Wasser abschrecken und abkühlen lassen. Anschließend schälen. Tipp: Gummihandschuhe tragen, da die rote Farbe lange auf der Haut zurückbleibt.
- Schneiden: Randen in dünne Scheiben oder Würfel schneiden. Zwiebeln in dünne Ringe oder kleine Würfel schneiden.
- Gläser füllen: Randen und Zwiebeln in sterilisierte Gläser füllen.
- Sud zubereiten: 700 ml Wasser mit Essig, Lorbeerblättern, Salz und Gewürzen aufkochen und noch heiss in die Gläser füllen, sodass das Gemüse komplett bedeckt ist.
- Gläser verschliessen: Gläser gut verschliessen, auf den Kopf stellen und die eingekochten Randen so abkühlen lassen. Dadurch entsteht ein Vakuum.
Die so eingekochten Randen sind mindestens ein halbes Jahr haltbar. Es empfiehlt sich, die Randen lange genug in den Gläsern ziehen zu lassen, bevor man sie öffnet. Nach drei bis vier Wochen schmecken sie besonders lecker.
Variationen und Tipps
Beim Einkochen von Randen können Sie kreativ werden und die Zutaten nach Ihrem Geschmack anpassen. Hier sind einige Tipps:
- Süss-sauer: Für süss-sauer eingelegte Randen zusätzlich 100 Gramm Zucker ins kochende Wasser geben.
- Würzig: Mit Knoblauch, Piment & Co. verfeinern. 5 bis 10 Knoblauchzehen (ganz oder gehälftet) mit den Zwiebeln und den gekochten Randen in die Gläser geben.
- Saurer: Weniger Wasser und mehr Essig verwenden (etwa 400 ml Essig und 600 ml Wasser).
- Piment: Für würzige eingelegte Randen zusätzlich 8 bis 10 ganze Piment-Körner hinzufügen.
Ein weiterer Tipp: Der Geschmack der Randen kommt besonders gut zur Geltung, wenn dieses mit Salz, Zucker, Zwiebeln und Rotwein gewürzt wird.

Alternativen zum klassischen Rezept
Neben dem klassischen Rezept gibt es auch alternative Varianten:
- Rote-Bete-Ketchup: Eine interessante Abwechslung im Speiseplan.
- Rote-Bete-Hummus: Ein leckerer Aufstrich aus Rote Bete, Tahini, Zitronensaft, Olivenöl und Gewürzen.
- Fermentierte Rote Bete: Verleiht dem Gemüse eine leicht säurehaltige Note und eignet sich hervorragend als Beilage zu kaltem Braten oder als Salat.
Vorbereitung und Sterilisation
Die Hygiene in der Küche ist entscheidend für die Haltbarkeit der eingelegten Randen. Die Arbeitsfläche sollte sauber sein, und die Gläser müssen vor der Verwendung sterilisiert werden:
- Gläser sterilisieren: Gläser waschen und im Ofen bei 150° Ober- und Unterhitze für 15 Minuten sterilisieren.
- Alternativ: Geschlossene Gläser in einem Topf mit heissem Wasser stellen, sodass die Einmachgläser bis zur Hälfte bedeckt sind.
Auch die Spülmaschine sollte regelmäßig gereinigt werden, um Fett, Schmutz und Reinigerrückstände zu entfernen. Hierfür eignet sich ein Spülmaschinen Hygiene-Reiniger.
Lagerung
Nach dem Abkühlen können die Gläser an einem kühlen, dunklen Ort gelagert werden. Weckgläser sind bis zu 12 Monate haltbar.
Nährwerte
Die eingekochte Rote Bete ist reich an Eisen, Kalium, Vitamin B und Folsäure. Der genaue Nährwert hängt von der Rezeptzusammensetzung ab. Hier ein Überblick über die durchschnittlichen Nährwerte pro Glas (ca. 400 ml):
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ~200 kcal |
| Kohlenhydrate | ~40 g |
| Eisen | ~2 mg |
| Kalium | ~400 mg |
| Vitamin B | Variabel |
| Folsäure | ~80 µg |
Rote Bete in der Küche
Neben dem Einlegen eignet sich Rote Bete hervorragend als Salatbasis. Sie peppt optisch jeden Salat auf und sorgt für eine interessante Geschmackskomponente. Hier einige Rezeptideen:
- Rote Bete Salat mit Lachs und Pekannüssen: Rote Bete in Würfel schneiden und mit frischem Lachs und gehackten Pekannüssen kombinieren.
- Rote Bete Salat mit Feta und Lachs: Eine beliebte Kombination ist Rote Bete mit Feta-Käse und Lachs.
- Couscous mit Rote Bete: Couscous mit Rote Bete kombinieren. Die Rote Bete kann roh oder leicht gekocht werden.
Die rote Farbe der Rande kann auch zum Einfärben von Speisen verwendet werden. Der Saft der Knollen eignet sich gut als Gemüsesaft und kann zum Beispiel Pasta eine ansprechende Farbe verleihen.
Fazit
Das Einkochen von Rote Bete ist eine traditionelle und bewährte Methode, um das nahrhafte Gemüse über den Winter hinaus genießen zu können. Es ermöglicht nicht nur die Erhaltung der Geschmackskomponenten und Nährstoffe, sondern auch die Erstellung von leckeren Rezepten, die sowohl optisch als auch geschmacklich überzeugen. Mit den richtigen Zutaten, der sorgfältigen Vorbereitung und der Sterilisation der Gläser ist es möglich, die eingekochte Rote Bete monatelang haltbar zu machen.