Nelken Plätzchen Rezepte: Eine Reise durch die Bündner Weihnachtsbäckerei

Die Vorweihnachtszeit ohne den Duft von frisch gebackenen Plätzchen? Fast nicht vorstellbar! Statt gekaufte Kekse auf den Tisch zu bringen, warum nicht selbst Hand anlegen und die Küche in eine duftende Backstube verwandeln? Besonders in Graubünden gibt es eine Vielzahl traditioneller Rezepte, die mit feinen Gewürzen wie Nelken verzaubern. Hier stellen wir Ihnen einige der köstlichsten Nelken Plätzchen Rezepte vor, die garantiert für Advents- und Weihnachtsstimmung sorgen.

Spekulatius: Der Klassiker mit Lebkuchenaroma

Spekulatius kann man kaufen, muss man aber nicht. Im Grunde genommen handelt es sich bei dem Gebäck nämlich um einen einfachen Keksteig. Das Besondere daran ist das feine Lebkuchenaroma.

Tipp: Mit den Toppits® Back-Bögen ersparst du dir nervenzehrendes Verrutschen und Aufrollen.

Vermische die trockenen Zutaten und arbeite dann die Butter bzw. die Margarine ein. Wickle den Keksteig in eine Toppits® Frischhaltefolie und lege ihn in den Kühlschrank. Im besten Fall lässt du ihn einen Tag lang ziehen. Sonst reichen auch ein paar Stunden. Lege anschliessend ein Toppits® Backbögen auf deine Arbeitsfläche. Dank der rutschfesten Unterseite kannst du deinen Teig jetzt ganz einfach auf dem Papier ausrollen. Und das ganz ohne Mehl, das sich in der ganzen Küche verteilt. Der Teig sollte ca. Jetzt kannst du deine gewünschte Spekulatius-Form aus dem Keksteig ausstechen. Das Tolle daran: Dank Anti-Haft-Struktur unseres Toppits® Backbögen kleben die Teigreste nicht am Boden fest. So kannst du den überschüssigen Teig einfach vom Backbogen abziehen und die fertigen Kekse mit dem Backbogen auf das Backblech ziehen.

Noch nicht genug vom Backen? Probiere doch einmal Schoko-Tannenbäume aus - die sind nicht nur super lecker, sondern sehen auch noch süss aus. Oder suchst du noch Inspiration fürs Weihnachtsessen?

Dr. Totenbeinli: Das Nussgebäck aus Graubünden

Hinter dem etwas makabren Namen steckt ein leckeres Nussgebäck aus Graubünden. Das Totenbeinli wird darum so genannt, weil es früher häufig beim Leichenschmaus zum Kaffee gereicht wurde. Heute wird das Trockengebäck gerade in der Weihnachtszeit gerne gebacken. Das nachfolgende Rezept stammt vom Bündner Sternekoch Andreas Caminada.

Zutaten:

  • 330 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 1 Zitrone, nur Zesten
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 1 Msp. Nelkenpulver
  • 2 Eier
  • 130 g geriebene Haselnüsse
  • 200 g ganze Haselnüsse mit Schale
  • 330 g Mehl
  • 50 ml Vollrahm

Zubereitung:

  1. Zucker, Butter, Zitronenzesten, Zimt, Salz und Nelkenpulver in einer Rührmaschine schaumig schlagen.
  2. Ein Ei nach dem anderen darunterrühren. Weiterrühren bis die Masse hell ist.
  3. Die geriebenen Haselnüsse und das Mehl dazugeben und gut vermengen.
  4. Die ganzen Haselnüsse dazugeben und vorsichtig in den Teig einarbeiten, so dass sie ganz bleiben.
  5. Den fertigen Teig nochmal vorsichtig von Hand kneten. Den Teig kühl stellen.
  6. Den Teig ca. 1,5-2 cm dick ausrollen. Den ganzen Teig mit Vollrahm bestreichen.
  7. Den kühlen Teig in 12 cm lange und 1,5-2 cm breite Riegel schneiden.
  8. Die Riegel für 18 min bei 180 °C Umluft backen.

Bündner Zimtpittli: Ein Geheimtipp vom Blech

Das Zimtpittli gehört zu den Geheimtipps unter den Bündner Guetzli-Rezepten und bringt mit seiner Trapezform optische Abwechslung aufs Backofenblech. Der würzig süsse Duft des Zimtpittli lässt sofort Advents- und Weihnachtsstimmung aufkommen. Das nachfolgende Rezept stammt von Betty Bossi.

Zutaten:

  • 150 g Butter
  • 170 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 140 g Mehl
  • 170 g gemahlene Mandeln
  • 1 EL Zimt
  • 80 g Zucker
  • 80 g Mandelsplitter

Zubereitung:

  1. Butter in einer Schüssel weich rühren, Zucker und Salz darunterrühren.
  2. Ein Ei nach dem anderen darunterrühren, mit dem Schwingbesen des Handrührgerätes ca. 5 min weiterrühren, bis die Masse heller ist.
  3. Mehl, gemahlene Mandeln und Zimt mischen, daruntermischen.
  4. Teig auf einem Backpapier ca. 30 x 38 cm ausstreichen, auf einen Blechrücken ziehen.
  5. Zucker und Mandelsplitter mischen, darauf verteilen, leicht andrücken.
  6. Ca. 15 min in der Mitte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens backen.
  7. Herausnehmen, etwas abkühlen und in Rhomben von ca. 3 x 6 cm schneiden.

Muschgezinli: Mandelmakronen nach altem Bündner Rezept

Muschgezinli sind Mandelmakronen nach altem Bündner Rezept. Die Gewürze - Zimt, Nelke und Muskatnuss - verleihen ihnen einen weihnachtlichen Geschmack. Die rote Farbe erhalten sie durch das Sandelholzpulver.

Zutaten:

  • 250 g Mandeln mit Schale, gemahlen
  • 250 g Puderzucker
  • 2 Eier
  • 15 g Orangeat, feingeschnitten
  • 15 g Zitronat, feingeschnitten
  • 1 TL Zimt
  • 1 Msp. Nelkenpulver
  • 1 Msp. Muskatpulver
  • ca. 20 g Sandelholzpulver
  • 100 g Mandeln, geschält

Zubereitung:

  1. Eier trennen. Eigelb mit Zucker über Wasserbad schaumig rühren.
  2. Gewürze, gemahlene Mandeln, Orangeat und Zitronat beigeben, mischen.
  3. Sandelholz langsam hinzufügen, bis der Teig ziegelrot ist.
  4. Eiweiss steif schlagen, darunterziehen.
  5. Teig 2 h ruhen lassen.
  6. Mit Teelöffeln Nocken formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Je eine geschälte Mandel in die Mitte drücken.
  7. Über Nacht trocknen lassen.
  8. Im auf 180 °C vorgeheizten Ofen ca. 15 min backen.
  9. Sofort vom Blech nehmen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Weitere Bündner Spezialitäten

Neben den hier vorgestellten Rezepten gibt es noch viele weitere Köstlichkeiten aus Graubünden, die sich perfekt für die Weihnachtszeit eignen:

  • Grassins: Bündner Weihnachtsguetzli aus Mürbeteig
  • Puglinas (Hühnerdreck) da Sent: Einfach zu backende Guetzli aus dem Unterengadin
  • Birnbrot: Ein Muss in der Weihnachtszeit und zu Silvester/Neujahr
  • Bütschella: Süsses Hefebrötchen mit Rosinen und Zitronenschale, vor allem an Ostern beliebt
  • Fideriser Torte: Ähnlich wie eine Linzertorte, aber mit geschlossenem Deckel
  • Tatsch: Eine traditionelle Speise aus Graubünden

Viel Spass beim Backen und Geniessen der Bündner Weihnachtsbäckerei!

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