Der Pizzaofen in Italien: Eine Geschichte von Tradition und Innovation

Die Geschichte der Pizza ist eng mit der italienischen Kultur verbunden. Der Begriff "Pizza" stammt vom lateinischen Verb "pinsere", was so viel bedeutet wie "zerkleinern und mahlen". Seit Jahrhunderten ist Pizza ein Grundnahrungsmittel der italienischen Bevölkerung, insbesondere in Kombination mit Mozzarella und Tomaten.

Neapolitanische Pizza

Der Aufstieg der Pizza zur Weltberühmtheit

Die Geschichte der weltweiten Berühmtheit der Pizza begann im Jahr 1889, als Königin Margherita eine Pizza mit Mozzarella, Tomaten und Basilikum probierte. Espositos Pizzaofen "Pietro" befand sich in der Nähe des Palazzo di Capodimente, dem Palast von König Umberto I. von Italien. Um die Königin zu erfreuen, wurde bei Esposito eine Pizza bestellt. Esposito präsentierte der Königin die Pizza mit Mozzarella, Tomaten und Basilikum. Als die Königin nach dem Namen der Pizza fragte, nannte er sie in aller Eile "Margherita" - nach der Königin selbst.

Pizza Margherita

Die Pizza erobert die Welt

Ende des 19. Jahrhunderts wanderten viele Italiener nach Amerika aus und brachten ihre Esskultur mit. Im Laufe der Jahre wurde die Pizza von amerikanischen Unternehmern in die Weltküche eingeführt, wobei die ursprünglichen Zutaten ergänzt und verändert wurden. Heute unterscheiden sich die Pizzasorten, die in vielen Teilen der Welt konsumiert werden, deutlich von der traditionellen italienischen Pizza.

Pizzaofen bauen - Welcher Stein ist der richtige?

Innovationen in der Schweiz: dieci und die Pizzaöfen im Lieferwagen

Eine der grössten Herausforderungen eines Lieferservice ist es, die Gerichte möglichst warm und knusprig beim Kunden abzuliefern. dieci ist bekannt dafür, dass seine Kuriere die dieci-Pizze warm und knusprig bis an die Haustür liefern. Bei den dieci-Pizzakurieren funktioniert das unter anderem dank einem technischen Kniff - dem ins Fahrzeug eingebauten Pizzaofen. Die Öfen sind in allen Fiat Pandas verbaut und werden durch ein ausgeklügeltes System erwärmt.

Pizzaofen im Lieferwagen von dieci

Bereits vor der Fahrt wird der Ofen mittels einer Elektroheizung auf 100° vorgewärmt. Sobald der Panda in Bewegung ist, führt ein Verbindungsrohr die Abgas-Abwärme direkt zu einem sogenannten Wärmetauscher, der sich erhitzt und die Wärme an den Chromstahlbehälter und die darin liegenden Pizze weitergibt. Zwischen dem inneren und dem äusseren Holzbehälter zirkuliert die Luft kontinuierlich und gleicht somit Temperatur und Feuchtigkeitsgehalt aus. Die Vorteile kann man schmecken: Die dieci-Pizze, wie auch andere Speisen, bleiben warm und frisch und behalten den Geschmack unverändert bei.

Die Geschichte für diese ausgeklügelte und patentierte Erfindung begann vor 25 Jahren in Bellinzona. Lorenzo Delzanno, der gemeinsam mit einem Freund ins Pizzalieferdienst-Geschäft einsteigen wollte, suchte nach einer Lösung. Er wollte seine Pizza so warm wie möglich ausliefern: «Ich fragte meinen Vater um Hilfe. Er war zwar studierter Archäologe, aber auch leidenschaftlicher Tüftler, der jedes Problem lösen konnte.

Später überlegte sich Lorenzo Delzanno, ob er diese Nachfrage nicht doch besser nutzen sollte und begann, Pizzalieferdienste direkt zu kontaktieren. Die Leistung der Öfen wurde ausführlich getestet, indem vor und nach Transport die Pizze gekostet wurden. «Das dieci-Team war von dem Ergebnis sehr positiv überrascht und bestellte gleich die ersten 40 Öfen für ihre Lieferflotte.» Die Öfen sind seither technisch überarbeitet, aber nie grundlegend verändert worden. Ist dir der Pizzaofen in einem der 320 dieci-Autos noch nie aufgefallen? Bestelle einfach deine Lieblingspizza und achte auf das Lieferfahrzeug: Der knallrote Ofen auf der Rückbank ist gut zu sehen.

Die Pizzeria Ristorante Molino: Italienisches Lebensgefühl in der Schweiz

«Italianità, Qualità e Passione» - die Pizzeria Ristorante Molino steht seit über fünfundreissig Jahren für italienisches Lebensgefühl, authentische Rezepturen und sorgfältig ausgewählte Produkte. Buchen Sie unseren Pizza-Workshop und lassen Sie sich von unseren Pizzaiolos in die Geheimnisse der perfekten Pizza einweihen.

Santa Lucia: Ein Stück Italien in der Schweiz

Ein Blick hinter die Kulissen einer Santa Lucia - jener Ristorante, welche der Schweiz beibrachten, wie echte Pizza schmeckt. Heiss! So ist ein echter italienischer Pizza-Ofen. Das wusste schon Rudolf Bindella, der Vater des heutigen Firmenpatrons. 1965 eröffnete er an der Luisenstrasse im quirligen Zürcher Langstrassenquartier eine der ersten Holzofen-Pizzerien der Schweiz. Er war nicht nur Pionier, sondern auch Perfektionist: Die Steine für den Ofen liess er aus Italien kommen, den Maurer ebenso. Bald durchwehte das Viertel ein Duft von frisch gebackener Pizza.

Santa Lucia Pizzeria in Zürich

Heute, unter Rudolfs Sohn Rudi Bindella, firmieren zwölf Standorte unter dem Namen Santa Lucia - von Zürich und Winterthur über Baden bis Bern. Und in jedem einzelnen steht ein gemauerter Holzofen. Das Handwerksstück erreicht 280 bis 300 Grad und kühlt über Nacht nie ganz aus. In der glühenden Hitze ist die Pizza im Handumdrehen fertig. Bereits drei bis vier Minuten nach dem Einschiessen holt der Pizzaiolo einen goldbraunen, knusprigen Fladen heraus.

Flaggschiff der Santa Lucias ist die gleichnamige Pizza-Variante. Auf der Pizza Santa Lucia treffen sich saftiger Schinken, rote und gelbe Peperoni, fein geschnittene Champignons und würzige Sardellen.

Doch was, wenn man zuhause keinen Pizzaofen besitzt? Für den Hausgebrauch geben die Pizzaioli der Santa Lucias ein paar Tipps. Erstens: Rollen Sie den Teig so dünn wie möglich aus. Er sollte nicht mehr als vier Millimeter Dicke haben. So gart er im Ofen ruckzuck durch. Zweitens: Verwenden Sie Pizza-Mozzarella. Er ist trockener als normaler Mozzarella, so dass er den Pizzaboden nicht aufweicht. Drittens: Geben Sie Hitze! Heizen Sie Ihren Ofen so hoch auf, wie es eben geht. 260 Grad sind ideal. Das Backblech schieben Sie gleich mit hinein, so dass es ebenfalls glühend heiss wird. Wenn alles bereit ist, legen Sie die Pizza aufs Blech und ab in den Ofen damit. Achtung, backen Sie eine Pizza nie bei Heissluft, sondern immer bei Ober- und Unterhitze. Heissluft lässt den Fladen zäh und trocken werden. Folgen Sie hingegen unserer Anleitung, die Belohnung ist eine Pizza fast wie aus der Santa Lucia.

DIO/MIO: Neapolitanische Pizza in Basel

Wir von DIO/MIO haben den Anspruch, eine Pizza zu backen, wie sie sonst nur in Neapel, der Heimat der Pizza, serviert wird. Für unsere Pizza gibt es drei Vorgaben: Qualität, Authentizität und Professionalität. Nach Möglichkeit beziehen wir die Zutaten aus Neapel und dessen Umland. Unserer Überzeugung folgend stammen die köstlichen Tomaten, der Mozzarella, die Salsiccia & Co.

Qualität, Authentizität und Professionalität - dies sind unsere drei Vorgaben bei der Beschaffung unserer Zutaten für Küche, Ofen und Bar. Wir haben sehr viel Zeit und Sorgfalt in die Auswahl unserer Produzenten und Lieferanten gesteckt. Mozzarella aus Agerola von der sorrentinischen Halbinsel, Tomaten aus San Marzano am Fusse des Vesuvs, Sardellen aus Cetara an der Amalfiküste oder Zwiebeln aus Tropea am kalabrischen Meer - jede Zutat für eine wunderbar authentische Pizza wurde am Ort seines Ursprungs bei kleinen Produzenten beschafft. Bei so viel Sorgfalt bei den Speisen dürfen die Getränke nicht hintenanstehen. Sorgfältig ausgewählte Weine und Biere, wunderbare Drinks und Limonaden aus Italien bilden den perfekten «Partner» zu unserer Pizza.

Die Mamma aller Pizzen ist eine Neapolitanerin! Der Legende nach gab es einmal ein Pizzaiolo in Neapel. Dieser soll 1889 vom König Umberto I. und seiner Frau beauftragt worden sein, eine Pizza zu servieren. Als Patriot hat er die Pizza mit Zutaten in den italienischen Nationalfarben belegt: grünem Basilikum, weissem Mozzarella und roten Tomaten.

Die Geschichte von Laerte Iacovino: Ein Pizzaiolo-Pionier in der Schweiz

Als Laerte Iacovino in Zürich ankam, hatte er einen Traum: Er wollte Pizzaiolo sein. Nur: Damals gab es in der Schweiz noch gar keine Pizzerien.

Iacovino war einer von vielen: Damals lebten bereits mehr als 140 000 Italienerinnen und Italiener in der Schweiz; allein in der Stadt Zürich waren es gegen 12 000, und «italienisch» essen konnte man hierzulande seit langem. Die erste italienische Einwanderungswelle hatte bereits im 19. Jahrhundert mit dem Bau der Eisenbahntunnels eingesetzt, und die Immigranten hatten sich schlicht geweigert, ihre Esskultur aufzugeben. Mehr noch: Sie hielten in der Fremde umso stärker an den Geschmäckern der Heimat fest. Und so waren schon vor der Jahrhundertwende einfache Lokale für Gastarbeiter entstanden, ausserdem wurde in Privatwohnungen, in sogenannten Kostgebereien, für Immigranten gekocht. Vor allem aber gab es viele kleine Lebensmittelläden, in denen Italiener ihre Landsleute mit den so schmerzlich vermissten Weinen, mit Olivenöl, getrockneten Tomaten oder Peperoncini versorgten.

Bis der durchschnittliche Schweizer die italienische Küche für sich entdeckte, dauerte es noch lange. Das sagt die Historikerin Sabina Bellofatto, die für ihre Dissertation die Verbreitung der italienischen Küche in der Schweiz der Nachkriegszeit untersucht. Das Interesse an italienischen Gerichten begann erst in den 1950er und 1960er Jahren zu wachsen. Und auch dann lag das nicht an den Italienern, die hier lebten - ihnen begegnete man mit Vorbehalt -, sondern an der idealisierten Vorstellung vom sonnigen Süden. Mehr und mehr Schweizer reisten nun in ihren Ferien nach Italien, oder zumindest träumten sie davon; das «Dolce far niente» wurde zum Inbegriff einer modernen, hedonistischen Lebensweise.

Doch dann stiess Iacovino im «Tagblatt der Stadt Zürich» auf ein Inserat: «Pizzaiolo gesucht», stand da, vielleicht auch «cercasi Pizzaiolo», darunter die Adresse eines Restaurants namens «Santa Lucia». Iacovino überlegte eine Nacht lang. Dann ging er in den Kreis 5 an die Luisenstrasse und sah, dass es tatsächlich eine Pizzeria war, eine echte, mit Holzofen. Iacovino fragte nach der Stelle, doch als der Chef wissen wollte, ob er denn Pizzaiolo sei, da schüttelte er den Kopf. Er solle es mal probieren, sagte der Chef, und Iacovino griff nach einer Teigkugel, begann sie zu formen, wie er es als Bub gelernt hatte, mit beiden Händen, vorsichtig und entschlossen zugleich, und - vielleicht machte er es gut, vielleicht nicht - man war begeistert, und er wurde endlich zu dem, wovon er immer geträumt hatte: Er wurde der Pizzaiolo in der ersten Holzofenpizzeria der Schweiz.

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