Viele Menschen wachsen heute in der Komfortzone der Zivilisation auf. Die notwendigen Techniken und Fertigkeiten müssen hier nicht erlernt werden. Doch was tun, wenn dein Gebiet überflutet ist und du mehrere Tage nicht erreichbar bist? Was ist, wenn du dich im Wanderurlaub in der Wildnis oder Gebirge verirrst? Um für solche und ähnliche Situationen gewappnet zu sein, ist ein gut gepackter Prepper Rucksack unerlässlich.
Ein Prepper Rucksack, auch bekannt als Fluchtrucksack (Bug Out Bag), ist eine Zusammenstellung von Ausrüstung, die alles enthält, was man benötigt, um mindestens 72 Stunden allein zu überleben. Der Bug Out Bag wird in Deutschland auch „Fluchtrucksack“ oder „Überlebensrucksack“ genannt. Hauptzweck ist also das Überleben auf einer Flucht vor einer Katastrophe oder einem Notfall.
Notfälle müssen nicht sofort Erdbeben, Vulkanausbrüche, Hurrikane, Kriege, Gaskrisen, Blackouts oder nukleare Bomben sein. Ein Bespiel: Man lebt in einer Großstadt und eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg muss entschärft werden. Zusätzlich sollten Notfallpläne und weiteres Zubehör wie Sanitärartikel und Hygieneartikel in Betracht gezogen werden.
Generell ist es ratsam, sich auf Notfälle und Krisen mit einem Bug Out Bag vorzubereiten. Besonders dann ist ein Fluchtrucksack hilfreich, wenn Sie in Überschwemmungsgebieten wohnen, Erdbeben, Hurrikane oder andere Katastrophen eintreten können. Ob Sie auf Reisen für medizinische Notfälle gewappnet sein wollen oder in einer eher stürmischen Wetterzone leben, diese Rucksäcke können Überlebenswichtig sein. Allerdings packt jeder seinen Rucksack je nach eigenem Bedarf anders.
Ein guter Bug Out Bag spart Zeit, wenn in entscheidenden Momenten Sekunden zählen. Wenn der Fluchtrucksack bereitsteht, können Sie sofort evakuieren. Auf diese Weise konzentrieren Sie Ihre ganze Zeit, Energie und Aufmerksamkeit darauf, um in Sicherheit zu gelangen.
Wir empfehlen einen Rucksack zu kaufen, der nicht die Geldbörse sprengt, robust ist und idealerweise gut am eigenen Körper sitzt. Der Rucksack muss gut verarbeitet sein. Das heißt, er darf vollgepackt keine Schwachstellen aufweisen. Auch nach jahrelangem Wandern, oder Survival-Trainings darf der Rucksack niemals Mängel aufzeigen.
Allerdings enthielt sie einige Merkmale, die eine für den Segelflug nutzbare Windströmung und Wellenbildung nicht begünstigten. Die Voraussetzung für die Bildung von Leewellen ist eine senkrecht zum Gebirge gerichtete Strömung. Zudem muss die Luft in der Höhe, das heisst oberhalb und in Kammhöhe des Gebirges, eher stabil geschichtet sein und eine Windzunahme mit der Höhe vorhanden sein.
Im gestrigen Fall war die Anströmung in der Höhe aus südwestlicher Richtung, entsprechend war die Bedingung einer senkrechten Anströmung nicht gegeben.
Ein Notfallrucksack dient dazu, die ersten Tage nach der Evakuierung gut zu überstehen. Auch um im schlimmsten Fall - wenn beispielsweise das Haus nicht mehr betreten werden darf oder kann - schneller und besser zurechtzukommen.
Der Rucksack sollte dementsprechend gross genug sein. Ein Volumen von 65 Liter sollte ausreichen. Wichtig sind auch gepolsterte Schulterriemen sowie eine gewisse Anzahl an Taschen, damit man das Wichtigste immer griffbereit hat. Eine Regenschutzhülle für den Rucksack kann ebenfalls sinnvoll sein, insofern er nicht wasserabweisend ist. Zudem sollte er relativ robust sein, ausreichend Gewicht tragen können und auch einen unsanften Gebrauch - beispielsweise, wenn man auf ihm sitzt oder er auf schroffen Untergrund steht - unbeschadet übersteht.
Und: Der Notfallrucksack sollte so stehen, dass er in einer Ausnahmesituation gut erreicht werden kann. Hinter mehreren Kisten im Estrich oder Kellerabteil versteckt, ist daher keine geeignete Option.
Damit der Notfallrucksack in der Krisenvorsorge treue Dienste verrichten kann, ist es besonders wichtig, dass dieser gut gefüllt, fertig gepackt und griffbereit steht. In einer Notsituation ist sich jeder selbst der nächste, man sollte so unauffällig wie nur möglich unterwegs sein und keine Begehrlichkeiten von anderen Flüchtenden, wecken!Wer nicht vorsorgt, hat nachher Sorgen!
Fluchtrucksack von Ex SEK - Krisenvorsorge - Bug Out Bag - Prepper | KUNI
Was gehört in einen Notfallrucksack?
Es kommt auf die Bedürfnisse des Einzelnen an, daher hier ein Vorschlag:
Folgende Gegenstände gehören laut den Fachleuten in einen Notfallrucksack (alphabetisch sortiert):
- Batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio
- Dokumentenmappe (Familienurkunden, Sparbücher, Versicherungspolicen, Qualifizierungsnachweise, Zeugnisse, Identitätsausweise und weitere unwiederbringliche Dokumente - mindestens in Kopie, in einer wasserdichten Hülle verpackt)
- Erste-Hilfe-Material und persönliche Medikamente
- Essgeschirr und -besteck
- Handschuhe, wärmend
- Hygieneartikel (Zahnpflege, Seife und bei Bedarf Artikel für die Monatshygiene)
- angemessene Kleidung für einige Tage - entsprechend der Witterungsbedingungen entweder wärmend oder vor der Sonne und dem Regen schützend; gehen Sie hier auch nach dem Zwiebelprinzip vor
- Kopfbedeckung - je nach Wetterlage Hüte zum Schutz vor Sonne und Regen oder Mützen zum Schutz vor Kälte
- Regenjacke oder Regenmantel
- Reservebatterien - für das Radio oder die Taschenlampe
- Schlafsack oder eine Wolldecke
- Schutzmaske beziehungsweise ein behelfsmässiger Atemschutz (FFP2, besser FFP3)
- Taschenlampe - wahlweise eine Stirnlampe
- Verpflegung für mindestens zwei Tage - staubdicht verpackt
- Wasserflasche - mindestens zwei Liter Volumen
Wer mit Babys fliehen muss, sollte zusätzlich an Windeln denken. Auch ist es ratsam, Kinder mit einem Brustbeutel oder einer sogenannten SOS-Kapsel auszustatten. Diese enthält den Namen, das Geburtsdatum sowie die Adresse des Nachwuchses.
Direkt vor der Flucht sollte man den Notfallrucksack noch mit folgenden Dingen ergänzen:
- Ausweisdokument - ID und/oder Reisepass
- Bargeld
- Geldkarte
- Krankenversicherungskarte
- Schlüssel - Autoschlüssel, Hausschlüssel
- Smartphone oder Handy - plus Ladekabel oder Powerbank
Pro Person sollte ein Rucksack gepackt werden.

Neben einem Erste-Hilfe-Set sollte man auch Ersatzkleidung und Nahrung in den Notfallrucksack packen. Bild: imago-images.de
Survival-Experten empfehlen zudem, den Fluchtrucksack mit einem Tierabwehrspray (Pfefferspray) auszustatten. Dies ermöglicht, sich in Gefahrensituationen zumindest auf eine gewisse Art zu schützen. Weiterhin sind folgende Artikel sinnvoll:
- Wasserentkeimungstabletten
- ein Feuerzeug oder Feuerstahl
- Multifunktionswerkzeug
- Panzertape
- (Mikrofaser-)Handtuch
- Hygiene-Gel oder -Spray
Die verschiedenen Stufen eines Fluchtrucksacks
Es gibt verschiedene Stufen von Fluchtrucksäcken, die je nach Bedarf und Situation angepasst werden können:
- Fluchtrucksack Stufe 1: Unter 10 Kg, für Rucksäcke mit ca. 25 L. Ein abgerundetes Set, das das Wesentliche abdeckt, was man benötigt, um zu überleben. Zusammengestellt für Standard-Notfälle, wie eine Naturkatastrophe, die den Alltag für einige Tage durchbringt.
- Fluchtrucksack Stufe 2: Unter 15 Kg, für Rucksäcke mit ca. 44 L. Mit dabei ist nun eine Isomatte, welche außen am Rucksack festgeschnallt ist. In dieser Stufe fügt man den essenziellen Ausrüstungsgegenständen noch wichtige Ausrüstung hinzu, wie ein Solarladegerät und Schlafzeug.
- Fluchtrucksack Stufe 3: Unter 20 Kg, Passt in Rucksäcke über 50 L. Mit zur Isomatte gesellt sich nun ein Zelt, welches außen festgeschnallt ist. Will man es im Rucksack tragen, muss man ca. 60 Liter Fassungsvermögen einplanen. Der 50-Liter-Bug-Out-Bag ist ideal, damit man auf die unterschiedlichsten Notfälle vorbereitet bist, einschließlich längerfristiger Katastrophen.
Checkliste für den Fluchtrucksack
Hier ist eine detaillierte Checkliste für die verschiedenen Stufen des Fluchtrucksacks:
Fluchtrucksack Stufe 1
Der 25 Liter Rucksack sollte auf Stufe 1 nicht mehr als 10 kg wiegen.
- Erste-Hilfe-Set, Stufe 1
- 1 Liter Wasser in einer Edelstahl-Wasserflasche
- Faltkanister / Zusammenklappbare Wasserflasche
- Wasserfilter
- 30 Wasserreinigungstabletten
- Essen, was sofort essbar ist
- 2x Feuerzeug
- Zunder
- Stirnlampe
- Feststehendes Messer
- Multitool
- 30 Meter Paracord
- Tarp
- Wasserfestes Heft und Stift
- Dokumente (auf USB und Papier)
- Geld
- Seife
- Klopapier
- Mütze/Hut
- Socken
- Unterhose
- Hose
- Obere Basisschicht
- Jacke
- Bandana
- Schuhe
- solar-/kurbelbetriebenes Radio
- USB-Ladekabel und Wandstecker
- Powerbank
- Atemschutzgerät evtl. Filter
- Aufbewahrungsbeutel
- Smartphone
Fluchtrucksack Stufe 2
Der 44 Liter Rucksack sollte auf Stufe 2 nicht mehr als 15 kg wiegen.
Zur Stufe Stufe 1 kommt folgendes dazu:
- Erste-Hilfe-Set, Stufe 1 + 2
- Lebensmittel, die kochendes Wasser benötigen
- Sturmfeste Streichhölzer
- Tragbarer Kocher zum Kochen von Wasser
- Kochgefäß
- Spork
- Zweite Taschenlampe / Camping-Laterne
- Schlafsack
- Isomatte
- Feuchttücher
- Zahnbürste und Zahnpasta
- Lippenpflegestift
- Sonnenbrille
- Fernglas
- Handschuhe
- Gürtel
- Karte
- Kompass
- Solarladegerät
- Wasserdichtes Kartenspiel
- Packgurte zum Verzurren von Zelten
Fluchtrucksack Stufe 3
Der 50+ Liter Rucksack sollte auf Stufe 3 nicht mehr als 20 kg wiegen.
Zur Stufe 1 und 2 kommt folgendes dazu:
- Erste-Hilfe-Set, Stufe 1 + 2 + 3
- Feuerstahl
- Zusätzliche Batterien
- Batterieladegerät
- Zelt
- Handdesinfektionsmittel
- Signalspiegel / -Pfeife
- Handsäge
- Schleifstein
- Zweites Paar Socken
- Survival-Handbuch
Wie schwer sollte ein Bug Out Bag sein?
Viele Leute stellen normalerweise viel zu schwere Rucksäcke zusammen, weil sie davon ausgehen, dass sie in einem Fahrzeug sitzen, ihre körperliche Fitness überschätzen oder unterschätzen, wie schwer es ist, stundenlang 25 kg auf dem Rücken zu tragen.
Möglicherweise muss man sein Fahrzeug abstellen, 19 km durch die Wildnis wandern, hohe Treppen hinaufeilen oder durch Hochwasser waten. Sie oder jemand aus der Gruppe könnte verletzt werden. Und man wird wahrscheinlich müde sein und es wird einem heiß/kalt und hungrig sein.
Im Allgemeinen sollte der Fluchtrucksack bei einem erwachsenen Menschen nicht mehr als 20 % seines Körpergewichts ausmachen. Diese Regel ist wichtig, weil die Leute dazu neigen, zu viel zu packen.
Hier eine großartige Faustregel:
- Wenn man nicht mindestens drei Stunden pro Woche Sport treibt, sollte man unter 20 % seines Körpergewichts oder unter 20 kg bleiben - je nachdem, was weniger ist.
- Wenn man viel Sport treibt und bereits bequem mit Ausrüstung wandert, kann man bis zu 30 % Seines Körpergewichts oder ca. 27 kg tragen - je nachdem, was weniger ist.
Wiegt man z.B. also 80 kg und treibt keinen Sport, so sollte der Rucksack niemals über 16 kg wiegen.
Es ist wichtig, seinen Rucksack vollgepackt zu testen. Ein paar Kilometer damit zu wandern, bekommt man ein viel besseres Gefühl für das Gewicht.
Indem Sie diese Checkliste befolgen und Ihren Rucksack an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen, können Sie sicherstellen, dass Sie im Falle einer Notfallsituation bestmöglich vorbereitet sind.
Hinweis: Produkte, die in wir in der Schweiz nicht an Lager haben, können trotzdem bestellt werden. Diese Produkte werden direkt vom Hersteller (Dropshipping) an den Kunden geliefert, die Lieferzeit beträgt 1-3 Wochen. Vor einer Retournierung müssen Sie sich zwingend zuerst mit uns in Verbindung setzen.
Die SOS Überlebenskurse haben das Ziel: Dich in kleinen Szenarien mental, physisch und materiell auf Notfallsituationen vorzubereiten, dir Fähigkeiten mitzugeben, mit welchen du wieder nach Hause kommst. Dich zu einer Person auszubilden, die in jeder Situation handeln kann und weiss, was zu tun ist. Deine Überlebensfähigkeiten und deine Belastbarkeit zu verbessern, damit du mit jeder Situation sicher umgehen kannst. All dies wird unter Anleitung von erfahrenen internen und externen Ausbildern durchgeführt.