Pizza Römische Art: Zubereitung, Tipps und Variationen

Die römische Pizza und Focaccia sind weit mehr als nur einfache Gerichte; sie sind ein Ausdruck italienischer Esskultur und kulinarischer Tradition. In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt dieser Köstlichkeiten ein, von den traditionellen Zubereitungsmethoden bis hin zu modernen Variationen und den besten Getränkekombinationen.

Das Geheimnis der Pizza alla Romana

Die römische Pizza zeichnet sich durch ihre Leichtigkeit und Bekömmlichkeit aus. Dies wird durch die Verwendung ausgewählter, steingemahlener Mehle aus dem Piemont erreicht, die einen Vollkornanteil haben. Diese Mehle sind bekannt für ihre organoleptischen und gesunden Eigenschaften. Auch die Tomaten und der Mozzarella stammen aus Italien, während andere Zutaten aus der Region bezogen werden. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass Fleisch von kleinen, lokalen Bauernhöfen und freilaufenden Tieren stammt.

Um eine ausgezeichnete Pizza zuzubereiten, sind natürlich Fähigkeiten entscheidend, die durch Übung und Erfahrung kommen. Die richtigen Techniken und Materialien gehen Hand in Hand.

Beliebte Beläge und kreative Variationen

Während die Margherita mit Büffelmozzarella ein Klassiker ist, erfreuen sich auch kreativere Beläge großer Beliebtheit. Dazu gehören Pizzen mit gebratenem Hähnchen und Trüffel, Lasagne-Pizza und Parmigiana-Pizza. Das Konzept besteht darin, die Tradition des klassischen Teiges beizubehalten und den Belägen eine innovative Note zu verleihen.

Ein Beispiel für Kreativität ist die Verwendung von mariniertem und gekochtem Spanferkel als Belag, kombiniert mit Gorgonzola-Käse und Feigenmarmelade. Diese Kombination wird von den Kunden sehr geschätzt.

Pizza und Bier: Eine italienische Tradition

Die perfekte Pizza mit Waldi

Pizza und Bier sind eine klassische italienische Tradition. Es wird Wert darauf gelegt, über Pilsner hinauszugehen und auch handwerkliche Biere anzubieten, die gut zur römischen Pizza passen. Lokale Biere werden bevorzugt, wobei die Auswahl schwerfällt, da alle fantastisch schmecken.

In Rom sagt man „Basta che se magna e se beve!“, was bedeutet „Hauptsache, man isst und trinkt“… Gut! Das ist es, was uns glücklich macht und was wir unseren Kunden empfehlen zu tun! Wir bemühen uns immer, hochwertige Getränke anzubieten, sowohl Bier als auch Wein, die gut zu unserer römischen Pizza passen.

Focaccia: Ein vielseitiges Fladenbrot

Knusprig, saftig, luftig weich - das sind die besten Vorzüge des italienischen Fladenbrots Focaccia. Es ist einfach zu machen und benötigt nur wenige Zutaten. Hier ist eine einfache Anleitung:

  1. Salz in das kalte Wasser rühren.
  2. Frische Hefe im Mehl verreiben.
  3. Das Salzwasser nach und nach in das Mehl geben und entweder mit der Hand oder mit der Küchenmaschine kneten.
  4. Zucker und Olivenöl mit in den Teig geben und weiter kneten. Sobald der Teig elastisch ist und nicht mehr klebt, abgedeckt 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.
  5. Anschließend Teig für 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  6. Bevor der Teig in den Ofen kommt, lassen Sie ihn 2 Stunden abgedeckt bei Raumtemperatur stehen.
  7. Nun ein Backblech mit Olivenöl bestreichen und den Teig mit den Fingern in die rechteckige Form drücken. Teig so nochmal für 30 Minuten gehen lassen.
  8. Nun mit den Fingerspitzen kleine Dellen in den gesamten Teig drücken. In die Fingerabdrücke Olivenöl und grobes Meersalz geben.

Die Focaccia gehört zu Ligurien, wie die Pizza zu Neapel. Und tatsächlich ist der Schritt von der Foccaccia zur Pizza gar nicht so groß! Eine gute Focaccia ist aber nicht so dünn wie eine Pizza und auch nicht so reichlich belegt. In Genua isst man die Fugassa, wie das Fladenbrot in der lokalen Mundart heißt, über den ganzen Tag verteilt. Das fängt schon beim Frühstück an. Mittags holt man sich das Fladenbrot als Imbiss in einem der zahlreichen Bäckerläden (genannt Panetteria) und isst es gleich aus der Hand, eingewickelt in Butterpapier.

Das Wort Focaccia leitet sich vom lateinischen „Fokus“ ab. Fokus bedeutet soviel wie Feuerstelle oder Kochen im Kamin. In Italien gibt es viele Variationen des Brotes.

Focaccia Sandwiches: Ein Rezept zur Resteverwertung

Focaccia Sandwiches sind eine super Möglichkeit, das italienische Fladenbrot aufzupeppen. Auch eine sehr gute Idee, wenn einmal etwas Focaccia übrig bleibt! Hier ist ein super Rezept für frische Focaccia, aber auch für die Resteverwertung:

  1. Die ausgekühlte Focaccia in 6 Stücke von ca. 6×6 cm Kantenlänge schneiden.
  2. Die Stücke mittig, wie ein Brötchen, aufschneiden.
  3. Den Boden mit Parmesan-Crème bestreichen. Dann mit je etwas Rukkola, Antipasti, Schinken und Salami belegen. Deckel auflegen.
  4. Auf einen Piekser je eine Olive und ein Basilikumblatt stecken und die Sandwiches damit fixieren.

Pinsa Romana: Eine moderne Interpretation

Pinsa Romana ist eine Art Foccaccia, die meist erst nach dem Backen mit gesunden Zutaten belegt wird, zum Beispiel mit Rucola Salat, Olivenpaste, eingelegten Tomaten, etc. Die grösste Differenz zwischen einer klassischen Pizza und einer Pinsa liegt nämlich im Teig. Während ein klassischer Pizzateig im besten Fall aus Hartweizengriess, Wasser Salz und Industriehefe gemacht wird, und meist ohne besonders lange Teigreifung hergestellt wird, ist die Pinsa ein Slow-Food. Der Teig wird mit weniger als einem Gramm Hefe pro Pfund Mehl hergestellt und wird im Kühlschrank tagelang gereift.

Gemäss dem Erfinder der Pinsa, muss im Pinsateig nämlich Dinkelmehl, Sojamehl und Reismehl enthalten sein. Diese Kombination ist nicht schlecht, aber einfach nicht römisch, denn die Römer assen noch fast keinen Reis und kannten die Sojabohne noch nicht.

Wer wie ich zwar gerne Pizza isst, aber nach dem Essen meist stundenlang mit Verdauungsbeschwerden kämpft, sollte mal eine Pinsa probieren. Der Pinsateig reift so lange, dass das zugegebene Getreide durch den Sauerteig bereits so gut aufgeschlüsselt ist, dass es auch von sensiblen Mägen gut und leicht verdaut werden kann.

Rezept für Pinsa Moderna

Für alle, die gerne mal so einen historischen Fake zubereiten möchten, hier ein Rezept, es ist zwar nicht aus der Antike, aber es hat ganz viel Zutaten aus der Weltgeschichte drin:

Zutaten:

Für den Teig:

  • 350 gr helles Dinkelmehl
  • 75 gr Dinkel Vollkornmehl
  • 75 gr Vollkornreismehl
  • 3.5 dl Wasser
  • 2 EL Sauerteigansatz (Oder 2 gr. Hefe)
  • 2 TL Olivenöl
  • 1 1/2 TL Salz

Für den Belag:

  • Frischer Rucolasalat (oder Lattichsalat) mit oder ohne Zitronendressing
  • Aromatische Sommertomaten
  • (geräuchter Speck)
  • Mozzarella (mitbacken) oder Buffala (nicht mitbacken)
  • Eingelegtes Gemüse
  • Fetakäse oder gehobelter Parmesan
  • Gewürzöl oder Balsamico
  • etc.

Zubereitung:

  1. Sauerteigansatz (oder Hefe) im lauwarmen Wasser auflösen und mit den verschiedenen abgewogenen Mehlen und dem Oel gut vermischen und 30 Min stehen lassen.
  2. Salz zugeben und 10 Min ziehen und falten oder kneten
  3. Teig zugedeckt in den Kühlschrank stellen.
  4. Nach 20 Stunden (Sauerteig) oder >48 Stunden (wenn Hefe als Treibmittel verwendet wird) den Teig aus der Schüssel nehmen und leicht durchkneten.
  5. Kugeln formen für je eine Pinsa und ca. 1 Stunde warten.
  6. Den Teig von Hand in die gewünschte Form ziehen und drücken. Mit einer Gabel einstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. (Wenn gewünscht mit Mozzarella und Speck belegen)
  7. Blech in den auf 240 Grad vorgeheizten Ofen schieben und backen bis der Teig knusprig und goldfarbig ist. (ca. 12 Min)
  8. Die heisse Pinsa mit den restlichen Zutaten nach Wunsch belegen und rasch servieren.

Wenn es in Rom damals tatsächlich schon Tomaten und Reismehl gegeben hätte, dann hätte eine Pinsa schon damals so gut geschmeckt. Bild: Pinse nach obigem Rezept. Möglichst wenige Zutaten vor dem Backen auf den Teig geben, damit sie schön knusprig wird. Dann mit gehobeltem Parmesan, Salat, eingelegtem Gemüse, etwas Feta belegen und mit einem guten Balsamico beträufeln.

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