Wenn du Wert auf eine fett- und kalorienärmere Ernährung legst, aber wenig Zeit zum Kochen hast, könnte eine Heißluftfritteuse die perfekte Lösung für dich sein. Anders als in klassischen Fritteusen werden Lebensmittel in Heissluftfritteusen nicht in ein Ölbad getaucht, sondern in öliger Umluft erhitzt - wie in einem Backofen. Eigentlich haben Heissluft-Fritteusen oder Airfryer wenig mit Fritteusen gemein: Die Lebensmittel kommen nicht in ein Ölbad, sondern werden mit Umluft erhitzt wie in einem Backofen.
In diesem Artikel werden verschiedene Modelle und Testergebnisse vorgestellt, um dir bei der Auswahl der besten Heißluftfritteuse zu helfen.
TK Pommes aus der Heißluftfritteuse von COSORI (Airfryer)
Testsieger und Empfehlungen
Das «ETM-Testmagazin» hat 13 Heissluft-Fritteusen geprüft. Testsieger wurde «Actifry YV9708» von Tefal. Dieses Gerät garte Pommes frites von allen Seiten gleichmässig goldbraun. Und sie waren knusprig. Ebenfalls gut gelangen Pouletflügeli. Zudem war das Gerät einfach zu bedienen. Das österreichische Magazin «Konsument» hat 34 Airfryer geprüft. 29 von ihnen schafften eine gute Note. Testsieger ist der «FH1163/1» von Delonghi. Er bräunte Pommes frites auch bei maximaler Beladung gleichmässig. Zudem war dieses Modell einfach zu bedienen.
Gute Heissluftfritteusen:
- Tefal Actifry YV9708: Garte Pommes gleichmäßig goldbraun und knusprig.
- De’Longhi FH 1396: Ein weiteres sehr gutes Gerät.
- Severin FR 2445: Eine preisgünstigere Option, jedoch müssen die Pommes von Hand gewendet werden.
- Philips Airfryer HD9252/70: Bereitete Pommes frites ebenso gut zu wie der Testsieger, war aber mühsamer zu bedienen.
- Xiaomi Mi Smart: Noch günstiger, aber weniger praktisch und schlechter verarbeitet.
Hier ist eine Übersichtstabelle einiger empfohlener Heißluftfritteusen:
| Modell | Preis (ungefähr) | Besondere Merkmale |
|---|---|---|
| Tefal Actifry YV9708 | CHF 240 | Gleichmäßige Bräunung, Rührarm |
| De’Longhi FH 1396 | CHF 250 | Hohe Kapazität |
| Severin FR 2445 | CHF 126 | Preisgünstig |
| Philips Airfryer HD9252/70 | CHF 111 | Gute Ergebnisse |
| Xiaomi Mi Smart | CHF 87 | Sehr preisgünstig |

Der Philips Airfryer XL im Detail
Und wenn man über Heißluftfritteusen spricht, kommt man um einen Namen nicht herum: Philips. Seit nunmehr über einem Jahrzehnt dominiert der Philips Airfryer XL den Markt und hat sich zu einem Synonym für Qualität und Performance entwickelt. Der Philips Essential Airfryer XL bietet ein beeindruckendes Fassungsvermögen von 6,2 Litern im Garkorb und besticht durch eine solide Verarbeitung. Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff, jedoch ist die Oberfläche empfindlich für Fingerabdrücke, insbesondere Fettfinger. Da die Heißluftfritteuse aber schnell abgewischt ist, fällt die Reinigung in der Regel einfach.
Vorteile des Philips Airfryer XL:
- Großes Fassungsvermögen: Ideal für Familien.
- Leistungsstark: Bis zu 2000 Watt.
- Einfache Bedienung: Dank der NutriU-App.
- Vielseitig: Geeignet für Pommes, Hähnchen, Gemüse und mehr.
Nachteile:
- Premium-Zugang: Für einige Rezepte in der App erforderlich.
- Längere Garzeiten: Im Vergleich zu herkömmlichen Fritteusen.

Praxistest: Pommes, Lachs und Gemüse
Die Zubereitung ist denkbar einfach: Die gefrorenen Kartoffelwedges werden direkt aus der Tüte in den Garkorb gelegt und mit etwas Olivenöl beträufelt, um eine knusprige Textur zu erreichen. Dann geht es ab in die Fritteuse. Zwischendurch sollte man den Garkorb herausnehmen und die Wedges durchschütteln, damit sie gleichmäßig bräunen. Für den Lachs und das Gemüse haben wir eine Temperatur von 200 Grad eingestellt, wobei die Garzeit etwa 8 bis 10 Minuten betrug. Die Wedges und Pommes waren knusprig und so gut oder sogar besser als aus einer herkömmlichen Fritteuse, jedoch ohne den typischen Fettgeruch und deutlich gesünder, da nur wenig Öl verwendet wurde. Der Philips AirFryer XL arbeitet zudem überraschend leise.
Kritische Stimmen und Testergebnisse
Der Test zeigt: Es ist schwierig, Pommes oder Chicken-Nuggets in Heissluft-Fritteusen gleichmässig zu garen. «Die Geräte haben den falschen Namen, es sind kleine Backöfen und keine Fritteusen; man kann nicht das gleiche Ergebnis erwarten wie bei einer Öl-Fritteuse.» Das sagt Nadine Weber, die für «Kassensturz» Aifryer getestet hat. Die Resultate sind durchzogen: Zum Teil sind die Pommes frites an den Ecken verbrannt, andere sind kaum gegart und lasch. Entsprechend «ungenügend» schneiden zum Teil die Resultate ab, darunter das Gerät von Electrolux.
Im Gegensatz dazu ist das Resultat aus dem Backofen perfekt: sehr gute Bräunung, sehr gute Konsistenz. Testsieger ist Tefal Genius 2-in-1 mit der Note 4,9. Es ist auch das teuerste der getesteten Geräte. Es schneidet bei den Pommes frites und auch in der Handhabe am besten ab.
Alternative Zubereitungsmethoden
Mit frischen Kartoffeln machst du lieber Bratkartoffeln oder du backst sie halbiert mit etwas Rosmarin und Knoblauch im Ofen. Eine Luftfritteuse brauchst du definitiv nicht. Gekaufte Pommes sind eigentlich ein Beschiss, weil sie schon vorfrittiert sind. Das Hauptargument für Luftfritteusen ist damit zunichtegemacht. Aber sowohl bei Philips als auch bei Tefal gelingen die Kartoffelstäbchen aus der Tiefkühltruhe wunderbar. Sie sind knusprig, innen nicht zu trocken und schmecken wirklich nach Pommes.
Fazit
Hast du einen modernen Umluftbackofen zu Hause, dann brauchst du keine Luftfritteuse. Die Dinger brauchen wahnsinnig viel Platz, sind ziemlich laut und können im Prinzip gleich viel wie dein Backofen. Einzige Ausnahme: Du machst sehr oft Ofenpommes oder du bist um einen zweiten, kleinen Ofen froh. Dort glänzen die Geräte nämlich. Da es sich faktisch um kleine Umluftbacköfen handelt, kannst du darin auch Fleisch, Fisch oder Gemüse garen, während du in deinem Ofen etwas Anderes backst. Ein weiterer Vorteil: Sie heizen schneller auf als dein Backofen. So lassen sich zum Beispiel hart gekochte Eier schneller zubereiten als im Wasser, Pizza ist schnell aufgewärmt oder der Frühstücksspeck schnell gebraten. Als Ersatz für eine richtige Fritteuse taugen sie aber nicht.
