Rotweinsalz selber machen: Ein aromatisches Geschenk aus der Küche

Selbstgemachtes Salz zu verschenken ist immer eine schöne Idee - Kräutersalze gibt es ja in den unmöglichsten und möglichsten Variationen. Immer wenn ich aber unser Weinsalz auftische, kommen erstaunte Blicke. Das ist also noch nicht so bekannt - umso besser. =)

Falls ihr also noch auf der Suche seid nach einem kleinen Mitbringsel, zeige ich euch heute, wie ihr ganz einfach selber ein Weinsalz herstellt.

Das allererste Mal über Weinsalz gestolpert, bin ich bei meiner Mama zu Hause. Und da ich gerne mal etwas neues ausprobiere, wurde das Weinsalz natürlich verköstigt - und ich war verliebt. Ab dem ersten Bissen - das ist einfach nur lecker! Und weil es im Detailhandel doch eher teuer ist (und vor allem auch nicht überall und immer zu bekommen ist), ist die Variante vom selbstgemachten Weinsalz doch die Schönste.

Selber Weinsalz herstellen ist ganz einfach. Dazu eignen sich auch Reste von einem Rotwein, den ihr nicht ganz getrunken habt. (Also, falls das vorkommt… Bei uns wird die Flasche eigentlich immer geleert ;-)).

Bunte und aromatische Kräutersalze sind immer eine schöne und ganz persönliche Geschenkidee. Fülle das Salz einfach in ein schönes Glas, zum Beispiel ein ausgespültes Konservenglas mit goldenem Deckel.

Anleitung: Rotweinsalz selber machen

Zutaten:

  • 200 Gramm Salz (ich benutze grobes Meersalz)
  • ca. 1 dl Rotwein

Die Mengenangaben sind ungefähr - ihr könnt so ein Rotweinsalz auch nach Gefühl herstellen.

Ihr nehmt etwas Salz, füllt das in eine flache Auflaufform oder auch direkt aufs Blech, und bedeckt es ganz knapp mit Rotwein. Das kommt dann für 2-3 Stunden bei 80 Grad in den Backofen. Wichtig ist, dass ihr die Backofentüre leicht offen lasst (mit einer Holzkelle z.B.), damit die Flüssigkeit abziehen kann. Zwischendurch rührt ihr etwas um, und sobald das Salz den Rotwein aufgesogen hat und wieder trocken ist, ist euer kleines Geschenk schon fast bereit.

Das Salz wird schön rosarot, ich wollte es aber etwas dunkler haben. Also habe ich das Ganze wiederholt.

Tipp: Nicht zu viel Wein auf einmal zum Salz dazugeben, da es sonst eine halbe Ewigkeit dauert zum trocknen ;-). Es reicht, wenn das Salz knapp bedeckt ist vom Wein.

Sobald das Salz getrocknet ist, könnt ihr es in eine Salzmühle oder in kleine Gefässe füllen.

Rotweinsalz

Wozu passt Rotweinsalz?

Rotweinsalz passt super zu:

  • Fleischgerichten
  • Gemüse
  • Kartoffeln
  • Frühstücksei (mein absoluter Favorit! :D)

Achtung: Das Rotweinsalz erst kurz vor dem Servieren auf die Speisen geben. So schmeckt es am Besten.

Bei uns in der Schweiz gibt es während der Winterzeit ja ab und zu ein Raclette - da eignet sich ein Rotweinsalz perfekt als Gastgebergeschenk oder als Mitbringsel wenn ihr eingeladen seid. Eine herrliche Kombo: Käse, Kartoffeln und Rotweinsalz <3

Weitere Varianten: Kräutersalz selber machen

Kräutersalz selber machen: Das bringt super schnell Geschmack und Pepp in Deine Gerichte. Der Kräutergarten Italiens hat mit Oregano, Basilikum, Rosmarin und Co einiges an Aroma dafür zu bieten. Würzig, frisch und aromatisch. Und außerdem ist Kräutersalz immer ein tolles Geschenk aus der Küche.

Die Faustregel ist denkbar einfach: Auf 1 Teil frische Kräuter kommt 1 Teil Salz. Hacke die Kräuter ganz fein, mische Sie mit dem Salz. Schon fertig.

Luftdicht verschlossen und kühl gelagert ist dieses Kräutersalz lange haltbar, denn das Salz konserviert. Bitte beachte, dass Kräutersalz mit frischen Kräutern immer leicht feucht bleibt.

Verwendest Du getrocknete Kräuter, lautet das Mischungsverhältnis: etwa 20% getrocknete Kräuter, 80% Salz. Bei getrockneten Kräutern bleibt die kristalline Struktur des Salzes erhalten. Besonders schön sieht es aus, wenn Du ein solches Kräutersalz mit grobem Meersalz herstellst und dann in eine durchsichtige Mühle abfüllst.

Welches Salz für Kräutersalz nehmen?

Es sind alle Salzarten möglich. Beachte aber, dass Deine Kräuter immer feiner gehackt sein sollten, je feiner Dein Salz wird.

Welche typisch italienischen Kräuter passen zu welchem Gericht?

Prinzipiell gilt: Erlaubt ist, was Dir schmeckt. In der klassischen Küche gibt es aber traditionelle Geschmackspaare. Fühl dich frei, damit zu experimentieren und mische die Kräuter nach Lust und Laune!

Aber nicht nur Kräuter eignen sich zum aromatisieren, auch mit den Schalen von Zitrusfrüchten, Chili, Knoblauch und sogar Getränken kannst Du experimentieren! Deine Gäste werden Augen machen!

Mische hierfür 100 g feines Meersalz mit dem Abrieb einer gewaschenen Biozitrone. Lasse das Salz einen Tag trocken, bevor Du es verwendest. Auf diese Weise kannst Du auch Mandarinen- oder Orangensalz herstellen.

Mit frischer Chili bekommt das Salz eine grandiose rote Farbe. Mische dafür 1 Teil Chili mit 4 Teilen Salz. Entkerne die Chilischoten und mixe dann ein feines Mus daraus. Dieses vermischst Du nun mit dem Salz. Achtung scharf!

Mit getrockneter Chili kannst Du natürlich auch arbeiten. Mische dann einfach die gewünschte Menge Chilisalz oder Chiliflocken mit einem Salz Deiner Wahl.

Für ein ganz einfaches Knoblauchsalz steckst Du einfach ein paar geschälte Zehen Knoblauch in ein Schraubglas mit feinem Salz. Verschließe das Glas und lasse es eine Woche lang ruhen. Nehme den Knoblauch dann wieder raus - fertig!

Balsamicosalz funktioniert genauso einfach wie das eben beschriebene Rotweinsalz. Ersetze den Wein einfach durch Balsamico.

Mixe hierfür im Mixer oder Mörser 200 g Meersalz mit 100 g getrocknetem Basilikum, 1 getrockneten Knoblauchzehe, 2 Esslöffeln geriebenem Parmesan und 1 Esslöffel Pinienkerne. Lass das Salz 2 Tage an der Luft trocken bevor Du es verwendest.

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