Wiener Würstchen sind ein Klassiker und beliebt bei Groß und Klein. Doch wie brät man sie richtig, damit sie nicht platzen und optimal schmecken? Dieser Artikel gibt Ihnen eine detaillierte Anleitung und weitere nützliche Tipps rund um die Wurst.

Die perfekte Zubereitung von Wiener Würstchen
Selbst meine kleine Tochter liebt sie, die Wiener oder Frankfurter Würstchen. Doch was mich jahrelang genervt hat war, dass die Würstchen immer geplatzt sind, wenn ich eine Sekunde nicht aufgepasst habe oder das Wasser zu heiß war oder oder oder… Ich habe so einige Sachen probiert, doch irgendwie hat nichts funktioniert. Geht es Ihnen genauso? Bekommen Sie auch die Krise, wenn diese Teile wieder zerplatzt im Topf rumschwimmen? Dann lesen Sie unbedingt hier weiter, denn ich verrate Ihnen, wie Sie das Platzen fast immer vermeiden können.
Hier sind einige Tipps, wie Sie das Platzen der Würstchen vermeiden können:
- Das Wasser darf nicht kochen, sondern nur sieden und max. 90° C heiß sein.
- Geben Sie ausreichend Salz ins Wasser. Durch die Beigabe von Salz wird ein Platzen verhindert.
Warum kommt noch Salz ins Wasser? Salz hat verschiedene Eigenschaften.
Die Wurstmasse, die sich im Darm befindet, dehnt sich beim Kochen aus und dadurch steigt der Innendruck. Soll man nun Würstchen im kalten Wasser aufsetzten oder eher nicht? Doch wie schaffen Sie es nun, dass diese verflixten Würstchen nicht platzen?
Wiener & Bockwurst selber machen - Wurst selber machen - Opa Jochen´s Rezept
Bratwurst-Grundlagen: Was Sie wissen sollten
Auch wenn es verlockend ist, werden wir nicht in Wurst-Plattitüden verfallen. Nach dem Motto: „Jetzt geht’s um die Wurst!“ Oder: „Hier kriegst du eine Extrawurst!“ Tatsache ist: Würstchen gehören seit Jahr und Tag zu jedem Grillevent.
Worauf kommt es bei der besten Bratwurst an? Wir klären auf!

Die beste Bratwurst: Was ist drin?
Von dem deutschen Dichter Jean Paul (1763 bis 1825) stammt der Satz: „Wurst ist eine Götterspeise. Denn nur Gott weiß, was drin ist.“ Uns ist aber nicht wurst, was in der Wurst ist - daher beginnen wir mit einer kleinen Wurstkunde.
Bratwürste unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung - Art des Fleisches, Konsistenz, Gewürze. Zumeist bestehen Bratwürste aus einem großen Teil Schweinefleisch (etwa 70 Prozent) und Speck. Viele Rezepturen enthalten dazu einen gewissen Anteil an Kalbs- oder Rindfleisch, zum Beispiel die Thüringer Rostbratwurst. Außerdem bieten Schlachter reine Kalbs-, Rinds-, Lamm- und Geflügelbratwürste an. Die zerkleinerte und mit den weiteren Zutaten und Gewürzen vermengte Fleischmasse nennt sich Brät - daher (und nicht etwa vom Braten) hat die Bratwurst ihren Namen. Das Brät wird letztlich in dünne Schweine oder Schafsdärme gefüllt.
Bratwürste: Von grob bis fein
Grundsätzlich lassen sich Bratwürste nach rohen und gebrühten sowie groben, mittelgroßen und feinen Sorten unterscheiden.
Die meisten Würstchen im Handel sind gebrüht und vorgegart - das macht sie länger haltbar. Rohe Würstchen bekommst du beim Metzger, sie sind schnell verderblich. Eine rohe Wurst solltest du am selben Tag des Kaufes grillen. Für eine grobe Bratwurst wird das Fleisch grob zerkleinert, bei mittelgroben Bratwürsten vermengt der Metzger ein eher feines Brät mit grob zerkleinertem Fleisch. Feine Bratwürste bestehen aus gekuttertem (sehr fein gehäckseltem) Brät und werden eher aus Kalbs- und Rindfleisch hergestellt. Geschmacklich kommen feine Bratwürste etwas milder daher, während die groben Sorten eine eher intensive Würze aufweisen. Welche davon die für dich beste Bratwurst darstellt, ist also reine Geschmackssache.
Welche Wurst ist die beste Grillwurst?
Einer Bratwurst kannst du die Qualität nicht direkt ansehen. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du das Grillgut bei einem Schlachter deines Vertrauens kaufst. Viele Fachgeschäfte wursten noch selbst, bieten verschiedene Geschmacksrichtungen und regionale Spezialitäten an. Zudem kannst du dich beim Metzger immer fachgerecht beraten lassen.
Beim Kauf von abgepackten Grillwürsten kannst du dich anhand von Gütesiegeln über die Herkunft der Zutaten informieren. Manche Siegel geben auch über spezielle Anforderungen beim Herstellungsverfahren Auskunft. Die Stiftung Warentest nimmt regelmäßig Grillwürste unter die Lupe. Beim jüngsten Test aus dem Jahr 2014 schnitten von 20 abgepackten Bratwürsten 16 mit „gut“ und vier mit „befriedigend“ ab.
Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Geschmacksverstärker, Farbstoffe oder Verdickungsmittel finden sich in vielen abgepackten Grillwürstchen. Wenn du diese Inhaltsstoffe weitestgehend vermeiden willst, kaufst du besser beim Bio-Metzger ein. Überhaupt nicht auf den Grill gehören übrigens Sorten wie Bockwürstchen, Wiener Würstchen oder Krakauer: Die enthaltenen Pökelsalze können sich auf dem Grill in krebserregende Nitrosamine verwandeln.
So grillst du die beste Bratwurst
Für die beste Grillwurst legst du das Fleisch in die Mitte des Rostes. Bei hoher Hitze kann sie ein paar Minuten lang von allen Seiten gleichmäßig garen. Anschließend legst du die Würstchen an den Rand des Grills und wendest sie dort weiterhin regelmäßig. Die Würstchen sind fertig, wenn sie außen knusprig (aber nicht verbrannt!) und innen heiß sind. Vorgebrühte Würste kannst du nach 6 bis 7 Minuten servieren, rohe dauern mit 10 bis 12 Minuten etwas länger. Durch Einschneiden verhinderst du übrigens, dass gebrühte Würstchen aufplatzen.
Wurst-Vielfalt: Ein Blick über den Tellerrand
Im Wurstland Schweiz gibt es über 100 Wurstsorten. Es treffen französische, deutsche und italienische Einflüsse aufeinander. Die Romands nutzen fürs Wursten zudem Gemüse - vermutlich, weil Fleisch früher knapp und teuer war.
Hier eine kleine Auswahl internationaler Wurstspezialitäten:
- Chorizo: Die bekannteste Wurst Spaniens besteht in der Regel aus Schweinefleisch und Speck, abgerundet mit Paprika, Salz und Knoblauch. Der Geschmack reicht von mild-scharf bis höllisch scharf.
- Merguez: Auch die Merguez hat Feuer - dafür sorgt die Würzmischung aus Paprika, Kreuzkümmel, Knoblauch, Pfeffer und Harissa, einer scharfen Paste mit frischem Chili.
- Salsiccia: Das italienische Wort Salsiccia bedeutet übersetzt schlicht Wurst.
- Sucuk: Eine Wurst aus der Türkei, hergestellt aus Kalb-, Rind- oder Lammfleisch. Für die nötige Schärfe sorgt Cayennepfeffer. Daneben finden sich Kreuzkümmel, Knoblauch und Piment in einer Sucuk.
Rezeptidee: Würstli im Teig
Beliebt bei Gross und Klein: Würstli im Teig, hier eine pikante Version.

Zutaten:
- ausgewallter Pizzateig (ca. 28 x 38 cm)
- gekochte Merguez (ca. 420 g), oder Wienerli, halbiert
- Senf
- Ei mit Wasser zum Bestreichen
- saurer Halbrahm
- Ketchup
Zubereitung:
- Teig entrollen, quer in 12 gleich breite Streifen schneiden.
- Würste mit dem Senf bestreichen.
- Teigstreifen um die Würste wickeln.
- Teigenden leicht andrücken, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit wenig Wasser bestreichen.
- Backen: ca. 18 Min. in der Mitte des Ofens.
- Herausnehmen, mit wenig Wasser bestreichen.
- Sauren Halbrahm und Ketchup verrühren, dazu servieren.
Hinweise: Ergibt 12 Stück. Airfryer-Tipp: ca. 5 Min. bei 200 Grad im Airfryer backen.
Nährwerte pro Stück:
- 262 kcal
Umweltverträglichkeit:
Mit dem einfachen Punktesystem erkennst du auf einen Blick, wie umweltfreundlich dein Rezept ist.
| Umweltverträglichkeitsskala | Bewertung |
|---|---|
| 5 von 5 | sehr hohe Umweltverträglichkeit |
| 4 von 5 | hohe Umweltverträglichkeit |
| 3 von 5 | mittlere Umweltverträglichkeit |
| 2 von 5 | geringe Umweltverträglichkeit |
| 1 von 5 | sehr geringe Umweltverträglichkeit |
Weitere Rezeptideen und Inspirationen
Stelle deine eigene Wurst her oder bereite deine Lieblingswurst auf verschiedene Arten zu. Das Herstellen eigener Würste ist eine lohnende Tätigkeit für alle Fleischliebhaber. Es gibt kaum etwas Besseres als den Duft von frisch grillierten Würsten, der durch die Sommerluft zieht.
Längst gibts nicht nur Würste für Fleischesser. Diese dürfen so heissen, weil es lediglich um die Form des Produktes geht, nicht um den Inhalt.
Alles hat ein Ende, auch dieser Artikel, nur die Wurst - die hat zwei :-).